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2012-07-15

Daheim statt Heim e.V. / SPD in der Pfalz ist gegen neue Heime

Logo der Bundesinitiative Daheim statt Heim e. V.

Die Sozialdemokraten in Rheinland-Pfalz setzen ganz auf alternative Wohnformen für Ältere. „Wir treten dafür ein, dass keine großen stationären Pflegeeinrichtungen mehr gebaut werden,“ sagte SPD-Fraktionschef Hendrik Hering. Mainz, Juli 2012. Handlungsbedarf sieht die SPD-Fraktion im Landtag aus mehreren Gründen. Der erste: Ziehen zukünftig prozentual genau so viele Menschen in ein Heim wie in der Vergangenheit, dann wird die absolute Zahl der Heimbewohner in Rheinland-Pfalz drastisch steigen – weil es immer mehr Ältere gibt.
„Die Kosten werden geradezu explodieren“, sagte Hendrik Hering der 'Rhein-Zeitung'. Außerdem würden immer weniger Ältere ein Leben im Heim akzeptieren, die SPD trete deshalb für einen „neuen sozialen Generationenvertrag“ ein. Im Mittelpunkt dieses Konzepts stehen alternative Wohnformen, Wohngemeinschaften zum Beispiel oder Mehrgenerationenhäuser. Auch Genossenschaften sind denkbar.
Nach der Sommerpause will die SPD in Städten und Dörfern für das Konzept werben, Ziel ist eine 'breite Bürgerbewegung.'
Lesen Sie auch zum Thema Wohnen im Alter:
Studie: Niemand will ins Heim – Silvia Schmidt: Klarer Auftrag an die Politik

„Unsere Branche sollte aufhören, sich demographischen Phantasien hinzugeben.“


Einstürzende Neubauten


Berlin: Wohnen mit Service auch für Menschen, die wenig Geld haben
Daheim statt Heim e.V. / SPD in der Pfalz ist gegen neue Heime



 AVAAZ.org: The World in Action

Hilfe daheim statt Milliarden für Heime - 

UN-Konvention in Deutschland umsetzen!





 

2011-09-09

HWelt - Daheim statt Heim gründet weitere Regionalgruppe

Daheim statt Heim gründet weitere Regionalgruppe Drucken E-Mail
Freitag, 09 September 2011
Am Montag, dem 12. September, wird die Bundesinitiative Daheim statt Heim in Frankfurt ihre nächste Regionalgruppe - nach dem niedersächsischen Westerstede - offiziell vorstellen. Ort: AWO-Kreisverband Frankfurt am Main e. V., Henschelstraße 11, 60314 Frankfurt Beginn: 15 Uhr. Alle interessierten Bürger sind herzlich eingeladen. Teilnehmer (u.a.): Silvia Schmidt, Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der Bundesinitiative Daheim statt Heim Prof. Dr. Dr. Klaus Dörner, Arzt und Psychiater Ulrike Halmschlager, Filmemacherin, die einen Trailer ihres Dokumentarfilms 'Ilse, wo bist Du?' zeigen wird.

Ziel der Initiative ist es, älteren Menschen und Menschen mit Behinderung ein Leben in der eigenen Wohnung statt in einem Heim zu ermöglichen und den Bau neuer Heime zu verhindern. In und um Frankfurt werden noch immer neue Heime eröffnet, obwohl hier bereits mehr als 500 Betten in Einrichtungen leer stehen. “Dieser Entwicklung werden wir entgegenwirken. Durch Aktionen und Diskussionen mit der Stadt und mit dem Bundesland Hessen wollen wir erreichen, dass Kommunen zukünftig den Bau neuer Heime verhindern können. Im Augenblick ist das noch nicht möglich,” so Holm Schmidt, einer der Initiatoren und 'Motor' der Regionalgruppe in Frankfurt. Schmidt, seit 46 Jahren bürgerschaftlich engagiert, ist seit 2008 zudem Pflegebegleiter und Projektiniator zur Qualifizierung von PflegebegleiterInnen in Frankfurt/Main. Daheim statt Heim in Frankfurt wird über Alternativen zum Heim und Unterstützungsangebote informieren.
Holm Schmidt: “Es gibt viele Hilfen, die den Menschen ein Leben zu Hause erleichtern, aber das Angebot ist schwer zu überblicken. Wir werden hier Orientierung bieten und dafür kämpfen, dass Menschen jene Hilfe, die ihnen zusteht, auch bekommen.” Designierter Vorsitzender der Regionalgruppe ist das Frankfurter Polit-Urgestein Rudi Baumgärtner, der 22 Jahre lang Stadtverordneter war, davon 18 Jahre Vorsitzender des Sozialausschusses. Er kennt also den Sozialbereich und seine Akteure wie kaum ein zweiter in der Region. Auch Baumgärtner plädiert für einen Baustopp für neue Heime, spricht sich zugleich aber für Kooperationen aus. “Heime sind für mich klar ein Auslaufmodell. Dennoch geht es uns nicht darum, eine Kampfansage an vorhandene Einrichtungen zu machen. Statt dessen wollen wir mit jenen Heimträgern kooperieren, die offen für Veränderungen sind.” Ein gutes Beispiel dafür ist die Arbeiterwohlfahrt, in dessen Räumen die Veranstaltung am 12.9. stattfindet. Der AWO-Kreisverband Frankfurt unterstützt die Regionalgruppe von Daheim statt Heim ausdrücklich, obwohl die AWO auch Heime betreibt. Kontakt Daheim statt Heim in Frankfurt und Hessen: Holm Schmidt MBA Tel:    069 - 53 36 86 E-Mail: koordinator-bi-daheim-hessen@web.de Die Bundesinitiative Daheim statt Heim wurde am 1. Dezember 2006 in Berlin von der Bundestagsabgeordneten Silvia Schmidt gemeinsam mit Wissenschaftlern, Pflegeexperten, Fachjournalisten, Politikern, Selbsthilfeorganisationen und anderen gegründet. Durch die wachsende Unterstützung ist die Initiative schnell zu einer breiten gesellschaftlichen Bewegung geworden. Als Anwalt älterer, behinderter und pflegebedürftiger Menschen kämpft sie für das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden. www.bi-daheim.de Pressekontakt Bundesinitiative Daheim statt Heim: presse@bi-daheim.de 0151-55506408

HWelt - Daheim statt Heim gründet weitere Regionalgruppe

2011-03-06

Befragung "Teilhabe braucht Maßnahmen - konkrete Projekte und Aktionen für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention" - einfach teilhaben - Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Jetzt hier Baustopp für Pflegeheime fordern:


Befragung "Teilhabe braucht Maßnahmen - konkrete Projekte und Aktionen für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention"

Bitte teilen Sie uns über das folgende Formular Ihre Ideen zu konkreten Maßnahmen zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention mit.
Alle Beiträge werden ausgewertet und bei der weiteren Entwicklung des Aktionsplanes berücksichtigt. Wir behalten uns vor, eine Auswahl an Maßnahmen, unter anderem auf einfach teilhaben, zu veröffentlichen. Mit der Teilnahme an der Umfrage erklären Sie sich einverstanden, dass Ihr Vorschlag veröffentlicht werden kann. Die Angaben zur Person sind freiwillig.


Befragung "Teilhabe braucht Maßnahmen - konkrete Projekte und Aktionen für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention" - einfach teilhaben - Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Deutsches Ärzteblatt: Nachrichten "Initiative „Daheim statt Heim“ fordert Baustopp für Pflegeheime"

Initiative „Daheim statt Heim“ fordert Baustopp für Pflegeheime Berlin – Immer weniger Menschen in Deutschland möchten nach Angaben der Initiative „Daheim statt Heim“ bei Pflegebedürftigkeit ins Heim. Ungeachtet dessen erleben Pflegeimmobilien einen Boom, wie die Mitbegründerin und SPD-Behindertenbeauftragte im Bundestag, Silvia Schmidt, am Freitag in Berlin kritisierte.

Anlässlich des einjährigen Bestehens von „Daheim statt Heim“ am Samstag forderte Schmidt einen Baustopp für neue Heime und den Abbau bestehender Heimplätze. Stattdessen müssten möglichst viele ambulante Dienstleistungs- und alternative Wohnangebote geschaffen werden. Viele Kommunen glaubten zu Unrecht, ihren Bürgern mit neuen Pflegeheimen eine Wohltat zu erweisen.

Deutsches Ärzteblatt: Nachrichten "Initiative „Daheim statt Heim“ fordert Baustopp für Pflegeheime"

Baustopp neuer Heime, mehr amb. Angebote, Daheim statt Heim :: REHAkids Das Forum für besondere Kinder :: Das Forum für behinderte Kinder.

Baustopp neuer Heime, mehr amb. Angebote, Daheim statt Heim :: REHAkids Das Forum für besondere Kinder :: Das Forum für behinderte Kinder.

2011-03-04

Unsere Stimme gegen Aussonderung ist gefragt -- kobinet

19.05.2004 - 14:04

Unsere Stimme gegen Aussonderung ist gefragt.

Kommentar von kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul Kassel (kobinet) Die Frankfurter Behindertenarbeitsgemeinschaft (FBAG) hat mit ihrem gestrigen Beschluss, worin der Magistrat der Stadt Frankfurt aufgefordert wird, dafür Sorge zu tragen, dass keine behinderten Menschen gegen ihren Willen und aus Kostengründen in Heime oder heimähnliche Einrichtungen ausgesondert werden, klar Farbe bekannt. Damit und mit der Forderung nach einem Stopp des Ausbaus von Sondereinrichtungen hat sich die Frankfurter Behindertenvertretung eindeutig hinter die behinderten Menschen gestellt, die meist nicht im Rampenlicht stehen und die häufig sogar von den Behindertenverbänden vergessen werden. Sie sind nämlich meist auf einen höheren Unterstützungsbedarf angewiesen, können nicht so leicht für ihre Rechte kämpfen und sind somit der «Wohlfahrtsmafia» weitgehend schutzlos ausgeliefert und gerade in Einrichtungen höchst abhängig. Der FBAG gebührt also ein dreifaches BRAVO für diesen Beschluss. Denn erstens ist es immer noch viel zu selten, dass klar gegen das zum Teil immer noch mittelalterliche Einrichtungswesen in Deutschland Stellung bezogen wird, wo die behinderten Menschen immer noch zu der für sie nötigen Unterstützung kommen müssen, anstatt dass die Unterstützung dort erbracht wird, wo die Menschen leben. Dies hat eine Kasernierung und Aussonderung zur Folge, die niemandem dient und die isoliert. Zweitens fordert die FBAG mit diesem Beschluss die Stadt Frankfurt und damit die Politik und Verwaltung heraus, das Wunsch- und Wahlrecht behinderter Menschen endlich ernst zu nehmen und verstärkt Alternativen zu den bestehenden Einrichtungen - also im ambulanten Bereich - zu schaffen, anstatt mit dem Bau eines neuen Wohnheimes für junge Körperbehinderte wieder neue Mauern aufzubauen. Zudem wird damit auch endlich einmal Front dagegen gemacht, dass behinderte Menschen zunehmend aus Kostengründen in Sondereinrichtungen gezwängt werden, die mit der Lebensqualität im ambulanten Bereich meist nichts mehr zu tun haben. Ein politisches Umsteuern ist also längst überfällig, so dass zu hoffen ist, dass dieser Beschluss von den Fraktionen im Frankfurter Römer aufgegriffen und unterstützt wird. Und drittens trägt dieser Beschluss vielleicht dazu bei, dass sich die Behindertenbewegung, die Behindertenverbände und auch die allgemeine Bevölkerung von glamorösen Einweihungsfeiern, schönen Sonntagsreden, Sommerfesten, herzerwärmenden Spendenaktionen, gut inszenierten Tagen der offenen Tür oder ähnlichen Schönredereien der selbst ernannten «Wohltäter» nicht mehr länger blenden lassen. Andere Länder wie zum Beispiel Schweden haben es uns längst vorgemacht, dass es Alternativen zur Kasernierung behinderter Menschen gibt, wenn dies gewollt wird. Statt die Aussondereung zu propagieren und sogar noch zu finanzieren gilt es für die Integration vor Ort konsequent zu kämpfen. Nachdem es zunehmend gelingt, den Gleichstellungsgedanken in der Gesetzgebung und Bevölkerung zu verankern, muss der nächste Schritt darin bestehen, diesen Bürgerrechtsgedanken auch auf die gesamte Behindertenarbeit zu übertragen. Und dazu muss an vorderster Stelle die Auflösung und der Umbau der bestehenden Einrichtungen hin zu ambulanten und gemeindenahen Unterstützungsformen stehen. So lange keine Massenbewegung der Einrichtungsbetreiber und «Wohltäter» selbst einsetzt, dass sie zu ähnlichen Bedingungen, wie die derzeitigen BewohnerInnen von Behinderteneinrichtungen leben, dort einziehen wollen, gibt es keinen plausiblen Grund solche Systeme aufrecht zu erhalten, geschweige denn sogar noch auszubauen. Kein Cent mehr für die Aussonderung behinderter Menschen muss daher die Devise lauten. Dies muss nicht nur klar gesagt werden, sondern mit entsprechendem Druck auf die Politik und die Wohlfahrtskonzerne eingefordert werden. In Frankfurt wurde hierfür ein bescheidener Anfang gemacht, der hoffentlich aber eine Signalwirkung hat. omp

Unsere Stimme gegen Aussonderung ist gefragt -- kobinet
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