14.09.2011 - 07:15
Motor für Integrationsbetriebe ausgezeichnet
Wenn man heute durch die Stadt Mainz rolle oder gehe, stoße man an vielen Stellen auf das Wirken von Joachim Storck. Vom barrierefreien Integrationsbetrieb Hotel Inndependence über den Einkaufsmarkt Natürlich Mainz, bis zum Cafe Grün seien Dank seines Wirkens als langjähriger Geschäftsführer der Gesellschaft für psychosoziale Einrichtungen (gpe) viele Initiativen für die gleichberechtigte Teilhabe behinderter Menschen entstanden, so Gracia Schade in ihrer Begrüßung zur Preisverleihung.
Der rheinland-pfälzische Landesbehindertenbeauftragte Ottmar Miles-Paul bedankte sich in seiner Laudatio, dass er die Möglichkeit hat bei dieser Preisverleihung dabei zu sein, denn mit dem von Joachim Storck initiierten CAP-Markt in Mainz-Weisenau habe er im Jahr 2006 selbst den ersten Integrationsbetrieb kennen gelernt und sei von der Idee infiziert worden. Auch das Hotel Inndependence sei immer wieder ein wichtiger Veranstaltungsort, zu dem der Landesbehindertenbeauftragte gerne gehe. Denn hier sei die gleichberechtigte Beschäftigung von behinderten Menschen damit verbunden worden, barrierefreie Tagungs- und Übernachtungsplätze zu schaffen. "Man wundert sich wahrscheinlich, dass ein Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen einen vor kurzem in den Ruhestand gegangenen Geschäftsführer einer Organisation auszeichnet, die auch eine Werkstatt für behinderte Menschen betreibt", so Ottmar Miles-Paul in seiner Laudatio. "Dies hat ganz viel mit der Person von Joachim Storck und seinem Team zu tun, dass er um sich herum in seiner 20jährigen Geschäftsführertätigkeit aufgebaut hat. In der derzeitigen Diskussion um die Inklusion erlebe ich oft, dass Vertreter von Werkstätten eher mauern, wenn es darum geht, mehr Inklusion voranzutreiben oder gar so tun, als ob sie das schon immer getan hätten. Joachim Storck ist aber jemand, der schon sehr früh über den Tellerrand hinausgeblickt hat, viele Brücken zu anderen Menschen und Initiativen gebaut hat und Integrationsbetriebe und andere Initiativen angeschoben hat, die zur Teilhabe behinderter Menschen mitten in der Gemeinde beitragen." Er habe sich auch nicht beirren lassen, als die Zeit für Integrationsbetriebe noch nicht reif war. Heute seien die Initiativen von Joachim Storck und seinem Team Flaggschiffe der rheinland-pfälzischen Behindertenpolitik, wo es mittlerweile über 70 Integrationsbetriebe mit über 850 Arbeitsplätzen für Menschen mit ganz unterschiedlichen Behinderungen mit Tariflohn und Sozialversicherung gibt.
Motor für Integrationsbetriebe ausgezeichnet -- kobinet