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2014-02-06

Euthanasieprofessor Werner Heyde: NS-Arzt jahrelang von Schweigekartell gedeckt - N24.de

Euthanasieprofessor Werner Heyde

NS-Arzt jahrelang von Schweigekartell gedeckt


Es ist einer der größten Skandale der Nachkriegszeit. Der NS-Arzt Werner
Heyde soll 100.000 Menschen getötet haben. Nach dem Krieg wurde er von
höchsten Kreisen gedeckt – und praktizierte weiter.
Euthanasieprofessor Werner Heyde: NS-Arzt jahrelang von Schweigekartell gedeckt - N24.de

2014-02-04

Kein Platz für geistig behinderte Senioren | shz.de

Pflege-Einrichtungen in SH - Kein Platz für geistig behinderte Senioren

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts
Plötzlich Rentner - und dann? Diese Frage ist für Menschen mit Behinderung besonders schwierig. Immer mehr Menschen mit Behinderung werden pflegebedürftig. In Schleswig-Holstein hapert es an der Pflege.
Kiel | Immer mehr Menschen mit geistigen, psychischen und körperlichen Behinderungen erreichen im Norden das Seniorenalter. Nach Angaben der Koordinierungsstelle soziale Hilfen der Kreise in Schleswig-Holstein nahm die Zahl der über 60-jährigen Menschen mit Behinderung, die Leistungen zum Wohnen erhielten, in Schleswig-Holstein allein im Zeitraum von 2010 bis 2012 um 231 auf 1918 zu – ein Anstieg um rund 14 Prozent. Laut einer Umfrage unter 13 Einrichtungen des Paritätischen Wohlfahrtsverbands bedürfen dort derzeit von 716 Menschen mit geistigen Behinderungen 210 der Pflege. „Wir rechnen in den kommenden fünf bis zehn Jahren mit einem Anstieg des Anteils der Pflegebedürftigen um 20 Prozent“, sagt Sprecher Jan Dreckmann. Das sei ganz klar überwiegend bedingt durch eine neu entstehende Generation von Senioren.

Fakt ist: Während der Nazi-Diktatur wurden viele Menschen mit geistigen und psychischen Behinderungen systematisch im Rahmen des sogenannten Euthanasie-Programms ermordet. „Seit Kriegsende entsteht so in Deutschland eine Gruppe von Behinderten, die es zuvor nicht gab“, heißt es lapidar in einer Erklärung des Kieler Sozialministeriums.
Kein Platz für geistig behinderte Senioren | shz.de

2014-01-28

Behinderte und Kranke in der NS-Zeit: Raus aus dem Schatten der Erinnerung

Ärzte Zeitung online, 27.01.2014
 

Behinderte und Kranke in der NS-Zeit

Raus aus dem Schatten der Erinnerung

Das Leiden der kranken und behinderten Menschen hatte bislang kaum
Raum im öffentlichen Gedenken an die Gräueltaten des Nazi-Regimes. Eine
Ausstellung am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
erinnert an das Schicksal dieser Menschen.


Von Susanne Werner

Raus aus dem Schatten der Erinnerung
Heil- und Pflegeanstalt Liebenau im Jahr 1940: Mit
solchen Bussen wurden Kranke und Behinderte in die Mordanstalten
transportiert.
© Archiv der Stiftung Liebenau

BERLIN. Menschen mit Behinderungen und Nervenkrankheiten
galten in der NS-Zeit als "Belastung für Volksgemeinschaft". Ihrem
grausamen Schicksal widmet sich jetzt die Wanderausstellung "erfasst,
verfolgt, vernichtet. Kranke und behinderte Menschen im
Nationalsozialismus". Sie wurde am Montag im Paul-Löbe-Haus im Deutschen
Bundestag in Berlin eröffnet.

Behinderte und Kranke in der NS-Zeit: Raus aus dem Schatten der Erinnerung

2013-11-11

Papst empfängt Behinderte und Kranke – “Reichtum der Kirche” – BRF online


Papst empfängt Behinderte und Kranke – “Reichtum der Kirche”

10. November 2013, 16:12 · Redaktion
Land & Leute
Papst Franziskus ist für seine Volksnähe bekannt, immer wieder widmet er den Schwächsten der Gesellschaft besonders viel Zeit. Nun hat er eine Gruppe von Behinderten und Kranken getroffen – und einigen ein ganz besonderes Erlebnis beschert.
Papst empfängt Behinderte und Kranke – “Reichtum der Kirche” – BRF online


Kirche und Euthanasie - Die Ermordung Behinderter im Drittten Reich

Euthanasie im Dritten Reich - Das lange Schweigen der Kirche - Dachau - Süddeutsche.de

▶ Das Wissen der katholischen Kirche um die Morde in den "Euthanasieanstalten" - YouTube

kirchensite.de - online mit dem Bistum Münster: Vor 70 Jahren: Von Galens Predigten stoppten Euthanasie

Die Haltung der Kirchen zur "Euthanasie"

Kirchen im NS-Regime

Euthanasie im NS-Staat: Grafeneck im Jahr 1940 - Die Kirchen und die "Euthanasie" -

Euthanasie in der NS-Zeit: Evang. Dekanatämter Schorndorf-Waiblingen

Diakonie Deutschland - Eugenik, Zwangssterilisation und "Euthanasie"

Opposition und Widerstand gegen die NS-Euthanasie | gedenkstättesteinhof.at

26. September 1943: Kirche protestiert gegen Euthanasie - N24.de

IMABE: Euthanasie (2) – Stellungnahmen der katholischen Kirche (Imabe-Info 3/98)

KONGREGATION FÜR DIE GLAUBENSLEHRE Erklärung zur Euthanasie

Belgien: Kirche gegen Sterbehilfe für Minderjährige

2013-11-10

Belgien: Religionsführer gegen Ausweitung der Euthanasie


Belgien: Religionsführer gegen Ausweitung der Euthanasie



Die Religionsführer Belgiens warnen vor einer Ausweitung der Euthanasie auf Kinder und Demenzkranke. Wie die Webseite der katholischen Kirche berichtet, wenden sich die christlichen Kirchen, Muslime und Juden gegen ein entsprechendes Gesetzesvorhaben, das derzeit im Parlament diskutiert wird. Es sei ein Unding, anstatt die Schwächsten zu schützen, sie umbringen zu wollen, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. Ein solcher Umgang mit den Schwächsten zerstöre die Grundlage der Gesellschaft. Schon jetzt ist in Belgien, ähnlich wie in den Niederlanden, in gewissen Fällen Euthanasie gesetzlich zugelassen.
(rv 10.11.2013 mc)
Belgien: Religionsführer gegen Ausweitung der Euthanasie

Novemberpogrome: Nicht anerkannte Opfer fordern Entschädigung > Kleine Zeitung

 Zuletzt aktualisiert: 08.11.2013 um 19:55 Uhr

Nicht anerkannte Opfer fordern Entschädigung

In Deutschland forderten Verterter von Juden und Roma Anerkennung der nicht offiziell gewürdigten NS-Opfer, wie zum Beispiel den Überlebenden des "Euthanasie"-Programms.

Novemberpogrome: Nicht anerkannte Opfer fordern Entschädigung > Kleine Zeitung

 Bundesregierung versagt bei Entschädigung von ,Euthanasie'-Opfern

 Schnelle Entschädigung für NS-Opfer angemahnt | Aktuell Deutschland | DW.DE | 08.11.2013

 «Statt bewegender Reden fordern wir Taten» - News Ausland: Europa - tagesanzeiger.ch

 Bis heute keine Entschädigung von "Euthanasie"-Opfern

 Entschädigung für NS-”Euthanasie”-Verbrechen? Für drei Personen… | Gedenkort-T4.eu

 AG Bund der "Euthanasie"-Geschädigten und Zwangssterilisierten (BEZ): Neues

2013-11-09

Zusammenhänge | kobinet-nachrichten


Zusammenhänge

Veröffentlicht am von Gerhard Bartz
Ausrufezeichen
Ausrufezeichen
© kobinet/omp
Hollenbach (kobinet) In diesen Tagen gedenkt Deutschland in einer jahrzehntelang eingeübten Routine den Verbrechen "der Nazis". Auch die Medien sind eingebunden und berichteten beispielsweise über die Tötungsanstalt Grafeneck im Kreis Reutlingen. Im Rahmen der Aktion T4 wurden von "den Nazis" fast 11000 Menschen mit Behinderungen aus Süddeutschland ermordet.

"Die Nazis"
Gedanken von kobinet-Redakteur Gerhard Bartz
Zusammenhänge | kobinet-nachrichten

2013-11-06

Erinnerung : Drei neue Stolpersteine in Sangerhausen | Sangerhausen - Mitteldeutsche Zeitung

Erinnerung : Drei neue Stolpersteine in Sangerhausen

Uhr | Aktualisiert 06.11.2013 12:08 Uhr

Der Stolperstein für Adele Hampel war einer der ersten, der im vergangenen November in Sangerhausen verlegt wurde.  (BILD: Archiv/mz)
Von
Drei neue Stolpersteine werden am Freitag zum Gedenken an jüdische Mitbürger in der Sangerhäuser Innenstadt verlegt. Eine Forscherin an der Universität in Rostock ist den Schicksalen der Betroffenen aus Sangerhausen und Umgebung nachgegangen. (...)
Der dritte Stolperstein ist für Edith Große gedacht: Sie wurde mit 14 Jahren in einer Euthanasie-Anstalt getötet. (...)
Auf das Schicksal des Mädchens stieß Kathleen Haack, gebürtige Sangerhäuserin und Forscherin an der Universität in Rostock, bei ihren Recherchen auf dem Gebiet der „Euthanasie“, also der systematischen Ermordung von psychisch kranken und behinderten Menschen während der Nazizeit.
Gemeinsam mit ihrem Kollegen Ekkehardt Kumbier ist sie den Schicksalen der Betroffenen aus Sangerhausen und Umgebung nachgegangen. „Es gibt bisher keine spezifischen Untersuchungen zu Zwangssterilisationen und sogenannter ’Euthanasie’ im Sangerhäuser Raum. Die Forschung für den Landkreis steht noch am Anfang“, sagt Haack.

Erinnerung : Drei neue Stolpersteine in Sangerhausen | Sangerhausen - Mitteldeutsche Zeitung

2013-10-29

Rundumschlag gegen Faschismus | WAZ.de

Rundumschlag gegen Faschismus

29.10.2013 | 09:00 Uhr
Rundumschlag gegen Faschismus
Zur Ausstellungseröffnung (v.l.) kamen Zeitzeuge Helmut Hermann, OB Dagmar Mühlenfeld und Andreas Marquardt.Foto: Lars Heidrich
 
Mülheim. Gerade einmal 26 Jahre ist der Mülheimer Benjamin Traub geworden, als ihn die Nationalsozialisten in Hadamar durch Gas hinrichteten. Traub litt unter Jugendschizophrenie. Für die Nazis gehörte er deshalb zum „unwerten Leben“. Nachlesen kann man dieses und andere Schicksale im erschreckenden Kapitel zur Euthanasie unter der NS-Diktatur, das zu den neuen Aspekten der Ausstellung „Widerstand und Verfolgung in Mülheim – 1933-45 “ zählt. Gestern eröffnete sie im historischen Rathaus.


Rundumschlag gegen Faschismus | WAZ.de

2013-10-28

Gedenktafel zur NS-Vergangenheit des Landeshauses enthüllt - 02elf Düsseldorfer Abendblatt


Gedenktafel zur NS-Vergangenheit des Landeshauses enthüllt

 

Landeshaus
Landeshaus am Kaiser-Friedrich-Ring | © wiesbaden.de
 
Hessens Wirtschaftsminister Florian Rentsch hat heute vor dem Hessischen Wirtschaftsministerium eine Tafel zum Gedenken an die Funktion des Gebäudes unter dem NS-Regime enthüllt. „Als Sitz des Bezirksverbands des damaligen Regierungsbezirks Wiesbaden war das Landeshaus von 1939 bis 1945 eine Verwaltungszentrale des nationalsozialistischen Programms zur Vernichtung sogenannten „lebensunwerten Lebens“. In den psychiatrischen Anstalten des Verbandes wurden etwa 20 000 meist kranke und behinderte Menschen ermordet. Es gehört zur historischen Verantwortung, daran zu erinnern“, sagte der Minister.
weiterlesen:
Gedenktafel zur NS-Vergangenheit des Landeshauses enthüllt - 02elf Düsseldorfer Abendblatt

 Wirtschaftsminister Rentsch enthüllt Gedenktafel zur NS-Vergangenheit des Landeshauses | Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung

 Das Ende des Schweigens : StadtRevue Verlag GmbH

2013-07-21

Proteste gegen Euthanasie: Britische Regierung stoppt „Liverpool Care Pathway”


Proteste gegen Euthanasie: Britische Regierung stoppt „Liverpool Care Pathway”
17. Juli 2013 • 14:49 Uhr
Der britische Gesundheitsminister Norman Lamb gab am 9. Juli bekannt, daß das „Liverpool Care Pathway“ (LCP) genannte Krankenpflege- und Sterbehilfesystem in den kommenden sechs bis zwölf Monaten auslaufen wird, nachdem eine unabhängige Untersuchung ergeben hatte, daß es ohne Zustimmung der Betroffenen angewendet wurde; diese wurden unnötigerweise sediert und z.T. wurden ihnen Nahrung und Wasser verweigert.
Proteste gegen Euthanasie: Britische Regierung stoppt „Liverpool Care Pathway”

 Carole Malone: The Liverpool Care Pathway never cared - Carole Malone - Mirror Online

2013-07-15

Unsereins muss wahrgenommen werden | kobinet-nachrichten


Unsereins muss wahrgenommen werden

Veröffentlicht am von Franz Schmahl
Matthias Vernaldi
Matthias Vernaldi
© MVFB
Von Matthias Vernaldi
Berlin (kobinet) Am 8. Juli wurde vor der Berliner Philharmonie in der Tiergartenstraße um 14:00 Uhr der Baubeginn für einen "Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen Euthanasie-Morde" feierlich begangen. Auch wenn ich nicht gerade scharf darauf bin, mir Sonntagsreden anzuhören, war ich dabei.
Ich bin wegen einer Erbkrankheit ziemlich schwer behindert. Wäre ich 20 oder 30 Jahre eher geboren, hätten sie mich tot gemacht. 5 Jahrzehnte nach meiner Geburt, wäre ich dank pränataler Diagnostik gar nicht erst zur Welt gekommen. Und in der Schweiz oder Holland habe ich gute Chancen, dass man mir die "Gnaden"pille oder -spritze gibt oder dass hierzulande ein Intensivmediziner, falls ich ihn benötige, meint, er täte mir einen Gefallen, wenn er mir lebenserhaltende Maßnahmen verweigert. Irgendwie bin ich sensibel, was dieses Thema angeht. So wurde ich 2009 Mitglied des Runden Tisches, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Errichtung eines diesbezüglichen Gedenkortes voranzubringen.

weiterlesen:

Unsereins muss wahrgenommen werden | kobinet-nachrichten

2013-07-11

"Nicht wissen wollen, nicht wissen müssen" Götz Aly las am 13. Juni im Institut aus seinem aktuellen Buch zur "Euthanasie" - Deutsches Institut für Menschenrechte - Meldung


19.06.2013

v. l.: Götz Aly und
Valentin Aichele © DIMR/P. Balint

"Nicht wissen wollen, nicht wissen müssen"

Götz Aly las am 13. Juni im Institut aus seinem aktuellen Buch zur "Euthanasie"

Am 13. Juni las Götz Aly im Institut aus seinem neuen Buch "Die Belasteten: 'Euthanasie' 1939-1945. Eine Gesellschaftsgeschichte". Die Bibliothek hatte den Publizisten und Historiker eingeladen, um mit ihm über die Morde an psychisch Kranken und Menschen mit Behinderungen im Nationalsozialismus zu sprechen.

"Wir haben immer so Angst gehabt. Wir haben bissel was gehört, dass die SS die Leut’ ins Auto geschmissen hat. Wir waren schon lange gefasst, dass da mal irgendjemand kommt." So, wie eine Überlebende des katholischen Pflegeheims Taufkirchen bei München 1945 berichtete, hatte es sich in den Jahren davor in ganz Deutschland tausendfach abgespielt: Mit Bussen wurden psychisch Kranke und Menschen mit Behinderungen aus ihren Einrichtungen abgeholt, um sie angeblich zu "verlegen". Tatsächlich wurden sie in  Tötungsanstalten wie Grafeneck, Hadamar oder Hartheim in Gaskammern oder mit Giftspritzen und Medikamenten ermordet. Rund 200.000 Menschen fielen dem "Euthanasie"-Programm zum Opfer. Die überwiegende Mehrheit der Familien schwieg nach Kriegsende darüber. Man schämte sich, die Namen der getöteten Angehörigen zu nennen, und nur selten wurde nachgeforscht, was wirklich mit ihnen passiert war. Erst heute bröckelt das Tabu. Zu verdanken ist das auch Götz Aly und seinem Buch, das dieses Frühjahr erschienen ist. Die Bibliothek des Deutschen Instituts für Menschenrechte hatte Götz Aly am 13. Juni zu einer Lesung eingeladen, um mit ihm über dieses dunkle Kapitel deutscher Geschichte zu sprechen.

Zu Beginn des Abends unterstrich Valentin Aichele, Leiter der Monitoring-Stelle am Institut, dass es wichtig sei, sich immer wieder der Verbrechen im Nationalsozialismus zu erinnern. Die Aufarbeitung des „Euthanasie“-Programms sei zentral, um das gesamte mörderische System des Nationalsozialismus zu verstehen, so Aichele zu dem rund 70-köpfigen Publikum. „Deshalb ist es wichtig, historische Sachverhalte zu beleuchten und auch immer wieder den Umgang mit Geschichte zu hinterfragen."
 Audio-Mitschnitt der Lesung

Götz Aly: "Die Belasteten: 'Euthanasie' 1939-1945. Eine Gesellschaftsgeschichte".
S. Fischer Verlag, 2013. ISBN 978-3100004291

weiterlesen:
Deutsches Institut für Menschenrechte - Meldung

2013-07-09

Baubeginn der Gedenk- und Informationsstätte für behinderte und kranke Opfer des Nationalsozialismus - Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen - Pressemitteilungen -

Baubeginn der Gedenk- und Informationsstätte für behinderte und kranke Opfer des Nationalsozialismus

Ausgabejahr 2013
Erscheinungsdatum 09.07.2013
Gestern begann offiziell der Bau der zentralen Gedenk- und Informationsstätte für die Opfer der „Aktion T 4“, dem Vernichtungsprogramm der Nationalsozialisten an behinderten und kranken Menschen. Die Gedenk- und Informationsstätte entsteht in der Tiergartenstraße 4 in Berlin.
„Mit dem Baubeginn erfüllt sich eine Forderung, die Betroffene, Angehörige und Unterstützer eines zentralen Gedenk- und Informationsortes in Deutschland seit Jahren stellen und die vom Deutschen Bundestag 2011 unterstützt worden ist. Wichtig ist, dass die Gedenk- und Informationsstätte nicht irgendwo versteckt wird, sondern am Ort der Täter in der Tiergartenstraße 4 jetzt einen würdigen Platz erhält. Die zukünftige zentrale Gedenk- und Informationsstätte kann damit wirksam dazu beitragen, behinderte und kranke Menschen als erste Opfer der menschenverachtenden Ideologie der Nationalsozialisten niemals zu vergessen“, so der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe.
Der Gedenk- und Informationsort soll darüber hinaus auch einen Anstoß zum Nachdenken über aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen geben. „Es darf nie wieder zwischen lebenswerten und lebensunwerten Menschen unterschieden werden. Gesellschaftlichen Tendenzen, behinderten und älteren Menschen das Lebensrecht abzusprechen, muss entschieden entgegengetreten werden“, so Hubert Hüppe.
Der Deutsche Bundestag fasste im November 2011 den Beschluss, einen zentralen Gedenk- und Informationsort für die Opfer des Vernichtungsprogramms der Nationalsozialisten „Aktion T 4“ zu schaffen.
In der Tiergartenstraße 4 in Berlin organisierten Mitarbeiter einer koordinierenden Dienststelle 1940 und 1941 die Massenmorde an behinderten und kranken Menschen im Rahmen der „Aktion T 4“. Insgesamt fielen etwa 300.000 behinderte und kranke Menschen der gezielten Ermordung durch die Nationalsozialisten zum Opfer, unter anderem im Rahmen der „Aktion T 4“. Bereits zuvor wurden behinderte und kranke Menschen als sogenannte „Ballastexistenzen“ nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten systematisch erfasst und etwa 400.000 Menschen zwangssterilisiert.

Pressemitteilungen - Baubeginn der Gedenk- und Informationsstätte für behinderte und kranke Opfer des Nationalsozialismus - Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen

2013-07-02

Ausstellung erinnert an ermordete Kranke und Behinderte - Nachrichten Tiergarten | BERLINER WOCHE


Das Recht zum Leben verweigert

Ausstellung erinnert an ermordete Kranke und Behinderte

Die Bild- und Texttafeln unweit der Philharmonie berichten darüber, wer die Opfer des nationalsozialistischen Krankenmordes und wer die Täter waren. Foto: Caspar
Helmut Caspar 01.07.2013

Tiergarten. An die Opfer des nationalsozialistischen Terrors erinnern in der Nähe der Philharmonie eine von Richard Serra geschaffene Installation aus braun patinierten Stahlplatten, eine in den Boden versenkte Bronzetafel sowie anlässlich des Berliner Themenjahrs "Zerstörte Vielfalt" eine bis zum 17. November laufende Ausstellung unter freiem Himmel. Die Bilder und Texte klären auf, dass in unmittelbarer Nähe eine Villa mit der Adresse Tiergartenstraße 4 stand, in der die Ermordung von Kranken und Behinderten durch die Nationalsozialisten geplant und überwacht wurde. Ausstellung erinnert an ermordete Kranke und Behinderte - Nachrichten Tiergarten | BERLINER WOCHE

2013-06-24

Geschichte: Sellering erinnert an Nazi-Verbrechen an Kindern aus Lübtheen - Mecklenburg-Vorpommern - FOCUS Online - Nachrichten

Geschichte: Sellering erinnert an Nazi-Verbrechen an Kindern aus Lübtheen

Montag, 24.06.2013, 17:21
Ausbruch, Biedermann, Deutschland, Diakonisse, Engagement, Erna, Exklusion, Gedankengut, Gegenwart, Glasplatte, Initiative, Juden, Kleinstadt, Leid, Lobetal, Lübtheen, Menschenwürde, Ministerpräsident, NPD, Udo Pastörs, Rechtsextremismus, Schwesternschaft, Erwin Sellering, SPD
dpa / J. Büttner Eine Installation erinnert an die 53 ermordeten Kinder.
 
Eine Gedenk-Installation aus Glasplatten erinnert seit Montag in Lübtheen (Landkreis Ludwigslust-Parchim) an mehr als 50 geistig behinderte Kinder, die 1941 aus einem Heim in der Kleinstadt abtransportiert und später ermordet wurden. Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) sagte laut Pressemitteilung in Lübtheen: „Das Leid dieser Kinder verpflichtet uns, ihr Schicksal nicht im Dunkeln zu lassen.“

Geschichte: Sellering erinnert an Nazi-Verbrechen an Kindern aus Lübtheen - Mecklenburg-Vorpommern - FOCUS Online - Nachrichten

2013-06-12

Die Schande von Pavillon 15 - BIZEPS-INFO

Text: Falter · 11. Juni 2013 06:17 Uhr

Die Schande von Pavillon 15

Noch in den 80er Jahren wurden am Ort der Nazi-Morde am Steinhof behinderte Kinder misshandelt. Eine Kinderkrankenschwester bricht ihr Schweigen.

Die Schande von Pavillon 15 - BIZEPS-INFO

2013-05-18

Britischer Lokalpolitiker fordert Tötung behinderter Kinder

 17 Mai 2013, 17:00
Britischer Lokalpolitiker fordert Tötung behinderter Kinder







Behinderte Kinder kosteten die Öffentlichkeit zu viel. In Zeiten knapper Budgets müsse man ein ‚Gleichgewicht’ zwischen Dienstleistungen für (behinderte) Einzelpersonen und für die Gesellschaft finden, meint ein Politiker der Grafschaft Cornwall.
Britischer Lokalpolitiker fordert Tötung behinderter Kinder



Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen/Artikel 10 - Recht auf Leben


Die Vertragsstaaten bekräftigen, dass jeder Mensch ein angeborenes Recht auf Leben hat, und treffen alle erforderlichen Maßnahmen, um den wirksamen und gleichberechtigten Genuss dieses Rechts durch Menschen mit Behinderungen zu gewährleisten.
Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen

ratifiziert von 
United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland am 8 Jun 2009 




treaties.un.org
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