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2013-06-29

Pflegebericht: Die Krux mit den zwei Milliarden


Ärzte Zeitung, 28.06.2013

     
 

 

Pflegebericht

Die Krux mit den zwei Milliarden

Jetzt ist es amtlich: Die Republik hat einen neuen Begriff für Pflegebedürftigkeit. Bloß wieviel Geld dafür benötigt wird, darüber schweigt sich der Bericht des Pflegebeirats aus - zumindest offiziell.
Von Sunna Gieseke
Pflegebericht: Die Krux mit den zwei Milliarden

2013-05-30

Mehr Geld für die häusliche Pflege: Deutschland zahlt 770 Millionen Euro an Holocaust-Opfer - Politik - Tagesspiegel

Mehr Geld für die häusliche Pflege  

Deutschland zahlt 770 Millionen Euro an Holocaust-Opfer

29.05.2013 15:38 Uhrvon
56 000 Holocaust-Opfer werden weltweit mit Zahlungen aus Deutschland unterstützt. Viele von ihnen leben in Israel. Nun stellt die Bundesregierung mehr Geld für die häusliche Pflege zur Verfügung.

Mehr Geld für die häusliche Pflege: Deutschland zahlt 770 Millionen Euro an Holocaust-Opfer - Politik - Tagesspiegel



Holocaust-Überlebende Traurige Bilanz am Gedenktag


Die Welt gedenkt der Toten des Holocaust - und vergisst die Überlebenden: Die Hälfte der 517.000 noch lebenden jüdischen NS-Opfer lebt in Armut. 
Holocaust-Überlebende - Traurige Bilanz am Gedenktag - Politik - Süddeutsche.de

2013-05-13

Internationaler Tag der Pflege


Pflegesituation verschärft sich
Sonntag, 12. Mai 2013

Der Japaner Jiroemon Kimura gilt als ältester Mensch der Welt. Als er 1897 geboren wurde, regierte noch die englische Königin Viktoria und Rudolf Diesel brachte zum ersten Mal seinen Motor in Gang. Kimura hat Glück: Er lebt heute bei seiner Familie und ist gesund. Das wird für viele Betagte in Zukunft immer unwahrscheinlicher.

Zunehmend mehr alte Menschen müssen gepflegt werden. Alleine in Deutschland gibt es derzeit über zwei Millionen pflegebedürftige Menschen. Daran erinnert nicht zuletzt der Internationale Tag der Pflege am 12. Mai 2013. Weil die Menschen in Deutschland zukünftig länger leben werden, rechnen Experten bis zum Jahre 2050 mit einer Verdopplung der Pflegebedürftigen.
News: Internationaler Tag der Pflege

Tag gegen Schlaganfall: Demografie treibt die Insult-Zahlen


Tag gegen Schlaganfall

Demografie treibt die Insult-Zahlen

GÜTERSLOH. Die "Augen nicht verschließen" ist das Motto des bundesweiten Tags gegen den Schlaganfall am 10. Mai. Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe mahnt, drängende Probleme durch den demografischen Wandel sowie Strukturmängel in der Gesundheitsversorgung anzugehen.
Aktuell leiden in Deutschland mehr als eine Million Menschen an den Folgen eines Schlaganfalls, 43 Prozent von ihnen sind dauerhaft auf fremde Hilfe angewiesen, so die Stiftung in einer Mitteilung.
Schon heute müssen 15 Prozent der Überlebenden in einer Pflegeeinrichtung versorgt werden. Schlaganfall ist die häufigste Ursache für Behinderungen bei Erwachsenen.
Tag gegen Schlaganfall: Demografie treibt die Insult-Zahlen

2013-02-10

BR alpha Forum │ Claus Fussek - sozialer Notstand - YouTube

Sendung vom 01.02.2013 Claus Fussek ist Sozialpädagoge und deutschlandweit als Pflege-Experte bekannt. Missstände in Heimen und Menschenrechtsverletzungen beschreibt er auch in seinem 2008 erschienenen Buch "Im Netz der Pflegemafia". Geboren am 1. Februar 1953 in Bad Tölz Schule: • 1963-1967 Gymnasium • 1967-1970 Realschule • 1970-1972 Fachoberschule für Sozialwesen Ausbildung: • 1972-1976 Fachhochschule für Sozialpädagogik • Abschluss Sozialpädagoge grad. Beruf: Sozialpädagoge Veröffentlichungen: Im Netz der Pflegemafia. Wie mit menschenunwürdiger Pflege Geschäfte gemacht werden (zusammen mit Gottlob Schober), Gütersloh: Bertelsmann, 2008. Alt und abgeschoben. Der Pflegenotstand und die Würde des Menschen (zusammen mit Sven Loerzer), Freiburg i. Br.: Herder, 2005. BR alpha Forum │ Claus Fussek - sozialer Notstand - YouTube

2013-01-18

Demografie : Pflegebedürftige werden meistens zu Hause versorgt - Nachrichten Wirtschaft - DIE WELT

13:42

Demografie

Pflegebedürftige werden meistens zu Hause versorgt

Viele Senioren haben Angst, im Alter ins Heim abgeschoben zu werden. De facto werden die meisten Pflegebedürftigen aber noch immer von den Angehörigen versorgt. Doch der Trend ist ein anderer. Von
Demografie : Pflegebedürftige werden meistens zu Hause versorgt - Nachrichten Wirtschaft - DIE WELT

2012-12-28

Pflege : Patienten sehen Roboter mit gemischten Gefühlen - Nachrichten Gesundheit - DIE WELT

Pflege

Patienten sehen Roboter mit gemischten Gefühlen

Pflegeroboter – das klingt nach programmierter Zuwendung von kühler Technik. Ärzte, Pfleger und künftige Pfleglinge sehen darin zwar Chancen, aber auch Probleme.

Ein Pflegeroboter unterstützt im besten Falle ältere Menschen zu Hause oder in Pflegeeinrichtungen. Die menschliche Zuwendung ist damit nicht zu ersetzen
Foto: dpa Ein Pflegeroboter unterstützt im besten Falle ältere Menschen zu Hause oder in Pflegeeinrichtungen. Die menschliche Zuwendung ist damit nicht zu ersetzen
Roboter könnten Pflegepersonal künftig entlasten – ersetzen können sie die Fachkräfte gerade im Gesundheitsbereich jedoch wahrscheinlich auf lange Zeit nicht. Der Einsatz hochmoderner Maschinen wäre wohl auch eher teurer als Personalkosten, abgesehen von dem kaum zu beziffernden Wert zwischenmenschlicher Kontakte für Kranke. Auch Haftungsfragen sind derzeit gänzlich ungeklärt. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher des Zentrums für Technologiefolgen-Abschätzung in Zürich, wie die Hoschschule mitteilte.
Die Wissenschaftler entwickelten verschiedene Szenarien bis ins Jahr 2025. Sie befragten Patienten, Krankenhausmanager, Pfleger und Ärzte und diskutierten die Ergebnisse mit Experten aus dem technischen und juristischen Bereich.

Pflege : Patienten sehen Roboter mit gemischten Gefühlen - Nachrichten Gesundheit - DIE WELT

2012-11-29

Bundeskabinett: Ja zu „Pflege-Bahr“ und Rentenbericht - Politik - Nachrichten - morgenweb

Bundeskabinett: Steuerabkommen im Vermittlungsausschuss

Ja zu „Pflege-Bahr“ und Rentenbericht

Berlin. Das Bundeskabinett hat gestern weitreichende Beschlüsse gefasst. Unter anderem wurde der staatliche Zuschuss für die neue Zusatz-Pflegeversicherung von Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) gebilligt. Die Förderung von 60 Euro im Jahr soll dazu anreizen, in Eigenregie für den Fall der Pflegebedürftigkeit ergänzend zur gesetzlichen Pflegeversicherung vorzusorgen. Die Regierung hofft, dass auch Menschen mit geringerem Einkommen mitmachen, um das Armutsrisiko zu minimieren. Versicherte müssen für den "Pflege-Bahr" mindestens zehn Euro monatlich als Eigenbeitrag entrichten.
Ja zu „Pflege-Bahr“ und Rentenbericht - Politik - Nachrichten - morgenweb

2012-07-26

Hausärzte bewahren vor dem Pflegeheim

Ärzte Zeitung, 26.07.2012     
 

 

Hausärzte bewahren vor dem Pflegeheim

Eine Studie beweist es: Hausärzte schaffen es, die Zahl der Pflegefälle zu senken - allerdings mit einigen Bedingungen.
Hausärzte schaffen es, Zahl der Pflegefälle zu senken
Hausärzte schaffen es, die Zahl der Pflegefälle zu senken.
© Angelika Warmuth / dpa
MÜNCHEN (rb). Der Nachweis ist geführt: Hausärzte können jeden zehnten Pflegefall durch gezieltes Aufspüren und Behandeln von Risikofaktoren für Schlaganfall und Demenz vermeiden.
Im achtjährigen, Hausarzt-basierten Präventionsprojekts INVADE waren zehn Prozent weniger Fälle von langzeitiger Pflegebedürftigkeit zu verzeichnen, als eigentlich zu erwarten war (J Am Heart Assoc 2012, online). (...)
Hausärzte bewahren vor dem Pflegeheim

2012-06-29

Sozialverband VdK Deutschland - Pflegereform greift viel zu kurz

Freitag, 29.06.2012

Pflegereform greift viel zu kurz

Sozialverband VdK bezeichnet die Pflegereform als "enttäuschend und unzureichend"
Die Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, Ulrike Mascher, bezeichnete die heute vom Bundestag verabschiedete Pflegereform als "enttäuschend und völlig unzureichend."
"Pflege braucht mehr als gute Worte. Pflege braucht Geld. Die menschenwürdige Versorgung von Pflegebedürftigen darf nicht unter Kostenvorbehalt stehen. Nicht nur die Rettung des Euro ist wichtig. Die gute Versorgung der hilfsbedürftigen Menschen in unserer Gesellschaft darf keine geringere Priorität haben", betonte die VdK-Präsidentin.
"Bescheidene 120 bis 225 Euro an Pflegegeld im Monat soll es für Menschen mit psychischen und seelischen Defiziten ab 1. Januar 2013 geben. Das sind 4 bis maximal 7,50 Euro am Tag für die Angehörigen, um die Betreuung zu organisieren. Das ist bestenfalls eine Geste guten Willens", erklärte Mascher.
Insbesondere für die 1,2 Millionen Demenzkranken und deren pflegende Angehörige werde sich die Situation nicht wesentlich verbessern. Die zusätzlichen Leistungen für Demenzkranke seien "allenfalls ein Trostpflaster angesichts dessen, was eigentlich geschehen müsste", so Mascher. Längst überfällig sei eine wirkliche Neuordnung der Pflegeversicherung. Der VdK fordert einen neuen ganzheitlichen Pflegebedürftigkeitsbegriff, der nicht nur körperliche Defizite berücksichtigt, sondern auch seelische und psychische Einschränkungen.
Mascher: "Alleine für die längst überfällige Umsetzung des bereits erarbeiteten neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs müssten drei bis vier Milliarden Euro bereitgestellt werden. Die 1,1 Milliarden Mehreinnahmen durch die beschlossene Erhöhung des Pflegeversicherungsbeitrags um 0,1 Prozent reichen hinten und vorne nicht. Die Vermutung liegt nahe, dass damit die Arbeitgeber geschont werden sollen, die sich bereits gegen die Erhöhung um 0,1 Prozent heftig gewehrt haben."
Kritisiert wird vom VdK auch die Einführung einer freiwilligen zusätzlichen privaten Pflegeversicherung. "Gerade diejenigen, die zusätzliche Leistungen am dringendsten nötig haben, wie Geringverdiener, chronisch Kranke, ältere und behinderte Menschen, werden sich eine solche Versicherung nicht leisten können. 5 Euro staatlicher Zuschuss werden niemandem mit geringem Einkommen in die Lage versetzen, eine Versicherung in der für ausreichende Leistungen notwendigen Höhe abschließen zu können."
Der VdK fordert stattdessen einen Solidarausgleich zwischen privater und gesetzlicher Pflegeversicherung. Die jährlichen Milliardenüberschüsse in der privaten Pflegeversicherung könnten zur Finanzierung von Leistungen für gesetzlich und privat versicherte Demenzkranke verwendet werden. (Michael Pausder, Pressesprecher)
Sozialverband VdK Deutschland - Pflegereform greift viel zu kurz

2012-06-27

Mit Alzheimer in die Klinikfalle

Ärzte Zeitung, 26.06.2012   
 

 

 

Mit Alzheimer in die Klinikfalle

BOSTON (BS). Für Alzheimerkranke bedeutet ein Krankenhausaufenthalt oft eine schwere Zäsur, von der sie sich nicht wieder erholen: Viele werden pflegebedürftig oder sterben früh, wie eine US-Studie belegt.

Mit Alzheimer in die Klinikfalle

2012-06-01

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, unverzüglich einen menschenwürdigen und gesetzeskonformen Umgang mit Pflegebedürftigen, Kranken und Beschäftigten in allen Bereichen der Gesundheits- und Krankenpflege, der Kinderkrankenpflege sowie der Altenpflege sicherzustellen. - Online Petition

An:   Petitionsausschuß des Deutschen Bundestages in Deutschland
Der Deutsche Bundestag möge beschließen, unverzüglich einen menschenwürdigen und gesetzeskonformen Umgang mit Pflegebedürftigen, Kranken und Beschäftigten in allen Bereichen der Gesundheits- und Krankenpflege, der Kinderkrankenpflege sowie der Altenpflege sicherzustellen.
 Art. 1 Abs. 1 Grundgesetz:
Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt. (..)


Hier mitzeichnen:

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, unverzüglich einen menschenwürdigen und gesetzeskonformen U - Online Petition

2012-03-10

Recht: Ehegatte muss Pflegekosten tragen - n-tv.de

Donnerstag 08. 03. 2012, 10:34 Uhr

RechtEhegatte muss Pflegekosten tragen

Darmstadt/Berlin (dpa/tmn) - Lebenspartner oder Ehegatten eines Pflegebedürftigen sind verpflichtet, die Pflegekosten zu übernehmen. Diese Pflicht entfällt nur dann, wenn die Partner im rechtlichen Sinne getrennt leben.
Ehegatten oder Lebenspartner eines Pflegebedürftigen müssen grundsätzlich die Pflegekosten tragen, wenn sie dazu in der Lage sind. Diese Pflicht entfällt nur, wenn die Ehegatten oder Partner getrennt sind. Eine rein räumliche Trennung reicht nicht aus, entschied das Hessische Landessozialgericht (Aktenzeichen: L 7 SO 194/09), wie die Sozialrechtsanwälte des Deutschen Anwaltvereins (DAV) mitteilen.
Der Fall: Recht: Ehegatte muss Pflegekosten tragen - n-tv.de

2012-03-03

FRN: Ungeklärter Betreuungsskandal in Mainz

Ungeklärter Betreuungsskandal in Mainz



Download Anhören
Kurzbeschreibung Immer wieder gibt es Skandale in der Betreuung von alten und pflegebedürftigen Menschen, welche oft gar nicht ans Licht der Öffentlichkeit gelangen.
Manche Skandale dieser Art werden zwar öffentlich, doch in diesem Falle weigerte sich die örtliche Lokalpresse, darüber zu berichten. Diese Begebenheit spielte sich zwar schon Anfang des letzten Jahrzehntes ab, doch es ist besser jetzt eine Öffentlichkeit darüber zu erzeugen, als gar nie.

Sämtliche Dokumente, aus welchen in diesem Interview zitiert wird, liegen dem Redakteur in Kopie vor.

Eine weitergehende Beschreibung erfolgt noch in den nächsten Tagen
Beitragsart Interview
Sprache deutsch
Redaktionsbereich(e) Andere, Wirtschaft/Soziales, SeniorInnen, Politik/Info
Serie Friede, Freiheit, Menschenrechte
Produktionsdatum 03.03.2012
AutorInnen Helmut, Medieninitiative Radio-Quer Mainz-Wiiesbaden
Radio Radio Quer, Mainz/Wiesbaden
Postfach 4107
65031 Wiesbaden
fon: 0163 / 13 08 404, fax: 0611 / 94 65 691
info(at)radio-quer.de
Länge 20:56 Minuten
Name/Größe 20120303-ungeklrter-46865.mp3 / 19629 kB
Dateiformat MPEG-1 Layer 3, 128 kbit/s, Stereo, (44100 kHz)
Datum 03.03.2012/14:55
Lizenz
Creative-Commons
Nichtkommerziell, Bearbeitung erlaubt, Weitergabe unter gleicher Lizenz erwünscht.
Creative-Commons Lizenzvertrag
Skript erfolgt in den nächsten Tagen

FRN: Ungeklärter Betreuungsskandal in Mainz

2012-03-02

Pflege: Neuer Anlauf: Experten definieren künftige Pflegebedürftigkeit | ZEIT ONLINE

  01.03.2012

Neuer Anlauf: Experten definieren künftige Pflegebedürftigkeit

Berlin (dpa) - Drei Jahre nach ersten Experten-Vorschlägen nimmt Gesundheitsminister Daniel Bahr einen neuen Anlauf für eine Neuausrichtung in der Pflege. Heute tagte erstmals ein Expertenrat, der den Begriff der Pflegebedürftigkeit neu definieren soll.

Pflege: Neuer Anlauf: Experten definieren künftige Pflegebedürftigkeit | ZEIT ONLINE

2012-02-15

Neuausrichtung der Pflege greift zu kurz - ISL e.V.

Neuausrichtung der Pflege greift zu kurz

Montag, den 13. Februar 2012 um 08:19 Uhr
Porträt von Uwe FrevertDie Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben (ISL) hat den Referentenentwurf eines Gesetzes zur Neuausrichtung der Pflegeversicherung (Pflege - Neuausrichtungsgesetz - PNG) in der heutigen Anhörung in Berlin als „vollkommen unzureichend“ kritisiert: „Der vorliegende Referentenentwurf lässt folgendes Szenario vor dem inneren Auge entstehen“ führt ISL-Vorstandsmitglied Uwe Frevert aus: „Angesichts eines Flächenbrandes beschränkt sich die Feuerwehr darauf, den Brand zu beobachten und zu beschreiben, ohne einzugreifen. Erst wenn die Flammen bereits die Hälfte eines Hauses verbrannt haben, wird versucht, in diesem Haus das Feuer zu löschen. Weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Brandes werden mit Blick auf einen baldigen Schichtwechsel nicht ergriffen.“

Die ISL begrüße zwar das Grundanliegen des vorliegenden Referentenentwurfs, auch Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz aufgrund von demenziellen Erkrankungen und ihren Angehörigen einen Leistungsbezug aus der Pflegeversicherung zu ermöglichen. Gleichzeitig aber, so Frevert, müsse man vier Hauptkritikpunkte benennen:
 Erstens werde die UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) im gesamten Referentenentwurf nicht erwähnt und nicht umgesetzt, obwohl pflegebedürftige Menschen behindert sind, auch wenn sie keinen Behindertenausweis besitzen. Zweitens fehle ein Gesamtkonzept, das den Pflegebedürftigkeitsbegriff, der bereits bis 2009 von einer Expertenkommission erarbeitet wurde, umsetzt. Drittens finde sich die seit langem geforderte Teilhabeorientierung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs in dem Referentenentwurf nicht wieder. Viertens fehle eine grundsätzliche Neuorientierung von Pflege in Deutschland, die angesichts des demographischen Wandels den Bereich der Pflege zukunftsfähig konzipiert.

Als einen positiven Aspekt am Referentenentwurf schätzt die ISL jedoch ein, dass die Pflegekassen verpflichtet werden, vertragliche Vereinbarungen mit „unabhängigen und neutralen Beratungsstellen“ abzuschließen:
Neuausrichtung der Pflege greift zu kurz - ISL e.V.

2012-02-07

An den Pflegefall denken - Baden Online - Portal der Ortenau

An den Pflegefall denken
Informationsveranstaltung in Offenburg / Thema auch für junge Menschen

Verkalkuliert hatte sich Elvira Drobinski-Weiß (SPD-Bundestagsabgeordnete), die zu einer Veranstaltung über Betreuungsrecht und Patientenverfügung eingeladen hatte. Über diese Themen wollten sich weit mehr Gäste informieren, als Platz im Raum der Volkshochschule war.
Baden Online - Portal der Ortenau

2011-12-04

Ein Leben in Altersarmut - "Ich steh' schon wieder auf" - München & Region - sueddeutsche.de

Ein Leben in Altersarmut "Ich steh' schon wieder auf"

04.12.2011, 13:29
Von Sven Loerzer
Seit dem Schlaganfall ist alles anders: Irmtraud H. pflegt ihren Lebensgefährten seit 2007. Doch das Geld reicht hinten und vorne nicht. Sie sind auf die Grundsicherung vom Sozialamt angewiesen. Und auch die kleine Zwei-Zimmer-Wohnung ist alles andere als geeignet für die Pflege.
Es ist ein guter Tag für Irmtraud H., "auch wenn ich seit sechs Uhr am Rennen bin". Denn damit die 71-Jährige ihren Arzttermin wahrnehmen kann, muss alles klappen wie am Schnürchen. Der Pflegedienst, der ihr bei der Betreuung ihres schwer kranken Lebensgefährten Wolfgang Z. hilft, war schon da, inzwischen ist eine Hospizhelferin von "Dasein" gekommen, damit der 61-Jährige, der an den Folgen eines Schlaganfalls und unter Blasenkrebs leidet, nicht alleine bleiben muss. Gut an diesem Tag ist, dass der Arzt Irmtraud H. den Gips an der linken Hand wieder abnimmt, der ihr das Leben noch schwerer gemacht hat. Schon seit längerem plagt sie eine Schleimbeutelentzündung an der Hüfte.
Altersarmut, Grundsicherung, Hartz IV, SZ-Adventskalender Bild vergrößern
Irmtraud H. und ihr Lebensgefährte Wolfgang Z.: Weder schwere Krankheit noch ein Leben in Armut hat das Paar auseinander gebracht.
Anfang Oktober, als sie an der Ampel die Straße überqueren wollte, "versagte mein Bein, ich bin volle Pulle gelegen". Mit der Hand krachte sie gegen die Bordsteinkante, das tat ganz gemein weh. "Ich dachte, das ist eine Prellung und bin erst nicht zum Arzt." Sie ist hart im Nehmen, "das muss ich auch sein, ich kann doch nicht wegen jedem bisschen jaulen". Aber 14 Tage später hatte sich das immer noch nicht gebessert - ein Bruch des Mittelhandknochens. Sechs Wochen Gips, das machte alles noch schwieriger. Aber Irmtraud H. hielt durch. "Ich habe trotzdem gekocht und abgespült", viel isst Wolfgang Z. ohnehin nicht. "Er lebt nur noch von Schmerzmitteln."
Die kleine Zwei-Zimmer-Wohnung ist alles andere geeignet für die Pflege. Das Bad ist viel zu eng, um dort einen Menschen zu waschen, der selbst nicht mehr aufstehen kann. Im Haus gibt es zwar einen Lift, aber ein paar Stufen machen es unmöglich, Wolfgang Z. im Rollstuhl an die frische Luft zu bringen. So bleibt er in seinem Pflegebett, Irmtraud H. schläft im Bett daneben.
Ein Leben in Altersarmut - "Ich steh' schon wieder auf" - München & Region - sueddeutsche.de

2011-11-11

REGIERUNGonline - Menschen mit Demenz besser unterstützen

Menschen mit Demenz besser unterstützen

Di, 08.11.2011
Eine Krankenschwester pflegt eine ältere Frau.
Vergrößerung
Foto: Liesa Johannssen
Zahl der Pflegebedürftigen steigt

In Deutschland benötigen 2,42 Millionen Menschen täglich Pflege. Knapp 1,2 Millionen unter ihnen sind an Demenz erkrankt. Ihre Zahl könnte sich bis zum Jahr 2030 auf 1,3 bis 1,8 Millionen erhöhen.
Die Versorgung von demenziell erkrankten Menschen stellt daher eine immer größere Herausforderung für das Gesundheits- und Sozialwesen dar.

Demenzerkrankung wird Bestandteil der Pflegeversicherung


Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz (Demenz) sollen besser betreut werden. Für Pflegebedürftige mit erhöhtem allgemeinen Betreuungsbedarf werden die ambulanten Geldleistungen und die Betreuungskräfte im stationären Bereich ausgebaut.

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr unterstrich im Interview mit der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung": "Erstmals wird Demenz in der Pflege berücksichtigt. Demenzkranke Menschen, die bislang keine Hilfen finanziert bekommen, weil sie in keiner Pflegestufe sind, werden in Zukunft eine Leistung erhalten".

1,1 Milliarden Euro mehr für die Pflegeversicherung


Um die Verbesserungen zu finanzieren, wird der Beitrag zur Pflegeversicherung zum 1. Januar 2013 um 0,1 Prozentpunkte angehoben. Damit werden der Pflegeversicherung rund 1,1 Milliarden Euro zusätzlich zur Verfügung stehen.

Bisher, seit 1. Juli 2008, liegt der Beitragssatz in allen Bundesländern außer Sachsen bei 1,95 Prozent, für Menschen ohne Kinder bei 2,2 Prozent. Zur Finanzierung der Pflegeversicherung wurde die Feiertagsregelung für den Buß- und Bettag abgeschafft. Sachsen hat dieser Lösung widersprochen, so dass der Arbeitnehmeranteil bei der Pflegeversicherung höher als im übrigen Bundesgebiet ist. Von den 1,95 Prozent Pflegebeitrag entfallen in Sachsen 1,475 Prozent auf den Arbeitnehmer (plus 0,25 Prozentpunkte bei kinderlosen Beitragszahlern) und 0,475 auf den Arbeitgeber, während im übrigen Bundesgebiet der Arbeitgeber 0,975 Prozent übernimmt.

Freiwillige private Vorsorge wird gefördert


Die private Vorsorge ist, neben dem jetzigen System der kapitalgedeckten Altersvorsorge, ein wichtiger Baustein für die persönliche Absicherung in der Zukunft. Deshalb soll eine freiwillige private Vorsorge für den Pflegefall ab dem 1. Januar 2013 steuerlich gefördert werden.

"Schon mit kleinen Beiträgen kann man die volle Fördersumme bekommen. Deshalb lohnt sich eine Zusatzabsicherung auch für Menschen mit kleinerem Einkommen", erläuterte Bahr. "Auch schon fünf Euro im Monat lohnen sich. Menschen, die sich den Aufbau einer zusätzlichen Vorsorge für den Pflegefall nicht leisten können, hilft der Staat", so Bahr weiter.

Pflegebedürftigkeit neu definieren


Bis zum Ende der Wahlperiode werden zudem die Arbeiten zum neuen Bedürftigkeitsbegriff in der Pflege abgeschlossen. Der Bundesminister: "Wir werden den Pflegebeirat beauftragen, konkrete Umsetzungsschritte für eine neue Einstufung bei der Pflege zu erarbeiten. Das wird einige Zeit dauern. Dann werden wir über die Finanzierung entscheiden."
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REGIERUNGonline - Menschen mit Demenz besser unterstützen

2011-11-10

Ärmere Menschen werden im Alter eher pflegebedürftig | Telepolis

Ärmere Menschen werden im Alter eher pflegebedürftig

Eine US-Studie bestätigt, dass Geld, aber nicht Bildung, dafür sorgt, dass die Menschen länger gesünder bleiben und damit selbständig leben können


Wer arm ist, wird doppelt bestraft. Er hat nicht nur weniger, er ist auch kränker und stirbt früher, während dem gegeben wird, der sowieso schon hat. Eine Studie bestätigt diese Kluft zwischen Arm und Reich, die sich auf das gute Leben, die Gesundheit bzw. das Leiden und auf die Lebenszeit auswirkt. Und weil die Ärmeren im Alter eher unter Gebrechlichkeiten leiden und früher nicht mehr selbst für sich sorgen können, wird daraus auch eine gefährliche Entwicklung, weil die Altersarmut zunimmt und die Pflege der Alten gleichzeitig teurer wird.
Für die Studie, die in der Zeitschrift Health and Social Care in the Community erschienen ist, werteten die Wissenschaftler eine Langzeituntersuchung aus, für die über 6500 weiße und schwarze Amerikaner über 50 Jahren von 1994 bis 2006 beobachtet und alle zwei Jahren Daten nicht nur über den Gesundheitszustand, sondern auch über das Einkommen, das Vermögen und die Krankenversicherung, sofern vorhanden, befragt wurden.
Ärmere Menschen werden im Alter eher pflegebedürftig | Telepolis
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