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2012-03-05

Betrüger!? Berliner Pflegedienste am Pranger

Ärzte Zeitung, 05.03.2012 
 

 

Betrüger!? Berliner Pflegedienste am Pranger

Heftige Vorwürfe gegen mobile Pflegedienste in Berlin: Viele betrögen systematisch, heißt es aus dem Senat. Aus Profitgier ließen sie Menschen verwahrlosen oder erfänden Pflegebedarf. Die Branche setzt sich zur Wehr.
Berliner Gesundheitspolitiker nehmen Pflegedienste ins Visier
Die mobilen Pflegedienste in Berlin sehen sich schweren Anschuldigungen ausgesetzt.
© Ralph Peters / imago
BERLIN (af). Ein Drittel der 560 ambulanten Pflegedienste in Berlin rechne falsch ab, hat die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" den Staatssekretär im Berliner Senat Michael Büge (CDU) zitiert.
Der Schaden allein für die Sozialkassen der Hauptstadt betrage 100 Millionen Euro im Jahr. Pflegedienste ließen Menschen aus Profitgier verwahrlosen oder erfänden gemeinsam mit Pflegeversicherten und Ärzten Pflegebedarf, wo keiner sei. Oft spielten sich diese Dinge in "geschlossenen Kulturkreisen" ab.
Beim Verband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) stoßen die Vorwürfe auf Unverständnis. Es lägen keine Erkenntnisse dafür vor, dass gegen Pflegedienste strafrechtlich stärker vorgegangen werde, sagte eine Sprecherin des Verbandes der "Ärzte Zeitung".

aerztezeitung.de

 

Betrugsvorwürfe: Verbände zeigen sich empört

05.03.2012
Verbände aus der Pflegebranche haben die Äußerungen des Berliner Staatssekretärs für Soziales, Michael Büge (CDU), über "mafiöse Strukturen" bei ambulanten Pflegediensten scharf kritisiert. "Es ist eine Unverschämtheit, eine ganze Branche zu kriminalisieren", sagte der stellvertretende Vorsitzende des AnbieterVerbands qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen

(AVG) der Nachrichtenagentur dpa. Die Staatsanwaltschaft ermittle lediglich gegen zwei Pflegedienste. Der Verband wolle jetzt rechtliche Schritte gegen Büge prüfen. Auch der Paritätische Wohlfahrtsverband wies die Behauptungen des Staatssekretärs zurück.

Büge geht davon aus, dass ein Drittel der 560 ambulanten Pflegedienste in Berlin betrügen und nicht erbrachte Leistungen abrechnen.

Häusliche Pflege Online - Aktuelle Nachrichten

2011-09-09

Geprellte Krankenkassen: Pflege-Betrug beschäftigt den Senat - Nachrichten Regionales - Berlin - WELT ONLINE

Geprellte Krankenkassen

08.09.2011

Pflege-Betrug beschäftigt den Senat

Der mögliche Millionenbetrug bei ambulanten Pflegediensten in Berlin wird Hauptthema eines runden Tisches bei der Senatsverwaltung für Soziales sein. "Wir sehen das als ein Thema an", sagte Sprecherin Anja Wollny. Angaben des Neuköllner Sozialstadtrates Michael Büge (CDU), wonach allein in seinem Bezirk die Pflegekassen im Jahr um bis zu fünf Millionen Euro geprellt würden, konnte sie nicht bestätigen.
An dem seit Mitte des Jahres bestehenden runden Tisches zur Pflege seien Vertreter der Bezirke, des Senats, der Medizinischen Dienste, der Krankenkassen sowie des Landeskriminalamtes und der Staatsanwaltschaft beteiligt.
Der rbb hatte am Mittwoch berichtet, dass in Neukölln durch Abrechnungsbetrug ambulanter Pflegedienste jährlich wahrscheinlich ein Schaden in Millionenhöhe entsteht. Der Sender berief sich dabei auf das Ergebnis umfangreicher Überprüfungen durch das Bezirksamt. So gehe Sozialstadtrat Büge davon aus, dass die Hälfte der ambulanten Dienste bei den Kassen Leistungen abrechneten, die nie erbracht worden seien.
In dem Sektor hätten sich zudem bereits mafiöse Strukturen gebildet, teilte der CDU-Politiker mit. Bisher sei vom Bezirksamt Strafanzeige gegen einen ambulanten Pflegedienst erstattet worden. Weitere auffällig gewordene Pflegefirmen würden derzeit noch überprüft.

Geprellte Krankenkassen: Pflege-Betrug beschäftigt den Senat - Nachrichten Regionales - Berlin - WELT ONLINE

2011-09-08

Pflege-Eklat: Pflege-Betrug in Millionen-Höhe? - B.Z. Berlin - Pflege, Betrug, Pflegedienst, Michael Büge, Strafanzeige

Pflege-Eklat

Pflege-Betrug in Millionen-Höhe?

07. September 2011 23.25 Uhr, B.Z.

Mindestens vier Pflegedienste sollen in Neukölln Leistungen abgerechnet, aber nicht erbracht haben.

Patient im Krankenhaus
picture-alliance / Jörg Carstens Bild 1 von 2

Schwerer Vorwurf vom Bezirksamt Neukölln: mindestens vier Berliner Pflegedienste sollen im Bezirk systematisch Leistungen nicht erbracht, aber trotzdem abgerechnet haben.
„Wir haben 2010 mit einer Überprüfung ambulanter Dienste begonnen. Dabei sind wir auf mafiöse Strukturen gestoßen“, sagte Bezirksstadtrat Michael Büge (CDU) am Mittwoch.
Allein bei den ersten vier überprüften Unternehmen fand der Bezirk zahlreiche Unregelmäßigkeiten. Büge zur B.Z.: „Es gab nicht eine Akte, die in Ordnung war.“
Pro Pflegefall sollen die Firmen mitunter mehrere Hundert Euro zu viel abgerechnet haben. Besonders brisant: Angeblich wurden sogar Ex-Mitarbeiter bedroht, damit sie nicht auspacken!
Hochgerechnet auf das Land Berlin rechnet Büge mit einem Millionenschaden: „Pro Jahr könnten fünf Millionen Euro zweckentfremdet werden.“
Im Bezirk Neukölln gibt es nach Angaben von Büge 1500 Pflegebedürftige und 60 Pflegedienste. In ganz Berlin seien 15.000 Menschen auf Hilfe angewiesen, dort gebe es 500 Pflegedienste.
Gegen einen ambulanten Pflegedienst hat das Neuköllner Bezirksamt inzwischen Strafanzeige gestellt. Drei Unternehmen würden weiter überprüft.
Angesichts der Vorfälle in Neukölln fordert Büge eine zentrale Kontrollstelle für Pflegeleistungen, angesiedelt bei der Senatsverwaltung für Soziales. Darüber hinaus müssten sich Betroffene und deren Angehörige sowie ehemalige Mitarbeiter kriminell agierender Pflegedienste anonym an einen Ombudsmann wenden können. Büge: „Der Sumpf muss trocken gelegt werden“

Pflege-Eklat: Pflege-Betrug in Millionen-Höhe? - B.Z. Berlin - Pflege, Betrug, Pflegedienst, Michael Büge, Strafanzeige
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