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2013-11-12

Philippinen: Neuer Tropensturm erschwert Rettungsarbeiten / Heftige Regenfälle durch Sturmtief Zoraida | Pressemitteilung Christoffel Blindenmission e.V.


Philippinen: Neuer Tropensturm erschwert Rettungsarbeiten
Heftige Regenfälle durch Sturmtief Zoraida

   
Bensheim (ots) - Ein neues Sturmtief mit Namen "Zoraida" erschwert die Rettungsarbeiten im Katastrophengebiet auf den Philippinen. Die Menschen leiden auch am vierten Tag nach Taifun Haiyan: Noch immer fehlt es vielerorts an Wasser und Nahrung. Peter Hämmerle, Mitarbeiter der Christoffel-Blindenmission (CBM), befürchtet das Schlimmste: "In vielen Fällen wird die Hilfe zu spät kommen."
Ein dreiköpfiges CBM-Expertenteam ist inzwischen in der betroffenen Region angekommen, um die Projektpartner vor Ort zu unterstützen. Dort leben rund 10.000 behinderte Menschen. Es gibt aktuell weder ein Strom- noch ein Telefonnetz. Auch die Wasserversorgung ist zusammengebrochen.
Peter Hämmerle: "Unser Partner hat behinderte Menschen in öffentlichen Notunterkünften gefunden - alle diese Familien haben ihr Zuhause verloren. Dort sind sie seit Donnerstag untergebracht. Es gibt nicht genügend Essen, zu wenig Wasser und es fehlt einfach an allem."
Der CBM-Partner IDEA betreibt eine Schule für Kinder mit Behinderungen auf Leyte. Die Schule ist schwer beschädigt. Die Kinder waren zum Zeitpunkt der Katastrophe bei ihren Familien. Bisher hat IDEA keine Informationen, wie es ihnen geht. Peter Hämmerle: "Besorgt sind wir auch, wie es den Menschen in unserer Schreiner-Kooperative auf der Insel Cebu geht. Dort wurde das Dach vom Sturm weggerissen. Der Kontakt ist seit Freitag abgebrochen."
Die CBM hat Nothilfe in Höhe von 400.000 Euro bereitgestellt, um den Menschen vor Ort zu helfen. Die CBM setzt sich dabei für eine inklusive Nothilfe ein, denn Menschen mit Behinderungen sind besonders betroffen. Medikamente, Ersatz für verlorene Brillen oder Gehhilfen sind für das Überleben von behinderten Menschen fast so wichtig wie Trinkwasser und Nahrung. Auf jeden Toten kommen bei einer Katastrophe statistisch gesehen drei Verletzte. Viele dieser Verletzungen führen zu Behinderungen.
Für die Hilfsmaßnahmen ruft die CBM zu Spenden auf unter dem Kennwort "Nothilfe Taifun", Konto 2020, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00.
Die Christoffel-Blindenmission (CBM) zählt zu den größten und ältesten Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit in Deutschland. Sie ist seit über 100 Jahren auf die Vermeidung von Behinderungen und die Förderung von Menschen mit Behinderungen spezialisiert. Die CBM unterstützt zurzeit 714 Projekte in 73 Entwicklungsländern. Weitere Informationen unter www.cbm.de Die Christoffel-Blindenmission ist Mitglied im Bündnis Entwicklung hilft (BEH). Aktuelle Informationen der Bündnispartner zu den Hilfsmaßnahmen finden Sie unter www.entwicklung-hilft.de .
Pressekontakt:
Für Rückfragen und Interviewwünschen mit CBM-Mitarbeiter Peter 
Hämmerle: CBM-Pressestelle Tel. 0172-7630578 
Philippinen: Neuer Tropensturm erschwert Rettungsarbeiten / Heftige Regenfälle durch Sturmtief Zoraida | Pressemitteilung Christoffel Blindenmission e.V.

2013-05-31

Niemand darf zurückgelassen werden / CBM begrüßt die Empfehlungen des High Level Panels der Vereinten Nationen 31.05.2013 | Nachricht | finanzen.net

Niemand darf zurückgelassen werden / CBM begrüßt die Empfehlungen des High Level Panels der Vereinten Nationen


Bensheim (ots) - Das High Level Panel der Vereinten Nationen hat sich ausdrücklich für die Rechte von Menschen mit Behinderungen ausgesprochen. Das geht aus dem jetzt vorgelegten Bericht des Panels an UN-Generalsekretär Ban-Ki-moon hervor. Darin heißt es, niemand dürfe bei den nächsten globalen Entwicklungszielen zurückgelassen werden. Dies ist heute noch nicht der Fall. Die derzeit gültigen Entwicklungsziele nehmen keine Rücksicht auf Menschen mit Behinderungen und andere sozial ausgegrenzte Gruppen. Die Folge ist, dass behinderte Menschen von vielen Maßnahmen zur Armutsreduzierung nicht profitieren können und weiter in die Armutsfalle rutschen. Das High Level Panel war vom UN-Generalsekretär eingesetzt worden, um die Entwicklungsziele nach dem Jahr 2015 festlegen. Ein CBM-Sprecher sagte: "Das ist ein wichtiger erster Schritt in die richtige Richtung, damit zukünftig alle Menschen die gleichen Chancen auf Entwicklung haben. Wir begrüßen das ausdrücklich." Die Empfehlung des Panels setzt die Bundesregierung weiter unter Druck. Erst vor wenigen Wochen betonte die parlamentarische Staatssekretärin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Kopp, dass die Empfehlungen der Vereinten Nationen für Deutschland richtungsweisend seien. Bis jetzt haben weder die Bundesregierung noch die Europäische Union klar zu den Entwicklungszielen nach 2015 Stellung bezogen. Ob der EU-Ratsbeschluss zur Entwicklungsagenda kommenden Juni tatsächlich "niemanden zurücklässt" und Menschen mit Behinderungen einbezieht, bleibt weiter ungewiss.
Weltweit leben eine Milliarde Menschen mit Behinderungen, 80 Prozent von ihnen in Entwicklungsländern. Armut verursacht Mangelernährung und schlechte Gesundheitsversorgung. Diese wiederum sind oft Ursache von Behinderungen. Umgekehrt führt die soziale Ausgrenzung von Menschen mit Behinderung zu noch größerer Armut. Trotzdem werden Menschen mit Behinderungen bei vielen entwicklungspolitischen Beschlüssen schlicht vergessen.
Die CBM hat deshalb Anfang Mai die Kampagne "Stopp den Kreislauf von Armut und Behinderung" gestartet. Darin fordert sie die Bundesregierung auf, sich in der Entwicklungspolitik stärker für Menschen mit Behinderungen einzusetzen. Die CBM zählt zu den größten und ältesten Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit in Deutschland. Sie ist seit 105 Jahren spezialisiert auf die Förderung von Menschen mit Behinderungen. Die CBM unterstützt derzeit 749 Projekte in 81 der ärmsten Länder.
Originaltext: Christoffel Blindenmission e.V. Digitale Pressemappe: Niemand darf zurückgelassen werden | Pressemitteilung Christoffel Blindenmission e.V.
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_37342.rss2
Pressekontakt: Peter Liebe, mobil: 0172/7630578, E-Mail: peter.liebe@cbm.de

Niemand darf zurückgelassen werden / CBM begrüßt die Empfehlungen des High Level Panels der Vereinten Nationen 31.05.2013 | Nachricht | finanzen.net

 United Nations Secretary-General Ban Ki-moon

2011-11-05

Bürstädter Zeitung - „Wir sind eine Milliarde“

„Wir sind eine Milliarde“

05.11.2011 - BENSHEIM
BUNDESWEIT Christoffel-Blindenmission startet Kampagnie für Menschen mit Behinderung
(red). Im Juni dieses Jahres verkündete der von Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Weltbank erstellte Weltbehindertenreport ein erschreckendes Ergebnis: Weltweit sind rund eine Milliarde Menschen behindert. Zuvor waren Experten von „lediglich“ 650 Millionen Betroffenen ausgegangen, teilt die Christoffel-Blindenmission (CBM) in einem Presseschreiben mit. Aufgrund dieser neuen Erkenntnis startet die CBM in dieser Woche eine bundesweite Kommunikationskampagne, die verdeutlicht, dass jeder fünfte der Betroffenen in einem Entwicklungsland lebt.
Unter der Überschrift „Wir sind eine Milliarde“ zeigt die Kampagne selbstbewusste Menschen mit Behinderungen aus Afrika. „Wir wollen behinderte Menschen nicht als Empfänger von Almosen darstellen, sondern vielmehr zeigen, dass in diesen Menschen ein großes Potenzial steckt, das zu oft im Verborgenen bleibt“, erklärte dazu CBM-Direktor Dr. Rainer Brockhaus.
Bürstädter Zeitung - „Wir sind eine Milliarde“

2011-08-27

CBM - Christoffel Blindenmission. CBM fördert in Haiti einen Wiederaufbau der Behinderte einbezieht

CBM fördert in Haiti einen Wiederaufbau der Behinderte einbezieht

Dienstag 16. August 2011

Seit Januar 2011 setzt sich die CBM in Haiti für einen Wiederaufbau ein, der den Zugang für Behinderte gewährleistet. Sie bringt ihr Fachwissen bei den involvierten Partner ein, und stellt sicher, dass die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung einbezogen werden.


Benjamin Dard, Fachmann für behindertengerechtes Bauen, gibt einen Kurs.
Konzept für einen umfassenden Zugang
Das Erschaffen einer barrierefreien Umgebung erfordert einen umfassenden Zugang, in welchem die ganze Bevölkerung, inklusive Menschen mit Behinderung, in Frieden und Sicherheit leben kann. Die ganze Bevölkerung muss Zugang zu denselben Orten besitzen.
Umfassender Zugang erstreckt sich auf:
  • Gebäude
  • Verkehrsinfrastruktur
  • Dienstleistungen
  • Informationstechnologie und Kommunikationssysteme
Vor dem Erdbeben im Jahr 2010 waren öffentliche Gebäude und Wohnhäuser nicht so gebaut, dass sie zugänglich für Menschen mit Behinderung waren. Falls dies der Wiederaufbau nicht berücksichtigt, dann wird den Menschen mit Behinderung der Zugang zu Grunddienstleistungen wie Schulen und Spitälern erneut verwehrt. Um für zugänglichen Wiederaufbau zu werben, welcher die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung deckt, konzentriert die CBM ihr Engagement auf die Raumplanung.
Das CBM-Programm für umfassenden Zugang
Folgende Punkte umfasst das CBM-Programm für einen umfassenden Zugang:
  • Umsetzen der Zugangskriterien für den temporären und permanenten Wiederaufbau
  • Bewusstseinsbildung bei den Akteuren des Wiederaufbaus
  • Vermitteln von Fachwissen über behindertengerechtes Bauen
Fachmann vor Ort
Mit Benjamin Dard hat die CBM einen Fachmann für behindertengerechtes Bauen vor Ort. Er unterstützt die nationale Arbeitsgruppe - die mit dem Wiederaufbau betraut ist - und vor Ort tätigen Entwicklungsorganisationen. Zudem berät er CBM-Partner, die temporäre Unterkünfte erstellen. Kürzlich wurde ein Rehabilitationszentrum mit zugänglichen Toiletten versehen.
Schulung für behindertengerechtes Bauen
Um das Fachwissen für umfassend zugängliches Bauen zu erweitern, fand kürzlich eine Schulung statt. Daran nahmen 28 Personen teil, welche in Bauunternehmen oder in anderen Organisationen tätig sind. Sie beinhaltete zusätzlich zum Fachwissen auch eine Selbsterfahrung. Die nicht behinderten Teilnehmenden wurden in die Situation von Menschen mit Behinderung in einer städtischen Umgebung von Port-au-Prince versetzt.
Die CBM will die Barrieren für Menschen mit Behinderung in Haiti abbauen und die Bevölkerung für das Thema sensibilisieren. Erste Schritte wurden unternommen, doch es braucht noch einen langen Atem, bis sich zum Beispiel Grundstandards für behindertengerechtes Bauen in Haiti durchgesetzt haben.

CBM - Christoffel Blindenmission. CBM fördert in Haiti einen Wiederaufbau der Behinderte einbezieht

2011-08-04

CBM beanstandet Staatenbericht der Bundesregierung

CBM beanstandet Staatenbericht der Bundesregierung PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Redaktion
Donnerstag, den 04. August 2011 um 12:01 Uhr
cbmBensheim. - Die Christoffel-Blindenmission (CBM) hat den am Mittwoch durch das Bundeskabinett verabschiedeten Staatenbericht zur Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen der Vereinten Nationen (UN) kritisiert. "Der Bericht hat erhebliche Mängel in den Passagen, die internationale Zusammenarbeit betreffen", erklärte CBM-Direktor Rainer Brockhaus am Donnerstag in Bensheim. "Zahlen und Fakten fehlen, so dass die tatsächlichen Fortschritte nicht beurteilt werden können."

Zwei Jahre nach Ratifizierung der Behindertenrechtskonvention muss jeder Staat gegenüber den Vereinten Nationen über die bisherigen Fortschritte berichten. Deutschland hat die Konvention Anfang 2009 ratifiziert. Ein international besetzter UN-Fachausschuss überwacht die Umsetzung der Konvention und wird Empfehlungen aussprechen, wie die Bundesregierung die UN-Behindertenrechtskonvention besser in ihrer Politik umsetzen kann.

Die CBM ist eine internationale Entwicklungsorganisation und setzt sich für die Rechte von Menschen mit Behinderungen ein. Sie hat vor allem zwei Artikel im Blick: Artikel 11, der sich mit Nothilfe auseinandersetzt und Artikel 32, der die Entwicklungszusammenarbeit behandelt. Begrüßenswert sei, dass behinderte Menschen in der staatlichen Entwicklungszusammenarbeit mittlerweile als wichtige Zielgruppe erkannt wurden und das Ministerium Stellen geschaffen hat, die diese Arbeit vorantreiben, so die CBM. Sie bemängelt allerdings, dass der Bericht zu wenig konkrete Zahlen und Statistiken aufweise, die von der UN ausdrücklich gefordert werden. "Nur an Einzelfällen wird die Arbeit aufgezeigt. Dies lässt aber keine Schlussfolgerung zu, in welchem Maß die deutsche Entwicklungszusammenarbeit schon inklusiv ist, also behinderte Menschen berücksichtigt", sagte Brockhaus.

Es gebe auch keinen Bezug zu den Millenniums-Entwicklungszielen (Millennium Development Goals, kurz MDGs), wie von den UN gefordert. Die MDGs umfassen acht Ziele, zu denen sich die internationale Staatengemeinschaft im Jahr 2000 verpflichtet hat. So soll zum Beispiel die weltweite Armut bis 2015 halbiert und allen Kindern eine Grundschulbildung ermöglicht werden. Die Berücksichtigung von Menschen mit Behinderungen ist bei allen MDGs wichtig, da sie rund 15 Prozent der Weltbevölkerung ausmachen. Eine Aussage der Bundesregierung hierzu fehle im Staatenbericht gänzlich.

Wie bei anderen Menschenrechtskonventionen planen zivilgesellschaftliche Organisationen, einen Parallelbericht zu diesem Staatenbericht als Korrektiv zur staatlichen Darstellung zu erstellen. Darin soll die Arbeit der Bundesregierung aus Sicht der Organisationen beschrieben werden. Die CBM will sich an diesem Bericht aktiv beteiligen, so Brockhaus.

CBM beanstandet Staatenbericht der Bundesregierung
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