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2012-09-02

Paralympics: IT-Dienstleister Atos in der Kritik |silicon.de


Das Sponsoring der Paralympischen Sommerspiele 2012 durch der IT-Dienstleister Atos hat in Großbritannien einen Proteststurm von Behindertenverbänden ausgelöst. Der Konzern erstellt im Auftrag der britischen Regierung medizinische Gutachte, die über die Arbeitsunfähigkeit von Behördenmitarbeitern entscheiden. (...)
Demonstranten protestierten vor der Niederlassung von Atos. Sie werfen dem IT-Dienstleister vor, viele Behinderte in die Armut und teilweise sogar zum Suizid zu treiben. Aktivisten trugen einen Sarg, der die Einschnitte in Unterstützungsleistungen symbolisieren sollte, zur Atos-Zentrale in der Londoner Innenstadt.
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Paralympics: IT-Dienstleister Atos in der Kritik |silicon.de


Atos protesters clash with police in 'day of action' against Paralympics sponsor | Society | guardian.co.uk





 Disability activists protest Paralympics sponsor - YouTube

2012-08-29

Endstation Altenheim - auch ein Abschied von der Selbstbestimmung - F.A.Z.-Community


Endstation Altenheim - auch ein Abschied von der Selbstbestimmung

28. August 2012, 22:58 Uhr

Das Altersheim ist für viele Menschen die Endstation – und es ist keine Endstation, die man sich wünscht. Viel mehr als Verwahrpflege ist für viele der Bewohnerinnen und Bewohner in den Standard-Einrichtungen nicht drin. Und trotzdem gelten die stationären Einrichtungen weitgehend als alternativlos. Besonders bitter kann es werden, wenn es die Heimbewohner an schweren, nicht mehr behandelbaren Krankheiten leiden und sie in die Sterbephase kommen: kaum eine Einrichtung ist in der Lage, hier die Bedingungen zu schaffen, die in vielen stationären Hospizen gang und gäbe sind. Zwar haben auch Heimbewohner Anspruch darauf, neue Leistungs-Angebote wahrzunehmen, wie beispielsweise die spezialisierte ambulante Palliativversorgung nach Paragraph 37b SGB V. Allein: In der Praxis ist das längst noch nicht angekommen. Angebote, die es aber in der Praxis nicht gibt, können von den Betroffenen nicht in Anspruch genommen werden - mit der Folge, dass alte Menschen, die sich irgendwann entschlossen haben, ins Heim zu gehen, am Lebensende oft schlechter versorgt werden, als Menschen, die es geschafft haben zu Hause zu bleiben und ihre Versorgung ambulant zu organisieren. Gerecht ist das nicht.
Jetzt haben der Deutsche Hospiz- und Palliativverband und die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin das Problem aufgegriffen und heute (am 28. August) in eienr Pressekonferenz eine adäquate Hospiz- und Palliativversorgung für hochbetagte Menschen schwerstkranke und sterbende Menschen im Pflegeheim gefordert. Im Rahmen der Pressekonferenz haben die Fachgesellschaft und der Verband auch ein 24 Seiten umfassendes Grundsatzpapier zum Thema vorgestellt. Das Thema ist angesichts der demografischen Entwicklung von hoher Brisanz, auch angesichts der hohen Zahl von älteren Menschen, die – auch aus Verzweiflung über ihre Lebenssituation und die unzureichende Versorgung – Suizid begehen oder begehen wollen.
F.A.Z.-Community

2011-08-18

Burkhard Madea: 2 000 Tötungsdelikte bleiben jedes Jahr unerkannt (18.08.2011) | Bonn | Lokales | General-Anzeiger Bonn

Burkhard Madea: "2 000 Tötungsdelikte bleiben jedes Jahr unerkannt"

Bonn. Über ungeklärte Todesfälle und Gewaltkriminalität gegen alte Menschen sprach mit Burkhard Madea, Direktor des Instituts für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Bonn, Delphine Sachsenröder.
Burkhard Madea leitet die Bonner Rechtsmedizin. Foto: Roland Kohls
Burkhard Madea leitet die Bonner Rechtsmedizin. Foto: Roland Kohls
General-Anzeiger: Wie hoch ist die Dunkelziffer bei unnatürlichen Todesursachen?
Burkhard Madea: Wir gehen in Deutschland davon aus, dass jedes Jahr rund 2 000 Tötungsdelikte nicht erkannt werden. Darunter sind nach meiner Erfahrung sehr viele ältere Leute. Das Leben kann immer da relativ spurenarm ausgelöscht werden, wo es schwach ist, also bei den ganz Jungen oder bei den Alten.
GA: Gibt es zu wenige Obduktionen?
Madea: Ja, eindeutig. In Deutschland gibt es bei 820 000 Todesfällen im Jahr gerade einmal rund 18 000 gerichtliche Obduktionen. Gerade bei alten Leuten werden die Diagnosen zu wenig hinterfragt. Hier brauchen wir zusätzlich zu den Obduktionen chemisch-toxikologische Untersuchungen, da neben Ersticken die Vergiftung durch Medikamente eine häufige Tötungsart ist.
GA: Was muss sich ändern?
(...)
GA: Welche Verletzungen sehen Sie bei älteren Menschen besonders häufig?
Madea: Im Umfeld der Sterbephase kommt es besonders häufig dazu, dass ältere Leute wundgelegene Stellen haben, sogenannten Dekubitus. In dieser Phase wäre größere ärztliche Aufmerksamkeit nötig.
GA: In vielen Heimen ist die sogenannten Fixierung, also das Fesseln von alten Menschen üblich.
Madea: Darauf sollte möglichst verzichtet werden. Wir haben hier in Bonn mehrere Todesfälle durch Fixierung gesehen. Besonders betroffen hat mich der Selbstmord eines alten Mannes gemacht, der sich in seinem eigenen Bett an einem Kabel erhängt hat. Als Grund hatte er in einem Abschiedsbrief eine Entwürdigung durch die Fixierung genannt. Personalmangel in Heimen darf kein Grund für eine Fixierung sein. Hier sind die Politik und auch die Kostenträger, also die Krankenkassen, gefordert.

GA: Es gab in den letzten Jahren verschiedene Mordfälle durch Pfleger in Heimen und Krankenhäusern. Wie kommt es dazu?
 Burkhard Madea: 2 000 Tötungsdelikte bleiben jedes Jahr unerkannt (18.08.2011) | Bonn | Lokales | General-Anzeiger Bonn
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