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2013-06-27

Warum dürfen Autisten nicht wählen? | MAIN-POST Nachrichten für Franken, Bayern und die Welt


WÜRZBURG
Warum dürfen Autisten nicht wählen?

Sechste Bürgerwerkstatt zum Aktionsplan Inklusion thematisiert die politische Teilhabe

 Sie sind Nichtwähler wider Willen: Sowie sie einen rechtlichen Betreuer in allen Belangen haben, ist es Menschen mit Behinderung nicht erlaubt, ihre Stimme abzugeben. Das ist dem Würzburger Grünen-Stadtrat Michael Gerr zufolge in kaum einem anderen Land so. Politische Teilhabe werde zudem dadurch erschwert, dass Wahlveranstaltungen in nicht barrierefreien Räumen stattfinden, so der Rollstuhlfahrer bei der sechsten Bürgerwerkstatt zur Erstellung des Kommunalen Aktionsplans Inklusion.
Warum dürfen Autisten nicht wählen? | MAIN-POST Nachrichten für Franken, Bayern und die Welt

2013-06-24

Gebärdensprache: Harte Schule, tolle Wirkung! | Quergedachtes | Ein Blog über Autismus

Gebärdensprache: Harte Schule, tolle Wirkung!

Einen Wunsch hatte ich schon als kleines Kind: Mit einem gehörlosen Nachbarn sprechen zu können. Mir war klar: Sprechen klappte zwar – er konnte ganz gut Lippenlesen – aber da musste es doch mehr geben. Rückwirkens betrachtet kann ich nicht einmal sagen ob ich damals Anfang der 80er Jahre schon wusste dass es eine Gebärdensprache gibt. Das tat aber auf keinen Fall meinem Wunsch mit den Nachbarn kommunizieren zu wollen einen Abbruch.
Die Jahre vergingen und immer wieder kam in mir der Gedanke hoch: Gebärdensprache möchtest Du gerne mal lernen. Wie es im Leben aber so ist: Gedanken kommen, Gedanken gehen. Und durch die immer mehr zunehmende Be- und Überlastung, spätestens ab der Abiturzeit, rückte auch der Wunsch nach dem erlernen einer neuen Sprache immer in weitere Ferne.
Vor einem Jahr jedoch nahm ich das Vorhaben die Deutsche Gebärdensprache (DGS) zu lernen zusammen mit meiner Frau in Angriff. Wir buchten einen einwöchigen Bildungsurlaub in der örtlichen Volkshochschule.
Gebärdensprache: Harte Schule, tolle Wirkung! | Quergedachtes | Ein Blog über Autismus

2013-06-13

Enthinderungsselbsthilfe von Autisten für Autisten (und Angehörige) Mangelnde Barrierefreiheit im Gesundheitswesen | Auties e.V.

Mangelnde Barrierefreiheit im Gesundheitswesen

Seit vielen Jahren bemüht sich die ESH durch politische Aktivität Barrieren für Autisten im deutschen Gesundheitswesen zu beseitigen. Die Erfahrung in diesem Sektor ist jedoch bis heute die einer nahezu vollkommenen Ignoranz. Seit Jahren muten verantwortliche Personen wider besseren Wissens Autisten gravierende Barrieren beim Zugang zu Gesundheitsleistungen zu. Diese Personen nehme die jährlichen Todesfälle durch diese Barrieren billigend in Kauf. Die folgende bisher nicht veröffentlichte ESH-Papier zum Thema stammt aus dem Jahr 2009 und ist z.B. der KBV auch seit diesem Jahr bekannt. Getan hat sich trotz Vertröstungen bis heute gar nichts. Diese unfassbare Ignoranz muß endlich eine Ende haben. Ohne öffentlichen Druck ist man offenbar nicht gewillt elementare Menschenrechte zu verwirklichen.

Enthinderungsselbsthilfe von Autisten für Autisten (und Angehörige) Mangelnde Barrierefreiheit im Gesundheitswesen | Auties e.V.

2012-12-18

Spiegel-Online-Artikel schürt Ausgrenzung | Piratenpartei Deutschland

Spiegel-Online-Artikel schürt Ausgrenzung

Die Piratenpartei Deutschland ist bestürzt über den Spiegel-Online-Artikel »Asperger-Syndrom: Blind für die Emotionen anderer Menschen« und hat beim deutschen Presserat Beschwerde eingelegt.

Der Artikel erweckt beim oberflächlichen Lesen den Eindruck, es gebe einen Zusammenhang zwischen dem Amoklauf in Newtown und Autismus. Neben der Tatsache, dass es bei dem Täter keine Diagnose gab, suggeriert der Artikel Autismus als Ursache des Amoklaufs. Die Piratenpartei Deutschland setzt sich für gesundheitliche Aufklärung und Inklusion von Menschen mit psychischen Störungen in der Gesellschaft ein.
»Das größte Problem für Menschen mit psychischen Störungen oder von der Norm abweichendem Denken und Erleben ist in der Regel nicht ihre ›Krankheit‹, sondern die Ausgrenzung durch die ›normale‹ Gesellschaft, die sie täglich erfahren«, sagt Xenjia Wagner, Koordinatorin der Arbeitsgruppe Psyche in der Piratenpartei Deutschland.
»Diese Ausgrenzung basiert in der Regel auf Unkenntnis und Angst und wird durch Artikel wie den vorliegenden geschürt.«
»Aufgrund von Vermutungen in einem Einzelfall einen Zusammenhang zwischen Autismus und dem Massenmord in Newtown oder Amokläufen generell herzustellen ist nicht zu akzeptieren. Mit dieser Art von Berichterstattung werden Menschen auf unverantwortliche Weise diskriminiert und von den eigentlichen Ursachen und Problemen abgelenkt«, ergänzt Klaus Peukert, Mitglied des Bundesvorstands der Piratenpartei Deutschland.
Das Thema psychische Gesundheit soll auch bei dem Gesundheitspolitischen Kongress der PIRATEN am 2./3. Februar 2013 in Essen eine wichtige Rolle spielen.[2] Dazu laden die PIRATEN alle Interessierten – insbesondere auch Vertreter der Presse – zu konstruktiven Gesprächen ein.
[1] http://www.spiegel.de/gesundheit/psychologie/adam-lanza-litt-der-amoklaeufer-von-newtown-am-asperger-syndrom-a-873088.html
[2] https://wiki.piratenpartei.de/Gesundheitspiraten/Gesundheitskongress
Veröffentlicht am unter Gesellschaftliche Teilhabe, Pressemitteilungen und tagged , .
Hier der permanente Link zu diesem Artikel.

Spiegel-Online-Artikel schürt Ausgrenzung | Piratenpartei Deutschland



 Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen/Artikel 8 - Bewusstseinsbildung – BMKzWiki

Newtown-Berichterstattung: Autisten verurteilen Stigmatisierung - SPIEGEL ONLINE


Newtown-Berichterstattung: Autisten verurteilen Stigmatisierung

Es gibt Hinweise, dass der Newtown-Attentäter Adam Lanza möglicherweise Asperger-Autist war. Die Berichterstattung darüber hat eine Debatte entfacht: Verbände, Organisationen und Blogger melden sich zu Wort, um gegen eine Stigmatisierung von Autisten und falsche Vorurteile zu kämpfen.
Newtown-Berichterstattung: Autisten verurteilen Stigmatisierung - SPIEGEL ONLINE

2012-12-17

Amoklauf in Newtown: "Ich heiße Sabine und bin keine Mörderin" | Panorama - Frankfurter Rundschau


Amoklauf in Newtown 

"Ich heiße Sabine und bin keine Mörderin"

 Von 
 
Zeugen beschreiben an Lanza einige Eigenschaften, die typisch für Autisten sind. Ein Beweis ist das noch lange nicht.  Foto: dapd
Der Mörder von Newtown litt möglicherweise am Asperger-Syndrom, spekulieren Medien und stellen eine Verbindung her zu dessen Gefühlskälte. Betroffene finden das diskriminierend und machen ihrem Ärger in Blogs Luft.
Amoklauf in Newtown: "Ich heiße Sabine und bin keine Mörderin" | Panorama - Frankfurter Rundschau

Autismus: Das Medienbild und die Wirklichkeit | quergedachtes


Autismus: 

Das Medienbild und die Wirklichkeit

Liebe Medienvertreter und Journalisten: Diesen Blogpost schreibe ich (fast) nur für Euch. Allerdings wird es kein vorweihnachtliches Adventsgeschenkt, vielmehr wird es wohl die Rute des Knecht Ruprecht die hier zum Einsatz kommt. Aber immer in der Hoffnung das, bleibt man beim Bild des Knecht Ruprecht, ihr im kommenden Jahr stets bestrebt sein werdet in der kommenden Weihnachtszeit vom Nikolaus beschenkt zu werden.
Der Anlass für mein Blogpost an Euch ist in doppeltem Sinne äußerst traurig. Gestern gab es in den USA einen Amoklauf an einer Grundschule. Fast 30 Menschen, darunter 20 Kinder, sind zu Tode gekommen. Es ist schlimm dass sowas passiert und es ist richtig dass in den Medien darüber berichtet diskutiert wird.
Nicht weniger schlimm ist, für mich als Autisten, aber manchmal auch in welcher Weise über solche Ereignisse berichtet wird. Autismus: Das Medienbild und die Wirklichkeit | quergedachtes

 Themen und Köpfe – Angriff der Killerautisten – TUK2 mit @wendelherz und @h4wkey3

Mein Name ist Sabine und ich bin keine Massenmörderin (Ein Statement zur Medienberichterstattung) « Ich bin Autistin – Asperger-Syndrom bei Frauen




Mein Name ist Sabine und ich bin keine Massenmörderin 

(Ein Statement zur Medienberichterstattung)

Es ist schrecklich, was gestern in den USA an einer Grundschule geschehen ist. Ein junger Mann hat bei einem Amoklauf 27 Menschen – darunter viele Kinder im Alter zwischen 5 und 10 Jahren – getötet und am Ende dieser unvorstellbaren Tat sich selber erschossen. Unbegreiflich, wie ein Mensch zu einem solchen Verbrechen fähig sein kann. Weil die Menschen begreifen wollen, suchen sie nach einer Erklärung, nach dem „Warum“?
Und dann steht es plötzlich in nahezu allen Medienberichten:
„Der Täter war Autist. Er litt am Asperger-Syndrom.“
So weit ich informiert bin, sind das bisher nur Vermutungen. Vermutungen, die lediglich aus dem Verhalten des Amokläufers geschlossen werden. Aber sie verbreiten sich schnell. So schnell, dass sie nicht mehr aufzuhalten sind. Überall liest man, dass der Täter emotionslos war, kamerascheu. Dass er wenig sprach und von Klassenkameraden als unauffälliger Einzelgänger beschrieben wurde.
Macht ihn das zum Autist?
Und – macht ihn das zu einem Massenmörder?
Wurde er zum Massenmörder, weil er autistisch war?
Ist es das, was die vielen Berichte in den Medien vermitteln wollen?
Das Asperger-Syndrom als Erklärung für den Mord an 27 Menschen?
Spiegel-Online widmet gleich einen ganzen Artikel dem Asperger-Syndrom im Zusammenhang mit dem Amokläufer von Newtown und schreibt unter anderem:
weiterlesen:
Mein Name ist Sabine und ich bin keine Massenmörderin (Ein Statement zur Medienberichterstattung) « Ich bin Autistin – Asperger-Syndrom bei Frauen

 Amokläufe: Die Rolle von Psychopharmaka - Robert Grözinger - eigentümlich frei

2012-10-15

Bericht der Enthinderungsselbsthilfe von Autisten für Autisten (und Angehörige) - ESH zur Stand der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

Bericht der Enthinderungsselbsthilfe von Autisten für Autisten (und Angehörige) - ESH zur Stand der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

http://autisten.enthinderung.de
autisten@enthinderung.de

für die deutschsprachige Region
Grobübersetzung der englischsprachigen Originalfassung vom 26.3.2011
aufgrund vielfacher Nachfrage nach einer deutschen Fassung
Version vom 12.10.2012

Dies ist ein unvollständiger Bericht, welcher keinen umfassenden Überblick über die Situation von Autisten in der deutschsprachigen Region bietet.

 Einleitung
1. Die Enthinderungsselbsthilfe von Autisten für Autisten (und Angehörige) – ESH freut sich diesen zusätzlichen Bericht über die Situation von Autisten in der deutschsprachigen Region präsentieren zu dürfen. Autisten sind eine recht eigene Bevölkerungsgruppe und werden von der sonstigen Bevölkerung oft nicht verstanden. Daraus ergibt sich, daß viel grobes und gefährliches Unrecht oft gar nicht als solches erkannt wird. Die meisten der Autismus- Selbsthilfe-Gruppen werden durch Eltern oder "Experten" (d.h. Wissenschaftler, Therapeuten oder andere Personen, die mit Autisten auf beruflichem Weg arbeiten) dominiert. Diese Gruppen werden von Autisten scharf für deren Missverstehen autistischer Bedürfnisse kritisiert. Daher können sie nicht die Funktion der Bewegung einer Autismus- Selbsthilfe-Gruppe erfüllen. Dennoch werden vor allem sie von den meisten staatlichen Einrichtungen anerkannt. Dies führt zu einer heiklen Situation, die nicht mit der UNBehindertenrechtskonvention vereinbar ist, wie sie im deutschsprachigen Raum durch Deutschland und Österreich ratifiziert wurde. In der Schweiz wird die Konvention im Parlament diskutiert.
2. Das Ziel dieses Berichtes ist es, einen ersten Einblick in die tatsächliche Dimension derProbleme zu bieten, wie sie sich Autisten darstellen. Da das gesamte Ausmaß der Probleme sehr komplex ist und nur auf einer soliden Grundlage des Verstehens von Autismus erfasst werden kann, ist anzunehmen, dass die meisten Menschen diese Voraussetzungen nicht erfüllen.
3. Da die ESH von den meisten staatlichen Stellen ausgegrenzt wird, war es uns unmöglich Inhalte zum offiziellen Staatenbericht beizutragen. Aus diesem Grund präsentiert die ESH einen eigenen Schattenbericht. (...)
CRPD.ESH_2011_DE.pdf (application/pdf Object)

2012-06-19

Video: Genies mit Handicap - ProSieben

 

Genies mit Handicap

 Beschreibung: Galileo stellt Ihnen drei Menschen vor, die in Ihrem Fachgebiet die Besten der Welt sind. Doch ohne Hilfe sind sie im Alltag verloren. Wir wollen anhand ihrer Lebensgeschichte wissen, woher ihre herausragenden Fähigkeiten kommen, und mit welchen Problemen sie im Alltag kämpfen müssen.
Dieser Beitrag behandelt besten, Fähigkeiten und Galileo. Andere Themen sind Lebensgeschichten und Fachgebiet. Gleichzeitig begutachtet das Video die Themen Hilfe, Genie und Handicap.
Video: Genies mit Handicap - ProSieben

2012-04-16

Shocking Video of School Torturing Student With Disabilities Released | Care2 Causes

Shocking Video of School Torturing Student With Disabilities Released

Shocking Video of School Torturing Student With Disabilities Released 
There are definitely ways to teach autistic children and children with disabilities that are effective and that take into account their different, individual, unique ways of being and interacting in the world. Unfortunately schools that often make the news employ “methods” that violate a child’s rights and that, sickeningly, cause physical and even psychological abuse. One such school is the Judge Rotenberg Educational Center (JREC) in Canton, Massachusetts, which has long been known — been notorious — for its use of electric shock to discipline students with disabilities including autism, mental retardation or emotional-behavioral issues.
On Tuesday, a stomach-turning video of a student at the JREC who was restrained and shocked for hours was played in court. Then 18-year-old Andre McCollins was a student at the JREC in 2002 when he was shocked 31 times on October 25 of that year because, as the video reveals, he refused to take off his coat. His mother, Cheryl, has filed a lawsuit.
Shocking Video of School Torturing Student With Disabilities Released | Care2 Causes

2012-04-05

Inklusion - Illusion - barefaces Jimdo-Page!

Inklusion - Illusion

Am Montag beginnt meine Ausstellung The Art of Inklusion im Neuen Rathaus in Leipzig.
Die Kunst der Inklusion -  ein schwieriges Thema. Überall und jederman redet von Inklusion, ja manch einer schreit es förmlich in die Welt. Aber wie steht es denn wirklich mit der Inklusion autistischer Menschen? Ist die Gesellschaft wirklich bereit zum Mitmensch-Sein mit autistischen Menschen und wie zeigt man uns autistischen Menschen diese Bereitschaft. Indem immer wieder autistische Kinder aufgrund ihrer Behinderung von Schulen fliegen, auch von speziellen Schulen für Autisten? Indem 95% aller Autisten in Deutschland arbeitslos sind? Indem die Eltern autistischer Kinder mit den Ämtern um Frühförderung kämpfen müssen? Indem sie sich von den Krankenkassen Pflegestufen und Hilfsmittel wie Sprachcomputer erstreiten müssen? Indem sie von Ärzten auf oft monatelange Odyseen geschickt werden? Indem man sie warten läßt und durch die oft sehr späte Diagnose viel wertvolle Zeit verloren geht? Inklusion ist ein schönes großes Wort, was im Moment aber eher nach Illusion klingt. Heute haben wir keine Inklusion, aber das heißt nur, dass wir weiterhin darum kämpfen müssen. Aus diesem Grund gibt es The Art of Inclusion. In der Kunst ist es schon heute möglich Inklusion auf allen Ebenen zu erreichen und zu zeigen. Über 80 Persönlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft und Politik haben zum Stift oder zum Pinsel gegriffen und das "halbe" Gesicht vervollständigt, welches ich Ihnen zugeschickt habe. Vom 2.4.-13.4.2012 sind 39 dieser tollen Kunstwerke im Neuen Rathaus in Leipzig zu sehen. Die Ausstellung findet unter der Schirmherrschaft von Leipzig OBM und AoI-Co-Zeichner Burkhard Jung statt. Ich freue mich, zum 5. Weltautismustag den 1. Geburtstag von The Art of Inclusion feiern zu können und freue mich auf ein interessantes Jahr im Sinne der Inklusion.
Inklusion - Illusion - barefaces Jimdo-Page!

2012-01-31

Asperger Syndrom - Leben in Gefangenschaft? (Zwangsunterbringung, Therapie, zwangseinweisung)

Asperger Syndrom - Leben in Gefangenschaft?

Frage von DER1997
Hallo, ich bin 14 und hatte vor ca. 2-3 Monaten bei einer Klinik einen Test gemacht, wo bei mir das Asperger Syndrom festgestellt wurde. (..)Jedoch bestreite ich das ich ein Aspi bin, da ich mich mal im I-Net genauer über diese Krankheit informiert habe und feststellen muss, dass keins der Syndrome auf mich zu trifft. Nur leider kann ich niemanden davon überzeugen. Seitdem darf ich auch nicht mehr in die Schule (Hauptschule), sondern bleibe zu Hause. Und das obwohl ich schulpflichtig bin. Am Anfang fand ich es ja ganz cool das ich nicht mehr in die Schule sollte (ich dachte, das wäre nur für 1, 2 Wochen), aber mittlerweile finde ich es echt Schei... Ich sage meinen Eltern immer dass ich wieder in die Schule will, aber die sagen das ich in eine Schule für Asperger muss. Meine Eltern organisieren für mich auch eine Anstalt für Asperger in die ich gehen soll.
Und jetzt meine Frage: Kann man mich gegen meinen Willen zwangseinweisen? Ich hatte noch nie Suizid Gedanken oder ähnliches und bin immer gegen Gewalt und habe auch noch nie eine Straftat begangen. Ich will einfach wieder in meine normale Hauptschule, früher hatts ja auch geklappt.

Asperger Syndrom - Leben in Gefangenschaft? (Zwangsunterbringung, Therapie, zwangseinweisung)

2012-01-22

Autist in der Psychiatrie: Eltern erheben Vorwürfe gegen Gesundheitsdirektion - Bern - derbund.ch

Autist in der Psychiatrie: Eltern erheben Vorwürfe gegen Gesundheitsdirektion

Der 33-jährige Autist Bernd Zaugg lebt seit einem Jahr in der Psychiatrie in Münsingen, weil ein passender Heimplatz für ihn fehlt.
Bernd Zaugg wurde bis Ende 2010 intensiv betreut. Jetzt lebt er im Psychiatriezentrum Münsingen.
Bernd Zaugg wurde bis Ende 2010 intensiv betreut. Jetzt lebt er im Psychiatriezentrum Münsingen.
Bild: Valérie Chételat (Archiv)
Alice Zaugg ist aufgewühlt. «Es ist eine Katastrophe», sagt die Mutter auf die Frage, wie es ihrem Sohn Bernd gehe. Der 33-Jährige ist Autist. Weil sich im Kanton Bern kein Heimplatz für ihn finden lässt, lebt er seit einem Jahr im Psychiatriezentrum Münsingen. Alice Zaugg greift zu harten Worten, wenn sie davon erzählt: «Er ist in der Psychi eingesperrt und wird völlig vernachlässigt.»
Autist in der Psychiatrie: Eltern erheben Vorwürfe gegen Gesundheitsdirektion - Bern - derbund.ch

2011-11-22

Im Weltraum gibt es keine Gefühle - film-dienst - Kritiken

Im Weltraum gibt es keine Gefühle
Wenn schon „Krüppel im Film“, dann „Superkrüppel“! Solche wie etwa der blinde Anwalt in der Comic-Adaption „Daredevil“ (fd 35 858): Der tritt trotz seiner Blindheit und dank außergewöhnlicher Kräfte als mutiger Rächer auf. Auch der von Dustin Hoffman gespielte Autist aus „Rain Man“ (fd 27 420) ist zwar in Alltagsdingen vollkommen hilflos, erweist sich aber als verblüffender Gedächtniskünstler. Mit seinem Begriff des „Supercrip“ hat der englische Kulturkritiker Paul Darke darauf hingewiesen, dass Behinderte in den Medien meist mit exorbitanten Fähigkeiten punkten müssen, um der Aufmerksamkeit des Zuschauers würdig zu sein: Steht deine Leinwandtauglichkeit in Frage, brauchst du eine Geheimwaffe, ein Alleinstellungsmerkmal – sonst wirst du aussortiert. Andreas Öhmans Coming-of-Age-Film ist die wohltuende Ausnahme von der weithin immer noch vorherrschenden „Supercrip“-Regel. Sein Protagonist Simon leidet am Asperger-Syndrom, einer leichten Form von Autismus. Ein hübscher Junge, etwas über 20, intelligent, aber kein Überflieger in irgendeiner Kategorie, in der andere Normalwerte erreichen.
film-dienst - Kritiken


Bildhauerin bis zum Wahnsinn: Camille Claudel

Das tragisches Schicksal der französischen Bildhauerin und Schülerin Rodins in szenischer Lesung beim Kunstverein Gundelfingen.
  1. Schauspielerin Lore Seichter-Muráth Foto: Andrea Steinhart 


GUNDELFINGEN. "Klappern der Hufeisen auf Kopfsteinpflaster. Pferde wiehern. Räder quietschen. Der Kutscher spuckt und flucht und lässt die Peitsche knallen"– Mehr Szene als Lesung heißt das Motto von Lore Seichter-Muráth, die bei der szenischen Lesung am Sonntagabend im Gundelfinger Rathausfoyer gekonnt in die Rolle der Camille Claudel schlüpfte.

"Das Ziel des kastenförmigen Einspänners ist die Irrenanstalt in Ville-Evrard. Dort lebte Camille Claudel 30 Jahre in Einsamkeit, bis sie starb und in einem Massengrab verscharrt wurde." Fast glaubte man, das gerade Gehörte real zu erleben. Wie kaum eine andere versteht es die Schauspielerin Seichter-Muráth, geschriebene Szenen lebendig werden zu lassen.

Auf Einladung des Kunstvereins Gundelfingen kam die in Berlin lebende Schauspielerin nun bereits zum zweiten Mal, um dieses Mal von den tragischen Verhältnissen der Bildhauerin Camille Claudel, die von 1864 bis 1943 lebte, zu erzählen. Mit ihren selbstverfassten Texten, ihrer Stimme und Mimik schaffte sie es, das Leben der französischen Bildhauerin derart lebendig werden zu lassen, dass die Zuhörer mitfühlten und mitlitten.

"Erst ein halbes Jahrhundert nach ihrem Tod wurde die Bildhauerin Camille Claudel als das entdeckt, was sie war : eine herausragende Künstlerin."
www.badische-zeitung.de

2011-08-20

Chance oder Risiko? Neuer vorgeburtlicher Test auf Down Syndrom, 09:20: WDR 5

Sendung vom 19.08.2011, 09:20 bis 10:00 Uhr

2-jähriges Mädchen mit Down-Syndrom während einer Sitzung der Physiotherapie, Rechte: dpa
Wie beurteilen Sie solche frühen, gefahrlosen Tests?

Chance oder Risiko? Neuer vorgeburtlicher Test auf Down Syndrom


Die Erbinformationen eines Fötus können jetzt vollständig entschlüsselt werden. Eine Blutprobe der Mutter genügt, es besteht also weder Gefahr für die Mutter noch das Kind. Dies alles soll angeblich eine neue Technik leisten. Bereits 2012 wird ein Test auf den Markt kommen, der viel früher als bisher Ergebnisse für das Down Syndrom liefert.
Einerseits ein großer Fortschritt, denn bisher konnte nur eine Fruchtwasseruntersuchung Sicherheit geben, eine Untersuchung, die ein relativ hohes Risiko auf eine Fehlgeburt in sich birgt. Andererseits warnen kritische Stimmen, dass bereits jetzt neun von zehn Schwangeren abtreiben lassen, wenn diese Behinderung festgestellt wird. Sollte ein Test früher und gefahrloser möglich sein und in naher Zukunft auch Aussagen über Autismus, erbliche Blindheit oder die Anfälligkeit für Krebs oder Alzheimer machen, steige die Gefahr, dass die Zahl der Abtreibungen steigen wird.Wie beurteilen Sie solche frühen, gefahrlosen Tests? Sehen Sie eher die Chance, dass Fehlgeburten vermieden werden können oder die Frauen eine Abtreibung vornehmen lassen können, wenn noch keine Beziehung zu dem Fötus aufgebaut wurde? Oder fürchten Sie, dass Schwangerschaft unter Vorbehalt künftig sozialer Standard werden?
Studiogast: Prof. Peter Propping, Ehem. Direktor des Instituts für Humangenetik an der Universität Bonn
Rufen Sie uns an - kostenlos unter 0800 / 56 78 555
Redaktion:
Ursula Daalmann

Chance oder Risiko? Neuer vorgeburtlicher Test auf Down Syndrom, 09:20: WDR 5

2011-07-24

Rudely Interrupted - Wie fünf behinderte Musiker Australien erobern - Kultur - Berliner Morgenpost - Berlin

Rudely Interrupted

Wie fünf behinderte Musiker Australien erobern


Er ist blind, Autist, Epileptiker und hat einen offenen Gaumen: Trotzdem gelingt Rory Burnside mit seiner Band "Rudely Interrupted" in Australien gerade der Durchbruch – obwohl, oder vielleicht gerade weil die Mitglieder behindert sind.

Rudely Interrupted
Foto: HO/Rudely Interrupted
Die australische Band "Rudely Interrupted" besteht aus behinderten Menschen und nicht aus menschlichen Maschinen. Sie machen richtig gute Musik
Der Gitarrist und Sänger Rory Burnside wurde blind geboren, mit gespaltener Lippe und mit offenem Gaumen. Später stellte man bei ihm das Asperger-Syndrom, eine autistische Verhaltensstörung, fest, zuletzt Epilepsie. Jetzt ist er das Gesicht der Rockband Rudely Interrupted, Burnside gilt als Star der Gruppe. Er ist 24 und singt durch die Nase wie Bob Dylan. Er spielt die Gitarre aus der Hüfte und verkehrt herum wie Jimi Hendrix. Und er tanzt mit fliegenden Händen wie Joe Cocker. „Manches kann ich schwerer kontrollieren“, sagt er, „manches dafür umso besser.“

Das absolute Gehör

Dank seiner Behinderungen besitzt Rory Burnside das absolute Gehör. Bereits als Kleinkind soll er das Klavier im Haus intuitiv gemeistert haben. Unbekümmert tritt er auf die Bühne, und so sehr er sich versenkt in seinen Vortrag, so gern unterbricht er sich dabei, um seine Mutter anzurufen. „Er hat keine Vorstellungen von sozialen Normen“, sagt die Mutter. Damit ist er der geborene Rocksänger. Die Menschheit ist von ihm und seiner Band begeistert, von ihren Konzerten und den Videos bei Youtube.

Rudely Interrupted - Wie fünf behinderte Musiker Australien erobern - Kultur - Berliner Morgenpost - Berlin

2011-04-16

Normal leben als Autist « Meine Welt ist anders – Leben mit dem Asperger-Syndrom

Normal leben als Autist

Zu Beginn des Jahres wurde von der Familie Mebus-Körmann eine Stiftung zur Förderung autistischer Menschen gegründet. Hauptintention der Stiftung ist es, autistischen Kindern den Besuch an einer Regelschule zu ermöglichen. Dafür sollen u.a. Lehrer speziell geschult werden und Schulen entsprechend unterstützt werden.
Gestern strahlte der WDR in seinem Regionalprogramm einen Beitrag über die Gründer der Mebus-Körmann-Stiftung aus, der für alle, die die Sendung verpasst haben, nun auch über die WDR-Mediathek angesehen werden kann.
Hier der Link zum Beitrag der Lokalzeit Bergisches Land: Normal leben als Autist
Der bisherige Lebenslauf von Erik Körmann zeigt, dass autistische Menschen durchaus in der Lage sind, eine Regelschule zu besuchen und erfolgreich abzuschließen. Es bedarf natürlich der Akzeptanz und des Engagements und Unterstützung durch LehrerInnen und Schulen.

Normal leben als Autist « Meine Welt ist anders – Leben mit dem Asperger-Syndrom

2011-04-02

Potsdamer Autismustag mit starker Resonanz -- kobinet

02.04.2011 - 21:23

Potsdamer Autismustag mit starker Resonanz.

Potsdam (kobinet) Der heutige Autismustag im Potsdamer Berufsbildungswerk im Oberlinhaus war ein voller Erfolg: Gut 320 Betroffene, Angehörige, Fachleute und weitere Interessierte nutzen die Gelegenheit, sich zu informieren und Kontakte zu knüpfen, teilten die Veranstalter mit.

Die Veranstaltung fand in diesem Jahr zum dritten Mal und erstmalig in Potsdam statt. Das Besondere an diesem Tag war, dass Autisten – Experten in eigener Sache – als Referenten zu Wort gekommen sind. Unter dem übergeordneten Motto „Miteinander sprechen, statt übereinander“ gab es sieben Vorträge von Autisten mit unterschiedlichen Schwerpunkten, z. B. über die Möglichkeiten von Autisten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt oder über das gleichzeitige Auftreten von Autismus und ADHS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom) bis hin zu Möglichkeiten der Stressbewältigung für Autisten.

Potsdamer Autismustag mit starker Resonanz -- kobinet

Es gibt nichts was Autisten nicht können! « Realitaetsfilter

Special zum Welt-Autismustag 2011
Anlässlich des diesjährigen Welt-Autismustages unterbreche ich meine Reihe „Autismus quergedacht“ und präsentiere heute ein kleines Special das in Teilen persönlicher angehaucht ist als meine anderen Beiträge.
Welt-Autismustag, da fragen sich viele: Was ist das überhaupt und was will man damit erreichen?
Zuerst einmal ein paar Fakten:
Der Welt-Autismustag wurde am 18.12.2007 von der UN in der 76. Plenarsitzung beschlossen. Er wird seit dem 02.04.2008 begangen und soll, nach Willen der UN, über Autismus aufklären, für das Thema sensibilisieren und in der Gesellschaft das Bewusstsein für Autismus schärfen.
So weit, so gut. Kürzlich war erst der Welt-Down-Syndrom-Tag und abseits einiger sehr wertvoller Beiträge hat man leider nicht viel davon mitbekommen. Ein Tag des Waldes, der Bäume usw. ist in den Medien leider wesentlich präsenter. Das soll mich aber nicht davon abhalten, meinen kleinen Beitrag zum Tag des Autismus zu leisten. Ich möchte hierfür eine Frage aufgreifen die mir vor kurzem gestellt wurde und sich in meinen Augen sehr gut dafür eignet über Autismus und Autisten aufzuklären. Natürlich, wie sollte es auch anders sein, birgt sie aber auch viel Sprengstoff und wird daher von mir aus verschiedenen Perspektiven und durchaus mit dem einen oder anderen Hinweis an Nichtautisten verbunden beleuchtet.
Die Frage der Fragen lautete: Was können Autisten eigentlich nicht?

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