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2013-06-28

Erfüllt die Bundesregierung das Heimgesetz? Berichte über die Situation der Heime und die Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner

Erfüllt die Bundesregierung das Heimgesetz?

HeimG § 22 Berichte

(1) Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend berichtet den gesetzgebenden Körperschaften des Bundes alle vier Jahre, erstmals im Jahre 2004, über die Situation der Heime und die Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner.
(2) Die zuständigen Behörden sind verpflichtet, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend auf Ersuchen Auskunft über die Tatsachen zu erteilen, deren Kenntnis für die Erfüllung seiner Aufgaben nach diesem Gesetz erforderlich ist. Daten der Bewohnerinnen und Bewohner dürfen nur in anonymisierter Form übermittelt werden.
(3) Die zuständigen Behörden sind verpflichtet, alle zwei Jahre einen Tätigkeitsbericht zu erstellen. Dieser Bericht ist zu veröffentlichen.
HeimG - Einzelnorm

Logo des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Link zur Startseite 
Erster (und bislang letzter?) Bericht des BMFSFJ über die Situation der Heime und die Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner vom 15.08.2006

2011-04-27

Hochschule in NRW forscht zur Teilhabe von Behinderten

Ärzte Zeitung, 26.04.2011


Hochschule in NRW forscht zur Teilhabe von Behinderten

Die Lebenserwartung von Menschen mit Behinderung steigt immer weiter. Das Problem: Die Gesellschaft ist schlecht darauf vorbereitet. In NRW soll die Teilhabe nun erforscht werden.
KÖLN (gia). Die Katholische Hochschule NRW hat den Forschungsschwerpunkt "Teilhabeforschung" eingerichtet. Die Einrichtung hat gleichermaßen ältere Menschen sowie Menschen mit Behinderung im Blick. Die Etablierung des neuen wissenschaftlichen Schwerpunkts steht in engem Zusammenhang mit Inkrafttreten der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung.
Das Übereinkommen trat 2008 in Kraft und hat die unterzeichnenden Länder dazu verpflichtet, Menschen mit Behinderung die gleichberechtigte Teilhabe an allen gesellschaftlichen Lebensbereichen zu eröffnen.
Beispielhaft für die Arbeit im neuen Forschungsschwerpunkt ist das Projekt "Lebensqualität inklusiv(e)". Die beteiligten Wissenschaftler beschäftigen sich mit einem Phänomen, das bisher kaum wahrgenommen wurde: Dem Älterwerden geistig behinderter Menschen.(..)
Dabei arbeiten Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen zusammen - darunter Mediziner, Soziologen, Psychologen, sowie Rechtswissenschaftler.
Nach Auffassung von Dieckmann ist der Forschungszweig in Deutschland bisher zu wenig berücksichtigt worden. "Es ging in der Forschung oftmals um Inklusion in Schulen, Teilhabe ist aber sehr viel umfassender zu verstehen", sagt Dieckmann.
Hochschule in NRW forscht zur Teilhabe von Behinderten

"Bezüglich des Leistungsgeschehens und der Qualitätssicherung liegen speziell für den Bereich der stationären Behindertenhilfe wenig aussagekräftige Informationen und Daten vor.Insbesondere die Pflegequalität in Heimen der Behindertenhilfe ist bislang noch weitgehend unerforscht (...)"

Erster Bericht des Bundesministeriums über die Situation der Heime
und die Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner 2006 
 
bmfsfj.de

"Immer mehr der derzeit rund 6,7 Millionen schwer behinderten Menschen in Deutschland werden laut einer Studie in den kommenden Jahren das Rentenalter erreichen, ohne dass dafür das Sozialsystem bisher gerüstet ist. Dieses Phänomen sei für Deutschland neu, weil die Nationalsozialisten mit ihrer "Euthanasie"-Politik die vorhergehenden Generationen von Behinderten weitgehend ermordet haben (...)" 
Evangelischer Pressedienst 2009
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