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2012-11-22

"Behinderte Menschen brauchen faire Chancen - SoVD stellt Zehn-Punkte-Plan vor


"Berlin (ots) - "Behinderte Menschen brauchen faire Chancen ..."


Berlin (ots) - "Behinderte Menschen brauchen faire Chancen am Arbeitsmarkt!" / SoVD stellt Zehn-Punkte-Plan vor

Sehr geehrte Damen und Herren,
Menschen mit Behinderungen geraten am Arbeitsmarkt immer stärker ins Abseits. Ihre wahre Situation wird vom Jubel über die Entwicklung der allgemeinen Arbeitslosenquote verdeckt. Dabei sind die Zahlen alarmierend, die sozialen Folgen für die Betroffenen tiefgreifend. Der SoVD zeigt auf, was zu tun ist. Wir laden Sie herzlich ein zur Pressekonferenz (...)
Berlin (ots) - "Behinderte Menschen brauchen faire Chancen ... :: AD HOC NEWS

Lehrer kritisieren geringe Bildungschancen für behinderte Kinder | Rollingplanet | Portal für Behinderte und Senioren

Lehrer kritisieren geringe Bildungschancen für behinderte Kinder

Delegiertenversammlung in NRW sieht noch keine Gewinner bei der Inklusion.

Udo Beckmann steht seit 1996 an der Spitze der Lehrer-Gewerkschaft VBE (Foto: VBE)

Die Lehrergewerkschaft VBE in Nordrhein-Westfalen mit ihren 24.000 Mitgliedern fordert mehr Einsatz zur Eingliederung von behinderten Kinder in Regelschulen.
Lehrer kritisieren geringe Bildungschancen für behinderte Kinder | Rollingplanet | Portal für Behinderte und Senioren

2012-08-28

Video: Paralympics: Keine Chance für arme Länder - Paralympics - Sport - Tagesspiegel


Video  

Paralympics: Keine Chance für arme Länder

17:15 Uhr
Paralympics: Keine Chance für arme Länder
Paralympics: Keine Chance für arme Länder
Eigentlich sollten die Paralympics ein Fest der Chancengleichheit sein, doch wer hier siegen will, braucht eine teure Ausrüstung und gute Trainingsbedingungen – Behindertensportler aus Ländern wie Kambodscha müssen da passen
Video: Paralympics: Keine Chance für arme Länder - Paralympics - Sport - Tagesspiegel

2012-07-22

Bundesministerium will Chancen von Menschen mit Behinderung in der Entwicklungszusammenarbeit stärken - Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen

Chancen von Menschen mit Behinderung in der Entwicklungszusammenarbeit stärken

Ausgabejahr 2012
Erscheinungsdatum 20.07.2012
„Menschen mit Behinderung müssen die gleichen Chancen haben, im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit zu arbeiten, wie nicht behinderte Menschen. Praktische Erfahrungen sind hierfür unerlässlich und müssen ermöglicht werden“, so Hubert Hüppe, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen.
Die Ankündigung der Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesentwicklungsminister, Gudrun Kopp, den entwicklungspolitischen Freiwilligendienst „weltwärts“ für junge Menschen mit Behinderung verstärkt zu öffnen, begrüße er deshalb ausdrücklich, so Hubert Hüppe. „Wichtig ist unter anderem, dass der notwendige Unterstützungsbedarf für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Behinderung sichergestellt wird“, betonte der Beauftragte. Hiervon gehe er nach der Mitteilung des Ministeriums aus, Kosten für eine barrierefreie Gestaltung des Programms zu übernehmen, so Hubert Hüppe. Nach Angaben des BMZ werde zudem die Struktur des Programms „weltwärts“ angepasst. Außerdem sollen die Entsendeorganisationen die Gruppe behinderter Jugendlicher stärker berücksichtigen.
Die geplante stärkere Öffnung von „weltwärts“ für Jugendliche mit Behinderung reihe sich ein in ein stetes Engagement des Bundesentwicklungsministeriums für die Inklusion von Menschen mit Behinderung, lobte der Beauftragte. Gemeinsam mit Verbänden behinderter Menschen, Vertretern aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft hat das BMZ zuvor einen Runden Tisch zur Inklusion von Menschen mit Behinderung eingerichtet. In diesem Jahr soll außerdem noch ein Aktionsplan des BMZ zur Inklusion verabschiedet werden.
Informationen zum derzeitigen Programm „weltwärts“ finden Sie unter www.weltwärts.de.
Pressemitteilungen - Bundesministerium will Chancen von Menschen mit Behinderung in der Entwicklungszusammenarbeit stärken - Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen

2012-06-07

Doku fordert gleiche Chancen für Behinderte am Arbeitsmarkt | OTZ

Doku fordert gleiche Chancen für Behinderte am Arbeitsmarkt

  • Rund 60 Gäste kamen am Dienstagnachmittag zur Premiere des dritten Films in den Saal des Diakonischen Bildungsinstituts. Regisseurin Heidi Hasse (rechts) kämpft für gleiche Chancen behinderter Menschen auf dem Arbeitsmarkt. Foto: Norman Meißner Rund 60 Gäste kamen am Dienstagnachmittag zur Premiere des dritten Films in den Saal des Diakonischen Bildungsinstituts. Regisseurin Heidi Hasse (rechts) kämpft für gleiche Chancen behinderter Menschen auf dem Arbeitsmarkt. Foto: Norman Meißner
In den Köpfen der Arbeitgeber sind immer noch viel zu viele Barrieren, ärgert sich Heidi Hasse. Die Regisseurin stellte am Dienstagnachmittag den dritten Dokumentarfilm ihrer Reihe aus dem Projekt it works! vor. Doku fordert gleiche Chancen für Behinderte am Arbeitsmarkt | OTZ

2012-04-03

Alarmierende Studie: Deutschland, Land der Schulabsteiger - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - SchulSPIEGEL

12.03.2012

Alarmierende Studie

Deutschland, Land der Schulabsteiger

Von Christian Füller
Frankfurter Schule: Für Einwandererkinder bietet Hessen schlechte ChancenZur Großansicht
DPA
Frankfurter Schule: Für Einwandererkinder bietet Hessen schlechte Chancen
Gibt es ein Bundesland mit zugleich guten und gerechten Schulen? Leider nein, zeigt eine neue Studie der Bertelsmann-Stiftung. Wer vom deutschen Bildungssystem einmal ausgesiebt wird, schafft es fast nie wieder zurück. Und viel zu viele lernen viel zu wenig.
Was Bildungsforscher Wilfried Bos an Grausamkeiten der deutschen Schulen zusammengetragen hat, lässt sich am besten mit einem Wort beschreiben: skandalös. Der renommierte Dortmunder Wissenschaftler hat erstmals dezidiert Leistung und Gerechtigkeit deutscher Schulen gemeinsam untersucht und nach Bundesländern gegliedert zusammengefasst. Sein desillusionierendes Ergebnis: "Es gibt kein einziges Bundesland, das überall ein Plus bekommt. Das deutsche Schulsystem ist derzeit nicht in der Lage, die beiden wichtigsten Ziele von Bildung zu erfüllen: Exzellenz und gleiche Chancen auf Teilhabe."

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2011-11-21

Behinderte Studentin der TU Dortmund leidet unter Mobbing - Dortmund | DerWesten

Inklusion

Behinderte Studentin der TU Dortmund leidet unter Mobbing

21.11.2011 | 10:45 Uhr
Behinderte Studentin der TU Dortmund leidet unter Mobbing
Ein Studium mit Behinderung und Behinderern: TU-Dortmund-Studentin Marie Christine Lanfermann fühlt sich gemobbt.
Dortmund. Marie Christine Lanfermann (22) hat einen harten Weg hinter sich. Einen nicht minder schweren vor sich. 1999 berichtete die WR erstmals über das so muntere wie ehrgeizige Mädchen und seine Probleme. Mittlerweile könnte man ein Buch über sie schreiben. Und das aus nur einem Grund: Marie Christine Lanfermann ist behindert. Wollte sich aber nie damit abfinden.
Ob bei den Vereinten Nationen, in der Landespolitik oder auf Fachtagungen der Stadt - Politiker reden gern über das Thema „Inklusion“ - die Chancengleichheit von behinderten und nichtbehinderten Menschen. Es ist en vogue. Manch einer schmückt sich mit den (angeblichen) Erfolgen auf diesem komplexen Gebiet. Aber nur die Betroffenen wissen, wie sich Inklusion anfühlen müsste. Menschen wie Marie Christine Lanfermann.

Behinderte Studentin der TU Dortmund leidet unter Mobbing - Dortmund | DerWesten

2011-10-09

Mannheim, Stadtteil Neckarau: Wundt-Schule setzt UN-Konvention um

Neckarau: Bei Einschulung auch acht behinderte Kinder am Start / Eigens eingerichteter Unterrichtsraum erlaubt individuelle Förderung

Wundt-Schule setzt UN-Konvention um

Von unserem Redaktionsmitglied Jan Cerny
Zunächst waren sie skeptisch, dann neugierig und nun sind sie begeistert: Die Eltern der Kinder in der Wilhelm-Wundt-Grundschule akzeptieren nicht nur die Idee, dass in der Klasse, in der ihre Kinder gehen, auch behinderte Schüler sind, sie unterstützen die Neuerung. Das jedenfalls ist die Erfahrung von Rektor Peter Deffaa mit der schulischen Inklusion.
Für die anfänglichen Bedenken hatte der Rektor Verständnis. Die Eltern befürchteten, dass sich das Unterrichtsniveau in der Klasse den schwächeren Schülern anpasst und damit sinkt. Doch das konnten Deffaa und seine Kolleginnen ausräumen. Das Gegenteil sei der Fall, erläutert der Rektor, die Kinder - sowohl die behinderten wie auch die nicht behinderten - würden verstärkt individuell gefördert. Um das zu gewährleisten, erhielt die Klasse einen deutlich größeren Raum und vor allem eine zweite Lehrerin.
"Eigentlich war die Integration von behinderten Kindern in Regelschule längst überfällig", stellt Rektor Deffaa fest. Denn auch Deutschland habe die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen unterschrieben. Darin heißt es unter anderem: "Die Vertragsstaaten anerkennen das Recht von Menschen mit Behinderungen auf Bildung. Um dieses Recht ohne Diskriminierung und auf der Grundlage der Chancengleichheit zu verwirklichen, gewährleisten die Vertragsstaaten ein integratives Bildungssystem auf allen Ebenen ..."
Mannheim, Stadtteil Neckarau: Wundt-Schule setzt UN-Konvention um

2011-09-13

Jobkampagne startet / Initiator Huainigg appelliert an Unternehmer/innen: Traut behinderten Menschen etwas zu! | Career Moves

Jobkampagne startet / Initiator Huainigg appelliert an Unternehmer/innen: Traut behinderten Menschen etwas zu!



Schluss mit dem Vorurteil, dass behinderte Menschen nichts leisten können


“Es geht darum, behinderten Menschen etwas zuzutrauen”, sagt Dr. Franz-Joseph Huainigg, ÖVP-Sprecher für Menschen mit Behinderungen und Initiator der Jobkampagne “Meine Chance – Ihr Nutzen”. Im Mittelpunkt der Kampagne, die übermorgen, Montag, startet, steht das Thema “Arbeit und Behinderung”.

Die breit angelegte Initiative, die von ORF, Sozialpartnern, AMS und Bundessozialamt unterstützt wird, zielt darauf ab, die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen zu forcieren und bestehende Informationsdefizite abzubauen. “Oft sind es unbegründete Vorurteile, die Unternehmer/innen davon abhalten, einen behinderten Menschen einzustellen: Einen solchen Mitarbeiter wird man nicht mehr los, er leistet weniger und ist häufig im Krankenstand. Wir möchten mit solchen Vorurteilen aufräumen und die veränderten Rahmenbedingungen aufzeigen: Zum Beispiel wurde Anfang des Jahres der Kündigungsschutz für die ersten vier Jahre eines Arbeitsverhältnisses aufgehoben. Dadurch fällt die Benachteiligung für behinderte Arbeitnehmer, einen Job am Arbeitsmarkt zu bekommen, weg – ein wichtiger Schritt in Richtung Chancengleichheit beim Zugang zum Arbeitsmarkt”, betont Huainigg.

Jobkampagne startet / Initiator Huainigg appelliert an Unternehmer/innen: Traut behinderten Menschen etwas zu! | Career Moves

2011-09-02

Mecklenburg-Vorpommern NEWS: Nicht barrierefreie Wahllokale im Land sind ein Skandal

02.09.2011 12:20 Uhr Kategorie: Aktuell, Neues aus dem Land, Newsletter

Nicht barrierefreie Wahllokale im Land sind ein Skandal

Schwerin/MVPO Nach Ansicht der behindertenpolitischen Sprecherin der Linksfraktion, Irene Müller, ist es ein Skandal, dass eine große Zahl von Wahllokalen im Land nicht barrierefrei zugänglich ist.
„Bereits anlässlich der Europa-, Bundestags- und Kommunalwahlen 2009 habe ich auf diesen unhaltbaren Zustand hingewiesen. Aber die Landesregierung hat nichts unternommen, um den demokratischen Anspruch und das verfassungsmäßige Recht auf die Teilnahme an Wahlen im Land endlich auch für alle Menschen mit Behinderungen umzusetzen“, sagte Frau Müller am Freitag. „Was nützen proklamierte Europäische Jahre der Chancengleichheit, Nationale Aktionspläne oder die UN-Behindertenrechtskonvention, wenn sie schon bei der Umsetzung elementarer Rechte nicht beachtet werden?“
Verweise der Landesregierung auf die Zuständigkeit der Kommunen für die Auswahl der Wahllokale reichen nach Ansicht von Frau Müller nicht aus. „Die Landesregierung hatte zwei Jahre Zeit, dieses Problem zu lösen, aber bei der anstehenden Landtagswahl ist nicht einmal ein rollstuhlgerechter Zugang zu allen Wahllokalen gewährleistet“, kritisierte Frau Müller. Dieser Skandal reiht sich ein in die behindertenpolitische Bilanz der Landesregierung. „Erst wurde das Landespflegewohngeld, dann den blinden und sehbehinderten Menschen das Blindengeld gekürzt, und heute werden behinderte Menschen von der Wahrnehmung ihrer demokratischen Grundrechte ausgeschlossen“, so Frau Müller. „So trägt die Landesregierung dazu bei, dass eine chancengleiche Teilhabe der Menschen mit Behinderung auch in MV eine Worthülse bleibt.“
MVPO Schwerin red/nmp

Quelle: Fraktion DIE LINKE im Landtag M-V

Mecklenburg-Vorpommern NEWS: Nicht barrierefreie Wahllokale im Land sind ein Skandal

2011-08-10

Im Rollstuhl von Pontius zu Pilatus - Kritiker zeigen sich über das im Vorjahr verabschiedete Wiener "Chancengleichheitsgesetz" ernüchtert - Wiener Zeitung Online

Kritiker zeigen sich über das im Vorjahr verabschiedete Wiener "Chancengleichheitsgesetz" ernüchtert

Im Rollstuhl von Pontius zu Pilatus


Von Christoph Rella


Wien. Selbstbestimmung statt Bevormundung. Unter diesem Motto hat die Stadt Wien vor einem guten Jahr das "Chancengleichheitsgesetz" für Wiener Behinderte beschlossen. Mit dieser Regelung sei ein Paradigmenwechsel in der Behindertenpolitik herbeigeführt worden, jubelte damals die zuständige Sozialstadträtin Sonja Wehsely. Als Meilenstein bezeichnete sie etwa den gesetzlichen Anspruch auf städtische Leistungen wie teilbetreutes Wohnen, Fachberatung oder Beschäftigungstherapie-Plätze.
Erneut Kritik an dem Gesetz übte am Dienstag die ÖVP-Behindertensprecherin Karin Praniess-Kastner. "Das Chancengleichheitsgesetz hat im Grunde keine Gleichstellung gebracht, es hat sich nur der Name geändert", erklärte sie im Gespräch mit der "Wiener Zeitung". Als Beispiel nannte sie die nach wie vor bestehenden Schwierigkeiten für behinderte Wiener, einen geeigneten Wohnplatz, der ihren Wünschen und Anforderungen entspricht, zu finden. Das größte Manko sei, dass sich die Betroffenen trotz Behinderung selbständig um ihren gewünschten Wohnplatz umsehen müssen. "Ich kenne viele Fälle, wo Menschen von Einrichtung zu Einrichtung pilgern müssen, um dann erst recht abgewiesen zu werden", erzählt Praniess-Kastner, die selbst eine 23-jährige Tochter mit Behinderung zu betreuen hat. Auch vom Fonds Soziales Wien sei keine Hilfe zu erwarten: Auch dort würden die Leute "nur im Kreis geschickt", sagte sie
Im Rollstuhl von Pontius zu Pilatus - Kritiker zeigen sich über das im Vorjahr verabschiedete Wiener "Chancengleichheitsgesetz" ernüchtert - Wiener Zeitung Online

2011-07-30

Deutscher Bundestag: Anhörung zur Umsetzung der Rechte von Behinderten

Anhörung zur Umsetzung der Rechte von Behinderten


Der Ausschuss für Arbeit und Soziales unter Vorsitz von Katja Kipping (Die Linke) befasst sich am Montag, 17. Oktober 2011, in einer öffentlichen Anhörung mit dem Nationalen Aktionsplan der Bundesregierung zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen. Die Sitzung beginnt um 14 Uhr im Anhörungssaal 3.101 des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses in Berlin und soll bis gegen 16 Uhr dauern.


Inklusion als zentraler Leitgedanke

Mit dem Nationalen Aktionsplan stößt die Bundesregierung nach eigener Aussage einen Prozess an, "der in den kommenden zehn Jahren nicht nur das Leben von Menschen mit Behinderungen maßgeblich beeinflussen wird, sondern das aller Menschen in Deutschland". Denn die Idee der Inklusion, zentraler Leitgedanke der Behindertenrechtskonvention, "wird unsere Alltagskultur verändern". Deutschland wolle "inklusiv werden".
Inklusion bedeutet in diesem Zusammenhang, dass Menschen mit und ohne Behinderungen von Anfang an gemeinsam in allen Lebensbereichen selbstbestimmt leben und zusammenleben. "Auf Basis des Grundsatzes gleichberechtigter Teilhabe werden für Menschen mit Behinderungen die gleiche Qualität und der gleiche Standard in den jeweiligen Lebensbereichen erwartet, der auch für Menschen ohne Behinderungen gilt", heißt es im Aktionsplan.

"Lücken zwischen Gesetzeslage und Praxis schließen"

Dabei gehe es um gleichberechtigte Teilhabe am politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben, um Chancengleichheit in der Bildung, um berufliche Integration und um die Aufgabe, allen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit für einen selbstbestimmten Platz in einer barrierefreien Gesellschaft zu geben.
Die Regierung betont, der Aktionsplan sei eine Maßnahmenpaket, aber kein Gesetzespaket. Es gehe darum, in den nächsten zehn Jahren Lücken zwischen Gesetzeslage und Praxis zu schließen.

Internet-Plattform und Behindertenbericht

Auf einer Internet-Plattform sollen beispielgebende Aktivitäten dokumentiert und dadurch in Lernen voneinander ermöglicht werden.
Auch sollen Inklusionsfortschritte messbar werden. Die Grundlagen dafür werde künftig der neue Behindertenbericht der Bundesregierung liefern, heißt es weiter. (vom)
Zeit: Montag, 17. Oktober 2011, 14 bis 16 Uhr
Ort: Berlin, Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, Anhörungssaal 3.101
Interessierte Besucher können sich beim Sekretariat des Ausschusses (Telefon: 030/227-32487, Fax: 030/227-36030, E-Mail: arbeitundsoziales@bundestag.de) unter Angabe des Vor- und Zunamens sowie des Geburtsdatums anmelden. Zur Sitzung muss ein Personaldokument mitgebracht werden.
Bild- und Tonberichterstatter können sich beim Pressereferat (Telefon: 030/227-32929 oder 32924) anmelden.


Weitere Informationen


Deutscher Bundestag: Anhörung zur Umsetzung der Rechte von Behinderten

2011-07-23

Bodenseekreis ist „Leuchtrakete am UN-Sternenhimmel“ - Nachrichten Friedrichshafen | Nachrichten für die Stadt Friedrichshafen - schwaebische.de

Bodenseekreis ist „Leuchtrakete am UN-Sternenhimmel“

Kreistag begrüßt UN-Konvention zum Thema Inklusion – Landrat Wölfle sieht Kreis auf dem richtigen Weg
FRIEDRICHSHAFEN / sig Die vor zwei Jahren in Deutschland in Kraft getretene UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung verpflichtet die Bevölkerung, das Thema Inklusion von Menschen mit Behinderung umzusetzen. Über den Status, die Bedeutung und die Schwierigkeiten von Inklusion im Bodenseekreis hat sich der Kreistag in einer bemerkenswerten Diskussion auseinandergesetzt. Fazit: Man ist im Kreis schon sehr weit – nicht immer aber kann der einzelne Nichtbehinderte Schritt halten.
Zweck des Übereinkommens der Vereinten Nationen mit der Behindertenrechtskonvention war und ist es, Chancengleichheit und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung in sämtlichen Lebensbereichen zu gewährleisten.
Bodenseekreis ist „Leuchtrakete am UN-Sternenhimmel“ - Nachrichten Friedrichshafen | Nachrichten für die Stadt Friedrichshafen - schwaebische.de

2011-07-15

Die gesamte Branche lebt von der Exklusion: Geldgierige Wohlfahrt - taz.de

  • 15.07.2011

Die gesamte Branche lebt von der Exklusion

Geldgierige Wohlfahrt

KOMMENTAR VON RAINER KREUZER

Exklusion statt Inklusion - so die Kritik von Rainer Kreuzer an der Behindertenpolitik in Deutschland. Foto: dpa
Die Inklusion geht um in diesem Land. Inklusion, das Fremdwort der UNO: Es soll Menschen, die dauerhaft an körperlichen, geistigen oder psychischen Handicaps leiden, ein selbstverständliches Miteinander mit anderen Menschen garantieren: gleiche Chancen, gleiche Rechte, gleiche Teilhabe.
Eine plurale Gesellschaft der menschlichen Vielfalt. Sozialministerin Ursula von der Leyen hat dafür einen nationalen Aktionsplan ins Leben gerufen, um diesem Ziel vordergründig ein Stück näher zu kommen. Tatsächlich aber geht der Trend in Deutschland hin zu immer mehr Exklusion.
Eigentlich sollte man meinen, dass gemeinnützige Einrichtungen und Träger im Dienste des Gemeinwohls arbeiten. Doch weit gefehlt! In den vergangenen 20 Jahren haben sich die Anbieter pädagogischer Hilfen auf staatliche Vorgaben hin in kapitalistische Musterbetriebe umgewandelt. Auch wenn die "gemeinnützigen GmbHs" formal keine Gewinne ausweisen dürfen, unterscheiden sie sich kaum von den echten Shareholder-Value-Größen an der Börse.

RAINER KREUZER lebt als freier Journalist in Hamburg und ist dort auch als Sozialpädagoge tätig. Seine Themenschwerpunkte sind Sozialpolitik und Wirtschaft.

Foto: privat
Nichts ist wichtiger, als Umsätze zu steigern, Kapazitäten auszulasten, neue Märkte zu erschließen, Konkurrenten zu verdrängen und immer mehr Behinderte, die im neoliberalen Neusprech als "Kunden" oder "Nutzer" bezeichnet werden, für den geschlossenen Verwertungskreislauf von der Frühförderung bis zur Werkstatt, vom Behindertenheim bis hin zu den ambulanten Diensten und der anschließenden Pflege zu akquirieren.
Behindertenindustrie
Die gesamte Branche lebt von der Exklusion. Sie ist für Länder und Kommunen ein teurer Luxus - aber politisch so gewollt, ebenso wie der in den 1990er Jahren künstlich geschaffene Wettbewerb der Träger untereinander. Seitdem explodieren die Kosten. Die Ausgaben für die sogenannte Eingliederungshilfe sind von 1998 bis 2009 um rund 60 Prozent auf über 13 Milliarden Euro gestiegen. Je mehr ideologisch über Inklusion geredet wird, desto mehr Menschen werden faktisch ausgegrenzt.
Das rasante Wachstum der Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) hat bislang jede Prognose übertroffen. In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Plätze dort um mehr als die Hälfte auf knapp 300.000 in die Höhe geschossen. Die Träger expandieren, der Staat zahlt, und für arme Seelen, die in der exklusiven "Wissensgesellschaft" keinen Job finden, ist ein sicherer WfbM-Platz eine zunehmend interessante Alternative zu einem Leben mit Hartz IV.
So wird Ausgrenzung zementiert. Wer in einer WfbM zu arbeiten beginnt, bleibt dort bis zur Rente. Noch nicht einmal 1 Prozent ihrer Klienten können die Werkstätten auf den ersten Arbeitsmarkt vermitteln, obwohl dies ihr Auftrag ist. Der gesetzliche Begriff der Eingliederungshilfe wirkt wie ein Hohn. Es ist vielmehr die Ausgliederungshilfe, für die der Staat sein Geld ausgibt.
Lukrative Unselbständigkeit
Im Wohnbereich sieht es kaum anders aus. Die Zahl der Heimplätze ist steil gestiegen und stagniert nun bei rund 200.000. Fast 90 Prozent der Gelder fließen in stationäre Einrichtungen, während die ambulante Alltagsbegleitung zur billigen Discounthilfe abqualifiziert wird.
Allzu viel pädagogischer Einsatz könnte zu mehr Eigenständigkeit führen. Damit die Heimbewohner aber im Heim wohnen bleiben, wird auf pädagogisches Fachpersonal immer mehr verzichtet. Ein staatlich gefördertes Heer von Freiwilligen übernimmt im großen Maße die Arbeit mit den Menschen. Immer mehr Nichtfachkräfte und Praktikanten drücken die Löhne der Fachkräfte.
Pädagogische Förderung bleibt da auf der Strecke - Inklusion: eine Illusion! Das frustriert die anfangs hochmotivierten Heilerzieher. Ständig wechselnde Belegschaften, unbezahlte Helfer, die permanent eingearbeitet werden müssen, und eine zunehmende Flut unnützer Formulare, die aus bürokratischen Gründen ausgefüllt werden müssen, fördern Resignation und den Rückzug auf Routinearbeiten.
Doch die Nachfrage steigt immer weiter. Vor allem die Gruppe jener Menschen, die als geistig, lern- oder psychisch behindert eingestuft werden, wächst besonders schnell. Je höher die Gesellschaft ihre Anforderungen ans rein abstrakte Denken schraubt, mehr Stress und Leistungsdruck inszeniert, umso mehr Kinder und Erwachsene fallen raus. Wer zappelt, hat ADHS, wer sich nicht anpasst, eine "Störung des Sozialverhaltens". Für jede Abweichung von der Norm findet sich inzwischen eine Schublade im Diagnoseschlüssel der ICD-10. Daran verdienen Ärzte und Pharmaindustrie. Ist der junge "Patient" erst einmal ins Hilfesystem eingeloggt, führt sein Weg nach der Sonderschule immer häufiger direkt in die Werkstatt.
Geld kommt nicht an der richtigen Stelle an
Die desaströse Bilanz der deutschen Behindertenhilfe lässt sich mit mangelnden Finanzen nicht erklären. Das Geld fließt in Strömen. Es wird allerdings zweckentfremdet eingesetzt. Finanziert wird die Behinderung, nicht deren Überwindung. Je mehr Hilfebedürftige, je höher deren Bedarf, desto mehr Geld erhalten die Dienstleister.
Inklusion wäre das genaue Gegenteil: die soziale Aufhebung von Behinderung. Hierfür müssen die Träger aber erst noch staatlicherseits zum Umsteuern gezwungen werden. Die ambulanten Hilfen im privaten Wohnbereich müssen weitaus besser als die stationären vergütet werden. Der dauerhafte Verbleib im Heim und in der WfbM darf sich nicht länger lohnen. Abnehmende Vergütungssätze, hohe Erfolgsprämien für die Vermittlung auf den ersten Arbeitsmarkt sowie in eine eigene Wohnung könnten motivieren. Arbeitgeber müssen gesetzlich ausnahmslos gezwungen werden, Menschen mit Behinderung zu beschäftigen.
Das Schlupfloch über die symbolisch geringen Ausgleichszahlungen, mit denen sich die Unternehmen von ihrer Beschäftigungspflicht noch immer freikaufen können, muss gestopft werden. 300.000 Behinderte aus den Werkstätten kann die deutsche Wirtschaft mühelos integrieren durch individuell passende Teilzeitjobs und mit Sozialpädagogen, die sie begleiten. So viel Aktionsplan und Inklusion muss sein! Das teure System der Ausgrenzung würde dann einstürzen. Ende der VerAnstaltung!

Die gesamte Branche lebt von der Exklusion: Geldgierige Wohlfahrt - taz.de

Leserkommentare

 

2011-06-23

Chancengleichheit: Gemeinsam gegen Ausgrenzung - Oberhausen - DerWesten

Chancengleichheit Gemeinsam gegen Ausgrenzung

Oberhausen, 22.06.2011, Nadine Gewehr
Die Inklusion von Menschen mit Behinderung gehört mit zu den Aufgaben des neuen Büros für Chancengleichheit. Foto: Thomas Lohnes/dapd
Die Inklusion von Menschen mit Behinderung gehört mit zu den Aufgaben des neuen Büros für Chancengleichheit. Foto: Thomas Lohnes/dapd
Oberhausen. Mehr Chancengleichheit und der Abbau von sozialer Benachteiligung sind hehre Ziele. Um die Umsetzung dieser Ziele haben sich in Oberhausen bis jetzt verschiedene Bereiche an verschiedenen Stellen gekümmert. Das soll sich nun ändern: Zum 1. Juli gründet die Stadt einen neuen Verwaltungsbereich, das Büro für Chancengleichheit soll zukünftig die „strukturellen Benachteiligungen unterschiedlicher Zielgruppen gebündelt“ abbauen, heißt es in der Beschlussvorlage.
Dafür werden das Familienbüro, die Koordinierungsstellen Integration und Leben im Alter, das Ehrenamtsbüro, die Gleichstellungsstelle sowie der Themenbereich Inklusion zusammengefasst. Durch die Bündelung verschiedener Handlungsfelder und Organisationseinheiten könnten effektivere Strukturen geschaffen werden, heißt es in der Vorlage. „Damit kann die Chancengleichheit in Oberhausen und damit die gesellschaftliche Teilhabe noch besser gefördert werden.“ Niemand soll aufgrund ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion, Weltanschauung, Alter, sexueller Orientierung oder Behinderung diskriminiert werden.
14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden in dem neuen Bereich tätig sein. Zusätzliche Stellen gibt es aufgrund der schlechten Haushaltslage nicht, vielmehr wird das vorhandene Personal der nun auslaufenden Bereiche in das neue Büro für Chancengleichheit verlagert. Allerdings wird auf die Mitarbeiter wohl mehr Arbeit als gewohnt zukommen:
Chancengleichheit: Gemeinsam gegen Ausgrenzung - Oberhausen - DerWesten

2011-06-03

Sonntagsblatt Bayern - Schnellschuss für die Chancengleichheit Stichwort Inklusion: Bayern stellt die Weichen für ein neues Schulsystem

Schnellschuss für die Chancengleichheit

Stichwort Inklusion: Bayern stellt die Weichen für ein neues Schulsystem

Von Susanne Petersen
Es klingt wie eine Utopie: Alle Menschen sind gleichwertige, gleichberechtigte Mitglieder der Gesellschaft - egal, ob sie geistig behindert sind oder superschlau, ob sie 100-Meter-Sprinter sind oder im Rollstuhl sitzen, ob sie hören, sehen, reden können oder nicht. Alle haben die gleichen Rechte und Chancen, niemand steht außen vor.
Dieses Ideal beschreibt die UN-Behindertenrechtskonvention von 2006, bislang von 155 Staaten und der EU unterzeichnet. Doch das hohe Ideal der Konvention trifft nicht nur in vielen Entwicklungsländern nicht zu, wo behinderte Kinder weggesperrt werden - es ist nicht mal in wohlhabenden Staaten wie Deutschland vorzufinden. Vor allem nicht, so das Deutsche Institut für Menschenrechte, im Bereich der Bildung. In allen Bundesländern hapert es bei der Umsetzung der UN-Konvention - ein inklusives Schulsystem, in dem Kinder gleich welcher Begabung gemeinsam unterrichtet werden, muss her.
Bayern hat sich die Rüge zu Herzen genommen: Noch im Juli soll der Landtag das Unterrichtsgesetz ändern. Wichtigste Neuerung: Alle Kinder haben ab Herbst den Anspruch darauf, eine allgemeine Schule zu besuchen. Sprich: Kein Kind kann mehr wegen einer Lernschwäche oder Verhaltensauffälligkeit, wegen einer geistigen oder körperlichen Behinderung an eine Förderschule verwiesen werden, wenn die Eltern das nicht wollen. Vorerst 30 Schulen werden ab Herbst zu Profilschulen für Inklusion erklärt, in den nächsten beiden Haushaltsjahren stellt der Freistaat dafür je 100 zusätzliche Lehrkräfte für die individuelle Förderung zur Verfügung. Die Förderschulen bleiben als »alternativer Lernort« fürs Erste erhalten - für die Eltern, die befürchten, dass ihr Kind an einer Regelschule zu kurz kommt.

Sonntagsblatt Bayern - Artikel-ID: 2011_23_03_01

2011-05-29

Köln Nachrichten | LVR wirbt gesellschaftliche Teilhabe für Menschen mit Handicaps

30.05.2011 00:05

LVR wirbt gesellschaftliche Teilhabe für Menschen mit Handicaps


Für eine bessere Integration und Chancengleichheit auf gesellschaftliche Teilhabe gingen in dieser Woche rund 1000 Schülerinnen und Schüler am Heumarkt auf die Straße. Foto: Schäfer/LVR :: ClickBild=Vollbild
Rund 1000 Schülerinnen und Schüler kamen in dieser Woche auf dem Kölner Heumarkt zu einer Demonstration zusammen. Wie der Landschaftsverband Rheinland LVR am gestrigen Donnerstag bekannt gab, wollten die Initiatoren der „LVR-IntegraTour“ für mehr gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen werben. Die Demo war zugleich das offizielle „Bergfest“ der diesjährigen Roadshow, mit dessen Hilfe der LVR auch das eigene Leistungsportfolio in die Öffentlichkeit tragen will. Seit dem 6. April sind insgesamt bereits mehr als 2500 Kinder und Jugendliche auf einer Gesamtstrecke von insgesamt 800 Kilometern für Chancengleichheit bei der gesellschaftlichen Teilhabe auf die Straßen gegangen. Die Tour geht von Aachen aus über das gesamte Rheinland bis zum nördlichen Rand des LVR-Zuständigkeitsbereichs in Xanten am Niederrhein. Am 28. Mai endet die Tour mit dem eigener Aussage zufolge „größten, integrativen Familien für Menschen mit und ohne Handicap“.
Köln Nachrichten | LVR wirbt gesellschaftliche Teilhabe für Menschen mit Handicaps

2011-05-06

Der Geist des Dazugehörens (Tageszeitung Neues Deutschland)

Von Ilja Seifert 05.05.2011 
Barrierefrei - Leben mit Behinderung

Der Geist des Dazugehörens

Bild 1
Lukas (r.) ist mehrfach behindert und lernt gemeinsam mit Max in der Grundschule Lankow in Schwerin.
Mit einer Behinderung zu leben, ist nicht wünschenswert. Aber es ist keine Katastrophe. Auch Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige wollen ihr Leben genießen. Die UN-Behindertenrechtskonvention bekräftigt ihren Anspruch: Sie sind selbstverständlicher Teil der Gesellschaft. Mit allen Rechten und Pflichten. Wieso also finden wir – zwei Jahre nach dem Inkrafttreten der Konvention als geltendes Recht in Deutschland – im Alltag nach wie vor Ausgrenzung, Diskriminierung, Chancenungleichheit?
Jeder Staat, der die Konvention ratifiziert, verpflichtet sich im Artikel 4, die volle Verwirklichung aller Menschenrechte und Grundfreiheiten zu gewährleisten und zu fördern. Dazu müssten mindestens 300 Bundes- und Landesgesetze geändert werden. Seit ihrem Amtsantritt verspricht die schwarz-gelbe Bundesregierung einen Umsetzungsplan. Im jetzt vorliegenden Entwurf ist zwar viel von einer Teilhabe die Rede, nicht aber von einem Teilhabe(sicherungs)gesetz. Zu den Kernforderungen aus der UN-Konvention gehören Nachteilsausgleiche und rechtliche Regeln für Selbstbestimmung. Maßnahmen zur Weiterentwicklung solcher Rechte fehlen jedoch im Aktionsplan.
Nach Artikel 19 haben Menschen mit Behinderungen das Recht zu entscheiden, wo und mit wem sie leben wollen. Wer das ernst nimmt, muss die Heimeinweisung wider Willen oder ein Doppelzimmer als Menschenrechtsverletzung einstufen. Entsprechende Maßnahmen sind aber nicht zu erkennen. Im Gegenteil: Mancherorts wird über Vierbettzimmer als Standard nachgedacht. Die Konvention lebt vom Geist des Dazugehörens. Lassen wir uns also nicht gegeneinander ausspielen. Barrieren in Köpfen müssen genauso abgebaut werden wie physische, kognitive und kommunikative Barrieren. Ein Teilhabegesetz, das soziale Ansprüche behinderter Menschen formuliert, ihre Realisierung sichert und behinderungsspezifische Nachteile ausgleicht, eröffnet Wege zu einem Grundrecht auf Teilhabe. Ein solches Gesetz mit Vertretern der Betroffenen zu erarbeiten, muss Teil der Umsetzung der UN-Konvention sein.
Dr. Ilja Seifert (59), Behindertenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Bundestag und Vorsitzender des Allgemeinen Behindertenverbandes in Deutschland.
05.05.2011: Der Geist des Dazugehörens (Tageszeitung Neues Deutschland)

2011-04-20

Schüler mit Behinderung sollen integriert werden | SÜDKURIER Online

Schwarzwald-Baar-Kreis

20.04.2011 .

Schüler mit Behinderung sollen integriert werden


Schwarzwald-Baar – Inklusion ist derzeit das Stichwort, unter dem es, entsprechend der UN-Konvention von 2008 um die Rechte von Menschen mit Behinderungen geht, um Menschenrechte, die Realisierung von Chancengleichheit und darum, Diskriminierung in der Gesellschaft zu unterbinden. Der Bildungsausschuss des Kreistages hat sich in seiner jüngsten Sitzung ausführlich mit Inklusion an den kreiseigenen Schulen beschäftigt.Das Ziel ist weit gesteckt: Die Öffnung der allgemeinen Schulen für Schüler mit Behinderung, Wegfall der Sonderschulpflicht, die Entwicklung passgenauer Lösungen für den einzelnen Schüler bei gleichzeitiger Weiterführung des Sonderschulangebotes.

Schüler mit Behinderung sollen integriert werden | SÜDKURIER Online

2011-04-13

Integration in Arbeitsmarkt nicht nur sozialpolitische Aufgabe -- kobinet

14.04.2011 - 00:05

Integration in Arbeitsmarkt nicht nur sozialpolitische Aufgabe.

München (kobinet) Die Integration von Menschen mit Behinderung in den allgemeinen Arbeitsmarkt sieht der bayerische Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie nicht nur als eine sozialpolitische Aufgabe. Sie gelänge aber nur, so Martin Zeil, wenn auch die Wirtschaft dazu ihre Beiträge leiste. Zeil äußerte sich kürzlich auf einer Veranstaltung der bayerischen FDP-Landtagsfraktion, die unter dem Blickwinkel der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen zu einem Dialogforum „Wirtschaft und Menschen mit Behinderungen“ eingeladen hatte.

Der Minister wies auf den Begriff Diversity Management hin, der ein immer wichtigerer Bestandteil betrieblicher Personalpolitik werde. Soziale Vielfalt konstruktiv nutzen, so würde er auf Deutsch diesen Begriff umschreiben. Diversity Management akzeptiere die individuellen Verschiedenheiten und hebe sie im Sinne einer positiven Wertschätzung besonders hervor. Um Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt gelingen zu lassen, müssten Weichen frühzeitig richtig gestellt werden. Einen großen Beitrag erwarte er von schulischer Inklusion. Der Minister beklagte, dass behinderte Jugendliche, für die es in Betrieben gute Perspektiven gäbe, zu schnell in betriebsferne Förderwege einmünden würden. Das werde zu oft zur Sackgasse und widerspreche seiner Vorstellung von Chancengerechtigkeit und gleichberechtigter Teilhabe.

Integration in Arbeitsmarkt nicht nur sozialpolitische Aufgabe -- kobinet
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