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2013-11-06

Pharmariese Johnson & Johnson zahlt 2,2 Mrd. Dollar Strafe | tagesschau.de

Schizophrenie-Mittel für Demente

Pharmariese zahlt Milliardenstrafe

Der US-Pharmahersteller Johnson&Johnson hat durch Schmiergeldzahlungen an Ärzte und Apotheker erreicht, dass seine Medikamente zweckentfremdet verschrieben wurden. Nach der Klage gab es nun eine außergerichtliche Einigung.
Von Silke Hasselmann, MDR-Hörfunkstudio Washington
(...)

Johnson & Johnson räumte ein, hinter den Kulissen für die Verschreibung zweier Medikamente auch an Kinder, Ältere und Behinderte gesorgt zu haben - und zwar für eine Anwendung, die die Arzneimittelzulassungsbehörde FDA ausdrücklich nicht gestattet. Zum einen warben Johnson & Johnson und die Konzerntochter Janssen Pharmceuticals dafür, Risperdal bei unberechenbarem, sprunghaftem Verhalten von demenzkranken Senioren anzuwenden. Zum anderen drängten sie auf die Vergabe an verhaltensauffällige Kinder und geistig Behinderte. In allen Fällen sollte die Pille als Beruhigungsmittel genommen werden.

Pharmariese Johnson & Johnson zahlt 2,2 Mrd. Dollar Strafe | tagesschau.de

2013-05-18

BfArM Presse Transparenz bei unerwünschten Arzneimittelwirkungen: Datenbank mit Verdachtsmeldungen jetzt öffentlich zugänglich


04/13 Transparenz bei unerwünschten Arzneimittelwirkungen:
Datenbank mit Verdachtsmeldungen jetzt öffentlich zugänglich

Erstellt: 23.04.2013
Aktualisiert: 23.04.2013
Pressemitteilung 04/13
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bietet seit heute einen Online-Zugang zu seiner Datenbank mit Verdachtsmeldungen unerwünschter Arzneimittelwirkungen an. Mit dem neuen Internetangebot steht Ärzten und Patienten jetzt eine weitere Möglichkeit offen, sich vertieft über Arzneimittelrisiken zu informieren.
Prof. Dr. Walter Schwerdtfeger, Präsident des BfArM, erklärte dazu: „Jeder kann jetzt in den bei uns gemeldeten Verdachtsmeldungen kostenfrei recherchieren. Damit schaffen wir noch mehr Transparenz für Ärzte, Patienten und andere interessierte Bürger.“
Die Recherchemöglichkeit in den Verdachtsmeldungen soll bereits vorhandene behördliche Informationen über Arzneimittelrisiken flankieren, sie aber nicht ersetzen. Entscheidende Informationsquellen zu Anwendung und Risiken von Arzneimitteln bleiben weiterhin die Gebrauchsinformation („Packungsbeilage“) für Patienten und die Fachinformation für Ärzte. Im Gegensatz zu den jetzt zugänglichen Rohdaten der Verdachtsmeldungen stellen Fach- und Gebrauchsinformationen bereits das Ergebnis einer behördlichen Bewertung dar und bieten Ärzten und Patienten konkret anwendbare Informationen und Empfehlungen.
Über die Datenbank: BfArM Presse Transparenz bei unerwünschten Arzneimittelwirkungen: Datenbank mit Verdachtsmeldungen jetzt öffentlich zugänglich

2012-10-15

The Making of Alzheimer | ZM-Online

 The Making of Alzheimer | ZM-Online
sg
11.10.12 / 16:51

The Making of Alzheimer

Unbequeme Wahrheit oder Hirngespinst: Wird mit der Diagnose Alzheimer aus kommerziellen Erwägungen ein gigantischer Schwindel betrieben? Diese These vertritt die Biologin und Journalistin Cornelia Stolze.

Ärzte, Pharmaindustrie und Medien schürten eine regelrechte Hysterie, monierte Stolze jüngst auf dem Gesundheitswirtschaftskongress in Hamburg. Aus verkaufsfördernden Gesichtspunkten und  Eigeninteressen heraus werde Alzheimer öffentlichkeitswirksam zu einer Krankheit stilisiert, "die keine ist", sagte Stolze. Ihren Vortrag betitelte sie mit "The Making of Alzheimer - wie Medien und Forscher neue Krankheiten verkaufen.
The Making of Alzheimer | ZM-Online

2012-10-02

Gesundheit: "Alzheimer, Burn-out, Cellulite – Alles erfunden” - Nachrichten Gesundheit - DIE WELT


Gesundheit

"Alzheimer, Burn-out, Cellulite – Alles erfunden”

Der Autor des "Ärztehasser-Buchs" legt nach: Viele deutsche Mediziner verließen sich oft auf Meinungsführer, die von der Pharmaindustrie bezahlt werden. Manche Krankheiten sind für ihn Erfindungen.

Gesundheit: "Alzheimer, Burn-out, Cellulite – Alles erfunden” - Nachrichten Gesundheit - DIE WELT

2012-08-23

Projekt mit psychisch Kranken gescheitert | FTD.de

Projekt mit psychisch Kranken gescheitert

Die AOK Niedersachsen will ihre gesamten Schizophrenie-Patienten in die Obhut einer Pharmafirma geben. Doch die Kranken spielen nicht mit. Das dürfte das Aus für den umstrittenen Großversuch bedeuten.
© Bild: 2012 FTD.de/Uta Rademacher 
Die AOK Niedersachsen will ihre gesamten Schizophrenie-Patienten in die Obhut einer Pharmafirma geben. Doch die Kranken spielen nicht mit. Das dürfte das Aus für den umstrittenen Großversuch bedeuten.  
von Jens Tartler Berlin
 
Der umstrittenste deutsche Großversuch bei der Behandlung psychisch Kranker droht zum Misserfolg zu werden. Die AOK Niedersachsen hatte unter ihren Versicherten 13.000 Schizophrenie-Patienten als geeignete Teilnehmer für die sogenannte Integrierte Versorgung (IV) ausgemacht. Seit dem Start im Oktober 2010 haben sich aber erst 500 Patienten bei dem Projekt eingeschrieben, das von der Tochterfirma eines Pharmakonzerns gesteuert wird. "Das sind weniger Teilnehmer, als wir uns ursprünglich erhofft hatten", sagt Frank Preugschat, Leiter des Versorgungsmanagements bei der AOK Niedersachsen.




Das Projekt hatte vom Start weg für Aufsehen gesorgt. Die AOK und das Bundesgesundheitsministerium sehen die Versorgung der psychisch Kranken unter Führung einer Pharmafirma als ein sinnvolles Instrument, um Kosten zu senken und die Betreuung möglicherweise sogar zu verbessern. Für Betroffenenverbände, Bundesärztekammer und den Berufsverband der Psychiater ist der Modellversuch in Niedersachsen dagegen ein Dammbruch, der auf keinen Fall Vorbild für andere Bundesländer werden sollte.

2012-03-25

Psychopharmaka: Chemische Gewalt setzt Demenzkranke außer Gefecht - Nachrichten Wirtschaft - WELT ONLINE

Psychopharmaka

Autor: Anette Dowideit| 25.03.2012

Chemische Gewalt setzt Demenzkranke außer Gefecht

Die Behandlung Demenzkranker ist arbeitsintensiv und teuer. Viele Pflegeheime verabreichen den Patienten starke Medikamente, gefördert von Pharmafirmen.
Psychopharmaka: Chemische Gewalt setzt Demenzkranke außer Gefecht - Nachrichten Wirtschaft - WELT ONLINE

2011-08-28

Spektrum: Berliner Modellprojekt zur Verblisterung: Zahl und Dauer der Krankenhausaufenthalte sinkt: DAZ.online

Berliner Modellprojekt zur Verblisterung

Zahl und Dauer der Krankenhausaufenthalte sinkt

Berlin - Patienten in Berliner Pflegeeinrichtungen, die am Modellprojekt der AOK Nordost und der 7x4 Pharma GmbH zur patientenindividuellen Arzneimittelverblisterung teilgenommen haben, wurden seltener und weniger lange stationär behandelt als Heimbewohner, die ihre Medikament manuell gestellt bekamen. Zu diesem Ergebnis kommt die begleitende wissenschaftliche Evaluation des Projektes.
Das Berliner Modellprojekt ist in diesen Monat ausgelaufen. Doch die Beteiligten sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen der wissenschaftlichen Auswertung. Bereits im Februar hatten sie erste Teilergebnisse vorgestellt: Danach befürwortete das Pflegepersonal die industriell gestellten Blister und sah sich hierdurch entlastet. Zudem waren Einsparungen von rund 10 Prozent errechnet worden, die aufgrund des geringeren Verwurfs realisiert werden konnten.
Nun kommt eine weitere Erkenntnis hinzu: Während die Anzahl der Krankenhausaufenthalte in den sechs Monaten vor der der Umstellung auf die 7x4-Blister in der untersuchten Gruppe bei 277 lag, fiel sie bereits in den sechs Monaten nach der Umstellung auf 166. Das ist ein Rückgang von knapp 27 Prozent. Auch die Aufenthaltsdauer bei stationären Behandlungen sank durchschnittlich von 10,6 auf 7,8 Tage und damit um 26 Prozent. Und jeder nicht im Krankenhaus verbrachte Tag, spart der Krankenkasse Kosten.
Prof. Rainer Düsing von der Medizinischen Poliklinik am Universitätsklinikum Bonn findet dieses Ergebnis „spannend“, aber auch „plausibel“. Er erklärt sich den raschen Einbruch der Hospitalisierungsrate vor allem damit, dass der Umstellung auf Blister eine kritische Evaluation der Medikation vorausgeht. Allein dies führe sicherlich dazu, dass es zu weniger Komplikationen und damit Krankenhauseinweisungen kommt.
Für Harald Möhlmann, Geschäftsführer Versorgungsmanagement der AOK Nordost, sind die Ergebnisse bestechend: Es sei geradezu eine „Sternstunde“, wenn die beiden Ziele einer Krankenkasse – eine gute Versorgungsqualität und hohe Wirtschaftlichkeit – zusammenkommen, wie es in diesem Projekt der Fall sei. „Es ist so einfach, dass man sich fragt: Warum machen das nicht alle?“.
Spektrum: Berliner Modellprojekt zur Verblisterung: Zahl und Dauer der Krankenhausaufenthalte sinkt: DAZ.online

2011-08-26

Gesundheit: Die Tricks der Pillendreher | Verbraucher - Frankfurter Rundschau

Gesundheit
Die Tricks der Pillendreher

Ein ehemaliger Pharmamanager verrät mehr über die Branche als ihr lieb ist - zum Beispiel, warum Krankheiten erfunden, aber nicht geheilt werden. Von Birgitta vom Lehm
Stabiler Umsatz auch in diesem Jahr: Tablettenproduktion.
Stabiler Umsatz auch in diesem Jahr: Tablettenproduktion.
Foto: dpa
"Heute bin ich 64 Jahre alt und lebe in Deutschland, in Schwaben. Ich bin verheiratet und habe einen kleinen Sohn, der mir das Teuerste auf der Welt ist." Der Mann, der dies schreibt, besitzt einen Namen, der wie ein Medikament klingt: Virapen. John Virapen.
Seine Biographie ist rasch erzählt: Geboren in British-Guyana als Kind indischer Einwanderer, nach dem Medizinstudium in England und der Promotion in den USA als Außendienstmitarbeiter für verschiedene Pharmafirmen, von 1979 bis 1989 aber für Eli Lilly in Schweden tätig. Zehn Jahre lang arbeitete er dort als Geschäftsführer, offenbar mit beachtlichem Erfolg.
Bereits im ersten Jahr puschte Virapen nach eigenen Worten den Umsatz von 700.000 auf 15 Millionen US-Dollar. Ein intelligenter Macher-Typ, so scheint es, einer, der die Ärmel hochkrempelte und den Markt auf Zack brachte - der aber auch zu Methoden griff, die ihn inzwischen selbst anekeln. Dabei seien sie keineswegs singuläre Delikte gewesen, sondern in der Branche üblich, betont er.
In seinem selbst verlegten und leider etwas schlampig redigierten Buch plaudert der Aussteiger daher mehr aus, als der Branche lieb sein dürfte (John Virapen: Nebenwirkung Tod. Mazaruni Publishing, 16,90 Euro). Auch wenn solche Berichte natürlich mit Vorsicht zu genießen sind, weil eine gewisse Rache am Ex-Brötchengeber unvermeidbar scheint, so wirkt das Bild doch zutiefst authentisch, das Virapen hier von einer Welt zeichnet, die mit Heilen und Helfen nur noch wenig zu tun hat.
Im Vordergrund stehen Profit und Patente, neue Konsumentengruppen werden erfunden, um mit Blockbustern Geschäfte an eigentlich Gesunden zu machen. Virapen stellt keine bloßen Behauptungen in den Raum, er liefert auch detaillierte Nachweise.
Dass Depression zur Volkskrankheit mutiert ist, liege zum Beispiel daran, beschreibt Virapen, dass man das vor 50 Jahren von Psychiatern definierte Profil für Depression laufend "unschärfer" mache und "die Grenzen zwischen dem, was noch als gesund, und dem, was schon als krank gilt", aufweiche. "Man macht den Katalog einfach dicker - und erhält dadurch eine immer weiter steigende Anzahl von Menschen, die in diese Kategorie passen."

Gesundheit: Die Tricks der Pillendreher | Verbraucher - Frankfurter Rundschau

2011-07-30

Harvard Expert Ties Mental Illness "Epidemic" To Big Pharma's Agenda Since 1980s | The Daily Feed | Minyanville.com

Harvard Expert Ties Mental Illness "Epidemic" to Big Pharma's Agenda Since 1980s


CAPITALISM AT WORK
DailyFeed For any mental illness or passing mood swing that may trouble a person, the Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders -- better known as the DSM -- has a label and a code. Recurring bad dreams? That may be a Nightmare Disorder, or 307.47. Narcolepsy uses the same digits in a different order: 347.00. Fancy feather ticklers? That sounds like Fetishism, or 302.81. Then there's the ultimate catch-all for vague sadness or uneasiness, General Anxiety Disorder, or 300.02. That's a label almost everyone can lay claim to.

These codes are used by doctors, psychologists, and regulators to maintain a mutual language; it's a handy shorthand system for bureaucratic purposes. But over the past few decades, the staggering, ever-expanding influence of the ever-expanding DSM, which is published by the American Psychiatric Association, has also played a lead role in building wealth and off-label product uses for the major drug manufacturers. In an insightful essay in this week's New York Review of Books, Marcia Angell, a senior lecturer in social medicine at Harvard Medical School and former Editor in Chief of The New England Journal of Medicine, explains how.
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