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2013-11-10

UN-Kommentar zu Unterstützter Entscheidungsfindung - BIZEPS-INFO


Text: Mag. Albert Brandstätter · 10. November 2013 13:21 Uhr

UN-Kommentar zu Unterstützter Entscheidungsfindung

Die Sachwalterschaft muss radikal verändert und eigentlich aufgehoben werden in ein neugestaltetes Format der Unterstützten Entscheidungsfindung.

UNO-Flagge mit angedeutetem Gesetzestext

Das zeigt ein neuer Kommentar des UN-Komitees für die Rechte der Menschen mit Beeinträchtigungen sehr deutlich auf. Das geht nicht von heute auf morgen, sollte aber zügig unter Einbeziehung aller Interessengruppen vorangetrieben werden. Das Justizministerium agiert dabei engagiert, jetzt ist aber die Politik am Zug und sollte trotz Regierungsbildung nicht zu lange warten.
Die bisherigen Staatenprüfungen zeigen, dass Artikel 12 der Behindertenrechtskonvention nicht richtig verstanden wird. Dies hat den UN-Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen veranlasst in einem allgemeinen Kommentar zu Artikel 12 Behindertenrechtskonvention dessen Bedeutung und Konsequenzen klarzustellen. Der Kommentar ist noch ein Entwurf, bietet aber hochinteressante Anregungen.
UN-Kommentar zu Unterstützter Entscheidungsfindung - BIZEPS-INFO

2012-10-22

Hilfe oder Entmündigung? - Wiener Zeitung Online

  • Artikel vom 17.10.2012, 17:59 Uhr

Die Zahl der Personen mit Sachwalter steigt - und die Beschwerden der Betroffenen häufen sich

Hilfe oder Entmündigung?


Von Petra Tempfer

  • Rechtsanwaltkanzleien übernehmen mehrere 100 Sachwalterschaften.

Wien. Stellen Sie sich vor, Sie wohnen in einer Wohnung ohne Strom und Möbel, weil Sie nicht mehr über Ihr Einkommen und Vermögen entscheiden dürfen. Liegt es doch in den Händen eines Sachwalters, den Ihnen das Gericht zur Seite gestellt hat. Und der weder Strom beantragt, noch Möbel organisiert hat. Einen Fall wie diesen gibt es tatsächlich. Er betrifft einen Mann aus Wien - und dieser ist nicht der Einzige in einer solchen Situation. Laut Georg Psota, Obmann von "pro mente" Wien, Gesellschaft für psychische und soziale Gesundheit, ist derzeit in der Sachwalterschaft ein Rück- statt Fortschritt zu bemerken. "Die Sachwalterschaft verkommt zur Entmündigung", bemängelt er. Vielleicht deshalb, weil die Zahl der besachwalteten Personen stetig steigt: Von österreichweit 34.874 im Jahr 2002 wuchs sie auf heuer 55.560 an.
Mit diesem Anstieg häufen sich auch die Beschwerden von Betroffenen (...)

Hilfe oder Entmündigung? - Wiener Zeitung Online

Experten fordern Novellierung von Sachwalterschaft > Kleine Zeitung

Zuletzt aktualisiert: 17.10.2012 um 14:44 Uhr

Experten fordern Novellierung von Sachwalterschaft

Eine steigende Anzahl von Personen mit psychischen Erkrankungen oder intellektuellen Beeinträchtigungen braucht Unterstützung bei konkreten Entscheidungen. Sachwalter sollen ihnen beim Umgang mit Behörden, finanziellen Angelegenheiten oder auch der Sicherstellung einer angemessenen Wohnsituation helfen – oft komme dies allerdings der Entmündigung gleich, warnten Experten am Mittwoch in Wien.


Experten fordern Novellierung von Sachwalterschaft > Kleine Zeitung

2012-06-09

Umfassende Sachwalterreform gefordert - Sozialpolitik & Armut - derStandard.at › Inland

Umfassende Sachwalterreform gefordert

5. Juni 2012, 18:36

Das Sachwaltersystem braucht dringend Reformen - Behindertenvertreter fordern mehr Selbstbestimmung, der Seniorenbund eine Alterswohlfahrt

Wien - Mit der massiven Kritik am heimischen Sachwalterschaftssystem hat der Monitoringausschuss im Sozialministerium eine Welle von Forderungen nach einer grundlegenden Neuregelung losgetreten. Alle Parlamentsparteien sowie Vertreter von Behinderten- und Pensionistenorganisationen sind für eine Reform. Letztere plädieren analog zur Jugendwohlfahrt für eine Art Alterswohlfahrt. Den Grünen ist eine bundesweite Regelung wichtig.
Der unabhängige Monitoringausschuss - zuständig für die Überwachung der Einhaltung der UN-Konvention "Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen" - bezeichnet das geltende Gesetz als "nicht menschenrechtskonform". Die Bestimmung des Willens durch eine dritte Person stehe in einem unauflöslichen Spannungsverhältnis zum Menschenrecht auf Selbstbestimmung. Die meisten beeinträchtigten Menschen seien sehr wohl in der Lage, Entscheidungen zu treffen.

Umfassende Sachwalterreform gefordert - Sozialpolitik & Armut - derStandard.at › Inland

Behindertenvertreter fordern Abschaffung der Sachwalter - Sozialpolitik & Armut - derStandard.at › Inland

Behindertenvertreter fordern Abschaffung der Sachwalter

4. Juni 2012, 08:59

Kreis an Vertrauenspersonen gefordert

Behindertenvertreterinnen fordern die schrittweise Abschaffung der Sachwalterschaft und "ein Ende der Entmündigung" von behinderten und psychisch kranken Menschen in Österreich, berichtet das Ö1-Morgenjournal. Die Zahl der Sachwalterschaften ist in fünf Jahren von 40.000 auf fast 60.000 gestiegen.

Früher wurden behinderte oder psychisch kranke Menschen entmündigt. De facto habe sich daran wenig geändert, sagt Bernadette Feuerstein, die Vorsitzende des Behinderten-Dachverbands "Selbstbestimmt Leben". Es würde jetzt nur besachwaltet heißen, aber das gleiche passieren.  Die Betroffenen "werden entmündigt und es wird ihnen ihr freier Wille genommen."
Behindertenvertreter fordern Abschaffung der Sachwalter - Sozialpolitik & Armut - derStandard.at › Inland

2011-11-22

Rückblick: Sitzung des MoitoringAusschusses zum Thema Sachwalterschaft am 17.11.2011 in Wien – behindertenarbeit.at

Rückblick: Sitzung des MonitoringAusschusses zum Thema Sachwalterschaft am 17.11.2011 in Wien

Am 17. November 2011 fand in den Räumlichkeiten des Justizministeriums die 5. öffentliche Sitzung des Monitoringausschusses zum Thema „Unterstützte Selbstbestimmte Entscheidungsfindung – Jetzt entscheide ich!“ statt. Ein Rückblick auf einen diskussionsreichen, informativen Tag an dem auch der ein oder andere emotionale Wortbeitrag Raum fand. behindertenarbeit.at war dabei.

Rückblick: Sitzung des MoitoringAusschusses zum Thema Sachwalterschaft am 17.11.2011 in Wien – behindertenarbeit.at

2011-11-19

Experten fordern Reform der Sachwalterschaft - Sozialpolitik & Armut - derStandard.at › Inland

Menschen mit Behinderung

Experten fordern Reform der Sachwalterschaft

18. November 2011 11:24
  • Artikelbild: Es gibt gute und schlechter Sachwalter. Ziel ist ein selbstbestimmtes Leben. - Foto: APA/Pleul
    Es gibt gute und schlechter Sachwalter. Ziel ist ein selbstbestimmtes Leben.

Monitoring-Ausschuss: Ziel ist mehr Selbstbestimmung - "Der Großteil weiß, was er will"

60.000 Menschen dürfen in Österreich Entscheidungen nicht selbst treffen - sie haben einen Sachwalter oder eine Sachwalterin. Das widerspricht (teilweise) der UN-Menschenrechtskonvention.
Der "Unabhängige Monitoringausschuss zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung" (monitoringausschuss.at) hat bei seiner öffentlichen Sitzung am Donnerstag das Thema aufgegriffen und Alternativen diskutiert.
Selbstbestimmung ist Menschenrecht

"Eine persönliche Assistenz würde viele Sachwalterschaften überflüssig machen oder zumindest die Zahl dramatisch reduzieren", sagt Marianne Schulze, Vorsitzende des Monitoring-Ausschusses im Gespräch mit derStandard.at.
Die Funktion des Sachwalters können Angehörige, aber auch Sachwaltervereine oder ein juristischer Vormund erfüllen. Die UN-Menschenrechtskonvention besagt, dass "alle Menschen das Recht haben selbst zu entscheiden". Ein Sachwalter soll helfen Entscheidungen zu treffen. Die Praxis sieht oft anders aus, berichten Menschen mit Lernschwierigkeiten bei der öffentlichen Sitzung über die Probleme.
Experten fordern Reform der Sachwalterschaft - Sozialpolitik & Armut - derStandard.at › Inland

2011-10-24

Der Monitoringausschuss lädt zur vierten öffentlichen Sitzung / Inklusion / Themen / Startseite - Lebenshilfe Österreich

Der Monitoringausschuss lädt zur vierten öffentlichen Sitzung

21.10.2011, Thema: "Unterstützte selbstbestimmte Entscheidungsfindung - Jetzt entscheide ich!"
Sachwalterschaft ist nicht nur eine rechtliche, sondern vor allem eine gesellschaftliche und soziale Herausforderung mit weitreichenden praktischen Konsequenzen.
Monitoringsausschuss Nr.
Der Unabhängige Monitoringausschuss zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen lädt zu diesem herausfordernden Thema zu seiner vierten öffentlichen Sitzung ein. Als Experte mit dabei wird außerdem Michael Bach, aus Kanada, referieren.
Datum: Donnerstag, 17. November 2011 von 10:00 bis 17:00 Uhr
Ort: Palais Trautson, 1070 Wien, Museumstraße 7
Einladung in Leichter Sprache: hier
Als Menschenrechtsgremium ist der Unabhängige Monitoringausschuss menschenrechtlichen Prinzipien verpflichtet, sowohl der Partizipation und der damit verbundenen Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft als auch der Transparenz und Nachvollziehbarkeit seiner Arbeit. Aus diesem Grund sieht der Monitoringausschuss in seiner Geschäftsordnung die regelmäßige Abhaltung von öffentlichen Sitzungen vor.

Der Monitoringausschuss lädt zur vierten öffentlichen Sitzung / Inklusion / Themen / Startseite - Lebenshilfe Österreich

2011-05-25

UNO fordert Umdenken bei Behindertenarbeit - oesterreich.ORF.at









Rollstuhl (Bild: ORF)
LIFESTYLE



UNO fordert Umdenken bei Behindertenarbeit
Eine Konvention der Vereinten Nationen bedeutet ein radikales Umdenken in der Behindertenarbeit. Am Dienstagabend wurde im Innsbrucker Management Center über neue Wege in der Behindertenarbeit diskutiert.














Keine Separation von normaler Gesellschaft
Wer bislang unter Behindertenarbeit verstanden hat, dass man Menschen mit Handikap betreuen, versorgen und unterbringen muss, kommt beim Lesen der UN-Konvention aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Marianne Schulze, die Vorsitzende des Monitoring-Ausschusses zur Umsetzung der Konvention, sieht die Rechte von Behinderten nämlich ganz anders. Selbstständig, selbstbestimmt und vor allem nicht separiert von der sogenannten normalen Gesellschaft. Das sind die Eckpfeiler der Konvention.














Widerspruch zu internationalen Standards
Das bedeutet laut Schulze, dass Beschäftigungstherapien, Sonderschulen, Sachwalterschaft, die Verweigerung des Rechts, Kinder zu adoptieren, kein Zugang zu Berufen wie dem Richteramt und alle diese Dinge den international verbindlichen Standards widersprechen.

Sonderschulen dürfte es nach dieser Sichtweise nicht mehr geben, denn Menschen mit Behinderung sollen nicht mehr unterschiedlich behandelt werden, sondern mit Unterstützung Teil der Gesellschaft sein. Noch ist das Zukunftsmusik, sagt Marianne Schulze und nennt das Beispiel Arbeitsmarkt. Behinderte Menschen seien überwiegend in Werkstätten tätig, sie bekommen ein Taschengeld und sind separiert von einem Arbeitsplatz im ersten Arbeitsmarkt.














Kritik an mangelnder Umsetzung
Am Dienstagabend haben viele Betroffene aber auch Vertreter von Behindertenorganisationen moniert, dass es an der Umsetzung hapert. Wer würde, fragte etwa Hubert Stockner vom Verein "Selbstbestimmt Leben", als Nichtbehinderter freiwillig in der Wohngemeinschaft mit zehn anderen leben. Behinderte haben oft keine andere Chance.














Reheis: Es braucht Illusionen
Mitdiskutiert hat am Dienstag auch Soziallandesrat Gerhard Reheis (SPÖ). Zu den neuen Wegen, die die UN-Konvention vorgibt sagte er, wenn man keine Ideen und Illusionen zulasse, werde man sich auch kaum weiter entwickeln. Das Land Tirol war immer bereit, sich weiterzuentwickeln. Besonders im Bildungsbereich müsse man mit Menschen mit Behinderung entsprechend arbeiten um Integration zu ermöglichen.

Bis zur Umsetzung der UN-Konvention für ein selbstbestimmtes Leben der Behinderten ist es noch ein weiter Weg. Nicht nur in Tirol aber eben auch hier - da waren sich alle einig.

UNO fordert Umdenken bei Behindertenarbeit - oesterreich.ORF.at

2011-05-20

The Story of Jürgen Vanek on Vimeo

Der Film erzählt die Geschichte von Herrn Vanek, die ihn über eine vollbetreute Wohngemeinschaft und die Tätigkeit in einer Beschäftigungstherapie in einen eigene Wohnung und ein Langzeitpraktikum im Zentrum für Kompetenzen geführt hat.
Da die Pflegegeldergänzungsleistung aufgrund mangelnder Selbstverwaltungskompetenz abgelehnt wurde, bleibt Herr Vanek im Moment nur die Heimhilfe als Unterstützungsform für den privaten Bereich.Eine Leistung, die weder seiner Lebensrealität noch seinem Lebensentwurf entspricht, wie der Film deutlich aufzeigt. Dass Herr Vanek sein Leben selbst in die Hand nimmt und der Umgang mit Persönlicher Assistenz einwandfrei funktioniert – auch das spiegelt der Film in eindrucksvoller Weise wieder.

Mit dem Instrument Persönliche Zukunftsplanung setzt Jürgen Vanek seinen Vorstellungen über ein selbstbestimmtes Leben um.

Herr Vanek wird demnächst erneuert einen Antrag auf Pflegegeldergänzungsleistung stellen.
The Story of Jürgen Vanek on Vimeo
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