Behindertenarbeit
Leben im Heim wie daheim
Erstellt 30.06.11, 07:09h
Die Behindertenarbeit, die in Morsbach eine lange Tradition hat und auf das engagierte Wirken von katholischen Schwestern Ende des 19. Jahrhunderts zurückgeht, wird neu strukturiert. Auslöser ist das Wohn- und Teilhabegesetz NRW, das eine Dezentralisierung der Behindertenarbeit und mehr Wohnqualität gemäß der Devise „Ein Leben im Heim wie daheim“ fordert.
MORSBACH - Neben dem Sportplatz Auf der Au soll auf einem 4000 Quadratmeter großen Grundstück ein Wohnheim für zwölf Bewohner errichtet werden. Der Kaufvertrag ist unter Dach und Fach, die Abstimmungsgespräche mit dem Landschaftsverband, Bauministerium und der Kirche haben begonnen.Reduzierung der Mehrbettzimmer
Deshalb kann die Leiterin des Behindertenzentrums, Heike Schmidt, derzeit weder den Baubeginn, noch das Investitionsvolumen nennen. Da das behindertengerechte Wohnheim barrierefrei sein muss, wird eine eingeschossigen Bauweise geplant. „Das große Grundstück bietet uns diese Möglichkeit“, sagt sie. Im Behinderten-Zentrum St. Gertrud am Kirchhügel, in dem insgesamt 118 Menschen mit Behinderung stationär und ambulant betreut werden, sollen Therapiezentrum und Wohnheim zu einer Einheit zusammengefasst werden. Aufgrund der neuen Gesetzeslage ist eine Reduzierung der Drei- und Zweibettzimmer geplant, so dass der Neubau auch aus diesem Grund erforderlich ist.
Leben im Heim wie daheim - Kölnische Rundschau