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2012-02-01

Immer mehr Kinder werden in Sonderschule abgeschoben > Kleine Zeitung

Zuletzt aktualisiert: 01.02.2012

Immer mehr Kinder werden in Sonderschule abgeschoben

Obwohl sie eigentlich ein Auslaufmodell sein sollte, werden immer mehr Kinder in die Sonderschule geschickt. Besonders oft sind Kinder mit einer nicht-deutschen Muttersprache betroffen. Eine UN-Konvention fordert die Abschaffung dieser Schulform.

Foto © APA
Während über die Abschaffung der Sonderschulen debattiert wird, nimmt die Aussonderung im österreichischen Bildungssystem zu: So steigt die Segregationsquote - also der Anteil an Pflichtschülern, die eine Sonderschule besuchen - seit der Jahrtausendwende kontinuierlich an, wie die Tiroler Sozialwissenschafterin Petra Flieger im APA-Gespräch bemängelt. "Die schulische Aussonderung nimmt wieder zu", schließt Flieger daraus. So habe die schulische Integration in Österreich sogar "zu einer Stärkung des Sonderschulwesens und zu einer Zunahme der Segregation im österreichischen Bildungssystem geführt".

Immer mehr Kinder werden in Sonderschule abgeschoben > Kleine Zeitung

2012-01-12

Elterliche Schulzufriedenheit in integrativer und segregativer Beschulung sprachauffälliger Kinder: Ein Vergleich zwischen Förderschule und Gemeinsamem Unterricht

Empirische Sonderpädagogik, 2011, Nr. 4, S. 324-342
Elterliche Schulzufriedenheit in integrativer und
segregativer Beschulung sprachauffälliger Kinder:
Ein Vergleich zwischen Förderschule
und Gemeinsamem Unterricht

Timo Lüke, Ute Ritterfeld
Technische Universität Dortmund

Seit dem Inkrafttreten der UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen wird zunehmend
öffentlich über die Strukturen der sonderpädagogischen Förderung in Deutschland diskutiert. An-
hand einer Befragungsstudie mit 542 Eltern sprachauffälliger GrundschülerInnen, bei der die Schul-
zufriedenheit im Gemeinsamen Unterricht und in der Förderschule vergleichend untersucht wird,
soll ein empirischer Beitrag zu dieser Debatte geliefert werden. Die Befunde zeigen, dass die Zufrie-
denheit der Eltern in beiden schulischen Settings gleichermaßen sehr hoch ist. Weitere Analysen ma-
chen allerdings deutlich, dass die Stigmatisierung der Kinder im integrativen Setting geringer ausfällt
als bei segregativer Beschulung. Darüber hinaus sind Eltern von integrativ beschulten Mädchen und
Jungen zuversichtlicher, dass ihr Kind die Sprachprobleme überwinden wird, und optimistischer in
Bezug auf dessen Bildungs- und Teilhabechancen. Weiterhin wurde festgestellt, dass einige Eltern-
gruppen deutlich geringere Chancen haben, ihren Wunsch auf integrative Unterrichtung ihres Kin-
des durchzusetzen. (...)
 Elterliche Schulzufriedenheit in integrativer und segregativerBeschulung sprachauffälliger Kinder:
Ein Vergleich zwischen Förderschule und Gemeinsamem Unterricht
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