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2011-09-22

Finanztest: Pflege-Wohngemeinschaften im Test

Finanztest: Pflege-Wohngemeinschaften im Test


Pflege-Wohngemeinschaften sind der neue Trend als Alternative zum Senioren- und Pflegeheim. Ältere Menschen vor allem mit Demenz wohnen zusammen und werden von professionellen Pflegekräften versorgt, können sich dadurch aktiv am Leben beteiligen. Sechs bis acht hilfebedürftige Senioren teilen sich dabei eine Wohnung. Oft haben sie die gleichen oder ähnliche Krankheitsbilder oder Behinderungen. Finanztest informiert in der Oktober-Ausgabe über Unterbringungsmöglichkeiten in einer Senioren WG mit ambulanter Pflege und die Kosten hierfür.
Finanztest: Pflege-Wohngemeinschaften im Test

2011-08-15

Beatmungspatienten: Wenn Pflege zum Risiko wird | DasErste.de

FAKT | Das Erste | 15.08.2011 | 21:45 Uhr Beatmungspatienten: Wenn Pflege zum Risiko wird

In Deutschland gibt es Tausende Menschen, die nicht mehr selbständig atmen können und deshalb auf Maschinen angewiesen sind. Auf der Intensivstation können die Betroffenen nur so lange bleiben, bis die akute Notfallbehandlung abgeschlossen ist. Spezielle Pflegeheime für sie gibt es kaum. Private Pflegedienste haben die Lücke erkannt und bringen die sogenannten Beatmungspatienten in Wohngemeinschaften unter. Weil dabei keine verbindlichen Standards für das Pflegepersonal gelten, kommt es immer wieder zu gravierenden Pflegemängeln.
Frau an einem Beatmungsgerät
Beatmungspatienten bedürfen besonderer Pflege. In speziell eingerichteten Wohngemeinschaften bekommen sie die aber nicht immer.
Pflegeplätze für sogenannte Beatmungspatienten sind rar und die Kosten dafür hoch. Deshalb bieten sich zunehmend private Pflegedienste als Alternative an. Sie mieten Wohnungen an und bringen dort oft mehrere Beatmungspatienten gleichzeitig unter, quasi in einer Wohngemeinschaft. Pro Patient erhalten sie bis zu 20.000 Euro im Monat. Das Besondere: Die WG-Zimmer gelten als privater Wohnraum der Patienten. Die Betreuung durch den Pflegedienst ist damit offiziell ambulant. Das wiederum bedeutet: Vorschriften wie in Krankenhäusern oder Pflegeheimen gelten hier nicht. Es gibt keine regelmäßigen Überprüfungen von Heimaufsicht und Krankenkassen und auch keine verbindlichen Mindeststandards für das Intensiv-Pflegepersonal. Das hat teilweise fatale Folgen.

Pflegekraft benennt Mängel

So berichtet die ehemalige Pflegeleiterin einer Beatmungs-WG bei FAKT von unhaltbaren Zuständen. Nachts habe ein Pfleger allein sechs Patienten betreuen müssen, die über zwei Stockwerke verteilt gewesen seien. Wenn sie oder ihre Kollegen im Erdgeschoss gewesen seien, hätten sie nicht gehört, was im ersten Stock passiere. Die Frau, die inzwischen gekündigt hat, erklärt, sie habe ihren Arbeitgeber darauf aufmerksam gemacht. Von ihm sei aber nur die lapidare Antwort gekommen, dass immer mal einer sterbe.

Experte fordert verbindliche Standards

Auch Peter Demel vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung in Bayern (MDK) hat seine Erfahrung mit Wohngemeinschaften für Beatmungspatienten gemacht. Er hat viele von ihnen überprüft. Ergebnis: Rund ein Viertel hatte deutliche Mängel.
Beatmungspatienten: Wenn Pflege zum Risiko wird | DasErste.de

2011-04-17

WGs sind nicht nur etwas für Junge - Nachrichten Print - WELT AM SONNTAG - Vermischtes - WELT ONLINE

Welt am Sonntag Autor: Gisela Schütte| 07:24

WGs sind nicht nur etwas für Junge

Auch in Hamburg steigt das Bedürfnis älterer Menschen nach mehr Individualität in der Gemeinschaft. Eine Alternative zum Service-Angebot der Altenheime sind betreute Wohngemeinschaften
Die Wohnung aufgeben, sich von vielen Dingen verabschieden, in kleineren Räumen leben, Tür an Tür mit Fremden, in einer Art von Hotelbetrieb, mit vorgegebenem Tagesablauf, ständig wechselnden Ansprechpartnern und Betreuern - ein solches Leben ist für viele ältere Menschen eine Horrorvorstellung. Selbst wenn es inzwischen auch für Senioren mit geringerem Einkommen Pflegeeinrichtungen mit ansprechendem Ambiente und schönen Räumen gibt - der Begriff Heim schreckt viele ab.

WGs sind nicht nur etwas für Junge - Nachrichten Print - WELT AM SONNTAG - Vermischtes - WELT ONLINE

2011-03-05

Ungewaschen ausgetrocknet ausgemergelt - Brigitte Heinisch "Satt und sauber? Eine | Kritik | Deutschlandradio Kultur

30.10.2008
Im Pflegeheim (Bild: AP) Im Pflegeheim (Bild: AP)

Ungewaschen, ausgetrocknet, ausgemergelt

Brigitte Heinisch: "Satt und sauber? Eine Altenpflegerin kämpft gegen die Pflegenotstand", Rowohlt Verlag 2008, 224 Seiten

In Deutschland sind rund zwei Millionen Menschen pflegebedürftig. Doch nicht selten müssen die Betroffenen unter menschenunwürdigen Umständen leben. Die Altenpflegerin Brigitte Heinisch deckt in ihrem Buch "Satt und sauber?" die Missstände in Heimen auf und liefert eine fundierte Kritik am deutschen Pflegesystem.
Die alte Frau liegt apathisch in ihrem Bett. Wenn man sie anspricht, reagiert sie kaum. Ernährt werden muss sie über eine Magensonde - ein Mensch in diesem Zustand lebt gewöhnlich nicht mehr lange. Doch das Glück ist an ihrer Seite: Sie findet Aufnahme in einer betreuten Wohngemeinschaft für demenzkranke Menschen. Hier haben Pflegerinnen und Pfleger noch Zeit, sich der alten Frau zu widmen, sie zu fördern, ihr zuzuhören. Nach nur einem Jahr sitzt sie morgens mit am Tisch, isst eigenständig, manchmal lacht sie sogar.

So kann es aussehen, wenn Pflege gelingt - die betreute Wohngemeinschaft ist der neue Arbeitsplatz von Brigitte Heinisch, jener streitbaren Altenpflegerin, die sich vor einigen Jahren entschloss, dem Schweigen über die Missstände in Altersheimen ein Ende zu machen, vor die Gerichte zu ziehen, die Öffentlichkeit zu suchen. Sie saß vor Fernsehkameras und in Talkrunden, erhielt Preise für Zivilcourage. Nun ist im Rowohlt Verlag ihr autobiografischer Report "Satt und sauber?" erschienen.

Ungewaschen ausgetrocknet ausgemergelt - Brigitte Heinisch "Satt und sauber? Eine | Kritik | Deutschlandradio Kultur
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