Senioren und Behinderte treffen auf Rücksichtslosigkeit in den öffentlichen Verkehrsmittel Frankfurts
- 15.02.14
Eingänge verstellt, Haltegriffe blockiert
Keine Rücksicht auf Ältere und Behinderte in Bus und Bahn
Region
Rhein-Main - 81 Jahre, künstliche Hüfte – wenn Elisabeth Plato-Freitag
in die Straßenbahn einsteigt, nennt sie das „Kampf“. Denn immer weniger
Menschen sind bereit, Platz zu machen. Auch der Verband Pro Bahn schlägt
deshalb Alarm. Von Christian Reinartz
Rhein-Main - 81 Jahre, künstliche Hüfte – wenn Elisabeth Plato-Freitag
in die Straßenbahn einsteigt, nennt sie das „Kampf“. Denn immer weniger
Menschen sind bereit, Platz zu machen. Auch der Verband Pro Bahn schlägt
deshalb Alarm. Von Christian Reinartz
© rz
Elisabeth Plato-Freitag ist genervt: Häufig versperren Mitreisende die Eingänge,
sodass sich ältere Menschen oder Gehbehinderte beim Einstieg nicht
festhalten können.
sodass sich ältere Menschen oder Gehbehinderte beim Einstieg nicht
festhalten können.
Es sind nicht mal die fehlenden Sitzplätze. Viel schwerer ist es für
Elisabeth Plato-Freitag aus Ginnheim, überhaupt heil in die Straßenbahn
einzusteigen. „Meistens stehen die Fahrgäste vor den Türen und
versperren einem die Möglichkeit, sich festzuhalten“, sagt die
81-Jährige verärgert. Selbst wenn sie die Leute bitte, Platz zu machen,
rührten diese sich so gut wie nie. „Die tun so, als wenn sie nichts
gehört hätten und bleiben einfach stehen“, sagt Plato-Freitag. „Die
haben doch alle keine Kinderstube mehr“, sagt sie ärgerlich.
Elisabeth Plato-Freitag aus Ginnheim, überhaupt heil in die Straßenbahn
einzusteigen. „Meistens stehen die Fahrgäste vor den Türen und
versperren einem die Möglichkeit, sich festzuhalten“, sagt die
81-Jährige verärgert. Selbst wenn sie die Leute bitte, Platz zu machen,
rührten diese sich so gut wie nie. „Die tun so, als wenn sie nichts
gehört hätten und bleiben einfach stehen“, sagt Plato-Freitag. „Die
haben doch alle keine Kinderstube mehr“, sagt sie ärgerlich.
Rücksichtslosigkeit der Mitmenschen
Auch beim Fahrgastverband Pro Bahn hat man das rücksichtslose Verhalten derFahrgäste im Rhein-Main-Gebiet längst registriert. „Hier macht sich
Missachtung von Mitmenschen breit. Ich habe das schon häufig am eigenen
Leib zu spüren bekommen“, sagt Michael Alfter, Beauftragter für
Schwerbehinderung und Barrierefreiheit. Er selbst ist sehbehindert und
ebenfalls beim Einsteigen auf die Rücksicht der anderen Fahrgäste
angewiesen.
Senioren und Behinderte treffen auf Rücksichtslosigkeit in den öffentlichen Verkehrsmittel Frankfurts | Aufreger