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2012-06-09

Baden-Württemberg fördert Behinderteneinrichtungen mit 8,5 Mio. Euro -- kobinet

09.06.2012 - 14:59

Baden-Württemberg fördert Behinderteneinrichtungen mit 8,5 Mio. Euro.

Stuttgart (kobinet) Baden-Württembergs Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD) verkündet in einer Pressemitteilung: "Menschen mit Behinderung sollen ihr Leben selbst bestimmen und gestalten können". Darin ist weiter zu lesen: Die Landesregierung will die Inklusion von Menschen mit Behinderungen mit aller Kraft vorantreiben. Deshalb stellt das Land 2012 für das Investitionsförderprogramm für Behinderteneinrichtungen Haushaltsmittel in Höhe von rund 8,5 Mio. Euro zur Verfügung. Hinzu kommen 11 Mio. Euro aus Mitteln der Ausgleichsabgabe, die in diesem Jahr ebenfalls für neue Projekte eingesetzt werden können. „Wir wollen Menschen mit Behinderung in die Lage versetzen, ihr Leben selbst bestimmen und gestalten zu können“, sagte Sozialministerin Katrin Altpeter in Stuttgart. "Hierzu gehörten Wahlmöglichkeiten unter alternativen Wohnangeboten."

In einer Stellungnahme hierzu verurteilt Dr. Klaus Mück, Landesbeauftragter von ForseA e.V. diesen massiven Mitteleinsatz. "Es ist frustrierend, dass die SPD im Bund ein tolles Positionspapier erstellt und sich in Baden-Württemberg wenig darum kümmert, dieses in die Praxis umzusetzen. Diese Förderung der stationären Aufbewahrung behinderter Menschen hält den Druck der Behörden aufrecht, Menschen mit Behinderung dahin abzuschieben. Dabei gilt auch im Ländle die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen. "Niemand darf mehr verpflichtet werden, in besonderen Wohnformen zu leben", ist dem Artikel 19 der Konvention zu entnehmen. Sobald sich dieses auch in Baden-Württemberg rumspricht, sind viele dieser Investitionen in den Sand gesetzt. Frau Altpeter ist dringend zu empfehlen, diese Konvention als das zu nehmen, was sie ist: uneingeschränkt gültiges deutsches Recht!" gba 

 Baden-Württemberg fördert Behinderteneinrichtungen mit 8,5 Mio. Euro -- kobinet

2012-06-01

Suchtproblem in Pflegeheimen - Pflege und Barrierefrei Wohnen - Gesundheit & Pflege - Magazin - HNA Online

Suchtproblem in Pflegeheimen

Berlin - Viele Pflegebedürftige in Deutschland sind abhängig von Alkohol und Medikamenten. Die bedenklichen Zahlen dürften sogar noch steigen.
Viele Pflegebedürftige in Deutschland sind abhängig von Alkohol und Medikamenten. Das geht aus der Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion hervor, die der dpa in Berlin vorliegt.
Die Regierung zitiert darin eine repräsentative Umfrage, nach der vier von fünf stationäre und ambulante Pflegeeinrichtungen Menschen mit Suchtproblemen in ihren Reihen haben. Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit stehe dabei im Zentrum.
“Nach Einschätzung der Pflegenden sind im Mittel sieben Prozent der Klientinnen und Klienten in den stationären Pflegeeinrichtungen medikamentenabhängig“, heißt es weiter der Regierungsantwort.
Der Geschäftsführer des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen, Peter Pick, hatte bei der jüngsten Vorlage des Qualitätsberichtes zur Pflege kritisiert, “dass zu viele ruhigstellende Mittel in Pflegeeinrichtungen verordnet werden“.

Suchtproblem in Pflegeheimen - Pflege und Barrierefrei Wohnen - Gesundheit & Pflege - Magazin - HNA Online

2011-09-05

BKK Faktenspiegel Pflege

Pflege: Eine demografische Herausforderung

05.09.2011 - 10:57 - Kategorie: Kranken- und Altenpflege - (lifepr)
In den 16 Jahren seit Einführung der Pflegeversicherung ist es gelungen eine flächendeckende Pflegeinfrastruktur aufzubauen und zu etablieren. Doch der demografische Wandel birgt erhebliche Herausforderungen. Modellrechnungen gehen davon aus, dass es im Jahr 2050 voraussichtlich 3,8 bis 4,5 Mio. pflegebedürftige Menschen geben wird.
"Dieser Herausforderung muss sich die Politik stellen. In einer immer älter werdenden Gesellschaft, steigt der Leistungsbedarf in der Pflegeversicherung. So nimmt z. B. die Zahl der Menschen mit Erkrankung weiter zu. Noch ist nicht geklärt, wie diese steigenden Ausgaben finanziert werden sollen. Daher begrüßen wir die Entscheidung des Bundesministeriums für Gesundheit, noch in diesem Monat die Eckpunkte für eine Pflegereform vorzulegen, sehr", erklärt Heinz Kaltenbach, Geschäftsführer des Bundesverbandes.
im Bereich Pflege
Die Zahlen belegen es, die Kosten der Pflegeversicherung steigen weiter an. Betrugen sie im Jahr 2009 noch 19,3 Mrd. Euro, stiegen sie 2010 bis auf rund 20,4 Mrd. Euro an. Davon fielen 10,2 Mrd. Euro auf die ambulante und 10,3 Mrd. Euro auf die stationäre Versorgung.
Die Leistungsausgaben der Pflegeversicherung gehen größtenteils an die Pflege. Im Jahr 2010 betrugen die Ausgaben 9,6 Mrd. Euro. Dazu kam die vollstationäre Pflege in Behindertenheimen mit 260 Mio. Euro. Auf Platz zwei folgen die mit 4,7 Mrd. Euro, z. B. für die Pflege von Angehörigen.
Pflegesituation im häuslichen und stationären Umfeld
Der Großteil der 2,3 Mio. Pflegebedürftigen wurde 2009 zu Hause (69 Prozent) versorgt. Meistens sind es Kinder, die einen pflegebedürftigen Elternteil betreuen. 1,1 Mio. Menschen wurden durch ihre Angehörigen betreut, davon wurden 555.000 durch oder zusammen mit ambulanten Pflegediensten versorgt. Es gibt auch eine "neue" Solidarität. Die Unterstützung durch Nachbarn, Freunde und Bekannte nimmt zu. Nur ein geringer Teil der Pflegebedürftigen, die zu Hause leben, erhalten ausschließlich professionelle Hilfe.
: Pflege im häuslichen und stationären Bereich
Am häufigsten wurden in Hessen (54 Prozent) die Pflegebedürftigen durch ihre Angehörigen gepflegt. Das Schlusslicht bildet Schleswig- Holstein. Mit knapp 38,4 Prozent ist hier die häusliche Pflege weniger verbreitet als in den restlichen Bundesländern. Dafür sind die meisten Pflegeheime in Schleswig-Holstein zu finden. Auf 100.000 Einwohner kommen gut 23 Pflegeeinrichtungen. Berlin (11 pro 100.000 Einwohner) und Hamburg (10 pro 100.000 Einwohner) weisen die geringste Zahl an stationären Einrichtungen auf. Wenn nicht durch entsprechende Maßnahmen (Stärkung ambulante Versorgung) wird, gehen Wissenschaftler davon aus, dass die Zahl der Pflegeheime in den kommenden Jahren steigen und sich die Pflege Hilfsbedürftiger immer weiter in die Heime verlagern wird.
Noch ungelöst ist die Frage der Pflegestufen. Fachleute fordern die Weiterentwicklung des , insbesondere aufgrund der steigenden Zahl von betreuungsintensiven Demenzkranken. Der BKK Bundesverband schließt sich der Forderung der Experten an, anstelle der bisherigen drei Pflegestufen fünf Bedarfsgrade einzuführen, die nicht nur die körperlichen der Hilfebedürftigen im Blick haben, sondern auch die kognitiven Probleme in die Bewertung der Pflegestufe mit einbeziehen.
Weitere Daten und Fakten finden Sie in der Anlage oder unter folgendem Link: www.bkk.de/presse-politik/presse/bkk-faktenspiegel/

Pflege: Eine demografische Herausforderung | Kranken- und Altenpflege - Nachrichten

2011-09-04

Berliner Bezirke geben die Pflege auf - zu schwierig

Ärzte Zeitung, 04.09.2011

Berliner Bezirke geben die Pflege auf - zu schwierig

BERLIN (ami). Die Berliner Bezirke geben den Betrieb von Pflegeeinrichtungen auf. Seit 1. September gehört das ehemals bezirkliche Pflegeheim Louise-Schroeder-Haus in Tempelhof-Schöneberg mit 80 Bewohnern zum Vivantes Forum für Senioren.
Zum Betreiberwechsel kam es nach Vivantes-Angaben, weil sich das Bezirksamt nicht dauerhaft in der Lage sah, die Senioreneinrichtungen wirtschaftlich zu führen.
Vivantes plant nun, dass in dem Heim spezialisierte Pflegeangebote und eine direkte Kooperation mit dem nahe gelegenen Vivantes Wenckebach Klinikum aufgebaut werden.
Der Bezirk Lichtenrade hat zum 1. September ein Heim mit insgesamt 108 Plätzen geschlossen. Den Bewohnern und Mitarbeitern hat Vivantes den Wechsel in das frisch renovierte Vivantes-Heim Hauptstadtpflege Haus Wilmersdorf angeboten.

Berliner Bezirke geben die Pflege auf - zu schwierig

2011-08-23

Bedient die FDP ihr Klientel zu Lasten Pflegebedürftiger? -- kobinet

23.08.2011 - 12:47

Bedient die FDP ihr Klientel zu Lasten Pflegebedürftiger?.

Von Uwe Frevert

Kassel (kobinet) Im Rahmen der Pflegeversicherungsleistung könnte viel Potential in den Privathaushalten der Pflegebedürftigen gefördert werden. Indem legale abhängige Beschäftigungsverhältnisse im Privathaushalt anerkannt werden, könnte wesentlich mehr personelle Hilfe gesichert werden. Wenn die Regie für Dienstpläne und Personalgewinnung von Privathaushalten selbst organisiert werden, könnten Gelder sinnvoller als in die überblähte Bürokratie für Pflegedokumentation, schicke Kraftfahrzeuge und Büromieten verwendet werden.

Bei Einführung der Pflegeversicherung ging es für uns behinderte Menschen um den Machtverlust über die Kontrolle des eigenen Lebens mit Behinderung. Die Pflegeversicherung bedeutet für uns keinen menschenwürdigen Umgang der professionellen Pflegedienste mit uns. Kein Pflegedienst garantiert heute, dass ich dann auf die Toilette gehen kann, wenn ich den Drang dazu verspüre. Die Pflegedienstleitung bestimmt den Dienstplan und so ist ein Toilettengang nur nach Plan möglich und nicht bei Bedarf.

Kein Pflegedienst vermittelt den behinderten Personen, oder ihren Angehörigen, Kenntnisse über Personalführung oder die besonderen Anstellungsverhältnissen für die Beschäftigung von Personal in Privathaushalten. Die Pflege ist ein Geschäft für "Wohltäter" geworden und der Gesundheitsminister Daniel Bahr von der FDP hat sicherlich kein Interesse daran unser Selbsthilfepotential zu fördern. Allein die Tatsache, dass es bis heute keine EDV-Software gibt, die die Beschäftigungsverhältnisse in den Privathaushalten finanztechnisch verwalten könnte, ist ein Beleg dafür, dass dieses Selbsthilfepotential nicht erwünscht ist. Und wenn weiter berücksichtigt wird, dass durchschnittlich jeder Privathaushalt ca. 100.000 Euro zur Pflegeversicherung hinzu zahlen muss, um die Hilfe zu erhalten, dann wird deutlich wer hier bedient werden soll. Ganz zu schweigen von der Schwarzarbeit, die wegen mangelhafter Unterstützung in den Privathaushalten notwendigerweise zum Einsatz kommen muss.

Experten gehen davon aus, dass der Beitrag für die Pflegeversicherung bis auf sieben Prozent angehoben werden muss, wenn weiterhin in dem bisherigen System der Pflegeversicherung die Hilfe erbracht wird. Das aber kann nicht die Lösung sein, denn bereits heute haben die Pflegedienste erhebliche Personalprobleme, weil alle Beteiligten wissen, dass dies keine menschenwürdige Leistung ist.

Was wir brauchen ist eine systematische Förderung der Beschäftigungsverhältnisse in den Privathaushalten behinderter Menschen. Volkswirtschaftlich betrachtet ist dieses Hilfeprinzip auf jeden Fall kostengünstig. Wir haben hierzu seit fast 30 Jahren Erfahrung und wir nennen es Persönliche Assistenz. Es erlaubt uns die Hilfe eigenständig und legal zu organisieren, unabhängig von Pflegediensten und den Anstalten der stationären Unterbringung. sch

Bedient die FDP ihr Klientel zu Lasten Pflegebedürftiger? -- kobinet

2011-07-20

Sachsens Regierung verabschiedet Betreuungs- und Wohnqualitätsgesetz - Altenheim Online - Aktuelle Nachrichten

Sachsens Regierung verabschiedet Betreuungs- und Wohnqualitätsgesetz

Seite 1 von 1
20.07.2011
Die sächsische Landesregierung hat in der vergangenen Woche den Entwurf für das Betreuungs- und Wohnqualitätsgesetz verabschiedet. "Der Freistaat Sachsen will den Schutz der Bewohner in stationären Einrichtungen für ältere, pflegebedürftige Volljährige und volljährige pflegebedürftige, psychisch kranke oder behinderte Menschen in der Zukunft stärken und ausbauen", zitiert Sachsen News Sozialministerin Christine Clauß. "In den sächsischen stationären Einrichtungen müssen auch in Zukunft 50 Prozent des Personals Fachkräfte sein", so Clauß nach der Kabinettssitzung. Zudem seien unangemeldete Kontrollen durch die Behörden und eine enge Kooperation von Aufsichtsbehörden und MDK geplant, um die Prüfungen abzustimmen. Die Einrichtungsträger werden verpflichtet, den Bewohnern Einblicke in Aufzeichnungen der Pflege-, Hilfe- oder Förderplanung und deren Umsetzung zu gewähren und so die Betreuung und Pflege transparenter zu gestalten. Der Begriff der stationären Einrichtung werde zudem klar von anderen, neuen Wohnformen abgegrenzt. "die Einführung neuer Wohnformen soll damit wesentlich erleichtert werden", so Clauß.

Altenheim Online - Aktuelle Nachrichten

2011-06-27

Balingen / Politik / Behinderte Menschen sollen mitentscheiden / ZOLLERN-ALB-KURIER

Behinderte Menschen sollen mitentscheiden

Informationen über Eingliederungshilfe

Balingen, 27.06.2011 von Thomas Godawa

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Einen ausführlichen Bericht über die Entwicklung der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung für das Jahr 2010 konnte Sozialdezernent Eberhard Wiget dem Sozialausschuss vorlegen.
Zum Ende des vergangenen Jahres bezogen 1 167 Menschen mit geistiger, körperlichen und seelischer Behinderung Leistungen aus der Eingliederungshilfe, mit insgesamt einem Kostenaufwand von 24 Millionen Euro für den Landkreis, einer der größten Posten im Haushalt, wie Wiget feststellte.
Die Darstellung sei zwar umfangreich, aber wichtig, um Strukturen zu erkennen und Entwicklungen festzustellen. Wo und für was wird wie viel Geld ausgeben. Das reiche vom stationären Wohnen über das ambulante betreute Wohnen bis hin zu Betreuungsgruppen von Kindern und Jugendlichen sowie Erwachsenen. Knapp 85 Prozent der Leistungsempfänger werden im Zollernalbkreis selbst betreut. „Noch unterrepräsentiert ist das Modell des persönlichen Budgets, das den Leistungsempfängern mehr Selbstständigkeit einräumen soll, weil sie ihre Leistungen mit dem ihnen zur Verfügung stehenden Geld selbst organisieren müssen. Seit 2008 besteht ein Rechtsanspruch auf diese Form der Leistung“, erläuterte Wiget.
In der anschließenden Diskussion wurde die Bedeutung der Teilhabe von Menschen mit Behinderung an Entscheidungen hervorgehoben, weshalb Wiget auf den von der Verwaltung eingebrachten Antrag eines Teilhabeplanes verwies. In einem ersten Schritt soll der Bereich körperlich, geistig oder mehrfachbehinderter Menschen aufgenommen werden. Der Plan wird erstellt in Zusammenarbeit mit den überörtlichen Sozialhilfeträgern.
Der Ausschuss gab der Verwaltung den Auftrag einen solchen Plan zu erstellen in Zusammenarbeit mit dem Kommunalverband für Jugend und Soziales.

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2011-03-21

Daheim statt Heim e. V. -

Heimunterbringung kostet das Doppelte

weitersagen:

März 2011. Ein Leben im Heim widerspricht nicht nur den Wünschen der Menschen, es ist auch deutlich teurer als die Alternativen. Das hat jetzt der nordhessische Landkreis Waldeck-Frankenberg schmerzlich erfahren müssen.

Korbach. Zum ersten Mal verglichen jetzt hessische Landkreise mit einander, wie viel sie für Leistungen nach dem zwölften Sozialgesetzbuch - spricht Sozialhilfe - ausgeben. Waldeck-Frankenberg hat besonders hohe Kosten, was daran liegt, dass hier überdurchschnittlich viele Menschen stationär betreut werden. Reichen deren Rente und das Geld der Pflegekasse zusammen nicht aus, um die Heimkosten zu decken, muss das Sozialamt den Rest als sogenannte Hilfe zur Pflege drauflegen.
In Waldeck-Frankenberg werden drei Mal weniger Menschen ambulant betreut als in den Nachbarkreisen. Dafür ist die Anzahl der Heimplätze doppelt so hoch wie der vom Land ermittelte Bedarfswert.
Ähnliche Probleme hat der benachbarte Hochsauerlandkreis in Nordrheim-Westfalen. Dessen erster Kreisbeigeordneter Peter Niederstraßer sieht die Ursache des Problems im Überangebot an stationären Pflegeeinrichtungen: „Wenn Plätze da sind, dann werden sie auch schnell und einfach in Anspruch genommen."
Nach Ansicht von Christoph Lixenfeld von der Bundesinitiative Daheim statt Heim sollte diese Erfahrung aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg eine eindringliche Warnung für alle anderen Kommunen in Deutschland sein. „Wo es viele Heime gibt, da tun deren Betreiber alles, um die Betten zu belegen. Und aus Sicht vieler Sozialbehörden ist ein Umzug ins Heim allzu oft die bequemste Lösung. An die langfristig sehr viel höheren Kosten denken dabei die Wenigsten.“

Daheim statt Heim e. V. - Thema Detailseite

2011-03-15

Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter

Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter



Mann im Rollstuhl Mit einer kleinen Selbsthilfegruppe fing alles an.
Einmal wöchentlich trafen sie sich, um Erfahrungen auszutauschen. Menschen mit ganz unterschiedlichen Behinderungen, die einiges verband: Benachteiligung und Bevormundung.
Sie wollten kämpfen - für ihr Recht auf ein selbstbestimmtes Leben und gegen Diskriminierung.
Sie gründeten den "Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter" - kurz "fab" e.V.Das war 1987. Damals engagierten sich die Vereinsmitglieder noch ehrenamtlich - inzwischen beschäftigt "fab e.V." 140 Teil- und Vollzeitkräfte, von denen viele selbst behindert sind. Sie haben ein dichtes Netz von Beratungs- und Unterstützungsangeboten geknüpft, das behinderten und auf Hilfe angewiesenen Menschen ein weitgehend seIbstbestimmtesLeben außerhalb von stationären Einrichtungen ermöglichen will. fab bietet unter anderem Beratung im Rahmen der offenen Hilfen an, hat einen ambulanten Hilfsdienst aufgebaut - und spezielle Angebote für Frauen im Programm. Außerdem verfügt der Verein über zwölf Plätze im Betreuten Wohnen. Und das ist längst noch nicht alles: fab engagiert sich auch politisch, beteiligt sich etwa am Aufbau eines Landesbehindertenbeirates und setzt sich für ein Hessisches Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsgesetz ein.


Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter
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