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2013-05-13

Region: Heimleitung soll Krätze-Fälle vertuscht haben - Nachrichten Augsburg - Augsburger Allgemeine


Heimleitung soll Krätze-Fälle vertuscht haben

Nach dem Ausbruch der Krätze im Januar 2012 werden ab Dienstag die hygienischen Zustände in einem Seniorenheim in Bobingen vor Gericht durchleuchtet.  Von Peter Richter
 
Die hygienischen Zustände im Bobinger Kursana-Altenheim werden ab Dienstag nächster Woche in einem mehrtägigen Strafprozess durchleuchtet. Anlass ist der im Januar 2012 öffentlich bekannt gewordene Ausbruch von Krätze in der Einrichtung, in der 88 ältere Menschen leben. Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft waren die ersten Fälle von Krätze, einer stark juckenden Hautkrankheit, bereits ein halbes Jahr zuvor in dem Heim aufgetreten. Die meldepflichtige Infektionskrankheit – medizinisch Scabies – wurde jedoch entweder nicht erkannt oder bewusst verschwiegen.Region: Heimleitung soll Krätze-Fälle vertuscht haben - Nachrichten Augsburg - Augsburger Allgemeine

2012-06-24

Pflegeskandal: Saarland will Pflegebeauftragten

Ärzte Zeitung, 22.06.2012

 

 

Pflegeskandal: 

Saarland will Pflegebeauftragten

SAARBRÜCKEN (dpa). Die saarländische Landesregierung hat erste Konsequenzen aus dem mutmaßlichen Pflegeskandal in einem Seniorenheim gezogen.
Sozial- und Gesundheitsminister Andreas Storm (CDU) kündigte am Freitag in Saarbrücken an, man werde einen Pflegebeauftragten einsetzen.
Der Pflegebeauftragte soll nach der Sommerpause vom Landtag gewählt werden und direkter Ansprechpartner für Bewohner von Pflegeheimen und deren Angehörige sein.
Zwei Pfleger sollen in dem Seniorenzentrum in Elversberg bei Saarbrücken hilflose Senioren misshandelt haben, es soll auch zwei Todesfälle gegeben haben. Storm sprach vom "schwersten Pflegeskandal" in der Geschichte des Landes.
Pflegeskandal: Saarland will Pflegebeauftragten


Freitag, 22. Juni 2012

Nach dem tödlichen Pflegeskandal

Das Saarland räumt auf

Zwei Pfleger operieren Bewohner eines Heimes in Elversberg ohne Narkose. Sie verabreichen ihnen tödliche Morphiumdosen, drohen ihnen mit dem Erstickungstod. Der Skandal schreckt ganz Deutschland auf. Das Saarland will derartige Misstände jetzt durch einen "Pflegebeauftragten" verhindern.
Die vieler Senioren vor dem Heim ist ohnehin groß. Skandale wie die im Saarland verschärfen sie.
Die vieler Senioren vor dem Heim ist ohnehin groß. Skandale wie die im Saarland verschärfen sie. (Foto: dapd)
Der Pflegeskandal im Saarland sorgt in ganz Deutschland für Entsetzen. Nun will das Bundesland ein Zeichen setzen. Um Misshandlungen künftig zu verhindern, erwägt das Land einen «Pflegebeauftragten» für Patienten und Angehörige. Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) will Ansprechpartner für Beschäftigte einsetzen.
In dem Seniorenzentrum der AWO in Elversberg bei Saarbrücken sollen zwei Pfleger zwischen Dezember und Mai Patienten brutal misshandelt haben. Nach Angaben AWO verabreichte einer der beiden einem Patienten eine tödliche Überdosis Morphium. Eine Patientin operierte er ohne entsprechende Fachkenntnisse und ohne Narkose an einer offenen Wunde. Die Frau starb einen Tag danach. Laut einem Sprecher der AWO räumten die Männer die Vorwürfe teilweise ein.

Taten fielen nicht auf

Die mutmaßlichen Taten auf der Pflegestation fielen trotz Kontrollen nicht auf und kamen erst durch Zufall ans Licht: Als im Heim Medikamente fehlten, gerieten die Pfleger offiziell unter Verdacht, wie ein AWO-Sprecher sagte. Zuvor habe es zwar Kritik an der Qualität der Pflege in dem Seniorenzentrum in Elversberg gegeben, sagte Oliver Wermann vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung. Bei einer Überprüfung im Dezember seien aber keine Hinweise auf Misshandlungen gefunden worden. Insgesamt misshandelten die 25 und 35 Jahre alten Pfleger vermutlich ein Dutzend Patienten.
www.n-tv.de


24.06.2012 - Saarbrücken/Elversberg
Konsequenzen aus Pflege-Skandal
AWO Logo
Die Leitung des in die Schlagzeilen geratenen Pflegeheims der Arbeiterwohlfahrt in Elversberg soll morgen fristlos entlassen werden. Sie ignorierte angeblich frühe Hinweise auf Misshandlungen und Folter. In deren Folge sollen zwei Senioren gestorben sein. Als Reaktion auf den Skandal berät das saarländische Kabinett morgen über die Einsetzung eines Pflegebeauftragten. Der soll als Ansprechpartner für Pflegebedürftige, Angehörige und Heimmitarbeiter dienen.
www.rtlradio.lu

 
Saarländischer Rundfunk
Bild: Andreas Storm
Sozialminister Storm
will Bundesratsinitiati-
ve einbringen  

Land will Probleme angehen

Nach dem Pflegeskandal in einem AWO-Heim will das Saarland künftig mehr kontrollieren und besser informieren. Sozialminister Storm sagte, es gebe Hinweise auf grundsätzliche Probleme. Jetzt soll ein Pflegebeauftragter eingesetzt und ein Info-Telefon installiert werden.
(22.06.2012) Im Saarland soll es künftig einen Pflegebeauftragten geben. Das hat Sozialminister Andreas Storm angekündigt. Storm zieht damit die Konsequenz aus dem Skandal in einem AWO-Pflegeheim in Elversberg. Dort sollen Pfleger Patienten misshandelt haben - mit Todesfolge in zwei Fällen.
Bild: Altenheim Audioteaser 
"Pflegebeauftragter soll kommen" [SR 1 Europawelle, Peter Springborn, 22.06.2012, Länge 02:05 Min]
www.sr-online.de 






Hinweise schon vor Todesfällen?
Pflege-Skandal im Saarland: Gesundheitsminister kritisiert Altenheim-Träger - Pflegebeauftragter geplant
SAARBRÜCKEN (cps). 
Nach dem Pflege-Skandal in einem Seniorenheim der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Saarland in Elversberg hat der saarländische Gesundheitsminister Andreas Storm (CDU) gestern eine lückenlose Aufklärung verlangt.

Ihm geht es vor allem um die Frage, warum frühen Hinweisen auf sadistisches Verhalten eines Intensivpflegers nicht nachgegangen wurde. Storm: "Es ist unfassbar, warum die Hinweisgeber nicht durchgedrungen sind." (..)

Kritisiert wurde zudem die anfängliche Awo-Informationspolitik.
(...)

Als erste Konsequenz aus den Geschehnissen in Elversberg will das Saarland nun einen vom Landtag gewählten Pflegebeauftragten einsetzen. Er soll eine ähnlich starke Position haben und mit Rechten ausgestattet werden wie der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestags, kündigte Storm an. (..)
www.rheinpfalz.de 


"Dabei hatten die beiden ihre Taten keineswegs sonderlich geheim gehalten. Im Gegenteil, die Pfleger brüsteten sich offenbar damit, wie sie mit schutzlosen Menschen umgingen. So hatten sie Kranke beispielsweise aus Spaß absichtlich entstellt und fotografiert. Unter anderem war eine alte Frau mit einem Hitlerbärtchen und Gurkenscheiben im Gesicht verunziert und abgelichtet worden. Vor Weihnachten 2011 verschickte einer der Pfleger Fotos von der Frau mit seinem Handy an Kollegen.
Dabei wird das Heim, das 157 Pflegeplätze hat, regelmäßig kontrolliert. Der sozialmedizinische Dienst der Knappschaft hatte dem Zentrum zuletzt die Note 1,4 gegeben, und auch dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen war bei seinem letzten Besuch im Dezember 2011 nichts Wesentliches aufgefallen. Beim "Pflegelotsen" der Krankenkassen schneidet das Heim durchschnittlich ab (...)
Die Welt 22.06.12

Folter im Altersheim

Mehrere Monate lang sollen zwei Pfleger im Saarland wehrlose Senioren misshandelt haben 
Von Hannelore Crolly
 


2011-11-15

Wiener Heimskandal: Ehemalige NS-Pädagogen machten nach 1945 in der Jugendwohlfahrt Karriere

Erziehungslagerdenken

  • Wiener Heimskandal: Ehemalige NS-Pädagogen machten nach 1945 in der Jugendwohlfahrt Karriere
In Wiener Heimen wurden Kinder mit Nazi-Methoden gequält. Ehemalige NS-Pädagogen machten auch nach 1945 in der Jugendwohlfahrt Karriere.
Von Christa Zöchling
Die Berichte ehemaliger Heimkinder gleichen sich so sehr, dass man von einem allgemein akzeptierten Ungeist in der Jugendwohlfahrt, selbst im Roten Wien, ausgehen muss: Lagermentalität, körperliche Gewalt, Kollektivstrafen, Kapo-System, Demütigungsrituale und sadistischer Sexualmissbrauch. Immer wieder hört der Zeithistoriker Reinhard Sieder, der im Auftrag der Stadt Wien das Geschehen in Wiener Erziehungsheimen wissenschaftlich dokumentiert, von Erziehern, die in militärischer Adjustierung und Kommandosprache die Kinder quälten, von Erzieherinnen, die sich barbarische Gemeinheiten einfielen ließen, von psychologischen Gutachtern, die sich der NS-Erbtheorie und der Sprache des so genannten Dritten Reichs bedienten. Nicht in allen Wiener Heimen gab es Anklänge an das NS-Regime, doch in den großen Anstalten für schwer Erziehbare oder "Verwahrloste“, wie es im Amtsjargon hieß, in denen ein Gutteil der Erzieher nur in einem Schnellkurs ausgebildet worden war, herrschte offenbar dieser Geist. Ehemalige Heiminsassen am Wilhelminenberg erinnern sich, dass man ihnen drohte, wenn sie nicht gehorchten, kämen sie auf den "Spiegelgrund“.
Das Erziehungsheim und die Euthanasiestation für behinderte und "asoziale“ Kinder "Am Spiegelgrund“, in der 772 Kinder ermordet wurden, war 1945 geschlossen worden. Doch der ehemalige Leiter der Jugendfürsorgeanstalt "Am Spiegelgrund“, Hans Krenek, setzte seine Karriere fort:
• Erziehungslagerdenken • Chronik • profil online

2011-07-29

Pflegeheime: Seinen Arbeitgeber anzuzeigen muss kein Entlassungsgrund sein -Daheim statt Heim e. V. -

Pflegeheime: Seinen Arbeitgeber anzuzeigen muss kein Entlassungsgrund sein


Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat in einem Aufsehen erregenden Urteil entschieden: Ein Arbeitgeber darf seine Mitarbeiterin nicht fristlos entlassen, weil diese Mißstände anprangert und Anzeige erstattet, weil das Unternehmen diese Missstände nicht abstellt.

Straßburg, Juli 2011. Geklagt hatte eine Pflegekraft, die bei der Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH beschäftigt war. Mehrfach hatte sie darauf hingewiesen, dass in dem Altenheim, in dem sie arbeitete, drastische Pflegemängel durch Überlastung der Mitarbeiter vorliegen. Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung bestätigte die Missstände, die Geschäftsleitung wies die Vorwürfe zurück.
Die Pflegerin erstattete Strafanzeige wegen Betrugs gegen die GmbH. Der Grund: Das Unternehmen leiste wissentlich nicht die in ihrer Werbung versprochene hochwertige Pflege, erbringe also nicht die bezahlten Dienstleistungen und gefährde die Patienten. Auch habe der Konzern systematisch versucht, die Probleme zu verschleiern, indem Pflegekräfte dazu angehalten worden seien, Leistungen zu dokumentieren, die so nicht erbracht worden seien. Der Pflegerin wurde fristlos gekündigt. Die Arbeitsgerichte in Deutschland sahen das als rechtens an, der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte nicht.
Besonders interessant an dem Fall ist die Urteilsbegründung. Ihre drei wichtigsten Argumente: Erstens bestehe ein öffentliches Interesse an Informationen über die in Rede stehenden Mängel, und dieses Interesse sei höher zu bewerten als das Interesse des Unternehmens am Schutz seiner Geschäftsinteressen. Zweitens widerspreche die fristlose Kündigung dem Recht auf freie Meinungsäußerung, das in der Europäischen Menschenrechtskonvention festgeschrieben ist. Drittens schließlich habe die Kündigung eine abschreckende Wirkung auf andere Mitarbeiter des Unternehmens und deren Bereitschaft gehabt, ihrerseits auf Mängel hinzuweisen.
Die Bundesrepublik Deutschland wurde dazu verurteilt, der Altenpflegerin 10.000 Euro für den immateriellen Schaden und 5.000 Euro für die Erstattung der Kosten zu bezahlen. Das Urteil ist noch nichts rechtskräftig.

Daheim statt Heim e. V. - Thema Detailseite

2011-04-14

Misshandlung gehörloser Kinder - Taubenschlag, das deutsche Portal für Hörgeschädigte

Annäherungstreffen zwischen Schwester M. Andrea aus der Ordensleitung und Barbara Schumacher, einer ehemaligen Betroffenen
Misshandlungen von Heimkindern waren in früheren Jahren nicht selten. Das traf auch für gehörlose Kinder zu, und auch Ordensschwestern waren oft nicht gerade zimperlich. Ehemalige Schüler werden diese schlimmen Erinnerungen nicht los. Aber sie möchten, dass die Vorfälle bereinigt werden. Von einem Treffen Betroffener mit Verantwortlichen der Heime berichtet Sylke Heinrich:

Misshandlung gehörloser Kinder - Taubenschlag, das deutsche Portal für Hörgeschädigte

2011-04-01

Problemfeld Zweibettzimmer | Pflege-SHV

"Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt der langen Beschwerdeliste, mit der sich die Angehörige im März 2011 an den Pflege-SHV gewandt hat. (...)
Der Widerspruch zwischen äußerem Schein und Wirklichkeit könnte kaum größer sein:
Im Juli 2010 wurde das Seniorenzentrum .....von der BIVA und ISIS mit der Urkunde für "Lebensqualität im Altenheim" ausgezeichnet.
Der MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) hat das Seniorenzentrum im Transparenzbericht vom 04.11.2010 mit der Note 1,0 bewertet. 1,0 durchgehend in allen Bereichen."

Problemfeld Zweibettzimmer | Pflege-SHV

2011-03-15

Mondkalb - Zeitschrift für das organisierte Gebrechen: Keine Heimat - Heim

Keine Heimat - Heim

Eine Gesellschaft, an der alle selbstverständlich teilhaben, ist nicht in Sicht. Alte und Behinderte werden nach wie vor interniert.
Noch immer bilden „Behinderung“ und „Heim“ ein offensichtlich nicht zu trennendes Begriffspaar. Zwar haben sich auch Hilfeformen herausgebildet, mit denen behinderte Menschen außerhalb eines Heimes und unabhängig von Angehörigen leben können, doch ist das Wissen um sie wenig verbreitet und ihre Finanzierung muss häufig erst eingeklagt werden. Wer einen höheren Hilfebedarf wegen mentaler Einschränkungen hat oder im Alter pflegebedürftig wird, kommt um die Anstalt erst recht nicht herum.
Heimbewohner werden als Bürger zweiter Klasse behandelt. Ihre Rechte sind eingeschränkt.
Ein Heim ist kein Ort der Individualität, sondern der Anpassung. Dienstplan, Arbeitsschutz, Hygiene und Hausordnung bestimmen den Alltag. Meist sind die Wohn- und Schlafräume für alle zugänglich. Oft lässt sich nicht einmal das Klo abschließen. Ein Heimbewohner hat wenig Einfluss auf die Gestaltung seines Wohnbereichs. Er kann auch nicht bestimmen, wie stark sein Kaffee ist und ob er Ruccola oder Feldsalat zum Abendessen nimmt. Wenn er an einem verregneten Sonntagmorgen länger im Bett bleiben will, gibt es Probleme. Und dass spontan ein Freund vorbeikommt und man sich des Nachts von der Tankstelle Wodka holt, ist undenkbar. Untersuchungen zeigen, dass, wer in Einrichtungen aufwächst, kaum ein Gefühl für seine Biografie hat. So besitzen z.B. Menschen mit einer geistigen Behinderung, die schon länger als 15 Jahre in einer Anstalt untergebracht sind, sehr selten Erinnerungsstücke wie alte Fotos oder Souvenirs.
Heim ist das Gegenteil von Heimat...

Mondkalb - Zeitschrift für das organisierte Gebrechen: Keine Heimat - Heim

2011-03-14

Heim-Skandal: Behinderter (49) ertrinkt in Wanne - Abendzeitung München

Heim-SkandalBehinderter (49) ertrinkt in Wanne

Abendzeitung, aktualisiert am 13.03.2011 um 17:37 Uhr
Drama im Pflegeheim: Ein Rollstuhl-Fahrer ertrank in der Badewanne. (Symbolfoto)
Drama im Pflegeheim: Ein Rollstuhl-Fahrer ertrank in der Badewanne.(Symbolfoto) Foto: bestrossi
NÜRNBERG/SCHWABACH Drama im Pflegeheim! Ein geistig und körperlich schwer behinderter Mann (49) ist in seiner Badewanne ertrunken! Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln.

Nach Informationen der Abendzeitung ereignete sich der tragische Zwischenfall Mitte letzter Woche in einem Pflegeheim im südlichen Mittelfranken. Die Einrichtung hat dem Vernehmen nach einen guten Ruf. Doch in diesem Fall könnte grobe Fahrlässigkeit zum Tod des 49Jahre alten Heimbewohners geführt haben.



Heim-Skandal: Behinderter (49) ertrinkt in Wanne - Abendzeitung München

2011-03-05

Sozialausschuss: schwere Mängel im Altenheim - Donatus - Politiker sind fassungslos - Norderstedt - Region - Hamburger Abendblatt

Sozialausschuss: schwere Mängel im Altenheim


Geschäftsführerin Rosemarie Rose macht frühere Betreiber und Mitarbeiter für die Probleme verantwortlich.
Bad Bramstedt. "So nicht, Frau Rose!" Werner Weiß (CDU) musste seine gesamte Autorität als Vorsitzender des Sozialausschusses in die Waagschale werfen, die um die Geschäftsführerin des Seniorenzentrums Bad Bramstedt (früher Donatus) zu bremsen. Immer wieder setzte die Dame aus Berlin ungefragt an, um die angeblich falschen Berichte über die skandalösen Zustände in dem Bramstedter Altenheim zurechtzurücken. Ein Auftritt, den viele Politiker und Zuschauer mit Kopfschütteln und Unverständnis quittierten. Einen ganzen Abend hatte sich der Ausschuss Zeit genommen, um über die heftig kritisierte Einrichtung zu diskutieren. "So etwas ist auch für uns neu", sagte Weiß. "Wir wollen zeigen, dass wir uns kümmern und die Sache ernst nehmen."


Sozialausschuss: schwere Mängel im Altenheim - Donatus - Politiker sind fassungslos - Norderstedt - Region - Hamburger Abendblatt

Ungewaschen ausgetrocknet ausgemergelt - Brigitte Heinisch "Satt und sauber? Eine | Kritik | Deutschlandradio Kultur

30.10.2008
Im Pflegeheim (Bild: AP) Im Pflegeheim (Bild: AP)

Ungewaschen, ausgetrocknet, ausgemergelt

Brigitte Heinisch: "Satt und sauber? Eine Altenpflegerin kämpft gegen die Pflegenotstand", Rowohlt Verlag 2008, 224 Seiten

In Deutschland sind rund zwei Millionen Menschen pflegebedürftig. Doch nicht selten müssen die Betroffenen unter menschenunwürdigen Umständen leben. Die Altenpflegerin Brigitte Heinisch deckt in ihrem Buch "Satt und sauber?" die Missstände in Heimen auf und liefert eine fundierte Kritik am deutschen Pflegesystem.
Die alte Frau liegt apathisch in ihrem Bett. Wenn man sie anspricht, reagiert sie kaum. Ernährt werden muss sie über eine Magensonde - ein Mensch in diesem Zustand lebt gewöhnlich nicht mehr lange. Doch das Glück ist an ihrer Seite: Sie findet Aufnahme in einer betreuten Wohngemeinschaft für demenzkranke Menschen. Hier haben Pflegerinnen und Pfleger noch Zeit, sich der alten Frau zu widmen, sie zu fördern, ihr zuzuhören. Nach nur einem Jahr sitzt sie morgens mit am Tisch, isst eigenständig, manchmal lacht sie sogar.

So kann es aussehen, wenn Pflege gelingt - die betreute Wohngemeinschaft ist der neue Arbeitsplatz von Brigitte Heinisch, jener streitbaren Altenpflegerin, die sich vor einigen Jahren entschloss, dem Schweigen über die Missstände in Altersheimen ein Ende zu machen, vor die Gerichte zu ziehen, die Öffentlichkeit zu suchen. Sie saß vor Fernsehkameras und in Talkrunden, erhielt Preise für Zivilcourage. Nun ist im Rowohlt Verlag ihr autobiografischer Report "Satt und sauber?" erschienen.

Ungewaschen ausgetrocknet ausgemergelt - Brigitte Heinisch "Satt und sauber? Eine | Kritik | Deutschlandradio Kultur

Senioren: Keine Angst vor dem Altenheim - Essen - DerWesten

Senioren : Keine Angst vor dem Altenheim

Essen, 03.07.2009, Christina Wandt
Eine Befragung der Essener Altenheime deckte zahlreiche Missstände auf. Doch Experten warnen jetzt vor Panik und falschen Verdächtigungen.


Senioren: Keine Angst vor dem Altenheim - Essen - DerWesten

Fälschungen von Pflegeprotokollen - Missstände in Pflegeheimen - München & Region - sueddeutsche.de

Fälschungen von Pflegeprotokollen Missstände in Pflegeheimen

18.06.2008, 19:19 2008-06-18 19:19:00

Von Sven Loerzer
"Bewohner schläft": Die Heimaufsicht ist auf Fälschungen gestoßen. Gleich mehrere Pflegekräfte hatten nötige Kontrollen unterlassen, aber als erledigt protokolliert.
Bei nächtlichen Überprüfungen in Münchner Pflegeheimen ist die Heimaufsicht auf Fälschungen gestoßen. Gleich mehrere Pflegekräfte hatten medizinisch nötige Leistungen unterlassen, aber schon im voraus als erledigt protokolliert. Die Stadt verhängte ein Beschäftigungsverbot und zeigte die Pflegekräfte an. Die Zahl solcher Fälle nimmt offenbar zu.


Fälschungen von Pflegeprotokollen - Missstände in Pflegeheimen - München & Region - sueddeutsche.de

Nach Misshandlungen in Augsburg: Neues Kontrollsystem für Pflegeheime gefordert | Aktuell | BR

Nach Misshandlungen in Augsburg Neues Kontrollsystem für Pflegeheime gefordert

In einem Seniorenheim in Augsburg ist es zu Übergriffen gegen Bewohner gekommen: Nach Angaben des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), dem Betreiber des Heims, hat ein Mitarbeiter alte Menschen geschlagen. Die Leiterin wusste offenbar von den Vorgängen, unternahm aber nichts. Kritiker fordern ein neues Kontrollsystem.
Stand: 25.01.2011
Wie das BRK mitteilte, soll der Mitarbeiter die Senioren nicht nur geschlagen haben, sondern ihnen auch ohne ärztlichen Rat Psychopharmaka verabreicht haben. Zudem soll es zu Missachtung der Hygienevorschriften und einem Fall von sexueller Belästigung gekommen sein, sagte BRK-Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk. Die Pflegekraft und die Leiterin des Heims wurden wegen der Mitte Januar bekannt gewordenen Vorfälle entlassen. Stärk geht davon aus, dass die Vorgesetzte über die Vorgänge Bescheid wusste, sie aber tolerierte.

Anonyme Briefe decken den Skandal auf

Nach Angaben Stärks wurde die Staatsanwaltschaft in Augsburg bereits informiert. Es sei eines der Prinzipien des BRK, Missstände offen anzusprechen und nichts zu vertuschen. In Augsburg herrsche leider ein Klima vor, bei dem sich Mitarbeiter nicht trauen, mit ihren Hinweisen zum BRK zu gehen. "Offenbar gab es auch Beschwerden von Pflegeschülern, die dann nicht weitergeleitet worden sind. Das halte ich für eine Entwicklung, die wir schnellstens stoppen müssen." Wie das städtische Gesundheitsamt mitteilte, hat das BRK bis zum Antritt der neuen Heimleitung im März einen freiwilligen Aufnahmestopp erlassen.
Claus Fussek | Bild: picture-alliance/dpa
Bildunterschrift: Claus Fussek
Den Skandal ins Rollen gebracht hat der Münchner Pflege-Kritiker Claus Fussek, der anonyme Briefe aus Augsburg erhalten hatte. Er leitete die Schriftstücke an das BRK weiter. "Von den Problemen wussten alle Pflegekräfte, Angehörigen und Seelsorger", sagte er. Und auch Kliniken und Bestatter seien häufig über die Missstände informiert. Schließlich sähen sie die alten Menschen bei der Einlieferung oder vor der Beerdigung aus nächster Nähe. Aus Angst vor wirtschaftlichen Einbußen meldeten sie ihre Beobachtungen aber nur selten: "Das Heim bucht sonst die Konkurrenz."...

Nach Misshandlungen in Augsburg: Neues Kontrollsystem für Pflegeheime gefordert | Aktuell | BR

2011-03-04

Schneller Tod im Heim | Leserbriefe | ZEIT ONLINE

Schneller Tod im Heim | Leserbriefe | ZEIT ONLINE

Sächsische Zeitung [online] - Chemnitz: Vogtland: RP machte Heim dicht

Sächsische Zeitung [online] - Chemnitz: Vogtland: RP machte Heim dicht

Pfleger prangert Missstände in Seniorenheimen an | all-in.de - das Allgäu online!

Pfleger prangert Missstände in Seniorenheimen an | all-in.de - das Allgäu online!

Über Missstände im Sozialen | Südwest Presse Online

Über Missstände im Sozialen


Mit ihrem ersten Roman "Die Heiligenscheinhändler" hat Ursa Koch buchstäblich ins Schwarze getroffen. Sie stellte kürzlich den Krimi in der Buchhandlung am Markt in Bad Urach vor.
Das Thema ist brisant. Geht es doch der Hauptfigur des Romans, Franka Maas, darum, Missstände in einer sozialen Einrichtung aufzudecken. Das ist alles andere als einfach. Als ihr Informant tot aufgefunden wird, schleust sich die engagierte Journalistin Franka Maas als Mitarbeiterin selbst in die Magdenwalder Heime ein. Nach und nach kommt sie den Vorgängen auf die Spur. Spenden und öffentliche Zuschüsse werden verschwendet, Mitarbeiter ungerecht behandelt und sexuell missbraucht. Sie selbst wird gemobbt.
Dass dieses Heim irgendwo in Deutschland stehen kann, zeigten die vielen Reaktionen per Mail oder in Briefen, die Ursa Koch nach Erscheinen des Buches bekam. "Die meisten Absender dachten, ich hätte über eine soziale Einrichtung in ihrer Nähe geschrieben," erzählte sie bei der Veranstaltung.

Über Missstände im Sozialen | Südwest Presse Online

Fall H.S.: Warnsignale schon vor 11 Jahren - News Region: Kanton Bern - bernerzeitung.ch

Möglicherweise hätte der heute 54-jährige Sozialtherapeut, der über 100 Behinderte missbraucht hat, bereits vor 11 Jahren gestoppt werden können. Die Verantwortlichen des Behindertenheims Interlaken hatten Hinweise, haben aber nicht gehandelt.

Fall H.S.: Warnsignale schon vor 11 Jahren - News Region: Kanton Bern - bernerzeitung.ch

2011-03-03

Kosten der Pflegeheime doppelt so hoch wie die Leistung der Pflegeversicherung

Bevor es heißt ich rede von Dingen, von denen ich keine Ahnung habe:
Ich habe seit meinem Examen in insgesamt vier Altenheimen gearbeitet und in allen war die Versorgung schlecht (weshalb ich letzten Endes gegangen bin), das Essen unter aller Sau, die Hygiene einer Müllhalde war besser und die Leute wurden von inkompetenten und unglernten "Schwestern" betreut. Was die Pflegestufen betrifft wurde viel gemauschelt, genauso in der Dokumentation (was ich aber nie mitgemacht habe, ich will ja schließlich nicht in den Knast). Also die Preise sind in keiner Weise nachzuvollziehen und im Endeffekt ist der Bereich der Altenpflege (wenn man den noch so nennen kann) eine einzige Gelddruckmaschine. Kontrollen von Seiten der Behörden fehlen oder werden angekündigt, so dass es kein Wunder ist, wenn an dem Tag der Kontrolle alles in Ordnung ist.

Der Staat sowie die Pflege- und Krankenkassen müssen endlich aufwachen und diesem unmenschlichen Treiben ein Ende machen. Aber sogar auf gezielte Anzeigen wird kaum reagiert. Betroffene Angehörige werden nicht ernst genommen und Pflegekräfte die positive Veränderungen durchsetzen wollen, werden rausgemobbed. Aufklärungen von Mißständen wie die vor etwa anderthalb Jahren in Stuttgart sind zwar ein Erfolg, aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein, denn in tausenden anderen Heimen sind die Zustände genauso schlecht und die Heime müssten geschlossen werden.

Letztendich deshalb bin ich aus der Pflege soweit raus, dass ich nun im Funktiondienst einer großen Klinik tätig bin und mit der Pflege so gut wie nichts mehr zu tun habe. Denn letztendlich werden für die Mißstände und deren Duldung die Pflegenden verantwortlich gemacht, die aber ihren Job verlieren, wenn sie nicht so parrieren, wie der Arbeitgeber das will: Nämlich Geld verdienen, Geld verdienen, Geld verdienen. Menschlichkeit, soziale Verantwortung und dergleichen gehen im heutigen Sozialsystem und in der Pflege total unter. Es gibt Ausnahman, aber nur sehr wenige.


Kosten der Pflegeheime doppelt so hoch wie die Leistung der Pflegeversicherung
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