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2014-02-25

Besuch bei Landminen-Opfern | kobinet-nachrichten


Besuch bei Landminen-Opfern

Veröffentlicht am


von Franz Schmahl



Mario Galla bei Minen-Opfern in Kambodscha

Mario Galla bei Minen-Opfern in Kambodscha
© Paul James Hay/Handicap International


München
(kobinet) Mario Galla begegnet in Kambodscha Landminen-Überlebenden und
Aktivisten, berichtet Handicap International. „Heute durfte ich Thun
Channareth treffen, der 1997 stellvertretend für die Internationale
Kampagne zum Verbot von Landminen den Friedensnobelpreis entgegennahm“,
schreibt Mario Galla in seinem Blog aus Kambodscha. Der Hamburger, der
einem breiten Publikum in Deutschland als „Model mit Prothese“ bekannt
wurde, besuchte im Februar Projekte und Partner von Handicap
International in dem asiatischen Land (Pressefotos auf http://bit.ly/1gyVTkQ).

Besonders beeindruckten Mario Galla die Begegnungen mit Menschen, die
seit einem Minenunfall mit schweren Behinderungen leben – darunter auch
Thun Channareth. Nach einem Minenunfall, bei dem er beide Beine
verloren hatte, entschied sich dieser für den Kampf gegen die
heimtückischen Waffen und wurde zur Galionsfigur der weltweiten
Landminenkampagne, die 1992 u.a. von Handicap International  gegründet
wurde. Besuch bei Landminen-Opfern | kobinet-nachrichten

2012-05-30

Handicap International: Presseerklärung 23.05.2012

Immer noch Landminen in Bosnien-Herzegowina - Aktionswettbewerb für Jugendliche

Presseerklärung vom 23.05.2012

 

Vor 20 Jahren begann im heutigen Bosnien-Herzegowina der Krieg, mit dessen Folgen die Menschen immer noch in vielfacher Weise konfrontiert sind. So sind nach dem Ende der Kämpfe Millionen von Landminen und Blindgängern liegengeblieben, die bis heute fast 1.700 Männer, Frauen und Kinder getötet haben. Weit über 6.000 Menschen haben einen Minenunfall überlebt und sind seither auf Unterstützung angewiesen.
Handicap International hat in einem langjährigen Projekt dazu beigetragen, dass die Überlebenden nachhaltig versorgt und die Minen geräumt werden. Heute sind vor allem lokale Entminungsteams in Bosnien-Herzegowina aktiv, die immer noch 2.8 % des Landes (1.443 km²) von Minen befreien müssen. Bis 2019 soll diese lebenswichtige Mission erfüllt sein.

Aus diesem Anlass veranstaltet Handicap International gemeinsam mit der Berliner tageszeitung einen Wettbewerb, der junge Menschen in Deutschland dazu animieren soll, sich mit den Folgen dieses Krieges zu beschäftigen: Wie wirken sich Minen im Alltag der Menschen, insbesondere auf Jugendliche, aus? Welche Rechte und Chancen haben die Überlebenden in der Nachkriegsgesellschaft? Aus den Recherchen sollen dann kreative Aktionen entstehen, mit denen die Informationen weitergetragen und die Betroffenen in Bosnien-Herzegowina unterstützt werden.

Teilnehmen können Einzelne oder Gruppen bis zu drei Personen von 16 bis 20 Jahren. Die Siegergruppe reist schließlich nach Bosnien-Herzegowina, um dort betroffene und engagierte Menschen zu treffen und wird in Blogs bei der taz und Handicap International über ihre Reise berichten.
Information:Dr. Eva Maria Fischer, Handicap International 089/54 76 06 13, 0176/99 28 41 Handicap International: Presseerklärung 23.05.2012

Uganda: Kampf der Minenopfer für ein neues Leben - SPIEGEL ONLINE

Die Überlebenden von Kitholhu

Das Grenzgebiet zwischen Uganda und dem Kongo ist ein Schlachtfeld - auch wenn die Kämpfe schon vor Jahrzehnten aufgehört haben. Doch die Minen sind noch da. Bis heute treten Menschen auf die Sprengfallen. Wer überlebt, ist auf Hilfsorganisationen angewiesen.

Uganda: Kampf der Minenopfer für ein neues Leben - SPIEGEL ONLINE

2011-09-02

Handicap International: Kämpfe um Tripolis - Handicap International bereitet sich auf erweiterten Einsatz vor

Handicap International bereitet sich auf einen Einsatz in den umkämpften Gebieten vor

Handicap International ist seit mehreren Monaten in Libyen aktiv und klärt über die Gefahren auf, die von Minen und anderen nicht explodierten Kriegsresten ausgehen. Die Organisation bereitet sich darauf vor, den Einsatz auf jene Gebiete auszudehnen, die von den jüngsten Auseinandersetzungen besonders betroffen sind.

Ein nicht erkennbarer Kriegsrest liegt im Sand, gesichert von Seilen und Warnschildern
Damit sie wiedergefunden werden und entschärft werden können, müssen explosive Kriegsüberreste markiert werden. © Handicap International
Seit mehreren Tagen dauern die Kämpfe zwischen den Streitkräften Muammar Gaddafis und den Aufständischen um die Vorherrschaft in der Hauptstadt Tripolis an. Handicap International ist dazu in der Lage, sehr schnell ein Team in die betroffenen Gebiete zu entsenden. Denn das Ende von Kampfhandlungen bedeutet nicht, dass alle Gefahr für die Zivilbevölkerung gebannt ist. So ist es sehr wahrscheinlich, dass im umkämpften Stadtgebiet explosive Kriegsreste gefunden werden (z.B. Artilleriegranaten, Granatwerfer, Raketen, Fernlenkgeschosse, Bodenminen, nicht explodierte Granaten), die für die Bevölkerung eine tödliche Gefahr darstellen. Die Organisation möchte die Risiken auswerten, denen sich die betroffene Bevölkerung gegenübersieht und, falls nötig, Präventionsmaßnahmen anbieten.

Einige Wochen nach dem Beginn der Unruhen in Libyen war bereits ein Team von Handicap International vor Ort, um eine Untersuchung der betroffenen Landesteile auf explosive Kriegsreste und die davon ausgehenden Gefahren durchzuführen. Die Untersuchung von Handicap International bestätigte die Vermutung, dass die explosiven Kriegsreste eine immense Gefahr für die Bevölkerung darstellen. Umfangreiche Räumungsarbeiten werden nach dem Ende der Auseinandersetzungen nötig sein. Um möglichst viele Unfälle zu vermeiden und Leben zu retten, hat die Organisation in der Zwischenzeit Informations-Aktionen und Veranstaltungen zur Minenaufklärung für die betroffenen Menschen ins Leben gerufen.

Eine große Reklametafel neben einer Straße mit warnenden Bildern zu Minen und explosiven Überresten
Unsere Reklametafeln mit Warnungen hängen direkt an großen Straßen © Handicap International
Handicap International sensibilisiert die Bevölkerung, vor allem die Kinder, für die Gefahren von Minen und explosiven Kriegsresten. In Benghazi bieten die Mitarbeiter von Handicap International Kurse an, um den Menschen die richtigen Verhaltensweisen gegenüber Minen und explosiven Kriegsresten nahe zu bringen: Sich nicht nähern, das Objekt nicht berühren, die Gefahrenzone markieren, die Teams von Handicap International und die lokalen Behörden informieren. Eine weitere Zielgruppe für diese Aktionen sind im Moment auch Beschäftigte von Privatfirmen, lokalen Behörden und anderen Hilfsorganisationen.

Seit dem 23. Juni führt Handicap International die Sensibilisierungs-Aktivitäten auch in Ajdabiya durch. Die Organisation hat so genannte „Scouts“, Pfadfinder, ausgebildet, die Materialien zur Minenaufklärung nach Misratah bringen, eine der besonders schwer getroffenen Regionen.

Übrigens: Der Übergangs-Nationalrat in Libyen hat in einer Presseerklärung vom 27. April 2011 erklärt, keine Bodenminen (Anti-Personen- und Anti-Fahrzeug-Minen) mehr einzusetzen und den Bestand zu vernichten. Der Nationalrat hat ebenfalls Bereitschaft geäußert, sich an Entminungs- und Minenaufklärungs-Aktivitäten zu beteiligen und sich um Opferhilfe zu kümmern.

Handicap International: Kämpfe um Tripolis - Handicap International bereitet sich auf erweiterten Einsatz vor
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