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2013-12-02

Monitoring-Stelle fordert Auflösung der "Sonderwelten" für Menschen mit Behinderungen | Pressemitteilung Deutsches Institut für Menschenrechte


Monitoring-Stelle fordert Auflösung der "Sonderwelten" für Menschen mit Behinderungen
Zum 3. Dezember: Internationaler Tag der Menschen mit Behinderungen


Dr. Valentin Aichele © DIMR/Amélie Losier

Berlin (ots) - Anlässlich des Internationalen Tags der Menschen mit Behinderungen forderte die Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention die neue Bundesregierung auf, die geplante Reform des Teilhaberechtes strikt an der Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen auszurichten.


Sie begrüßte zugleich, dass der selbstbestimmten Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und der Abkehr vom Fürsorgerecht im Koalitionsvertrag ein hoher Stellenwert eingeräumt worden sei.
"Jetzt müssen auch Taten folgen. Das neue Teilhaberecht muss zudem zum Ziel haben, Sonderwelten für Menschen mit Behinderungen in Deutschland abzubauen und Alternativen dazu aufzubauen", erklärte Valentin Aichele, Leiter der Monitoring-Stelle, in Berlin.

Die bestehenden Regelungen mit stigmatisierenden, absondernden und benachteiligenden Auswirkungen für Menschen mit Behinderungen sollten deshalb durch allgemeine, offene, dem Prinzip der Inklusion verbundene Regelungen ersetzt werden.

"Es geht um nichts weniger als um die Voraussetzungen für Inklusion zu schaffen bei gleichzeitiger Auflösung der Sonderwelten in Deutschland", so Aichele. "Nur wenn sich die neue Bundesregierung gegen die zum Teil auch wirtschaftlichen Einzelinteressen von Einrichtungen, Trägern und Berufsgruppen stemmt, kann die Auflösung dieser anachronistischen Sonderwelten gelingen."

Der Menschenrechtsexperte forderte zudem, Teilhabeleistungen wie zu Ausbildung und Arbeit einkommens- und vermögensunabhängig zu gewähren.
Die bisherige Regelung benachteilige Menschen mit Behinderungen im Vergleich zu nichtbehinderten Menschen.
 "Gerade weil der Bund im Koalitionsvertrag seine Zusage über eine Finanzierungsbeteiligung erneuert hat, steht er nun in der Pflicht, dafür zu sorgen, dass Menschen mit Behinderungen hier keine Benachteiligung erfahren", betonte Aichele.

Die Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention, eingerichtet im unabhängigen Deutschen Institut für Menschenrechte in Berlin, hat gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention den Auftrag, die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu fördern und zu schützen sowie die Umsetzung der Konvention in Deutschland zu überwachen.


Pressekontakt:
Pressekontakt: Bettina Hildebrand, Pressesprecherin
Telefon: 030 25 93 59 - 14 * Mobil: 0160 96 65 00 83
E-Mail: hildebrand@institut-fuer-menschenrechte.de 
 
Monitoring-Stelle fordert Auflösung der "Sonderwelten" für Menschen mit Behinderungen | Pressemitteilung Deutsches Institut für Menschenrechte

2013-07-16

Pannwitz-Blick noch aktuell | kobinet-nachrichten


Pannwitz-Blick noch aktuell

Veröffentlicht am von Franz Schmahl
Der Pannwitzblick - Titel des Taschenbuchs
Der Pannwitzblick - Titel des Taschenbuchs
© Sierck und Danquart
Berlin (kobinet) Ist der Pannwitzblick noch aktuell? Diese Frage will das Gen-ethische Netzwerk am 4. August in Berlin nach einer Vorführung des gleichnamigen Films von Didi Danquart diskutieren. Das Netzwerk gehört zu dem Bündnis, das die erste Berliner Pride Parade am vergangenen Samstag vorbereitet und weitere Veranstaltungen geplant hat. Der Regisseur und Autor des 1991 entstandenen Dokumentarfilms "Der Pannwitzblick" kommt zur Diskussion in das Kreuzberger Kino fsk am Segitzdamm.
Der „Pannwitzblick", so wird die Veranstaltung angekündigt, lag nicht nur der Aussonderung und Selektion im Nationalsozialismus zugrunde lag, sondern prägte auch in der Zeit danach die Sicht auf Behinderung als an eine Normalität anzupassende Abweichung. Angefragt sind Udo Sierck und Theresia Degener, die damals im Film interviewt wurden. Udo Sierck und Didi Danquart haben in einem Taschenbuch beschrieben, wie Gewalt gegen Behinderte entsteht.
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Pannwitz-Blick noch aktuell | kobinet-nachrichten

2012-10-22

IG Metall NRW: Minister: "Behinderte nicht in Werkstätten abschieben"

11. Oktober 2012Politik 

IG Metall NRW unterstützt Aktionsplan "NRW Inklusiv"

Minister: "Behinderte nicht in Werkstätten abschieben"

Landesarbeitsminister Guntram Schneider hat die Absicht der Landesregierung bekräftigt, die Job-Chancen Behinderter zu verbessern. Auf der Fachmesse Rehacare in Düsseldorf sagte der SPD-Politiker vor 100 Schwerbehinderten-Vertreter der IG Metall, möglichst viele Menschen mit Behinderung sollten auf dem ersten Arbeitsmarkt beschäftigt werden, "statt sie in Werkstätten abzuschieben".



IG Metall NRW: Minister: "Behinderte nicht in Werkstätten abschieben"

"Ich fühle mich hier sauwohl!“ - Inklusion: Inge Ehrhorn ist aus den Rotenburger Werken in eine eigene Wohnung gezogen - Zeitung im Landkreis Rotenburg - Rotenburger Rundschau

"Ich fühle mich hier sauwohl!“

Inklusion: Inge Ehrhorn ist aus den Rotenburger Werken in eine eigene Wohnung gezogen


Landkreis Rotenburg.  Sie ist ein ordentlicher Mensch. Wer Inge Ehrhorn in ihrer Zweizimmerwohnung besucht, findet kein Staubkörnchen auf den Schränken und jedes Detail steht an seinem Platz: Pflanzen, Platzdeckchen, Kerzen. Die vielen Schlager-CDs sind sorgfältig in den Ständer sortiert. In ihrem Schlafzimmer – einem Traum in Weinrot – liegt sorgfältig eine Tagesdecke über dem Bett, Stofftiere und Puppen sitzen geordnet auf dem roten Sofa.


Mit dieser Wohnung hat sich die 57-Jährige einen langgehegten Wunsch erfüllt. Fast 48 Jahre hat die kleine Frau mit dem runden Gesicht und den kurzen Haaren in den Rotenburger Werken gelebt. Als Neunjährige kam sie aus einem Dorf in der Lüneburger Heide in die Großeinrichtung, in der rund 1.100 Menschen wohnen, lernen und arbeiten.
 "Ich fühle mich hier sauwohl!“ - Inklusion: Inge Ehrhorn ist aus den Rotenburger Werken in eine eigene Wohnung gezogen - Zeitung im Landkreis Rotenburg - Rotenburger Rundschau

2012-10-21

Merkels Behindertenbeauftragter fordert Abkehr von Förderschule - Yahoo! Nachrichten Deutschland

Merkels Behindertenbeauftragter fordert Abkehr von Förderschule


Berlin (dapd). Der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Hubert Hüppe, sieht "Rückschritte" bei der Förderung behinderter Kinder in Deutschland. Die Bundesrepublik sei nach wie vor "Weltmeister im Aussortieren", sagte Hüppe der Nachrichtenagentur dapd. "Trotz einer sinkenden Gesamtzahl an Schülern steigt sogar in vielen Bundesländern die Zahl der Schüler an Förderschulen."
Dreieinhalb Jahre nach der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtekonvention stehe Deutschland beim Ausbau des gemeinsamen Lernens von Behinderten und Nichtbehinderten - der sogenannten Inklusion - immer noch "ganz am Anfang des Weges", sagte Hüppe. Teils seien gar Rückschritte erkennbar. "Was in den Bundesländern passiert, ist in vielen Fällen nicht ermutigend", fügte er hinzu.
"Auch einmal eine Förderschule schließen"
Konkret sprach sich Hüppe dafür aus, Lehrer und Gelder künftig verstärkt an Regel- statt an Förderschulen einzusetzen, um dort einen inklusiven Unterricht der Schüler zu ermöglichen. Gerade viele Schüler von Schulen für geistig und körperlich Behinderte fänden "nie den Weg in ein normales Berufsleben", kritisierte der Behindertenbeauftragte. Um diesen Zustand zu verbessern, müsse man aber "auch einmal bereit sein, eine Förderschule zu schließen".

Merkels Behindertenbeauftragter fordert Abkehr von Förderschule - Yahoo! Nachrichten Deutschland

2012-09-21

"Inklusion": Wenn das Kind auf die Förderschule gehen muss - Nachrichten Politik - Deutschland - DIE WELT

02.09.12

"Inklusion"

Wenn das Kind auf die Förderschule gehen muss

Wer ADHS oder emotionale Probleme hat, muss gehen: Lehrer werden schwierige Kinder los, indem sie diese auf dem Papier als behindert darstellen. Eigentlich hatte die Politik das Gegenteil angestrebt.
ADHS Kind
© Theo Barth "Ich bin ja sowieso doof, Mama": Lisa Bahlhaus leidet an ADHS. Ihre Lehrerin attestierte der Neunjährigen aber gleich "sonderpäda-gogischen Förderungsbedarf"

Es waren nur noch wenige Tage bis zu den Sommerferien, als Lisa Bahlhaus (Name geändert, d. Red.) tränenüberströmt von der Schule nach Hause kam. Die Lehrerin hatte angekündigt, nach den Ferien werde die ganze Klasse ein Theaterstück aufführen, und jetzt verteilte sie schon einmal die Rollen. Nur Lisa bekam keine.
Schließlich, sagte die Lehrerin vor der Klasse, werde die Neunjährige nach den Ferien nicht mehr da sein, sondern auf die Förderschule wechseln. Was das heißt, davon hatten Lisa und ihre Klassenkameraden eine ziemlich genaue Vorstellung. "Ich bin ja sowieso doof, Mama, ich muss auf die Doofenschule", sagte sie zu Hause.
Die Klassenlehrerin hatte in den Wochen zuvor beim Gelsenkirchener Schulamt erwirkt, dass Lisa einen Vermerk in ihre Schulakte bekam: "Sonderpädagogischer Förderbedarf mit dem Förderschwerpunkt Lernen" stand da. Mit anderen Worten heißt das: Lisa ist behindert. Zumindest auf dem Papier. Denn die Eltern, die an diesem Sommervormittag auf der Terrasse ihres Gelsenkirchener Einfamilienhauses sitzen und vor Nervosität Kette rauchen, haben den Beweis, dass dies nicht stimmt – in Form eines ärztlichen Gutachtens.
Es bescheinigt, dass Lisa in Wahrheit unter ADHS leidet, dem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom. "Die Lehrerin wollte Lisa ganz offensichtlich loswerden", sagt der Vater.

Seit mehr als drei Jahren gibt es die Inklusion

Der Fall von Lisa Bahlhaus könnte ein Einzelschicksal sein, ein bedauerlicher Irrtum von Pädagogen und Schulbeamten. Schließlich gibt es in Deutschland seit mehr als drei Jahren die Inklusion.
Seit März 2009 gilt eine entsprechende UN-Konvention, die der Bundestag zuvor beschlossen hatte. Sie besagt, dass alle Menschen, mit Behinderung oder ohne, an allen Lebensbereichen gemeinsam teilhaben sollen. In deutschen Schulen wird demnach schon bald eine halbe Million behinderter Schüler in den Regelschulunterricht integriert, die dafür umgebaut werden.
Doch tatsächlich passiert in der Bundesrepublik momentan vielerorts genau das Gegenteil:
 

"Inklusion": Wenn das Kind auf die Förderschule gehen muss - Nachrichten Politik - Deutschland - DIE WELT

2012-08-04

Recht auf Leben für alle gefordert -- kobinet

03.08.2012 - 21:19

Recht auf Leben für alle gefordert.

Berlin (kobinet) Die Bundesarbeitsgemeinschaft Selbstbestimmte Behindertenpolitik der Partei Die Linke lehnte heute den vorliegenden Entwurf einer Verordnung zur Präimplantationsdiagnostik (PID) kategorisch ab. Mit dieser Verordnung sollen die engen Vorschriften des PID- Gesetzes noch verwässert werden, so eine Pressemitteilung.

„So ist die UN-Konvention für die Rechte der Menschen mit Behinderungen nicht gemeint; wir fördern jeden Menschen, wir akzeptieren jeden Menschen, wir sondern nicht vorher aus, nicht per Gesetz und auch nicht nach Vorschriften“, sagte die Irene Müller als Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft. (...)
Recht auf Leben für alle gefordert -- kobinet


 SPIEGEL ONLINE
Entwurf für Rechtsverordnung Ministerium regelt Gentests an Embryonen
Eizelle unterm Mikroskop (Archivbild): Enge Grenzen für Präimplantationsdiagnostik
DPA
Eizelle unterm Mikroskop (Archivbild): Enge Grenzen für Präimplantationsdiagnostik
Eine Rechtsverordnung soll festlegen, wie Gentests an Embryonen aus dem Reagenzglas genau ablaufen dürfen. Gesundheitsminister Daniel Bahr hat dazu nun einen Entwurf verschickt. Die Anwendung des Verfahrens ist nur in engen Grenzen erlaubt.
Berlin - Der Bundestagsbeschluss zur Zulassung von Gentests an Embryonen aus dem Reagenzglas war hart umkämpft. Nun, sieben Monate später, hat Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) einen Entwurf für die mit Spannung erwartete Rechtsverordnung zur Regelung des Verfahrens vorgelegt. Die Verordnung ist Voraussetzung zur Zulassung der umstrittenen Methode und enthält Vorgaben für die Zentren, die eine sogenannte Präimplantationsdiagnostik (PID) durchführen wollen.

Bei dem Verfahren untersuchen Ärzte im Reagenzglas erzeugte Embryonen vor ihrer Einpflanzung in den Mutterleib auf Gendefekte. Der Bundestagsbeschluss erlaubt die Anwendung aber nur in sehr engen Grenzen: Paare dürfen die Methode nur dann nutzen, wenn aufgrund ihrer genetischen Veranlagung eine schwerwiegende Erbkrankheit oder eine Tot- oder Fehlgeburt wahrscheinlich ist. Die neue Rechtsverordnung soll nun die Details regeln.
spiegel.de

PID im internationalen Vergleich

Im Rahmen des Monitoring "Gendiagnostik und Gentherapie" erarbeitet das Büro für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) einen Vergleich der rechtlichen Regulierung und praktischen Anwendung der Präimplantationsdiagnostik (PID) in sieben ausgewählten Ländern. Damit soll eine Informationsgrundlage für Überlegungen zu einer bundesdeutschen Regulierung von PID geschaffen werden. Eine erste vorläufige Charakterisierung der Situation in den untersuchten Ländern liegt bereits vor, die wir an dieser Stelle dokumentieren wollen.
In die Untersuchung wurden sowohl Länder mit vergleichsweiser restriktiver Regelung oder Verbot der PID einbezogen als auch solche, in denen die PID rechtlich nicht geregelt ist, beziehungsweise der bestehende rechtliche Rahmen die Durchführung von PID zulässt, ohne dabei im Einzelnen Indikationen oder Voraussetzungen für die Untersuchung an Embryonen festzuschreiben. Von Nachteil ist, dass die Datenlage zur praktischen Anwendung von PID in den einzelnen Ländern recht unterschiedlicher Qualität ist. Oft besteht keine Pflicht zur Dokumentation der durchgeführten Untersuchungen, und Aussagen über Anzahl, Indikation und Erfolg der Untersuchungen bleiben lückenhaft.(..)
PID im internationalen Vergleich | GeN




 

 

 

Was heißt Eugenik?

www.gedenkort-t4.eu

2012-07-31

Aussortiert vom Zustelldienst | WAZ.de

Arbeitsmarkt

Aussortiert vom Zustelldienst

29.07.2012 | 14:54 Uhr
Aussortiert vom Zustelldienst 
Hattingen.  Jörg Schulte will als Fahrradkurier bei TNT Express arbeiten. Doch die Firma will ihn nicht haben – weil er schwerhörig ist.
Aussortiert vom Zustelldienst | WAZ.de

2012-04-26

Europäischer Protesttag für Menschen mit Behinderungen - Home - michael-gross-online.de

 

Europäischer Protesttag für Menschen mit Behinderungen

Mit einer großen Demonstration vor dem Bundeskanzleramt am 27.April wollen wir auf den Europäischen Protesttag für Menschen mit Behinderungen hinweisen. Wir wollen gegen Diskriminierung und Aussonderung und für Teilhabe und Barrierefreiheit demonstrieren.

Hier geht's zum Aufruf...Europäischer Protesttag für Menschen mit Behinderungen - Home - michael-gross-online.de

2012-04-03

Alarmierende Studie: Deutschland, Land der Schulabsteiger - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - SchulSPIEGEL

12.03.2012

Alarmierende Studie

Deutschland, Land der Schulabsteiger

Von Christian Füller
Frankfurter Schule: Für Einwandererkinder bietet Hessen schlechte ChancenZur Großansicht
DPA
Frankfurter Schule: Für Einwandererkinder bietet Hessen schlechte Chancen
Gibt es ein Bundesland mit zugleich guten und gerechten Schulen? Leider nein, zeigt eine neue Studie der Bertelsmann-Stiftung. Wer vom deutschen Bildungssystem einmal ausgesiebt wird, schafft es fast nie wieder zurück. Und viel zu viele lernen viel zu wenig.
Was Bildungsforscher Wilfried Bos an Grausamkeiten der deutschen Schulen zusammengetragen hat, lässt sich am besten mit einem Wort beschreiben: skandalös. Der renommierte Dortmunder Wissenschaftler hat erstmals dezidiert Leistung und Gerechtigkeit deutscher Schulen gemeinsam untersucht und nach Bundesländern gegliedert zusammengefasst. Sein desillusionierendes Ergebnis: "Es gibt kein einziges Bundesland, das überall ein Plus bekommt. Das deutsche Schulsystem ist derzeit nicht in der Lage, die beiden wichtigsten Ziele von Bildung zu erfüllen: Exzellenz und gleiche Chancen auf Teilhabe."

Alarmierende Studie: Deutschland, Land der Schulabsteiger - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - SchulSPIEGEL

2012-02-16

LWV Hessen gegen den Rest der Welt? -- kobinet

16.02.2012 - 20:22

LWV Hessen gegen den Rest der Welt?.

von kobinet-Korrespondent Gerhard Bartz

Hochheim (kobinet) Ab dem kommenden Samstag wiederholt der Hessische Rundfunk mehrfach die Odyssee eines Heiminsassen auf dem Weg aus einer Behinderten-"Einrichtung". Am Sonntag und Montag wird der Beitrag "Was darf William kosten? Der Kampf eines Rollstuhlfahrers" auch vom SWR ausgestrahlt. Nähere Einzelheiten links in den Medientipps. Dem Richter in der ersten Instanz war der Artikel 19 der Behindertenrechtskonvention vermutlich nicht sehr geläufig, obwohl dieser in Deutschland geltendes Recht darstellt. Ähnlich verhält es sich wohl mit dem Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen. Der LWV, der sehr viel Imagearbeit betreibt, scheut nicht davor zurück, seine Pressesprecherin mit waghalsigen Aussagen vor die Kamera des HR zu stellen. So stellt sie dar, dass hier ein Präzedenzfall geklärt werden soll. Dass diese Klärung auf dem Rücken eines behinderten Menschen ausgetragen wird, scheint diesen Verband nicht zu interessieren. Dieses sozialpolitische Bermudadreieck aus Kostenträger, Politik und Heimbetreiber sorgt sich um die Investitionen im Land. Auch in Hessen gibt es ein massives Überangebot von Heimplätzen. Also müssen diese in einer konzertierten Aktion mit Menschen versorgt, Bewohner mit staatlicher Gewalt am Auszug gehindert werden. Noch weiß man die Bundesregierung hinter sich, die bereits mehrfach ihre Ansicht vom Stellenwert ihrer Unterschrift unter die Behindertenrechtskonvention kundgetan hat. Dieser Ansicht schließt sich die Rechtsprechung in Deutschland nicht an. Natürlich gibt es Ausnahmen wie z.B. das Sozialgericht in Wiesbaden. Aber selbst dort sollte man die Hoffnung nicht aufgeben.

Tatsache ist, dass Heime nur deshalb billiger sind, weil die Bedarfsdeckung in aller Regel dort auf der Strecke bleibt, bleiben muss. Kaum etwas, was das Leben außerhalb der Anstaltsmauern auszeichnet, kann innerhalb derer gelebt werden. Jeder, der es wissen will, kann anhand der individuellen Heimkosten unter Zuhilfenahme des Stundensatzes errechnen, wie viele Minuten Unterstützung der jeweilige Insasse dort bekommen kann.

In Hessen wartet der Heimbewohner auf die zweite Instanz.
Derweil verstreicht sein Leben. Er liegt auf dem Altar einer Geisteshaltung, die aus den ersten Jahrzehnten der Bundesrepublik kommt. Nach den Verbrechen des sog. Dritten Reiches wurde eine aussondernde Fürsorge praktiziert. Dass sich dies zwischenzeitlich geändert hat, dürfte eigentlich auch in Hessen bekannt sein. Menschen mit Behinderung haben ihren Platz inmitten der Gesellschaft. (...)
LWV Hessen gegen den Rest der Welt? -- kobinet

2012-01-11

Salzburg investiert kräftig - in Aussonderung - BIZEPS-INFO

Text: Martin Ladstätter · 11. Jänner 2012 06:59 Uhr

Salzburg investiert kräftig - in Aussonderung

"Trotz Sparpaket wird das Land Salzburg 2012 als einer der größten Investoren des Bundeslandes auftreten und eine Rekordsumme von 101 Mio. Euro investieren", kündigt ORF-Salzburg an. Ein Kommentar.

Salzburg investiert kräftig - in Aussonderung - BIZEPS-INFO

2012-01-07

„Niemand wird aussortiert“ - Falkenseer Köpfe: Warum die Lehrerin Silke Boll das Prinzip der Inklusion verteidigt - Märkische Allgemeine - Nachrichten für das Land Brandenburg

07.01.2012

„Niemand wird aussortiert“

Falkenseer Köpfe: Warum die Lehrerin Silke Boll das Prinzip der Inklusion verteidigt


FALKENSEE - Silke Boll ist Klassenleiterin. Von ihren 26 Kindern haben sechs einen erhöhten Förderbedarf. Eines ist sogar geistig behindert. Dem Kind steht ein Schulhelfer zur Seite. Der begleitet es zur Toilette, spielt mit ihm, beschäftigt es mit Aufgaben, die auf seine Fähigkeiten zugeschnitten sind, denn im Matheunterricht kann er nicht mithalten. „Aber es ist da, es gehört zu uns. Es wird nicht aussortiert. Und das ist entscheidend“, sagt Silke Boll.

„Niemand wird aussortiert“ - Falkenseer Köpfe: Warum die Lehrerin Silke Boll das Prinzip der Inklusion verteidigt - Märkische Allgemeine - Nachrichten für das Land Brandenburg

2011-12-07

Die Lebenssituation von Migrantenfamilien mit einem behinderten Kind | MiGAZIN – Migration und Integration in Deutschland | MiGAZIN

Dossier: Inklusion 1/5

Behindert und? – Die Lebenssituation von Migrantenfamilien mit einem behinderten Kind

In Sachen Aussonderung von Kindern ist Deutschland Spitze. 80 Prozent der behinderten Kinder besuchen hier zu Lande eine Sonder- bzw. Förderschule. Migrantenfamilien trifft das besonders stark – Das fünfteilige MiGAZIN Dossier zum Thema.

Behindert und? Susannka auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
VONDonja Amirpur
„Viele unserer Landsleute haben die deutsche Staatsbürgerschaft, viele von uns sind hier in Deutschland geboren. Wie groß auch unsere Bemühungen sind, uns anzupassen – wir bleiben in den Augen der meisten Deutschen doch nur Ausländer. Und dann bekommen wir ein behindertes Kind! Für uns türkische Familien bedeutet das häufig doppelte Ausgrenzung“.

Dossier: Inklusion – Behindert und? – Die Lebenssituation von Migrantenfamilien mit einem behinderten Kind | MiGAZIN – Migration und Integration in Deutschland | MiGAZIN

2011-12-04

Behindertenbeauftragte für Kreise gefordert | NDR.de - Regional - Mecklenburg-Vorpommern

Behindertenbeauftragte für Kreise gefordert

Rollstuhl © ZB Detailansicht des Bildes

In den neuen Kreisen sollen sich Beauftragte für die Interessen der Behinderten stark machen. (Symbolbild)

Der Allgemeine Behindertenverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. kritisiert die Bildungspolitik im Land. Auf ihrer jährlichen Festveranstaltung zum Weltbehindertentag am Sonnabend in Malchow forderten die Mitglieder außerdem hauptamtliche Behindertenbeauftragte in den neuen Landkreisen.

UN-Konvention erst bis 2020

Nach Auffassung der Verbandsmitglieder rudert das Land bei der Einbeziehung von Behinderten zurück. Bis 2020 wolle man sich Zeit lassen, die UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen. Der Aussonderung von Behinderten müsse aber ein Ende gemacht werden, meint Verbandschef Peter Braun.

Behindertenbeauftragte für Kreise gefordert | NDR.de - Regional - Mecklenburg-Vorpommern

2011-08-23

Experten fordern Umstellung der Behindertenhilfe auf individuelle Unterstützung - Evangelischer Pressedienst (epd) - Landesdienst Niedersachsen-Bremen

Experten fordern Umstellung der Behindertenhilfe auf individuelle Unterstützung

Osnabrück/Fulda (epd). Die Einrichtungen der Behindertenhilfe müssen nach Ansicht von Experten in Zukunft viel flexibler auf die individuellen Bedürfnisse von behinderten Menschen reagieren. "Wir gehen dem Kollaps entgegen, wenn wir nur stationäre Antworten haben auf die zunehmende Zahl von Hilfsanfragen", warnte Petra Gromann von der Hochschule Fulda am Montag in Osnabrück.

Die Zahl der Menschen mit Behinderung steige zwar nicht an. Aber immer mehr Behinderte hätten keine Familien oder sonstige soziale Bindungen mehr, in denen sie betreut werden könnten, sagte die Professorin für soziale Arbeit am Rande einer Tagung für Fachleute und Mitarbeiter der Behindertenhilfe. Allein in beschützenden Werkstätten oder Wohnheimen könnten diese Aufgaben künftig nicht mehr geleistet werden.
Zudem fordere die Behindertenrechtskonvention die gleichberechtigte Teilhabe behinderter Menschen in der Gesellschaft. "Wer aber erst einmal drin ist im Sondersystem, kommt so schnell nicht wieder raus", sagte Gromann. Zu einem sogenannten personenzentrierten Ansatz gehörten etwa ein möglichst selbstbestimmtes Wohnen mit Hilfen in der eigenen Wohnung und betreute Arbeitsplätze auch außerhalb der Werkstätten.
Erste Modellprojekte vor allem in Hessen hätten gezeigt, dass angepasste Hilfen sogar ohne Kostensteigerungen möglich seien. Auch führten solche Umstellungen nicht zu Entlassungen beim Betreuungspersonal, unterstrich die Expertin: "Es ändern sich nur die Orte, an denen das Personal eingesetzt wird."
Den meisten caritativen, diakonischen und staatlichen Einrichtungen der Behindertenhilfe sei bewusst, dass ein solcher Systemwechsel unausweichlich sei. Allerdings müssten auch die Kostenträger und staatliche Stellen den Wandel unterstützen. Denn auch Finanzierungsmodelle könnten sich dann nicht länger ausschließlich an der Unterscheidung zwischen stationären und ambulanten Hilfen orientieren. Es müsse Mischformen geben. (2105/22.8.11)



Evangelischer Pressedienst (epd) - Landesdienst Niedersachsen-Bremen

2011-08-06

Nicht ins Heim – aber in dieselbe Schule? Osnabrücker Umfrage über Menschen mit Behinderung vorgestellt - Lokale Nachrichten, Videos, Bilder und mehr aus und für Osnabrück | noz.de

Nicht ins Heim – aber in dieselbe Schule? Osnabrücker Umfrage über Menschen mit Behinderung vorgestellt

Osnabrück. Sind Menschen mit Behinderung am besten im Heim untergebracht? Bei einer Umfrage in Osnabrück befürworteten nur drei Prozent der Teilnehmer eine solche Aussonderung. Ein Fortschritt, meint Oberbürgermeister Boris Pistorius. Die Antworten auf eine andere Frage schmecken ihm weniger: Jeder Zweite glaubt weiterhin, behinderte Schüler würden das Lerntempo einer Klasse bremsen.


Thesen, die zum Widerspruch einladen: Das war am 5. Mai. Jetzt liegen die Ergebnisse der Umfrage vor. Foto: Jörn Martens

Beim Protesttag am 5. Mai wurden Passanten auf dem Nikolaiort und vor dem Dom mit Aussagen zur Inklusion konfrontiert. Mit Inklusion ist die Teilhabe von Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen Alltag gemeint. Seit März 2009 ist die Inklusion in Deutschland gesetzlich verankert. Die UN-Behindertenrechtskonvention komme aber nur schleppend voran, wenn es um die Lebensbereiche Arbeit, Bildung, Barrierefreiheit, Wohnen und Freizeit gehe, sagt Susanne Wolff von der Heilpädagogischen Hilfe.
Darauf sollte mit der Aktion im Mai aufmerksam gemacht werden. In Osnabrück beteiligten sich daran auch der Caritasverband, die Lebenshilfe Osnabrück und die Hilfe für Hörgeschädigte Menschen.
In manchen Ergebnissen der Umfrage, die zeitgleich auch bundesweit lief, sehen die Verantwortlichen ein Zeichen für ein verändertes Bewusstsein. So haben 84,2 Prozent der Befragten offenbar erkannt, dass sich Menschen mit Behinderung nicht frei bewegen können, weil es noch immer an barrierefreien Zugängen zu Bussen und Bahnen fehlt. Oder dass vielen Behinderten der Zugang zu Freizeitangeboten verstellt ist (76 Prozent).
Fast drei Viertel aller Deutschen hätten sich in der Umfrage für die selbstverständliche Gleichstellung aller Menschen ausgesprochen und deutlich gemacht, dass weder ein Heim noch Behindertenwerkstätten die besten Lebens- und Arbeitsbedingungen böten, heißt es in der Zusammenfassung, die jetzt Oberbürgermeister Boris Pistorius vorgestellt wurde.

Nicht ins Heim – aber in dieselbe Schule? Osnabrücker Umfrage über Menschen mit Behinderung vorgestellt - Lokale Nachrichten, Videos, Bilder und mehr aus und für Osnabrück | noz.de

2011-07-28

Nichtbehinderte und behinderte Menschen arbeiten selten zusammen | Pressemitteilungen-online.de






Baierbrunn (ots) - Theoretisch gibt es im Arbeits- und Ausbildungsumfeld zahlreiche Berührungsmöglichkeiten mit behinderten Menschen.

Doch nur ein kleiner Teil der Deutschen trifft im Job auf Kollegen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen. Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Gesundheitsmagazins “Apotheken Umschau”. Theoretisch müssen Betriebe mit mehr als 20 Angestellten mindestens fünf Prozent der Arbeitsplätze mit Schwerbehinderten besetzen. In der Realität arbeiten jedoch laut der aktuellen Umfrage nur 13,0 Prozent der berufstätigen Befragten mit einem oder mehreren beeinträchtigten Kollegen zusammen.
Etwas mehr als jeder zehnte Berufstätige (11,7 %) trifft durch seinen Beruf auf körperlich oder geistig eingeschränkte Patienten oder Kunden. In der Schule oder während der Ausbildung hatte etwa jeder zehnte Deutsche (10,4 %) Kontakt zu behinderten Mitschülern, Auszubildenden oder Studenten. Eher gering ist der Anteil (2,7 %) der Bürger, die sich ehrenamtlich in Einrichtungen für Behinderte engagieren. Rund zwei Prozent aller Befragten machte während des Zivildienstes oder eines freiwilligen sozialen Jahres Erfahrungen mit körperlich oder geistig beeinträchtigten Mitbürgern.
Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins “Apotheken Umschau”, durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1.956 Personen ab 14 Jahren.
Pressekontakt:
Ruth Pirhalla
Tel. 089 / 744 33 123
Fax 089 / 744 33 459
E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de
www.wortundbildverlag.de
www.apotheken-umschau.de

Nichtbehinderte und behinderte Menschen arbeiten selten zusammen | Pressemitteilungen-online.de

2011-07-23

Integration light – Innenansichten einer Blindeneinrichtung - jetzt.de - Leben - jetzt.de

Integration light – Innenansichten einer Blindeneinrichtung

Altkluge Sprüche zieren die Wände des Berufsförderungswerk Würzburg:

Der Autor hat geschlagene drei Jahre in dieser Einrichtung verbracht und möchte allen Interessenten entschieden davon abraten, ihre Zeit hier zu vertrödeln. Er hat mit Teilnehmern gesprochen, hat heimlich Gesprächen gelauscht, hat zugehört, als andere weggehört haben. Hier sein Bericht, der als Weckruf gedacht ist. Ist irgend jemand dort draußen, der ihn hört?

Integration light – Innenansichten einer Blindeneinrichtung - jetzt.de - Leben - jetzt.de
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