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2014-01-30

Behinderte lernen, sich zu wehren - Nachrichten Weingarten | Nachrichten für die Stadt Weingarten - schwaebische.de

Behinderte lernen, sich zu wehren

Die Integrationswerkstätten Oberschwaben in Weingarten machen Prävention gegen sexuelle Gewalt
„Wehr Dich“: Kursleiterin Juliane Vögele zeigt Menschen mit Handicap Techniken, mit denen sie potenzielle Angreifer abwehren können.
„Wehr Dich“: Kursleiterin Juliane Vögele zeigt Menschen mit Handicap
Techniken, mit denen sie potenzielle Angreifer abwehren können. (Foto:privat)
Von Daniel Drescher

Weingarten
Häufiger als angenommen sind Behinderte Opfer sexueller Belästigung und
Gewalt: Das sagt Ulrike Merk von den Integrations-Werkstätten
Oberschwaben (IWO) in Weingarten. Damit es gar nicht erst kommt zu
Übergriffen, vermitteln die IWO Menschen mit Handicap Abwehrtechniken.
Das „Wehr-Dich-Training“ findet Anklang bei den Teilnehmern – und
überregional Beachtung auf Fachtagen und Kongressen.
Behinderte lernen, sich zu wehren - Nachrichten Weingarten | Nachrichten für die Stadt Weingarten - schwaebische.de

Tausende Missbrauchsfälle in Behindertenheimen - YouTube

Gewalt gegen Frauen mit Behinderungn BMFSFJ - Gleichstellung

2013-11-07

Meerbusch: Nachbarn klagen gegen Behindertenheim

Meerbusch Nachbarn klagen gegen Behindertenheim

VON OLIVER WIEGAND - zuletzt aktualisiert: 07.11.2013
Meerbusch (RP). Am Kamperweg 27 in Osterath plant die Evangelische Stiftung Hephata den Bau eines Wohnheims für Behinderte. Zwölf Personen sollen dort in zwei Wohngruppen unterkommen. Anwohnern ist der Bau "zu wuchtig" und zu groß
(...)

Darüber hinaus argumentieren die Bürger, das geplante Behindertenwohnheim verstoße in "in Teilen gegen Bestimmungen des Wohn- und Teilhabegesetzes – WTG, in der die Würde, die Interessen und die Bedürfnisse der Heimbewohner unter besonderen Schutz gestellt werden"

Meerbusch: Nachbarn klagen gegen Behindertenheim

2013-07-23

Streit um blindes Pflegekind: Pflegeeltern verweigern Herausgabe - Panorama - Rhein-Zeitung

22.07.2013

Streit um blindes Pflegekind: Pflegeeltern verweigern Herausgabe

St. Goar - Noah ist vier Jahre alt. Und blind. Obwohl er bei seinen Pflegeeltern bestens versorgt ist, will ihn sein Vormund ohne Angabe von Gründen in ein Heim für mehrfach Behinderte stecken. Am Montag spitzte sich die Lage zu.

Streit um blindes Pflegekind: Pflegeeltern verweigern Herausgabe - Panorama - Rhein-Zeitung

2013-05-31

Projekt zur Förderung der Verbraucherrechte in der Pflege - Dokumente - Pflege - Gesundheit - Themen - vzbv

Projekt zur Förderung der Verbraucherrechte in der Pflege

Zu einer guten Pflege gehören auch gute Verträge

31.05.2013
Familie; Quelle: istockphoto.com/ Yuri Arcurs

Zu einer guten Pflege gehört auch die Einhaltung der rechtlichen Vorgaben in den Verträgen zwischen Bewohnern und Betreibern von Pflege- und Behinderteneinrichtungen. Hier liegt noch vieles im Argen.

Projekt zur Förderung der Verbraucherrechte in der Pflege - Dokumente - Pflege - Gesundheit - Themen - vzbv

2013-01-13

Behinderte : Prostitution in der Diakonie? - Nachrichten Newsticker - News3 (DAPD) - DIE WELT

11:16

Behinderte

Prostitution in der Diakonie?

Polizei ermittelt in Himmelsthür
Prostitution in der Diakonie?
Foto: DAPD Prostitution in der Diakonie? 



Hildesheim (dapd-nrd). Nach Prostitutionsvorwürfen in der Diakonie Himmelsthür hat die Polizei Ermittlungen wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs aufgenommen. Beamte hätten den Direktor der Diakonie, Pastor Ulrich Stoebe, sowie die Leiterin der betroffenen Wohngruppe befragt, sagte eine Sprecherin der Einrichtung am Sonntag auf dapd-Anfrage. Medienberichten zufolge haben sich behinderte Bewohner der Diakonie prostituiert, um damit ihr knappes Taschengeld aufzubessern.
Teilweise seien die Behinderten mit Zigaretten entlohnt worden. Die Vorwürfe waren von dem Vater einer Tochter erhoben worden, die in der Einrichtung lebt. Mehrere Betreuer sowie ein ehemaliger Zivildienstleistender bestätigten die Anschuldigungen.

Behinderte : Prostitution in der Diakonie? - Nachrichten Newsticker - News3 (DAPD) - DIE WELT

 Sex gegen Zigaretten: Hildesheimer Allgemeine Zeitung - Nachrichten aus Stadt und Region Hildesheim, Anzeigen, Abo-Services und mehr

 Prostitutions-Skandal in Behindertenheim? | NDR.de - Regional - Niedersachsen - Hannover/Weser-Leinegebiet

2012-11-22

Daheim statt Heim e.V. / Daheim statt Heim: Gewalt in der Pflege verhindern - mehr Geld in eine menschenwürdige ambulante Versorgung investieren.


Logo der Bundesinitiative Daheim statt Heim e. V.Daheim statt Heim: Gewalt in der Pflege verhindern - mehr Geld in eine menschenwürdige ambulante Versorgung investieren.

Daheim statt Heim fordert: Gewalt in der Pflege verhindern - mehr Geld in eine menschenwürdige ambulante Versorgung investieren. Das Modell Pflege im „sogenannten“ Heim ist gescheitert!

Berlin, 16.11.2012 Schockierende Berichte über Missstände und Gewalt in der Pflege dominierten auch in dieser Woche wieder einmal die Medien. Im ZDF-Morgenmagazin stellt der Pflegeexperte und Unterstützer von Daheim statt Heim, Claus Fussek, fest: „Was in vielen Heimen läuft, ist kriminell. Heime sind weitgehend rechtsfreie Räume geworden.“ Dieser Feststellung schließt sich die Bundesinitiative Daheim statt Heim an und fordert die Stärkung des ambulanten Sektors.

Das Pflegemodell Heim ist nach Auffassung der Bundesinitiative Daheim statt Heim das Grundproblem und muss angesichts der aufgedeckten und bekannten Missbrauchsfälle und Missstände als menschenunwürdig und gescheitert angesehen werden. Auch in sogenannten Heimen für Kinder- und Jugendliche sowie für Menschen mit Behinderungen, die ein sicheres „Zuhause“ ersetzen sollen,  wurden in den letzten Jahren zahlreiche schwerwiegende Missbrauchsfälle aufgedeckt.  Diese reichten von den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts bis in die heutige Zeit. Das Ausmaß dieser Skandale und die große Zahl der Opfer lassen nur den Schluss zu, dass wir einen Ausstieg aus dem Geschäftsmodell „Heim“ brauchen
Daheim statt Heim e.V. / Daheim statt Heim: Gewalt in der Pflege verhindern - mehr Geld in eine menschenwürdige ambulante Versorgung investieren.


Petition mitzeichnen: 
Hilfe daheim statt Milliarden für Heime - UN-Konvention in Deutschland umsetzen!

2012-10-05

“Mama, ich will nach Hause!” » Currentgame


 

“Mama, ich will nach Hause!”

By  Last updated: 5th Oktober 2012 Die geistig behinderte Victoria (25) will unbedingt zurück zu ihrer Familie doch anstatt das zu erlauben, wird sie im katholischen Behindertenheim der Barmherzigen Brüder mit starken Medikamenten ruhig gestellt, wenn sie ihren Willen äußert. Sie darf keinen Kontakt zu ihrem Verlobten haben, ihren gemeinsamen anderthalbjährigen Sohn darf sie nur einmal im Monat sehen. Auf dem Internetblog Freiheit-fuer-Victoria.de appelliert ihre Mutter an die Grundrechte für ihre Tochter sowie an die Menschlichkeit von Gericht und Jugendamt in Erding – und kämpft für die Entlassung ihrer Tochter aus dem Heim.
(ddp direct) Schwindegg, 5. Oktober 2012. Wenn geistig behinderte Menschen Vater oder Mutter werden, entsteht oft ein großer Berg von Problemen. Patricia Blum kann ein Lied davon singen. Sie ist verzweifelt. Seit mehr als zwei Jahren ringt die 53-Jährige mit Gerichten und Ämtern darum, ihrer geistig behinderten Tochter wieder eine Familie bieten zu können. Seit Victoria 2010 im Alter von 23 Jahren von einem Nicht-Behinderten schwanger wurde und später Sohn Max das Leben schenkte, ist alles anders. Denn seit dieser Zeit, lebt Victoria auf gerichtliche Anordnung hin nicht mehr in der Obhut ihrer Mutter, sondern in einem Heim der katholischen Barmherzigen Brüder für geistig Behinderte im oberbayerischen Algasing. Ihr Sohn Max – inzwischen anderthalb Jahre alt – muss laut Entscheidung des Amtsgerichts Erding bei einer anonymen Pflegefamilie aufwachsen. Nur einmal im Monat darf die Mutter Max für eine Stunde sehen.
Zwangs-Spirale statt Menschenrecht
Victoria will unbedingt zurück zu ihrer Familie. Bei jedem Besuch, bei jedem Telefonat mit mir, fleht mich Victoria an: Mama, ich will nach Hause. Doch anstatt ihr das zu erlauben, wird sie jedes Mal mit starken Medikamenten ruhig gestellt. Zu allem Übel wurde ihr direkt nach der Geburt ihres Sohnes und gegen ihren Willen im Heim der Barmherzigen Brüder eine Zwangs-Spirale eingesetzt. Meine Tochter ist nur noch ein Häuflein Elend. Das Schicksal ihrer Tochter schildert ihre Mutter Patricia Blum auf dem Blog www.freiheit-fuer-victoria.de und appelliert an die Menschlichkeit von Gericht und Jugendamt im oberbayerischen Erding.
Auch den Kontakt mit ihrem Verlobten und Vater von Max, hat Victorias vom Gericht bestellter gesetzlicher Betreuer ihr strikt verboten. Obwohl beide sich lieben und heiraten wollen. Denn der Ex-Flugkapitän, ein ehemaliger Freund von Victorias Mutter, lebte mit ihr und Victoria gemeinsam in einer Wohngemeinschaft. Ihm erlaubt das Jugendamt Erding ebenfalls nur eine Stunde im Monat den Kontakt mit seinem Sohn Max.
Laut Grundgesetz sind geistig Behinderte in Deutschland Nicht-Behinderten gleichgestellt. Nach Artikel 6 des Grundgesetzes stehen Ehe und Familie unter besonderem Schutz des Staates. Auch die UN-Richtlinien über die Rechte geistig Behinderter sind eindeutig: Gleichstellung muss sein! Professor Erhard Fischer, der an der Universität Würzburg den Lehrstuhl für Sonderpädagogik leitet, befürwortet das Recht Behinderter, ebenfalls Kinder zu bekommen. Knapp 2000 Kinder geistig Behinderter leben in Deutschland, Tendenz steigend. Pauschalisieren und Generalisieren nach dem Motto: Das dürft ihr nicht, ist nicht akzeptabel, sagt Professor Fischer.
Das Recht auf Liebe und Familienglück wie alle anderen Menschen auch
Für meine geistig behinderte Tochter gelten Gleichstellung und Menschenrechte offensichtlich nicht, sagt ihre Mutter, die Victoria mit zwei Geschwistern zusammen groß gezogen hat. Doch Victoria hat das gleiche Recht auf Liebe und Familienglück wie alle anderen Menschen auch. Wir wollen als Familie zusammenleben Victoria, ihr Verlobter, Max und ich.
Auch Professor Georg Marckmann, Medizinethiker von der Ludwig-Maximilians-Universität München betont die Bedeutung der Familie im Fall von geistig behinderten Elternteilen. Wenn geistig Behinderte Kinder bekommen, stehen Liebe und Geborgenheit im Vordergrund, die Kinder durch ihre Familie bekommen können, sagt er. Wichtig ist die emotionale Bindung zum Kind. Eventuelle Defizite in der Betreuung müssen durch andere ausgeglichen werden können.
Gegen den Willen der Eltern dürfen Kinder nicht prophylaktisch von der Familie getrennt werden. Auch bei geistiger Behinderung der Eltern nicht, schreibt Professor Joachim Walter von der Evangelischen Fachhochschule Freiburg in seinem Beitrag Selbstbestimmte Sexualität als Menschenrecht im Forum Sexualaufklärung, Verhütung und Familienplanung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Nach der Erfahrung von Professor Walter sind deutsche Gerichte in moralischen Fragen aber bisweilen noch rückständig. Es fällt Richtern schwer, geistig behinderten Menschen mehr zu glauben als zum Beispiel gut situierten Mitbürgern. Obendrein können sich viele nicht vorstellen, dass so genannte gesunde” Männer sich mit diesen Krüppeln” einlassen. Sie glauben, wer das tut, muss selbst psychisch krank sein.
Paradoxe Entscheidungen des Erdinger Amtsrichters
Könnte in Fall von Victoria und ihres Verlobten auch am Amtsgericht Erding eine solche Denkweise geherrscht haben? Einige Dinge würden zumindest dafür sprechen: Der zuständige Amtsrichter und der von ihm bestellte gesetzliche Betreuer Victorias bezichtigten deren Verlobten zu Unrecht des sexuellen Missbrauchs einer widerstandsunfähigen Person. Ein entsprechendes Strafverfahren wurde inzwischen eingestellt. Paradox: Obwohl Amtsrichter Wolfgang Grimm Victorias Verlobten offensichtlich für den Vater von Max hielt und dies seiner Entscheidung zugrunde legte, Victoria von ihrer Mutter und ihrem Verlobten zu trennen, verweigerte er ihm mehrfach die Anerkennung der Vaterschaft sowie des Sorgerechts – obwohl dieser bei seiner Heimatgemeinde eine Vaterschaftsurkunde für seinen künftigen Sohn beantragt und zahlreiche Eingaben beim Amtsgericht Erding dazu gemacht hatte. Mit diesem Vorgehen verhinderte das Gericht, dass Sohn Max nach der Geburt bei seinem leiblichen Vater leben konnte.
Auf Antrag von Victorias Mutter und ihres juristischen Vertreters setzte das Gericht immerhin einen Rechtspfleger ein, der Victorias Rechte vertreten sollte. Allerdings stimmte dieser Rechtsanwalt in allen Punkten den Entscheidungen von Amtsrichter Grimm und dem von diesem eingesetzten gesetzlichen Betreuer zu, anstatt sich für Victorias Wünsche einzusetzen, die statt im Heim zu leben, sofort nach Hause wollte, schreibt Patricia Blum in ihrem Blog. Möglicherweise eine Reflexhandlung denn der betreffende Rechtsanwalt ist Partner in der Kanzlei von Bernd Grimm, einem direkten Verwandten des Amtsrichters.
Shortlink zu dieser Pressemitteilung:
Permanentlink zu dieser Pressemitteilung:
http://www.themenportal.de/familie/mama-ich-will-nach-hause-26823
-
Kontakt:
Patricia Blum
Patricia Blum
Am Schloss 1
84419 Schwindegg
+49 8082 271 9383
info@freiheit-fuer-victoria.de
www.freiheit-fuer-victoria.de
“Mama, ich will nach Hause!” » Currentgame

2012-07-03

Daheim statt Heim e.V. / „Heime sind ein Denkfehler“

 
 
„Heime sind ein Denkfehler“

 

'Wir dürfen in unserem Engagement nicht nachlassen, bis das Ziel erreicht ist.' Das ist die zentrale Botschaft, die vom Parlamentarischen Abend der Bundesinitiative Daheim statt Heim ausging.
Mehr als 120 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verbänden und Organisationen waren nach Berlin in die Deutsche Parlamentarische Gesellschaft gekommen. Unter ihnen Politiker, Vertreter von Ländern und Kommunen, Sozialversicherungsträgern, Verbänden und der Wirtschaft.

Berlin, 29.6.2012. Unter den mehr als 20 Bundestagsabgeordneten war Prof. Dr. Karl Lauterbach, Gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, ebenso wie Hubert Hüppe, Behindertenbeauftragter der Bundesregierung und Hans-Joachim Fuchtel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales.
Fuchtel sagte, das Bewusstsein für dieses Thema in Deutschland müsse noch deutlich geschärft werden.
Prof. Dr. Lauterbach betonte die gesellschaftliche Bedeutung der Bundesinitiative und des Engagement der Vorsitzenden Silvia Schmidt. Lauterbach: „Ich hatte in unserer Fraktion schon häufiger die Aufgabe, Silvia Schmidt von bestimmten Dingen abzubringen, es ist mir selten gelungen. Und am Ende hat sich oft herausgestellt, dass sie Recht hatte.“
Professor Dr. Dr. Klaus Dörner, Mediziner und Psychiater, Mitbegründer von Daheim statt Heim, schließlich mahnte, die Gesellschaft müsse „endlich erkennen, dass Heime ein Denkfehler sind, dass die Hilfe heute zu den Menschen kommen muss und nicht umgekehrt.“Ziel der Bundesinitiative Daheim statt Heim ist es, allen – jungen, alten, behinderten und nicht behinderten Menschen – zu jenem selbst bestimmten Leben zu verhelfen, das sie sich wünschen und auf das sie ein Recht haben. Denn ein Leben zu Hause ist nicht nur menschenwürdiger als ein Leben im Heim, es kostet auch sehr viel weniger Geld.
Je mehr Menschen bis zum Schluss in ihrer gewohnten Umgebung leben, desto eher akzeptieren wir Behinderung, Alter und Pflegebedürftigkeit als normalen Teil des Lebens.
Für diesen Bewusstseinswandel setzt sich die Bundesinitiative Daheim statt Heim als politische Nonprofit-Organisation ein.
Daheim statt Heim e.V. / „Heime sind ein Denkfehler“

2012-04-12

«Schliesslich sind wir punk» | WOZ Die Wochenzeitung

«Schliesslich sind wir punk»

Vier Punkrocker mit geistiger Behinderung: Das ist die finnische Band Pertti Kurikan Nimipäivät. Eine Dokumentation über sie hat am Festival Visions du Réel, das am 20. April in Nyon beginnt, ihre internationale Premiere.


«Ich will etwas Respekt und Gleichheit in meinem Leben», fordert Gitarrist Pertti Kurikka (links) in einem seiner Lieder. Kurikka hat der Band den Namen gegeben; zur Band gehören auch Schlagzeuger Toni Välitalo und Bassist Sami Helle. Foto: Marianne Heikkinen
Der Manager mahnt zur Eile. «Toni, es ist Zeit, auf die Bühne zu gehen!» In der offenen Toilettentür erscheint das grinsende Gesicht des Drummers. «Wasch dir die Hände und zieh ab», ermahnt ihn der Betreuer. Toni Väli­talo lacht noch immer und drückt die Spülung. Nichts wird ihm heute die Laune verderben, und das Hände­waschen schenkt er sich zur Feier des Tages. Mit erhobenen Armen tritt er wieder in den Backstage­raum. «Ich war auf Toilette! Und jetzt werden Pertti Kurikan Nimipäivät spielen!» Er zeigt auf das Logo auf seiner Brust. «Auf meinem Shirt steht ‹Perkele› (Gottverdammt)!»
Selbstverständlich ­haben Pertti Kurikan Nimipäivät (Pertti Kurikkas Namenstag) den Mittelfinger im Gepäck! Die Adressaten: «Politiker, die betrügen», das langweilig-bürgerliche Viertel Helsinkis, in dem Sänger Kari Aalto aufwuchs, und nicht zuletzt: das Behindertenwohnheim! «Ich will etwas Respekt und Gleichheit in meinem Leben», heisst es in einem ihrer Lieder. «Ich will nicht in einer Einrichtung wohnen!» Warum sollten sie auch? Nur weil sie mit einer geistigen Behinderung geboren wurden? Das sehen Schlagzeuger Välitalo, Sänger Kari Aalto, Bassist Sami Helle und Gitarrist Pertti Kurikka, zwischen Ende zwanzig und Mitte fünfzig, ganz anders.
«Schliesslich sind wir punk» | WOZ Die Wochenzeitung

2012-02-14

Tausende Missbrauchsfälle in Behindertenheimen -- kobinet

14.02.2012 - 11:45

Tausende Missbrauchsfälle in Behindertenheimen.

Mainz (kobinet) Tausende behinderte Frauen sollen in deutschen Einrichtungen und Heimen sexuell missbraucht worden sein. Das berichtet das ARD-Politikmagazin "Report Mainz" in seiner heutigen Ausgabe.
 
Das Magazin beruft sich auf die neue Studie "Lebenssituation und Belastungen von Frauen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen in Deutschland". Die repräsentative Untersuchung im Auftrag des Bundesfamilienministeriums wurde von der Universität Bielefeld durchgeführt. Sie liegt "Report Mainz" exklusiv vor und soll im April veröffentlicht werden. Aus der Studie geht hervor, dass sechs Prozent der Frauen mit sogenannter geistiger Behinderung in Heimen und Werkstätten sexuelle Gewalt erlitten haben.

Die Sozialwissenschaftlerin Monika Schröttle, die das Untersuchungsprojekt geleitet hat, geht davon aus, dass "auf jeden Fall mehrere tausend Frauen" in deutschen Behindertenheimen und -Einrichtungen sexuell missbraucht wurden. Täter sind der Studie zufolge meist Bewohner, aber auch Personal.

Im Interview erklärte Schröttle: "Das Gravierende ist, dass die Frauen in den Einrichtungen nicht einfach raus können und dass es viel schwerer ist, Zugang zu Hilfe und Unterstützung zu bekommen und dass die Einrichtung eigentlich dafür verantwortlich ist, dass sie keine Übergriffe erleben."

In einer nicht repräsentativen Zusatzbefragung berichteten drei von vier Frauen, die in ihrer Kindheit und Jugend in Einrichtungen untergebracht waren, von "psychischen und/oder körperlich en Übergriffen" in diesen Einrichtungen. Besonders betroffen waren blinde und gehörlose Mädchen.

Georg Ehrmann, Vorsitzender der Deutschen Kinderhilfe erklärte in "Report Mainz": "Der tägliche Missbrauch von Jungen und Mädchen in deutschen Behinderteneinrichtungen ist ein großes Tabu und unter dem Motto, dass nicht sein kann, was nicht sein darf, machen die Verantwortlichen in der Politik, in den Verbänden und in den Kommunen die Augen zu und deswegen sprechen Betroffene auch von dem größten Skandal in der Jugendhilfe seit dem Zweiten Weltkrieg."

Hubert Hüppe, der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, kritisierte in "Report Mainz" die fehlende Meldepflicht in Einrichtungen sowie mangelhafte Kontrollen durch die zuständige Heimaufsicht der Länder: "Es fehlen einfach auch Verfahren, die deutlich machen, wen ich ansprechen kann, wenn etwas passiert. Dann weiß ich auch, das wird weiter gegeben und es wird nicht verschwiegen, weil es vielleicht der Einrichtung schadet."

Viele Bewohnerinnen von Behinderteneinrichtungen leiden unter Gewalt: "Etwa jede dritte bis vierte in einer Einrichtung lebende Frau hat psychisch verletzende Handlungen und psychische Gewalt in Einrichtungen erlebt. Bis zu 20 Prozent gaben körperliche Gewalt in Einrichtungen im Erwachsenenleben an", heißt es in der Studie. Mehr als die Hälfte der psychisch erkrankten Heimbewohnerinnen berichteten, in den letzten 12 Monaten psychischer Gewalt ausgesetzt gewesen zu sein. 16 Prozent gaben an, psychisch so stark belastet worden zu sein, "dass es als Psychoterror oder seelische Grausamkeit empfunden wurde". In Bezug auf alle in der Studie befragten Frauen, also solche, die in Einrichtungen, aber auch in Haushalten leben, heißt es dazu in der Studie: "Der hohe Anteil von Frauen mit Behinderungen, die psychische Übergriffe durch Gesundheitsdienste, Einrichtungen und Ämter/Behörden angaben, muss als bedenklich eingestuft werden." sch

Tausende Missbrauchsfälle in Behindertenheimen -- kobinet



Mehr dazu:

Studie zu MissbrauchsfällenTausende behinderte Frauen in Heimen missbraucht

Dienstag, 14.02.2012, 15:55
...
Studie zu Missbrauchsfällen: Tausende behinderte Frauen in Heimen missbraucht - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/panorama/welt/studie-zu-missbrauchsfaellen-geistig-behinderte-frauen-in-heimen-missbraucht_aid_713986.html
www.focus.de


Misshandlung behinderter Frauen

Psychoterror und Gewalt im Heim

Mehrere Tausend behinderte Frauen sind einer Studie zufolge in Einrichtungen Opfer von sexualisierter Gewalt geworden. Jede fünfte Frau berichtete von körperlicher Misshandlung.
www.taz.de


Tausende Sexopfer in Behindertenheimen

rollingplanet.net

 

Tausende behinderte Frauen missbraucht

Schock-Studie über Situation in Heimen und Einrichtungen

bild.de/

2012-01-14

Skandal im Waisenhaus: Türkei klagt "Fergie" an - Märkische Allgemeine - Nachrichten für das Land Brandenburg

13.01.2012/ 14:54

    Skandal im Waisenhaus: Türkei klagt "Fergie" an

    Von Carsten Hoffmann, dpa

    Istanbul (dpa) - Vernachlässigt, in Lumpen, gefesselt - Filmaufnahmen, die ein Videoteam um Herzogin Sarah "Fergie" Ferguson in einem türkischen Waisenhaus gemacht hat, sorgten 2008 für Schlagzeilen und diplomatische Verstimmung.

    Für die Ex-Frau des britischen Prinzen Andrew sollen die Bilder nun ein Nachspiel haben: Ein Staatsanwalt in Ankara hat Ferguson wegen Verletzung der Privatsphäre von fünf Kinder angeklagt. Er fordert 22 Jahre und sechs Monate Haft.

    Mit einem britischen Journalisten war Ferguson nahe Ankara in ein staatliches Pflegeheim gekommen. Das Team fand behinderte Kinder, die angebunden waren oder den ganzen Tag in ihren Betten liegen mussten. Die Aufnahmen waren so wohl nur möglich, weil das Team eine versteckte Kamera benutzte. Ferguson soll allerdings - so berichteten es damals türkische Zeitungen - Spenden angeboten haben. Sie habe dafür Heime in Augenschein nehmen wollen, deren Lage besonders schlecht sei. Die Herzogin war bei dem Besuch mit schwarzer Perücke und einem grünen Kopftuch verkleidet. (...)

    Und auch nach "Fergies" Film wurde ein Fall öffentlich. In einem Behindertenheim in Istanbul hatte das Pflegepersonal Kinder und Jugendliche geschlagen, mit kaltem Wasser abgespitzt und Zigaretten auf ihrer Haut ausgedrückt. Eine Reinigungskraft hatte dies 2009 mit dem Mobiltelefon aufgenommen und dem türkischen Gesundheitsministerium zugeleitet. "Folter-Skandal", berichteten türkische Medien. Ein Staatsanwalt forderte bis zu 32 Jahre Haft für die Angeklagten. (...)
    Skandal im Waisenhaus: Türkei klagt "Fergie" an - Märkische Allgemeine - Nachrichten für das Land Brandenburg

    2012-01-13

    Niederbipp: Behindertenheim Haus Tobias: Kommt es zum Prozess? - News Region: Emmental & Oberaargau - bernerzeitung.ch

    Behindertenheim Haus Tobias: Kommt es zum Prozess?

    Von Dominik Balmer. Aktualisiert um 08:18
    Die Staatsanwaltschaft untersucht die mutmasslichen Misshandlungen von behinderten Bewohnern im Haus Tobias immer noch. Jetzt verdichten sich die Anzeichen, dass ein Prozess oder ein Strafbefehl auf den Ex-Heimleiter zukommen.
    Das frühere Behindertenheim Haus Tobias heisst jetzt «Haus der Zukunft»: Der Besitzer und Ex-Heimleiter möchte die Liegenschaft verkaufen.
    Das frühere Behindertenheim Haus Tobias heisst jetzt «Haus der Zukunft»: Der Besitzer und Ex-Heimleiter möchte die Liegenschaft verkaufen.
    Bild: Thomas Peter

    Haus der Zukunft

    Seit der Schliessung durch die Behörden wird das Haus Tobias in Niederbipp nicht mehr als Heim genutzt. Laut den Gemeindebehörden wohnt der frühere Heimleiter immer noch dort. Allem Anschein nach möchte dieser das Dorf aber verlassen – zumindest steht sein Haus zum Verkauf. Als «Haus der Zukunft» wird es in einem Inserat der Immobilien-Zentrale Solothurn angepriesen. Gemäss einem Inserat auf der Internetseite Comparis.ch beträgt der Kaufpreis 1,625 Millionen Franken. Darin enthalten sind ein 250 Jahre altes Bauernhaus, das um- und ausgebaut worden ist, und ein zweites Gebäude. Hinzu kommen 1200 Quadratmeter Land.
    Das Verfahren gegen den früheren Leiter des Behindertenheims Haus Tobias in Niederbipp läuft seit rund einem Jahr. Dem Mann wird von früheren Mitarbeitern vorgeworfen, er habe behinderte Bewohner misshandelt. So sollen diese unter anderem geschlagen, getreten und zum Essen gezwungen worden sein. Nach einer Strafanzeige Anfang 2011 hatte die Staatsanwaltschaft Emmental-Oberaargau eine Untersuchung eröffnet.
    Niederbipp: Behindertenheim Haus Tobias: Kommt es zum Prozess? - News Region: Emmental & Oberaargau - bernerzeitung.ch

    2011-11-19

    Straßburg stoppt Abschiebung eines schwer Behinderten - Integration - derStandard.at › Panorama

    Ungeeignete Haftbedingung

    Straßburg stoppt Abschiebung eines schwer Behinderten

    18. November 2011 18:53
    • Artikelbild: Die Bedingungen in der Schubhaft waren für K. ungeeignet. Er wurde in ein Heim entlassen, wo er besser betreut werden konnte.  - Foto: DER STANDARD/Andy Urban
      Die Bedingungen in der Schubhaft waren für K. ungeeignet. Er wurde in ein Heim entlassen, wo er besser betreut werden konnte.

    Nur knapp entging ein Tschetschene, der so schwer behindert ist, dass er nicht in Haft bleiben konnte, der Abschiebung aus Österreich

    Wien - Zweimal seit Anfang Oktober stand der schwer behinderte Tschetschene Said Ali K. (28) bereits kurz vor der Abschiebung. Dass er noch in Österreich ist, verdankt er allein dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR). Der stoppte am 9. November per einstweiliger Anordnung den Abtransport. Schon am Flughafen Schwechat wurde der Mann wieder freigelassen.
    Das Mal davor hatte die Fremdenpolizei selbst ein Einsehen gehabt: Am 4. Oktober war K., der der seit einer Gehirnhautentzündung spastisch gelähmt ist und nur nach Einnahme von Medikamenten gehen kann, am Linzer Bahnhof festgenommen worden. Man hatte ihn in die Schubhaft gebracht, die Abschiebung wurde für den 6. Oktober festgesetzt.
    Doch dann stellten sich die Haftbedingungen als für ihn völlig ungeeignet heraus: "Er kann sich selbst nicht einmal waschen. Wir haben ihn entlassen und in ein Caritas-Behindertenheim gebracht", teilte ein Fremdenpolizist dem STANDARD am 5. Oktober mit.
    Dass das Abschiebekommando einen Monat später trotzdem wieder bei K. auftauchte, bezeichnet seine Rechtsberaterin Hedwig Binder vom MigrantInnenverein St. Marx als skandalös:
    Straßburg stoppt Abschiebung eines schwer Behinderten - Integration - derStandard.at › Panorama

    2011-10-15

    Russland-News - 27 Tote in Behindertenheim: Unterschlagungen aufgedeckt

    Mittwoch, 12.10.2011

    27 Tote in Behindertenheim: Unterschlagungen aufgedeckt

    Kemerowo. Gegen den Direktor eines sibirischen Heimes für geistig behinderte Kinder wird wegen fahrlässiger Tötung und Amtsmissbrauch ermittelt. In dem Heim häuften sich Todesfälle – wie sich nun herausstellte, blieben die Kinder dort ohne geregelte Versorgung.
    Nach Angaben der Staatsanwaltschaft des zentralsibirischen Gebietes Kemerowo starben in dem Kinderheim in der Stadt Myski 2009 neun Insassen, 2010 waren es 15 Todesfälle und im ersten Halbjahr 2011 nochmals drei.

    Bei den Heimkindern seien von Ärzten starke Unterernährung und Pflegemängel festgestellt worden. In dem Heim war keine verlässliche Versorgung mit Essen und Trinken gewährleistet , die medizinische Versorgung war mangelhaft. So seien den Kindern von ärztlich nicht ausgebildeten Personal auch abgelaufene Medikamente verabreicht worden, heißt es.

    Nach Angaben der Internetzeitung Wsgljad wurden in den letzten drei Jahren auch 670.000 Rubel (ca. 15.000 Euro) von den persönlichen Konten der Heimkinder zweckentfremdet.

    Das Geld sei für den Erwerb von Baumaterial, Haushaltsgeräten und Autoersatzteilen verwendet worden.

    Russland-News - 27 Tote in Behindertenheim: Unterschlagungen aufgedeckt

    2011-09-05

    BKK Faktenspiegel Pflege

    Pflege: Eine demografische Herausforderung

    05.09.2011 - 10:57 - Kategorie: Kranken- und Altenpflege - (lifepr)
    In den 16 Jahren seit Einführung der Pflegeversicherung ist es gelungen eine flächendeckende Pflegeinfrastruktur aufzubauen und zu etablieren. Doch der demografische Wandel birgt erhebliche Herausforderungen. Modellrechnungen gehen davon aus, dass es im Jahr 2050 voraussichtlich 3,8 bis 4,5 Mio. pflegebedürftige Menschen geben wird.
    "Dieser Herausforderung muss sich die Politik stellen. In einer immer älter werdenden Gesellschaft, steigt der Leistungsbedarf in der Pflegeversicherung. So nimmt z. B. die Zahl der Menschen mit Erkrankung weiter zu. Noch ist nicht geklärt, wie diese steigenden Ausgaben finanziert werden sollen. Daher begrüßen wir die Entscheidung des Bundesministeriums für Gesundheit, noch in diesem Monat die Eckpunkte für eine Pflegereform vorzulegen, sehr", erklärt Heinz Kaltenbach, Geschäftsführer des Bundesverbandes.
    im Bereich Pflege
    Die Zahlen belegen es, die Kosten der Pflegeversicherung steigen weiter an. Betrugen sie im Jahr 2009 noch 19,3 Mrd. Euro, stiegen sie 2010 bis auf rund 20,4 Mrd. Euro an. Davon fielen 10,2 Mrd. Euro auf die ambulante und 10,3 Mrd. Euro auf die stationäre Versorgung.
    Die Leistungsausgaben der Pflegeversicherung gehen größtenteils an die Pflege. Im Jahr 2010 betrugen die Ausgaben 9,6 Mrd. Euro. Dazu kam die vollstationäre Pflege in Behindertenheimen mit 260 Mio. Euro. Auf Platz zwei folgen die mit 4,7 Mrd. Euro, z. B. für die Pflege von Angehörigen.
    Pflegesituation im häuslichen und stationären Umfeld
    Der Großteil der 2,3 Mio. Pflegebedürftigen wurde 2009 zu Hause (69 Prozent) versorgt. Meistens sind es Kinder, die einen pflegebedürftigen Elternteil betreuen. 1,1 Mio. Menschen wurden durch ihre Angehörigen betreut, davon wurden 555.000 durch oder zusammen mit ambulanten Pflegediensten versorgt. Es gibt auch eine "neue" Solidarität. Die Unterstützung durch Nachbarn, Freunde und Bekannte nimmt zu. Nur ein geringer Teil der Pflegebedürftigen, die zu Hause leben, erhalten ausschließlich professionelle Hilfe.
    : Pflege im häuslichen und stationären Bereich
    Am häufigsten wurden in Hessen (54 Prozent) die Pflegebedürftigen durch ihre Angehörigen gepflegt. Das Schlusslicht bildet Schleswig- Holstein. Mit knapp 38,4 Prozent ist hier die häusliche Pflege weniger verbreitet als in den restlichen Bundesländern. Dafür sind die meisten Pflegeheime in Schleswig-Holstein zu finden. Auf 100.000 Einwohner kommen gut 23 Pflegeeinrichtungen. Berlin (11 pro 100.000 Einwohner) und Hamburg (10 pro 100.000 Einwohner) weisen die geringste Zahl an stationären Einrichtungen auf. Wenn nicht durch entsprechende Maßnahmen (Stärkung ambulante Versorgung) wird, gehen Wissenschaftler davon aus, dass die Zahl der Pflegeheime in den kommenden Jahren steigen und sich die Pflege Hilfsbedürftiger immer weiter in die Heime verlagern wird.
    Noch ungelöst ist die Frage der Pflegestufen. Fachleute fordern die Weiterentwicklung des , insbesondere aufgrund der steigenden Zahl von betreuungsintensiven Demenzkranken. Der BKK Bundesverband schließt sich der Forderung der Experten an, anstelle der bisherigen drei Pflegestufen fünf Bedarfsgrade einzuführen, die nicht nur die körperlichen der Hilfebedürftigen im Blick haben, sondern auch die kognitiven Probleme in die Bewertung der Pflegestufe mit einbeziehen.
    Weitere Daten und Fakten finden Sie in der Anlage oder unter folgendem Link: www.bkk.de/presse-politik/presse/bkk-faktenspiegel/

    Pflege: Eine demografische Herausforderung | Kranken- und Altenpflege - Nachrichten

    2011-07-22

    Wirtschaft: Umsatzwachstum im ersten Halbjahr 2011 - Hemer - DerWesten

    Wirtschaft Umsatzwachstum im ersten Halbjahr 2011

    Hemer, 22.07.2011, IKZ-Redaktion
    Gute Nachrichten hatte der geschäftsführende Gesellschafter Engelbert Himrich beim Keuco-Rentnertreffen.
    Gute Nachrichten hatte der geschäftsführende Gesellschafter Engelbert Himrich beim Keuco-Rentnertreffen.
    Hemer. Im ersten Halbjahr des Jahres 2011 verzeichnete das Hemeraner Unternehmen Keuco ein zweistelliges Umsatzwachstum - das berichtete der geschäftsführende Gesellschafter Engelbert Himrich beim traditionellen Rentnertreffen und sorgte damit für zufriedene Gesichter.
    Einen Strich unter ihr Arbeitsleben haben die über 200 Rentnerinnen und Keuco-Rentner lange nicht gemacht. In diesem Jahr folgten gut 100 Pensionäre der Einladung des Unternehmens zum Treffen.
    Selbst einer der ältesten Keuco-Rentner im Alter von 90 Jahren freute sich, auf dem traditionellen Sommertreffen am 14. Juli seine ehemaligen Kolleginnen und Kollegen wiedersehen zu können und zu erfahren, wie sich Keuco weiterentwickelt hat. „Diese Veranstaltung wird sehr geschätzt“, so Gustav Knobloch, früher in der Galvanik beschäftigt.
    Alle ehemaligen Mitarbeiter aus Hemer, Gütersloh und Herford sind eingeladen zum Hauptsitz in Hemer, um hautnah zu erfahren, was es in „ihrem“ Unternehmen an Neuigkeiten gibt. Dazu gehörte auch ein Rundgang durch die Ausstellung.
    Gespannt lauschten die Gäste dem Lagebericht des geschäftsführenden Gesellschafters Engelbert Himrich. In seiner Ansprache skizzierte Himrich die äußerst positive Unternehmensentwicklung und Konjunktur: Keuco habe im ersten Halbjahr ein zweistelliges Umsatzwachstum zu verzeichnen, davon 12,5 Prozent im Inland. Im Ausland zeigen sich die Märkte Österreich, Schweiz und Russland mit besonders positiven Entwicklungen. International entwickele sich Keuco weiter und habe neue Büros in Salzburg, Kalifornien und Indien bezogen. Neue Ausstellungen seien unter anderem in der Türkei und in Saudi-Arabien eröffnet worden.
    Zu verdanken habe Keuco den Aufwärtstrend vor allem dem Zuwachs bei dem sogenannten Care-Programm für den barrierefreien Bereich sowie dem Anstieg bei den Armaturen. Dazu beigetragen haben aber auch die Ausstattung zahlreicher Objekte im In- und Ausland. Hier seien besonders anzuführen die Aufträge für die Kreuzfahrtschiffe Aida und Celebrity Silhouette, für diverse Seniorenresidenzen und Kliniken wie zum Beispiel die Helios- und Asklepios-Kliniken in Deutschland, für Spitäler in der Schweiz und Hotels in Österreich sowie ein großer Auftrag für ein Klinikum in Bogota, Kolumbien. Auch die ADAC Hauptverwaltung in München habe Keuco mit Produkten ausgestattet und das renommierte Atlantic Hotel an der Alster in Hamburg, in dem Udo Lindenberg seit 17 Jahren residiere, ergänzte Himrich mit einem Augenzwinkern. (...)
    „Als verantwortungsbewusstes und Standort verbundenes Unternehmen hat Keuco auch in diesem Jahr wieder die Hemeraner Schulen und den Kindergarten unterstützt“, verkündete Himrich. So sei die Oesetalschule mit einer neuen Küche gesponsert worden und das Woeste-Gymnasium mit einem Flachbildschirm für das „Digitale Schwarze Brett“. Aber auch ein Waisen- und Behindertenheim im ostafrikanischen Burundi hat Keuco mit Produkten für die Sanierung der desolaten hygienischen Sanitäranlagen unterstützt.
    Wirtschaft: Umsatzwachstum im ersten Halbjahr 2011 - Hemer - DerWesten

    2011-07-08

    Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen - Pressemitteilungen - Behindertenbeauftragter der Bundesregierung fordert gleichberechtigte Berücksichtigung behinderter Heimkinder

    Behindertenbeauftragter der Bundesregierung fordert gleichberechtigte Berücksichtigung behinderter Heimkinder

    Ausgabejahr 2011
    Erscheinungsdatum 08.07.2011
    „Es ist zu begrüßen, dass der Deutsche Bundestag das an Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen der Behindertenhilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie verübte Unrecht ausdrücklich verurteilt, ihr Leid erkennt und Regelungen zur Wiedergutmachung fordert“, betonte der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung anlässlich des gestrigen Beschlusses des Deutschen Bundestages über den fraktionsübergreifenden Antrag zur Wiedergutmachung des Unrechts an Heimkindern von 1949 bis 1975. Noch im Abschlussbericht des ‚Runden Tisches’ sei das Schicksal vieler Menschen in Heimen der Behindertenhilfe nur in einer Fußnote erwähnt worden, so der Behindertenbeauftragte. Er verwies darauf, dass es bei diesem Beschluss aber nicht bleiben dürfe. „Wenn die Situation eintreten sollte, dass ehemaligen Heimkindern eine Unterstützung versagt wird, weil sie in einer Einrichtung der Behindertenhilfe waren, wäre dies absolut inakzeptabel“, verdeutlichte der Behindertenbeauftragte. Es komme jetzt entscheidend darauf an, dass die Verantwortlichen Regelungen träfen, die behinderte Heimkinder gegenüber anderen ehemaligen Heimkindern nicht benachteiligen, betonte Hubert Hüppe
    Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen - Pressemitteilungen - Behindertenbeauftragter der Bundesregierung fordert gleichberechtigte Berücksichtigung behinderter Heimkinder

    2011-07-05

    „Als wären wir zur Strafe hier” - Buch über Gewalt in einem Behindertenheim

     „Als wären wir zur Strafe hier” - Buch über Gewalt in einem Behindertenheim
    Montag, den 4. Juli 2011 um 16:22 Uhr von Helmut Jacob


    Gutes Handwerk zweier Historiker – im Weißwaschgang des Stiftungssprechers Dierk Starnitzke
    „Das ist ja widerlich“, möchte man angesichts des „Geleitwortes“ zum Buch über Gewalt und Verbrechen im Wittekindshof ausrufen. Wenn man nicht auch andere Geleitworte gelesen hätte, die – wie auch in diesem Fall - von Zeile zu Zeile mehr zum Geleitgestammel verkommen sind. Die Bodelschwinghschen Anstalten mit dem Buch „Endstation Freistatt“ und die Evangelische Stiftung Volmarstein mit ihrem Buch „Gewalt in der Körperbehindertenhilfe“ lassen grüßen.
    Auf fünf Seiten gerät Pfarrer Prof. Dr. Dierk Starnitzke, Vorstandssprecher der Diakonischen Stiftung Wittekindshof, fast ins Schwärmen: „Das hier vorgelegte Buch ist Teil eines größeren Projektes. Anlässlich des anstehenden 125-jährigen Jubiläums … findet aktuell eine umfangreiche Aufarbeitung der bisherigen Geschichte des Wittekindshofes statt.“ Was dann folgt, gereicht der Festzeitschrift eines Kaninchen-Zuchtvereins zur Ehre. Man lobt und bejammert gleichermaßen das letzte Jahrhundert, stellt hier und da Problemchen fest („problematische Seiten“ und für „zahlreiche[n]  Menschen verletzenden Erfahrungen“) , die man von geschulten Außenstehenden unabhängig untersuchen lässt („Wer daran Zweifel hat, wird durch die Texte selbst eines besseren belehrt.“) und schlägt sich im gleichen Atemzug selbst auf die Schulter: „Eine distanzierte und kritische Grundhaltung der Autoren gegenüber den Untersuchungssachverhalten ist dabei ausdrücklich erwünscht.“ Ob es dieser Betonung noch einmal bedurfte? Wer die Autoren des Buches, Dr. Ulrike Winkler und Prof. Hans-Walter Schmuhl aus ihren Vorarbeiten kennt, weiß, dass sie sich nicht manipulieren lassen.
    Readers Edition » „Als wären wir zur Strafe hier” - Buch über Gewalt in einem Behindertenheim

    2011-06-30

    "Leben im Heim wie daheim" - Reduzierung der Mehrbettzimmer

    Behindertenarbeit

    Leben im Heim wie daheim

    Erstellt 30.06.11, 07:09h

    Die Behindertenarbeit, die in Morsbach eine lange Tradition hat und auf das engagierte Wirken von katholischen Schwestern Ende des 19. Jahrhunderts zurückgeht, wird neu strukturiert. Auslöser ist das Wohn- und Teilhabegesetz NRW, das eine Dezentralisierung der Behindertenarbeit und mehr Wohnqualität gemäß der Devise „Ein Leben im Heim wie daheim“ fordert.

    MORSBACH - Neben dem Sportplatz Auf der Au soll auf einem 4000 Quadratmeter großen Grundstück ein Wohnheim für zwölf Bewohner errichtet werden. Der Kaufvertrag ist unter Dach und Fach, die Abstimmungsgespräche mit dem Landschaftsverband, Bauministerium und der Kirche haben begonnen.
    Reduzierung der Mehrbettzimmer
    Deshalb kann die Leiterin des Behindertenzentrums, Heike Schmidt, derzeit weder den Baubeginn, noch das Investitionsvolumen nennen. Da das behindertengerechte Wohnheim barrierefrei sein muss, wird eine eingeschossigen Bauweise geplant. „Das große Grundstück bietet uns diese Möglichkeit“, sagt sie.
    Im Behinderten-Zentrum St. Gertrud am Kirchhügel, in dem insgesamt 118 Menschen mit Behinderung stationär und ambulant betreut werden, sollen Therapiezentrum und Wohnheim zu einer Einheit zusammengefasst werden. Aufgrund der neuen Gesetzeslage ist eine Reduzierung der Drei- und Zweibettzimmer geplant, so dass der Neubau auch aus diesem Grund erforderlich ist.
    Leben im Heim wie daheim - Kölnische Rundschau

    2011-06-29

    HWelt - Sozialministerin stoppt Personalverordnung für Heime

    Sozialministerin stoppt Personalverordnung für Heime Drucken E-Mail
    Mittwoch, 29 Juni 2011
    Sozialministerin Katrin Altpeter hat gestern mitgeteilt, dass die noch von der vorigen Regierung geplante Landesheimpersonalverordung gestoppt ist. Mit dieser Verordnung sollten die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Personaleinsatz in den Einrichtungen der Altenhilfe und in Behindertenheimen geregelt werden. Auf der Mitgliederversammlung des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) in Sindelfingen wies die Ministerin darauf hin, dass sie bei der Festlegung von Qualitätsmaßstäben und Personalschlüsseln einen anderen Umgang mit den Pflegeinrichtungen und Heimen anstrebe als die frühere Regierung. Altpeter: „Ich möchte diese Regelungen mit den Einrichtungen selber gemeinsam erarbeiten, nicht ihnen von oben einfach nur verordnen.“

    HWelt - Sozialministerin stoppt Personalverordnung für Heime
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