Posts mit dem Label Ruhigstellung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Ruhigstellung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

2013-11-29

Zu viele Psychopillen für Kinder, zu viele Beruhigungsmittel für demente Senioren und viele Wirkstoffe gleichzeitig für ältere Menschen - BARMER GEK Krankenkasse - Arzneimittelreport 2013


Barmer GEK Arzneimittelreport 2013 

Ein Drittel der über 65-Jährigen nimmt mehr als fünf Arzneimittelwirkstoffen täglich

Zu viele Psychopillen für Kinder, zu viele Beruhigungsmittel für demente Senioren und viele Wirkstoffe gleichzeitig für ältere Menschen – zu diesen Feststellungen kommt der Arzneimittelreport 2013 der Barmer GEK.
Titelseite BARMER GEK Arzneimittelreport 2013

Barmer GEK Arzneimittelreport 2013

"Gerade die Ergebnisse zur Polypharmazie zeigen, dass wir dringend mehr Vernetzung und Transparenz im Gesundheitswesen brauchen", resümiert Dr. Rolf-Ulrich Schlenker, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Barmer GEK. "Hätten wir die elektronische Gesundheitskarte, das elektronische Rezept und die elektronische Patientenakte, hätten behandelnde Ärzte und auch Apotheker einen viel besseren Überblick über die Arzneimitteltherapie." Die riskante Multimedikation ließe sich durch elektronische Vernetzung viel besser steuern. Es müsse endlich Schluss sein mit der Blockadepolitik namhafter Ärztefunktionäre gegen eine moderne Telematikinfrastruktur.
Basierend auf Daten von 2,1 Millionen Versicherten über 65 Jahre haben die Autoren des Arzneimittelreports um den Bremer Versorgungsforscher Prof. Dr. Gerd Glaeske analysiert, wie häufig Patienten mehrere Arzneimittelwirkstoffe parallel verordnet bekommen. Dabei zeigte sich, dass ein Drittel der Versicherten von Polypharmazie betroffen ist, also täglich mehr als fünf Arzneimittelwirkstoffe einnimmt. Bei den Hochbetagten zwischen 80 und 94 Jahren ist fast jeder Zweite betroffen. Im Durchschnitt nehmen Männer über 65 Jahre täglich 7,3 Wirkstoffe ein, bei Frauen dieser Altersgruppe sind es 7,2. Glaeske: "Darunter leidet vor allem auch die Therapietreue."
Besorgniserregend hoch stufen die Bremer Forscher die Verordnungszahlen von Antipsychotika für Kinder und Jugendliche ein. Von 2005 bis 2012 sind die Verschreibungen um 41 Prozent gestiegen. Verursacht werden die Zuwächse vor allem durch neuere Präparate (+ 129 Prozent), während die Verschreibungen älterer Medikamente leicht rückläufig sind. Ein differenziertes Bild zeigt der Blick auf einzelne Altersgruppen. Bei Kleinkindern bis vier Jahren verschreiben Ärzte kaum noch Antipsychotika. Bei allen anderen steigen die Verordnungszahlen, am stärksten bei den 10- bis 14-Jährigen. "Eine medizinische Erklärung dafür lässt sich nicht direkt herleiten", betont Glaeske. Weder zeigten Studien einen Anstieg psychiatrischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen, noch hätten sich die relevanten Therapieempfehlungen geändert. Zudem dürfe man nicht ausblenden, dass Antipsychotika zum Teil gravierende unerwünschte Wirkungen haben.
Kritisch bewertet das Autorenteam vom Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen den Einsatz von so genannten Benzodiazepinen bei Menschen mit einer Demenzerkrankung. Diese Schlaf- und Beruhigungsmittel wurden 2010 rund 3.500 Versicherten der Barmer GEK verschrieben. "Das Risiko, Benzodiazepine verordnet zu bekommen, ist bei Menschen mit Demenz um das 1,5-fache erhöht", so Glaeske. Mit dem Wirkstoff verbunden sei ein Verlust kognitiver Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit, Erinnerung oder Lernen. Glaeske: "Ohne Zweifel sind viele ältere Menschen von Benzodiazepin-haltigen Arzneimitteln abhängig. Sie bekommen sie vermutlich oft nur, um quälende Entzugssymptome zu vermeiden." Denkbar sei jedoch, dass sich nach langen Jahren der Abhängigkeit eher eine Demenz entwickle als bei Menschen, die deutlich seltener solche Mittel eingenommen haben.

Für Sie zum Herunterladen:

BARMER GEK Krankenkasse - Arzneimittelreport 2013

2013-07-06

„Pflege ist wie Folter!“: Experten decken skandalöse Zustände auf | Politik & Wirtschaft - Berliner Kurier


Freitag, 5. Juli 2013

„Pflege ist wie Folter!“: Experten decken skandalöse Zustände auf

Köln –   Alte Menschen, die ans Bett gefesselt oder mit Psychopharmaka ruhiggestellt werden. Die zu wenig Essen und Trinken bekommen. Die wegen nächtlicher Pflegemaßnahmen unter Schlafentzug leiden – in vielen deutschen Pflegeheimen sind die Tatbestände der Folter erfüllt, so die Pflegeexperten Claus Fussek und Gottlob Schober.
Rund 50.000 Zuschriften und Telefonanrufe – meist von verzweifelten und überforderten Pflegern – haben die Autoren („Es ist genug!“, Knaur Taschenbuch) ausgewertet.
„Pflege ist wie Folter!“: Experten decken skandalöse Zustände auf | Politik & Wirtschaft - Berliner Kurier

 „Zustände, schlimmer wie im Gefängnis”

 Interview: Pflege-Experte beklagt kollektive Verdrängung | tagesschau.de

Im Netz der Pflegemafia: Wie mit menschenunwürdiger Pflege Geschäfte gemacht werden - Claus Fussek, Gottlob Schober - Google Books

Dinslaken: VdK-Weckruf: Thema "Pflege" nicht vergessen

 Berlin: Pflegepersonal klagt über hohe Belastung

Altenpflege in Bayern - Arbeiten am Limit - Bayern - Süddeutsche.de

 Diskussionsabend über Pflege : „Es besteht Änderungsbedarf"

 Boom: Pflegebranche wächst sechsmal schneller als Gesamtwirtschaft - SPIEGEL ONLINE

 Pflegebranche : Altenheime betrügen Bewohner und Pflegekassen - Nachrichten Wirtschaft - DIE WELT

 Pflegebranche: Fehler im System - Rhein-Main - FAZ

 Personalberechnung stationäre Altenpflege - Wie auf dem Rücken der Pflegekräfte und Bewohner Gewinne erwirtschaftet werden  | Pflege-SHV

Berufsausstieg bei Pflegepersonal in Deutschland und Europa - Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2005

Pflege lässt die Wohlfahrtsbranche wachsen | Deutschland | DW.DE | 30.06.2013

 Der PARITÄTISCHE Sachsen Anhalt - Studie: Stationärer Pflegemarkt im Wandel - Gewinner und Verlierer 2020

 Pflegeimmobilien als sichere und stabile Wertanlage

 Der Pflegemarkt – Ein lohnendes Investment? | GoingPublic.de – Das Kapitalmarktportal

2013-06-28

Neuer Heim-Bericht: Pflege-Schock - Mängel an jeder zweiten Konrolle | München


  • 8.06.13
  • München
Mängel an jeder zweiten Konrolle

Neuer Heim-Bericht: Der Pflege-Schock

München - Die Heimaufsicht hat wieder mehr Pflege-Mängel festgestellt. Bei mehr als der Hälfte gab es etwas auszusetzen. Pflege-Experte Claus Fussek spricht von einer Abwärtsspirale.

© picture alliance / dpa (Symbolbild)
Bei mehr als der Hälfte der Prüfungen stellten die Kontrolleure Mängel fest.

Die Kontrolleure haben 60 Senioren-Einrichtungen in den vergangenen beiden Jahren 201 Mal besucht – und hatten bei 52 Prozent der Prüfungen etwas auszusetzen! Das berichtet der Münchner Merkur. In den beiden Vorjahren waren bei etwa einem Drittel der Prüfungen Mängel festgestellt worden.
Die Probleme sind ganz unterschiedlich:
Neuer Heim-Bericht: Pflege-Schock - Mängel an jeder zweiten Konrolle | München

2013-06-12

Barmer GEK Report: Ältere schlucken oft zu viele Medikamente - SPIEGEL ONLINE


Krankenkassen-Report: Viele Ältere schlucken riskante Pillen-Cocktails

Millionen ältere Menschen bekommen zu viele Medikamente gleichzeitig verordnet. Der neue Arzneimittelreport der Krankenkasse Barmer GEK beklagt auch die Flut an Beruhigungsmitteln bei Dementen - und an Psychopharmaka bei Kindern.
Barmer GEK Report: Ältere schlucken oft zu viele Medikamente - SPIEGEL ONLINE

2013-01-31

Panorama: Arztreport 2013: Generation ADHS? Zehntausende bekommen Psychopharmaka - badische-zeitung.de

Arztreport 2013

Generation ADHS? Zehntausende bekommen Psychopharmaka

Wild, laut, ungeduldig, aggressiv – so werden viele Jungen von ihrer Umgebung wahrgenommen. Aber sind sie auch krank?
  1. Keine Lust auf langes Sitzen? Oft lautet die Diagnose ADHS. Foto: dpa


Immer mehr Kinder und Jugendliche, vor allem Jungen, bekommen die ärztliche Diagnose: ADHS – Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörung. In den vergangenen Jahren war laut Barmer-GEK-Arztreport 2013 insgesamt ein Viertel der männlichen Kinder und Jugendlichen zumindest einmal mit einer solchen Diagnose konfrontiert. Die Krankenkasse warnt vor einer Generation ADHS.
Panorama: Arztreport 2013: Generation ADHS? Zehntausende bekommen Psychopharmaka - badische-zeitung.de

2012-12-06

Pflegeheim-Streit: Gefesselt und ruhiggestellt | Politik - Berliner Zeitung


Pflegeheim-Streit 

Gefesselt und ruhiggestellt

Von Mira Gajevic

Begleitung durch den Tag: Weil in manchen Pflegeheimen zu wenige Pflegekräfte im Einsatz sind, werden alte Menschen mitunter ruhig gestellt statt betreut.
Begleitung durch den Tag: Weil in manchen Pflegeheimen zu wenige Pflegekräfte im Einsatz sind, werden alte Menschen mitunter ruhig gestellt statt betreut.
Foto: dpa
Eine Pflegerin zeigt die Leitung eines Heimes wegen nicht genehmigter Fixierungen an. Patienten würden dort ohne Absprache an ihr Bett gefesselt - einige wohl schon seit Jahren. Die Staatsanwaltschaft stellt das Verfahren jedoch ein.
Pflegeheim-Streit: Gefesselt und ruhiggestellt | Politik - Berliner Zeitung

2012-10-21

Unheimliches nicht verheimlichen - Vom Umgang mit Gewalt in Einrichtungen der Behindertenhilfe und Altenpflege: Sozial.de

Unheimliches nicht verheimlichen - Vom Umgang mit Gewalt in Einrichtungen der Behindertenhilfe und Altenpflege

16.10.2012
Termin: 16.11.2012
Veranstaltungsort: Evangelische Hochschule Freiburg
Veranstalter: Die Tagung ist eine gemeinsame Veranstaltung der Stadt Freiburg, der Stiftungsverwaltung Freiburg, der Evangelischen und Katholischen Hochschule Freiburg.


Seit 2010 – ausgelöst durch die Aufdeckung und vor allem Veröffentlichung von Fällen sexuellen Missbrauchs in dem Berliner Canisius-Kolleg – geht eine Welle der Auseinandersetzung mit Gewalt in Erziehungseinrichtungen und Einrichtungen der Behindertenhilfe durch die Presse und Fachöffentlichkeit. In der Altenpflege wird dagegen schon länger über Gewalt diskutiert, z.B. im Zusammenhang mit selbstschädigendem Verhalten von Bewohnern und Bewohnerinnen oder Ruhigstellen durch Fixierung und Psychopharmaka.
Die Tagung geht den Möglichkeiten und Grenzen der Gewaltprävention in Einrichtungen der Behindertenhilfe und Altenpflege nach.

Unheimliches nicht verheimlichen - Vom Umgang mit Gewalt in Einrichtungen der Behindertenhilfe und Altenpflege: Sozial.de

2012-10-09

Zwangsfixierung in Altersheimen/ ZDFzoom zeigt Auswirkungen und Alternativen


08.10.2012 | 12:10 

Zwangsfixierung in Altersheimen/ "ZDFzoom" zeigt Auswirkungen und Alternativen

Mainz (ots) - Freiheitsentzug im Pflegeheim: Täglich werden in deutschen Einrichtungen schätzungsweise 140 000 alte Menschen zwangsfixiert und ruhiggestellt - mit Hilfe von Medikamenten, Bettgittern, Gurten und anderen Methoden. "ZDFzoom" beschäftigt sich in seiner Ausgabe "Gefesselt im Heim" am Mittwoch, 10. Oktober 2012, 23.00 Uhr, mit den Gründen für die Zwangsfixierung und zeigt mögliche Alternativen.

"ZDFzoom"-Autor Jens Hahne hat recherchiert, dass die Dunkelziffer noch weit höher liegt. Fixiert wird angeblich zur eigenen Sicherheit, weil die Bewohner ohne freiheitsentziehende Maßnahmen Gefahr laufen würden, sich zu verletzen. Das zumindest sagen viele Pfleger. Doch ist das wirklich so?
Zwangsfixierung in Altersheimen/ ZDFzoom zeigt Auswirkungen und Alternativen

2012-07-28

Saarland liegt bundesweit bei Patienten-Fixierungen auf Platz zwei

Saarland liegt bundesweit bei Patienten-Fixierungen auf Platz zwei

Von SZ-Redaktionsmitglied Ute Klockner
Die Zahl der Fixierungen soll auf ein Mindestmaß reduziert werden, sagen Pflegeheimbetreiber und Sozialministerium. Doch es fehlt an Geld und Personal. Ein erster Schritt sind Schulungen für das Pflegepersonal.  
(Veröffentlicht am 20.07.2012)
Fixierung
Das Festbinden an Betten ist für Pflegeheimbewohner wie Personal äußerst belastend. Schulungen sollen dabei helfen, die Zahl der Fixierungen zu minimieren.Foto: Hans Wiedl/dpa


Saarbrücken. An das Bett gefesselt im Pflegeheim – für viele alte Menschen ist das eine Albtraumvorstellung. Nach Angaben des Bundesamts für Justiz aus dem Jahr 2009 kommt es bundesweit nur in Bayern zu mehr sogenannter „unterbringungsähnlicher Maßnahmen“ – dazu gehören neben Fixierungen in Bett und Rollstühlen auch Bettgitter und das Ruhigstellen durch Medikamente – als im Saarland. Demnach kamen hier auf 10 000 Einwohner 18,9 genehmigungspflichtige Maßnahmen, im Bundesdurchschnitt waren es „nur“ 11,74. „Die überwiegende Mehrzahl der Maßnahmen dürfte für Menschen beantragt werden, die in Heimen leben“, schätzt der Vorsitzende des Ausschusses Betreuungsangelegenheiten der Liga der freien Wohlfahrtsverbände Saar, Johannes Schneider.  „Wenn es sich die Heime finanziell wie personell leisten könnten, könnte in den meisten Fällen aus pflegerischer Sicht auf die Fixierung verzichtet werden.“ (...)
Saarland liegt bundesweit bei Patienten-Fixierungen auf Platz zwei

2012-06-01

Demenzkranke brauchen Zuwendung und keine “chemische Keule” | Kostenlose Pressemitteilungen veröffentlichen

Demenzkranke brauchen Zuwendung und keine “chemische Keule”


Demenzkranke brauchen Zuwendung und keine "chemische Keule"
Demenzkranke Menschen werden - wie eine aktuelle Studie des Bremer Zentrums für Sozialpolitik zeigt - immer häufiger mit der “chemischen Keule”, also mit Psychopharmaka und Neuroleptika ruhiggestellt. Die Studie geht davon aus, dass allein in den Pflegeheimen 240.000 Bewohner so sediert werden.Diese Vorgehensweise als “Therapie” zu bezeichnen ist angesichts der Nebenwirkungen ein kaum zu überbietender Euphemismus, denn die Betroffenen werden in vielen Fällen in völlige Lethargie versetzt. Sie leiden unter motorischen Störungen, das Sturzrisiko steigt dramatisch, teilweise treten Atemdepressionen, Wahnvorstellungen und komatöse Zustände auf. Skandalös ist der massenhafte Einsatz der “chemischen Keule” vor allem deshalb, weil es hierzu eine einfache, naheliegende Alternative gibt: menschliche Zuwendung!
In der Praxis habe ich immer wieder erlebt, wie sehr sich die Lebensqualität und das körperliche Befinden Demenzkranker bessert, wenn Verständnis, Repekt und Zuwendung die “chemische Keule” ersetzen. Ich denke hier beispielsweise an eine 75jährige Dame, die völlig apathisch aus der Klinik kam und kaum in der Lage war, ihr Umgebung wahrzunehmen. Nach Absetzen einer hochdosierten Multimedikation, bestehend aus Neuroleptikum und Hypnotikum, sitzt diese Frau nun auf ihrem Balkon, beobachtet erfreut brütende Graureiher; sie trägt keine Windeln mehr, weil sie mit Hilfe die Toilette benutzen kann und auch die im Entlasungsbericht der Klinik angegebene Bettlägrigkeit besteht nicht mehr, denn in Begleitung kann sie in der Wohnung mit Hilfe eines Rollators wenigstens kurze Strecken gehen.
Ich beschreibe hier keinen Einzelfall, sondern eine Beobachtung, die ich immer wieder anstellen konnte. Warum werden trotzdem so viele Demenzkranke medikamentös sediert? Die Antwort ist einfach: Demenzkranke brauchen Zuwendung und keine “chemische Keule” | Kostenlose Pressemitteilungen veröffentlichen

Demenz: Pillen statt Pflege - SWR Fernsehen :: Odysso | SWR.de

Demenz: Pillen statt Pflege

Pillen statt Pflege
aus der Sendung vom Donnerstag, 31.5. | 22.00 Uhr | SWR Fernsehen
Im Frühjahr hat das Bremer Zentrum für Sozialpolitik eine Studie veröffentlicht, die erschreckende Aussagen beinhaltet: Es geht um Pflegeeinrichtungen, in denen demente Personen betreut werden. Und es geht um die illegale Ruhigstellung dieser Dementen mit Psychopharmaka und Neuroleptika. 240.000 Demenzkranke werden laut dieser Studie in deutschen Pflegeheimen mit der „chemischen Keule“ sediert. Einer davon war der 90-jährige Vater von Ute Lamping aus Bremen.

Mit starken Medikamenten ruhig gestellt

Sie schildert uns, was sie erlebte, als sie Ihren Vater im Heim besuchte: „Ich habe mich ganz fürchterlich erschreckt. Ich habe ihn gesehen und kaum erkannt. Er saß völlig zusammengesunken auf seinem Sessel, hatte Wahnvorstellungen und große Angst. Er hat sehr stark gezittert und Dinge gesehen, die nicht real existent waren. Insgesamt war er ein körperliches Wrack.“ Dabei war der Vater von Ute Lamping, als er noch nicht im Heim war, ganz vital. Demenz: Pillen statt Pflege - SWR Fernsehen :: Odysso | SWR.de

 http://www.swr.de/odysso/-/id=1046894/did=9804584/pv=video/nid=1046894/134m6ay/index.html

Suchtproblem in Pflegeheimen - Pflege und Barrierefrei Wohnen - Gesundheit & Pflege - Magazin - HNA Online

Suchtproblem in Pflegeheimen

Berlin - Viele Pflegebedürftige in Deutschland sind abhängig von Alkohol und Medikamenten. Die bedenklichen Zahlen dürften sogar noch steigen.
Viele Pflegebedürftige in Deutschland sind abhängig von Alkohol und Medikamenten. Das geht aus der Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion hervor, die der dpa in Berlin vorliegt.
Die Regierung zitiert darin eine repräsentative Umfrage, nach der vier von fünf stationäre und ambulante Pflegeeinrichtungen Menschen mit Suchtproblemen in ihren Reihen haben. Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit stehe dabei im Zentrum.
“Nach Einschätzung der Pflegenden sind im Mittel sieben Prozent der Klientinnen und Klienten in den stationären Pflegeeinrichtungen medikamentenabhängig“, heißt es weiter der Regierungsantwort.
Der Geschäftsführer des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen, Peter Pick, hatte bei der jüngsten Vorlage des Qualitätsberichtes zur Pflege kritisiert, “dass zu viele ruhigstellende Mittel in Pflegeeinrichtungen verordnet werden“.

Suchtproblem in Pflegeheimen - Pflege und Barrierefrei Wohnen - Gesundheit & Pflege - Magazin - HNA Online

2012-04-19

Demenzkranke brauchen bessere Versorgungstrukturen

 Donnerstag, 19. April 2012, 15:00 Uhr
SPD-Bundestagsfraktion
PRESSEMITTEILUNG
Demenzkranke brauchen bessere Versorgungstrukturen
Berlin  -  Zu den aktuellen Studienergebnissen des Zentrums für Sozialpolitik "zur Ruhigstellung von Demenzkranken mit Psychopharmaka" der Universität Bremen erklärt die stellvertretende Sprecherin der Arbeitsgruppe Gesundheit der SPD-Bundestagsfraktion Hilde Mattheis:

Die aktuellen Studienergebnisse der Universität Bremen sind erschreckend. Die Verordnung von beruhigenden Psychopharmaka bei Patientinnen und Patienten mit Demenz kann physische und psychische Schäden verursachen und sogar das Sterblichkeits- und Schlaganfallrisiko erhöhen.

Die Versorgung von Demenzkranken muss dringend verbessert werden. Zuzahlungen beim Pflegegeld, wie es die Regierung in ihrem aktuellen Gesetzesentwurf vorsieht, reichen dazu bei weitem nicht aus. "Geldleistungen bedeuten nicht automatisch eine Versorgungsverbesserung
für Demenzkranke.

Das Ziel der Versorgung von Demenzkranken muss es hingegen sein, ihre Selbstbestimmung, Selbstständigkeit und Lebensqualität zu erhöhen. Dazu brauchen sie umfassende bedürfnisorientierte Versorgungsstrukturen. Die fachärztliche Versorgung in Pflegeeinrichtungen muss verbessert werden. Pflegefachkräfte müssen die Möglichkeit zur regelmäßigen Fort- und Weiterbildung erhalten. Rehabilitation und Prävention muss ausgebaut und Angehörige müssen besser unterstützt werden. "Studienergebnisse zeigen, dass durch eine gute Betreuung von Demenzkranken deren Selbstständigkeit im Alltag verbessert werden kann.
Kontakt
Herausgeber Thomas Oppermann MdB
Redaktion Hannes Schwarz
Telefon (030) 227-522 82 / (030) 227-511 18
Telefax (030) 227-568 69
E-mail presse@spdfraktion.de
http://www.spdfraktion.de
GESUNDHEIT ADHOC -- Demenzkranke brauchen bessere Versorgungstrukturen


Mehr dazu:


25.03.12

Psychopharmaka

Chemische Gewalt setzt Demenzkranke außer Gefecht

Der vollständige Artikel steht hier zum Herunterladen als PDF-Datei bereit

 

 

18.04.2012

Pillen-Cocktail in der Pflege

 

 

  

Von Ulrike Viegener / Dass der Einsatz von Neuroleptika bei Demenzkranken zu einer erhöhten Sterblichkeit führt, ist seit Jahren bekannt. Eine kürzlich veröffentlichte amerikanische Studie unterstreicht die Problematik des Off-Label-Use und weist auf relevante Unterschiede im Gefahrenpotenzial unterschiedlicher Neuroleptika hin

Neuroleptika bei Demenz 

Lebensgefahr durch Haloperidol

 

 

  10 | 6 | 2009

Demenzkranke
"Chemische Gewalt" statt Pflege

 

2012-04-18

Pillen-Cocktail in der Pflege | Südwest Presse Online

Pillen-Cocktail in der Pflege

Das Urteil ist vernichtend: Demenzkranke erhalten zu viele und ungeeignete Medikamente. Viele Präparate nutzen nicht den Betroffenen, sondern den Heimen. Chemische Ruhigsteller sparen Personal.
Die Empörung raubt Cornelia P. immer wieder die Stimme. "Ich habe einen Hass, das können Sie sich gar nicht vorstellen." Es ist eine unbändige Wut auf das Altenheim, in dem ihre Mutter vor wenigen Tagen starb, auf die dort einbezogenen Ärzte und Psychiater, die die 88-jährige Frau im Juli mit den Krankheitsbildern Demenz, Osteoporose und "organisch affektive Störung" in eine geschlossene Abteilung eines gerontopsychiatrischen Altenheims in Nordrhein-Westfalen einwiesen. Unnötigerweise, glaubt die Tochter. "Meine Mutter wurde verstorben", klagt sie an.
Pillen-Cocktail in der Pflege | Südwest Presse Online

2012-03-31

240.000 bekommen Psychopharmaka: Heime stellen Demente ruhig - n-tv.de

Sonntag, 25. März 2012

240.000 bekommen PsychopharmakaHeime stellen Demente ruhig

Der Mangel an Personal führt dazu, dass in Heimen und ambulanter Pflege rund 250.000 Demenzkranke mit Psychopharmaka ruhig gestellt werden. Das berechnet die Universität Bremen. Die SPD wirft der Bundesregierung vor, für diesen Misstand mitverantwortlich zu sein.240.000 bekommen Psychopharmaka: Heime stellen Demente ruhig - n-tv.de

2012-03-25

Pflegeskandal: Tausende Demenzkranke mit Pillen ruhig gestellt - Nachrichten Wirtschaft - WELT ONLINE

Pflegeskandal

Autor: Anette Dowideit| 24.03.2012

Tausende Demenzkranke mit Pillen ruhig gestellt

Um Geld und Personal zu sparen, werden Tausenden Demenzkranken Psychopharmaka verabreicht. Pflegeexperten rechnen mit zunehmender "chemischer Gewalt".
Pflegeskandal: Tausende Demenzkranke mit Pillen ruhig gestellt - Nachrichten Wirtschaft - WELT ONLINE

2011-12-09

ADHS-Kinder ausgegrenzt - Ärzte Zeitung

ADHS-Kinder ausgegrenzt

MÜNCHEN (eis). Zu viele Kinder mit Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätssyndrom würden nur mit Medikamenten ruhiggestellt, kritisieren die Stiftung Kindergesundheit und die Deutsche Kinderhilfe in einer Mitteilung zu einem aktuellen ADHS-Symposium.
Nötig seien ganzheitliche Therapien, die außer Arzneien auch Psychotherapie und entsprechende Bedingungen in Regeleinrichtungen der Betreuung, Bildung und Ausbildung umfassen.
"Statt überall Ausgrenzung und übersteigerten Leistungsdruck zu erfahren, benötigen betroffene Familien frühe Unterstützung. Das ist ein Rechtsanspruch auf Teilhabe, der sich aus der UN-Behindertenrechtskonvention ergibt", so Georg Ehrmann von der Kinderhilfe.

ADHS-Kinder ausgegrenzt

2011-08-21

Ruhig gestellt und angepasst

Ruhig gestellt und angepasst

Bei fast 500.000 Kindern ist heute der Befund ADS oder ADHS attestiert worden. Viele von ihnen werden mit dem Medikament Ritalin behandelt, mit oft schweren Nebenwirkungen. Der Film vom 24. März ist jetzt in voller Länge in der SR-Mediathek zu sehen. 
Früher hießen sie "Zappelphilipp". Heute hat die Pharmaindustrie dafür eine richtige Krankheit ge-/erfunden: ADS oder ADHS nennt sich der Befund, der mittlerweile bei mehr als einer halben Million Kindern attestiert wurde. Gemeint ist dabei ein "Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom", das wahlweise ohne oder mit Hyperaktivität auftreten kann.

Ruhig gestellt und angepasst

Bei fast 500.000 Kindern ist heute der Befund ADS oder ADHS attestiert worden. Viele von ihnen werden mit dem Medikament Ritalin behandelt, mit oft schweren Nebenwirkungen. Sehen Sie hier noch einmal das Feature von Ute Kunsmann in voller Länge.
Autor: (c) SR
Länge: 00:45:00
Sendedatum: 24.03.2011
Sendereihe:
Zur Sendung: http://www.sr-online.de/fernsehen/1152/1198320.html

Ruhig gestellt und angepasst

Die Frau, die der Schweiz den Ritalin-Boom beschert hat

Von Felix Straumann. Aktualisiert am 15.04.2011 26 Kommentare 
tagesanzeiger.ch

90.000.000 Euro jährlich

3 Prozent aller deutschen Kinder auf Ritalin & Co

Pillen und Geld
Rein statistisch gesehen sitzt in fast jeder deutschen Schulklasse ein Kind, das morgens zum Frühstück "eine Ritalin" (= Medikament mit Wirkstoff Methylphenidat) einwirft. Die Pharmaindustrie setzte damit im Jahr 2009 rund 90 Millionen Euro um. Den Krankenkassen schmeckt das gar nicht und sie verweisen säuerlich auf Langzeitfolgen und alternative Therapieformen. 
Nachdem die Barmer GEK in einer Pressemitteilung berichtet hatte, dass eine “Trendwende bei der ADHS-Behandlung” zu beobachten sei, war in sämtlichen Medien zu lesen, dass 2009 weniger Medikamente wie Ritalin usw. für ADS/ADHS-Kinder verschrieben wurden, von “Entwarnung” war die Rede. Man konnte also aufatmen - das Ende des Pharma-Wahnsinns schien gekommen.
Nun legt die TK (Techniker Krankenkasse) mit ganz anderen Zahlen nach. Der wesentliche Unterschied zur Barmer-Studie: Es wird die Veränderung zwischen 2006 und 2009 betrachtet, bei der Barmer werden dagegen jährliche Veränderungen berücksichtigt (von 2005 auf 2006: plus 43.4%, von 2008 auf 2009: minus 1.2%). Die TK dagegen weist u.a. auf den Anstieg der pro Person verschriebenen Menge hin. Schon der Titel der TK-Pressemitteilung ist ziemlich unmissverständlich: “(Zu) viele Pillen für den Zappelphilipp?! Über 1,7 Tonnen Tabletten für AD(H)S-Kinder”. Dort ist zu lesen:

lehrerfreund.de

2011-08-06

Pflege: Auch Demente brauchen Freiheit - Nachrichten Friedberg - Augsburger Allgemeine

05. August 2011 19:30 Uhr

Pflege

Auch Demente brauchen Freiheit

Heimaufsicht startet das Projekt „Schrankenfrei bewegen“ Von Brigitte Glas
Aichach-Friedberg Sie laufen weg, wissen dann nicht, wo sie sind, laufen orientierungslos weiter oder stürzen mit schwerwiegenden Folgen. Bei Demenzkranken kommt so etwas immer wieder vor. „Freiheitseinschränkende Maßnahmen“, wie ans Bett fesseln, ein Bettgitter anbringen oder ihnen Medikamente verabreichen, sind eine Lösung, allerdings keine gute.
„Schrankenfrei bewegen“ heißt das Projekt, das die Heimaufsicht des Landkreises deshalb zusammen mit den Pflegeeinrichtungen ins Leben gerufen hat.
Pflege: Auch Demente brauchen Freiheit - Nachrichten Friedberg - Augsburger Allgemeine

2011-06-18

Unsere Kirche > Gesellschaft > aktuell > Demenzkranke: Hospiz Stiftung spricht von »Skandal«

Bedenkliche Trends bei Arzneimitteln?

Demenzkranke: Hospiz Stiftung spricht von »Skandal«

<b>Menschen mit Demenzerkrankung</b> bekommen laut neuesten Untersuchungen zu oft starke Beruhigungsmittel - verschrieben von Ärzten.  Foto: UK-Archiv
Menschen mit Demenzerkrankung bekommen laut neuesten Untersuchungen zu oft starke Beruhigungsmittel - verschrieben von Ärzten. Foto: UK-Archiv
(...)
Jeder dritte Demenzkranke erhält vom Arzt regelmäßig starke Beruhigungsmittel - trotz erhöhtem Sterblichkeitsrisiko. Das sind einige der Ergebnisse des Arzneimittelreports 2011 der Barmer GEK, der in Berlin vorgestellt wurde. Der Geschäftsführer der Deutschen Hospiz Stiftung, Eugen Brysch, reagierte mit Empörung auf die veröffentlichten Zahlen.
Demenzkranke mit risikobehafteten Medikamenten ruhigzustellen, sei ein Skandal.
Dem Bericht zufolge erhalten an Demenz erkrankte Personen sechsmal häufiger Beruhigungsmittel als Patienten ohne Demenz. Zugleich sei das Sterblichkeitsrisiko von Demenzkranken nach der Einnahme von Beruhigungsmitteln 1,6- bis 1,7-fach größer als bei der Vergleichsgruppe, sagte Gerd Glaeske, Gesundheitsexperte und Autor der Studie.
Eugen Brysch sieht in den Ergebnissen des Arzneimittelreports Anzeichen für eine »eklatante Fehlversorgung demenziell erkrankter Menschen.«
»Ruhigstellen, satt und sauber ist keine Lösung«, sagte der Geschäftsführer der Deutschen Hospiz Stiftung in Berlin. Stattdessen würden dadurch die Symptome verschärft und die Sterblichkeitsrate erhöht.
»Das ist kein Konzept für würdiges Pflegen, sondern ein Skandal«, empörte sich Brysch.

UK > Gesellschaft > aktuell > Demenzkranke: Hospiz Stiftung spricht von »Skandal«
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...