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2013-06-25

Pflege im Alter: Religiöse und persönliche Gewohnheiten


Pflege im Alter: 

Religiöse und persönliche Gewohnheiten

Von: Christoph Hahn
Letzte Aktualisierung:
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Warben vor dem Dürener Museum für das Fachforum (von links): Bouchara Barboua und Ursula Kreutz-Kullmann (AWO Aachen-Land), Peter Brendel und Anna Zeien (low-tec), Marianne Huppenbauer (DRK) sowie Karl Schwarz und Manfred Floßdorf (AWO Düren). Foto: Christoph Hahn

Kreis Düren. Mögen alteingesessene Bürger und Zuwanderer im Alltag auch noch so viele Kleinigkeiten trennen – eines haben sie mit Sicherheit gemeinsam: Sie werden eines Tages alt und brauchen dann womöglich Pflege. Das heißt aber auch: Sie brauchen Pflegekräfte, die sie im Einklang mit ihren kulturellen, religiösen und anderen Gewohnheiten versorgen können. Hier setzt das Netzwerk „Xenos“ an
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Pflege im Alter: Religiöse und persönliche Gewohnheiten

2013-02-15

ISL-Video zu Behinderung und Migrationshintergrund - BIZEPS-INFO

Text: ISL Deutschland · 15. Feber 2013 12:13 Uhr

ISL-Video zu Behinderung und Migrationshintergrund

Mit einem selbst produzierten Videofilm macht die ISL auf die mehrfache Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen und Migrationshintergrund aufmerksam.
Logo ISL Deutschland
Der 17-minütige Film mit dem Titel "Von Respekt, Toleranz und anderen Wünschen" wurde jetzt auf die Videoplattform youtube eingestellt und ist auch über die ISL-Homepage abrufbar: "In diesem Film kommen acht unterschiedliche Menschen zu Wort", so der Autor und Regisseur des Films, H.- Günter Heiden. "Sie leben mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen und haben ihre Wurzeln zum Beispiel in der Türkei, der Ukraine, Russland oder Palästina." Im Untertitel heiße der Film zwar "Behinderung und Migrationshintergrund", so Heiden, eigentlich müsse man aber von einem Zusammenwirken von "Ableismus und Rassismus" sprechen, da es sich nicht um persönliche Eigenschaften der jeweiligen Personen handele, sondern um gesellschaftliche Zuschreibungen.
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ISL-Video zu Behinderung und Migrationshintergrund - BIZEPS-INFO


2013-01-16

Multikulturelles Altenheim - mittagsmagazin - ZDFmediathek - ZDF Mediathek

Die Generation der ersten Gastarbeiter ist mittlerweile im Seniorenalter, aber die wenigsten Pflegeheime sind auf Multi-Kulti eingestellt. Wir haben eines der wenigen in Duisburg besucht.
Multikulturelles Altenheim - mittagsmagazin - ZDFmediathek - ZDF Mediathek

2012-06-03

Aktion Mensch: Doppelt ausgeschlossen: Migranten mit Behinderung: Blog

Doppelt ausgeschlossen: Migranten mit Behinderung

Autor: Stefanie Wulff, am 03.06.2012 um 08:17 Uhr
Zwei Mädchen, eines davon im Rollstuhl, sitzen an einem Tisch.
Foto: Verein zur Unterstützung behinderter Migranten Umut e.V.
Letztens las ich einen Bericht über "Stix", einen Akrobaten auf Krücken. Das hat mich beeindruckt. Ein cooler Typ, Kind türkischer Einwanderer, dessen Beine durch Kinderlähmung gehandicapt sind und der es "trotzdem" geschafft hat, sich als Tänzer und Künstler einen Namen zu machen. Unter meinen Kollegen und Mitbloggern auf dieser Seite sind weitere Persönlichkeiten mit Migrationshintergrund und Behinderung, bei deren inspirierenden Leistungen und Kreativität ich nur sagen kann: Hut ab! Solche Geschichten von besonderen Ideen, Begabungen, Lebenswegen höre ich gerne, sie machen Mut und wirken inspirierend.
Was mich nur manchmal nachdenklich stimmt, ist dieses "Trotzdem".(...)
Aktion Mensch: Doppelt ausgeschlossen: Migranten mit Behinderung: Blog

2012-04-25

„Für viele steht Betreuung für Entmündigung“ - Landkreis - Schaumburg-Lippische Landes-Zeitung

Landkreis

„Für viele steht Betreuung für Entmündigung“
Landkreis (pk). Etwa zehn Prozent der vom Betreuungsverein Schaumburg betreuten Menschen haben einen Migrationshintergrund. Und damit sind nur die betreuten Schaumburger gemeint, die über eine nichtdeutsche Staatsangehörigkeit verfügen. Zählte man die Schaumburger dazu, die zwar einen deutschen Pass besitzen, aber über einen Migrationshintergrund verfügen, dürfte die Zahl noch wesentlich höher liegen, sagt Gerald Sümenicht, Geschäftsführer des Betreuungsvereins. Um diesen Menschen angemessen helfend und beratend zur Seite stehen zu können, nehmen Sümenicht und seine zwölf Mitarbeiter seit Januar für drei Jahre an einem niedersachsenweiten Projekt des „Instituts für transkulturelle Betreuung“ (ItB) aus Hannover teil.
„Für viele steht Betreuung für Entmündigung“ - Landkreis - Schaumburg-Lippische Landes-Zeitung

2012-04-23

Wenn Migranten krank werden: Schlechte Pflege, Herr Doktor! - Gesundheit - FAZ

Wenn Migranten krank werden Schlechte Pflege, Herr Doktor!

22.04.2012 ·  Meist sind Angehörige und Pflegedienste schlecht vorbereitet, wenn Migranten alt und krank werden. Dabei sind Verständigungsschwierigkeiten nicht die einzigen Probleme.
Von Anne Hähnig
Wenn Migranten krank werden: Schlechte Pflege, Herr Doktor! - Gesundheit - FAZ

2011-12-29

Russlands erster Menschenrechtsbericht kritisiert USA und EU - RTL.de

Russlands erster Menschenrechtsbericht kritisiert USA und EU

29.12.11
Das häufig wegen schwerer Menschenrechtsverstöße kritisierte Russland hat erstmals selbst einen Bericht über Völkerrechtsverletzungen vorgelegt und die USA sowie die EU kritisiert.

Das größte Menschenrechtsvergehen der USA sei das Gefangenenlager Guantánamo, in dem noch immer Terrorverdächtige, auch ein Russe, einsitzen. Die EU habe vor allem mit Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu kämpfen. In Deutschland werden Flüchtlinge und Einwanderer diskriminiert und die Möglichkeiten für Behinderte auf dem Arbeitsmarkt eingeschränkt, so der Bericht.
Russlands erster Menschenrechtsbericht kritisiert USA und EU - RTL.de

2011-12-07

Die Lebenssituation von Migrantenfamilien mit einem behinderten Kind | MiGAZIN – Migration und Integration in Deutschland | MiGAZIN

Dossier: Inklusion 1/5

Behindert und? – Die Lebenssituation von Migrantenfamilien mit einem behinderten Kind

In Sachen Aussonderung von Kindern ist Deutschland Spitze. 80 Prozent der behinderten Kinder besuchen hier zu Lande eine Sonder- bzw. Förderschule. Migrantenfamilien trifft das besonders stark – Das fünfteilige MiGAZIN Dossier zum Thema.

Behindert und? Susannka auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
VONDonja Amirpur
„Viele unserer Landsleute haben die deutsche Staatsbürgerschaft, viele von uns sind hier in Deutschland geboren. Wie groß auch unsere Bemühungen sind, uns anzupassen – wir bleiben in den Augen der meisten Deutschen doch nur Ausländer. Und dann bekommen wir ein behindertes Kind! Für uns türkische Familien bedeutet das häufig doppelte Ausgrenzung“.

Dossier: Inklusion – Behindert und? – Die Lebenssituation von Migrantenfamilien mit einem behinderten Kind | MiGAZIN – Migration und Integration in Deutschland | MiGAZIN

2011-11-23

Pflege ist Thema in der Moschee | Alstätte - Westfälische Nachrichten

Pflege ist Thema in der Moschee


Enver Gürbüz und Uwe Bröcker bei der Unterzeichnung der Kooperationserklärung im Mai. Das Konzept kultursensible Pflege wird nun umgesetzt.Foto:

Enver Gürbüz und Uwe Bröcker bei der Unterzeichnung der Kooperationserklärung im Mai. Das Konzept kultursensible Pflege wird nun umgesetzt.Foto:
(Stefan Grothues)


Ahaus - Essen auf Rädern aus der Moschee, Pflegeberatung nach dem Freitagsgebet, ein Demenzcafé und eine türkische Hausgemeinschaft für türkische Senioren - 50 Jahre nach dem Beginn der Anwerbung nimmt jetzt das Konzept der kultursensiblen Pflege in Ahaus Gestalt an.

Im Mai hatten der stellvertretende Geschäftsbereichsleiter der Caritas Pflege & Gesundheit, Uwe Bröcker, und der Vorsitzende des türkisch-islamischen Kulturvereins, Enver Gürbüz, eine Kooperationserklärung unterzeichnet.

Pflege ist Thema in der Moschee | Alstätte - Westfälische Nachrichten

2011-11-19

Straßburg stoppt Abschiebung eines schwer Behinderten - Integration - derStandard.at › Panorama

Ungeeignete Haftbedingung

Straßburg stoppt Abschiebung eines schwer Behinderten

18. November 2011 18:53
  • Artikelbild: Die Bedingungen in der Schubhaft waren für K. ungeeignet. Er wurde in ein Heim entlassen, wo er besser betreut werden konnte.  - Foto: DER STANDARD/Andy Urban
    Die Bedingungen in der Schubhaft waren für K. ungeeignet. Er wurde in ein Heim entlassen, wo er besser betreut werden konnte.

Nur knapp entging ein Tschetschene, der so schwer behindert ist, dass er nicht in Haft bleiben konnte, der Abschiebung aus Österreich

Wien - Zweimal seit Anfang Oktober stand der schwer behinderte Tschetschene Said Ali K. (28) bereits kurz vor der Abschiebung. Dass er noch in Österreich ist, verdankt er allein dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR). Der stoppte am 9. November per einstweiliger Anordnung den Abtransport. Schon am Flughafen Schwechat wurde der Mann wieder freigelassen.
Das Mal davor hatte die Fremdenpolizei selbst ein Einsehen gehabt: Am 4. Oktober war K., der der seit einer Gehirnhautentzündung spastisch gelähmt ist und nur nach Einnahme von Medikamenten gehen kann, am Linzer Bahnhof festgenommen worden. Man hatte ihn in die Schubhaft gebracht, die Abschiebung wurde für den 6. Oktober festgesetzt.
Doch dann stellten sich die Haftbedingungen als für ihn völlig ungeeignet heraus: "Er kann sich selbst nicht einmal waschen. Wir haben ihn entlassen und in ein Caritas-Behindertenheim gebracht", teilte ein Fremdenpolizist dem STANDARD am 5. Oktober mit.
Dass das Abschiebekommando einen Monat später trotzdem wieder bei K. auftauchte, bezeichnet seine Rechtsberaterin Hedwig Binder vom MigrantInnenverein St. Marx als skandalös:
Straßburg stoppt Abschiebung eines schwer Behinderten - Integration - derStandard.at › Panorama

2011-11-13

Der Deutsche Olympische Sportbund : Integration trifft Inklusion

Integration trifft Inklusion

10.11.2011

Migranten mit Behinderung: Diese Zielgruppe gibt es im Sport noch kaum. Ihre Präsenz in den Vereinen zu steigern, könnte den Weg zur geeinten Gesellschaft entscheidend verkürzen.


Zuwanderungsgeschichte und Behinderung: ein Hindernis für den Sport? (Foto: LSB NRW | Ninja Putzmann)
Melek ist 13, hat eine Körperbehinderung und das Glück, eine Förderschule im Rheinland zu besuchen. Ansonsten, darf man mutmaßen, spielte sie nun nicht Rollstuhlbasketball. Denn diese Schule kooperiert mit Behindertensport Oberhausen (BSO), und die Übungsleiter des Vereins nahmen Meleks Mutter die Überzeugung, ihre Tochter könne unmöglich am gemeinsamen Sportangebot teilhaben. „Wir haben sie beim Training zuschauen lassen und sie hat gesehen, wie Melek strahlte. Da war sie einverstanden“, sagt Jörn Derißen, Vorsitzender des BSO.
Derißen hat mehr solche Geschichten auf Lager, die beinah süßlich erscheinen. Beinah, weil er sie in eine rheinländisch-flotte, glasklare Rede einbettet, die eben nicht jeden Geschmack treffen soll. Er sagt zum Beispiel: „Wir sind offen für alle. Aber wer extreme Ansichten hat und sich nicht an unsere Regeln hält, dem sag ich: ,Du kannst gehen.' Da ist es mir egal, ob das ein Deutscher ist, eine Türkin, ein Amerikaner oder eine Russin.“
Der Mann weiß, was er will: Inklusion. Und Integration. Beziehungsweise, dass all die Begriffsdebatten überflüssig werden, weil es nicht interessiert, ob einer eine Behinderung hat oder eine aus einem anderen Land stammt. Der Name von BSO – das Wort „Behindertensport“ - ist reine Tradition. Natürlich gehören dem Verein auch Nichtbehinderte an.
Solch kompromissloses Verständnis von Miteinander ist selten in Deutschland, auch im Sport: Die Ansprache von Menschen mit Migrationshintergrund und Menschen mit Behinderung funktioniert normalerweise separat. Niemand weiß, wie viele organisierte Behindertensportler zugewandert sind respektive nichtdeutsche Eltern haben. Klar, einige Namen sind bekannt, gerade in der Leichtathletik. Heinrich Popow, Woitek Czyz, mit Abstrichen Alhassane Baldé und Diskuswerfer Ali Ghardooni. Aber Zahlen oder einen scharfen Gesamteindruck, sagt Jörg Frischmann als Geschäftsführer Behindertensport des Großvereins Bayer Leverkusen, „hat meines Wissens nach niemand“.
Der kleinere Unterschied
Das hat mindestens zwei gute Gründe. Genau ist die Herkunft der Mitglieder für Vereine sowieso nicht feststellbar; sie könnten nur schätzen. Und zweitens: Der Drang ist wohl schon deshalb gering, weil die Frage kultureller Herkunft in diesem Umfeld nachrangig ist - höchstens. Frischmann, einst paralympischer Spitzenathlet, sagt: „Als Mensch mit Behinderung ist man es gewohnt, anders betrachtet zu werden. Man achtet selbst weniger auf äußere Unterschiede.“ Derißen führt das weiter: „Die Kraft des Behindertensports in der Integration ist: Wir hatten von Beginn an einen sozialen Auftrag. Bei uns ist es vollkommen egal, ob Dir ein Bein fehlt, Du eine geistige Behinderung hast, woher Du kommst oder welche Sprache Du sprichst. Wenn Du gemeinschaftlich Sport treiben willst, bist Du herzlich willkommen.“
Freilich: Um diese Kraft zu entfalten, muss man die Betreffenden erstmal erreichen. (...)

Der Deutsche Olympische Sportbund : Integration trifft Inklusion

2011-11-04

Allgemeine Zeitung - Einer, der vielen den Weg weist

Mainz

Einer, der vielen den Weg weist

04.11.2011 - MAINZ
Von Nicole Steib
AUSZEICHNUNG Staatsmedaille des Landes würdigt Hans-Peter Ternos Engagement für Behinderte
Zur Würdigung seines außerordentlichen sozialen Engagements erhielt Hans-Peter Terno gestern aus den Händen von Sozialministerin Malu Dreyer (SPD) die Staatsmedaille des Landes Rheinland-Pfalz. Als Mitarbeiter des Zentrums für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen (ZsL) und Vorsitzender des Blinden- und Sehbehindertenvereins Rheinhessens macht er sich immer wieder für blinde Menschen und behinderte Migranten stark.
Neue Akzente setzte Terno durch sein Engagement für die Schaffung von Leitsystemen für Erblindete und seinen Einsatz für die Beschäftigung behinderter Menschen auf dem Arbeitsmarkt. Terno engagiert sich bereits seit vielen Jahren in der Behindertenbewegung. Zusätzlich setzte er sich dafür ein, größere Barrierefreiheit in Mainz zu schaffen. Auch im Alltag hält er jedem Blinden die Tür auf und weist einen Weg, wenn es nötig ist - und das, obwohl er seit 1995 selbst endgültig erblindet ist, lobte Dreyer das Engagement Ternos.

Allgemeine Zeitung - Einer, der vielen den Weg weist

2011-09-09

"Doppelt isoliert" | Waltroper Zeitung

Selbsthilfegruppe

"Doppelt isoliert"

von Markus Geling am 08. September 2011 21:33

RECKLINGHAUSEN. Sie kochen und basteln zusammen, machen Musik oder Gymnastik – und wollen sich als nächstes mit Computern beschäftigen: In der Jüdischen Kultusgemeinde Kreis Recklinghausen hat sich eine Selbsthilfegruppe für russischsprachige Menschen mit geistigen Behinderungen gegründet.
Gemeinsam basteln - auch dazu trifft sich die Gruppe in der Jüdischen Kultusgemeinde.
„Diese Leute sind doppelt isoliert“, sagt die Sozialarbeiterin Jana Stachevski. „Zum einen wegen ihrer Behinderung – und zum anderen, weil sie es nie geschafft haben, die deutsche Sprache zu erlernen. Das ist ein großes Problem.“
Aktuell treffen sich sieben Betroffene mit ihren Familienangehörigen an zwei Sonntagen im Monat in den Recklinghäuser Räumlichkeiten der Jüdischen Kultusgemeinde. Und sie sind offen für weitere Interessierte – aus dem Kreis Recklinghausen, aus Bochum, Dortmund, Gelsenkirchen oder Essen. „Je mehr Leute kommen, desto interessanter wird es für alle“, sagt Stachevski. Die 49-jährige Recklinghäuserin, die in Russland als Sonderschullehrerin gearbeitet hat und seit 1991 in Deutschland lebt, ist eine Ansprechpartnerin für die Gruppe.

Das nächste Treffen findet an diesem Sonntag, 11. September, statt.
Anmeldung und weitere Infos: Tel. 02361/15131 (vormittags von 9 bis 13 Uhr).
"Doppelt isoliert" | Waltroper Zeitung

2011-08-11

Sozialverband VdK Deutschland - Patientenberatung spricht viele Sprachen -

Donnerstag, 11.08.2011

Patientenberatung spricht viele Sprachen -
UPD-Hotline jetzt auch auf türkisch und russisch

Türkisch- und russischsprachige Ratsuchende können sich ab sofort über eine bundesweite und kostenfreie Beratungshotline in ihrer Muttersprache beraten lassen
Das Gesundheitswesen wird immer komplexer und Patientinnen und Patienten verlieren in diesem Dschungel leicht die Orientierung. Noch schwieriger wird es, wenn Sprachbarrieren die Kommunikation erschweren oder gar den Zugang zur gesundheitlichen Versorgung behindern. Am 1. August 2011 hat die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) ein neues Angebot für Migrantinnen und Migranten ins Leben gerufen. Das aus Fördermitteln des Verbands der privaten Krankenversicherung finanzierte und zunächst auf drei Jahre befristete Zusatzangebot der UPD umfasst die persönliche Patientenberatung vor Ort sowie den Betrieb bundesweiter und kostenfreier Beratungshotlines in türkischer und russischer Sprache.

Sozialverband VdK Deutschland - Patientenberatung spricht viele Sprachen -

2011-07-24

Behinderte Migrantinnen und Migranten sichtbar machen! - ISL e.V.

Behinderte Migrantinnen und Migranten sichtbar machen!

Mittwoch, den 03. November 2010 um 15:01 Uhr
Ein Porträt von H.- Günter Heiden (c) ISL e.V.„Es ist an der Zeit, endlich auch behinderte Männer und Frauen mit einem Migrationshintergrund sichtbar zu machen!“ hat H.- Günter Heiden von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) anlässlich des heutigen Integrationsgipfels gefordert. In der Regel sei es, so Heiden, weder üblich, dass Menschen mit Behinderung unter dem Aspekt einer Zuwanderungsgeschichte betrachtet werden, noch sei es üblich, dass Menschen mit Migrationshintergrund unter dem Aspekt einer Behinderung oder chronischen Erkrankung betrachtet werden. Im Vordergrund der derzeitigen Integrationsdebatte stünden zunächst Vorurteile, dann Spracherwerb, Einbürgerung, Arbeit, Ausbildung, Wohnen, die Situation von Frauen und Mädchen und - meist zuletzt - Fragen der Gesundheit. Fragen zu „Behinderung“ seien dabei noch kaum Gegenstand der Debatte. Dabei gibt es laut Heiden vielerlei Gemeinsamkeiten: „Zugangsbarrieren, die Inklusion verhindern, sind teilweise gesetzlich verankert; beide Gruppen werden als Problem wahrgenommen; beide Gruppen erfahren Diskriminierung auf individueller, struktureller und institutioneller Ebene“. Als weitere wichtige Parallele sieht Heiden den Kampf beider Gruppen um Rechte und Teilhabe und die Notwendigkeit von Empowerment und der Bildung von unterstützenden Netzwerken. Bei der ISL gibt es derzeit in Berlin, Mainz und Stuttgart Projekte, die Behinderung und Migration zusammen bearbeiten.

Um behinderte Männer und Frauen mit nicht-deutschen Wurzeln wirklich sichtbar zu machen, sei es zunächst wichtig, die statistischen Grundlagen dafür zu schaffen, so Heiden. „Die Zahl der schwerbehinderten Personen mit nicht deutscher Staatszugehörigkeit beträgt nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 294.121 Menschen, davon sind 179.914 Männer und 114.207 Frauen. Legt man jedoch das neue und weiter gefasste Kriterium „Migrationshintergrund“ zugrunde, müssten es mindestens doppelt so viele sein“.

Gerade auch angesichts des morgigen Maßnahmenkongresses zur Umsetzung der UN-Konvention müsse der Bereich „Behinderung und Migration“ ein wichtiges Querschnittsthema sein, fordert die ISL.
Behinderte Migrantinnen und Migranten sichtbar machen! - ISL e.V.

Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen/Artikel 9 - Zugänglichkeit

 

Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen/Artikel 18 - Freizügigkeit und Staatsangehörigkeit

 
(1) Die Vertragsstaaten anerkennen das gleiche Recht von Menschen mit Behinderungen auf Freizügigkeit, auf freie Wahl ihres Aufenthaltsorts und auf eine Staatsangehörigkeit, indem sie unter anderem gewährleisten, dass
a) Menschen mit Behinderungen das Recht haben, eine Staatsangehörigkeit zu erwerben und ihre Staatsangehörigkeit zu wechseln, und dass ihnen diese nicht willkürlich oder aufgrund von Behinderung entzogen wird;
b) Menschen mit Behinderungen nicht aufgrund von Behinderung die Möglichkeit versagt wird, Dokumente zum Nachweis ihrer Staatsangehörigkeit oder andere Identitätsdokumente zu erhalten, zu besitzen und zu verwenden oder einschlägige Verfahren wie Einwanderungsverfahren in Anspruch zu nehmen, die gegebenenfalls erforderlich sind, um die Ausübung des Rechts auf Freizügigkeit zu erleichtern;
c) Menschen mit Behinderungen die Freiheit haben, jedes Land einschließlich ihres eigenen zu verlassen;
d) Menschen mit Behinderungen nicht willkürlich oder aufgrund von Behinderung das Recht entzogen wird, in ihr eigenes Land einzureisen.
(2) Kinder mit Behinderungen sind unverzüglich nach ihrer Geburt in ein Register einzutragen und haben das Recht auf einen Namen von Geburt an, das Recht, eine Staatsangehörigkeit zu erwerben, und soweit möglich das Recht, ihre Eltern zu kennen und von ihnen betreut zu werden.
inclusion.cc

Schwerbehinderung – Barrierefreiheit für Migranten | Migration und Integration in Deutschland | MiGAZIN

Schwerbehinderung

Barrierefreiheit für Migranten

In Hessen leben etwa 135.000 schwerbehinderte Menschen mit Migrationshintergrund. An ihnen gehen viele Angebote an Behinderte oder an Migranten vorbei. Der Paritätische Wohlfahrtsverband will das ändern, mit: „Migrant/-innen barrierefrei zur Integration“.

Rollstuhl © timparkinson auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
DATUM12. April 2011

Dieses besondere Projekt will gemeinsam mit den Familien und Gemeinschaften der Behinderten Selbsthilfepotentiale herausarbeiten und hessenweit vernetzen. Diesen neuen, konzeptionellen Ansatz lobt der Hessische Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn. Er überreichte dem Bundesverband des Paritätischen Bildungswerks in einer kleinen Feierstunde einen Förderbescheid über 25.000 Euro.
Menschen mit Behinderung werden in der Debatte und in den Angeboten für Einwanderer/innen kaum wahrgenommen. Des Weiteren wird ihren Bedürfnissen in der deutschen Behindertenhilfe noch unzureichend begegnet. „Während andere soziale Sektoren seit Jahren die interkulturelle Öffnung entdeckt haben, wird innerhalb der deutschen Behindertenhilfe die Begrifflichkeit kaum oder sehr wenig thematisiert“, sagt Integrationsminister Hahn: „Die deutsche Behindertenhilfe hat jedoch den Versorgungsauftrag für alle Menschen mit Behinderungen in Deutschland!“ Menschen mit Behinderung und Migrationshintergrund finden sich im System der Behindertenhilfe nur mit großer Mühe zurecht und werden häufig später und/oder schlechter versorgt.
Das Projekt will deshalb Migranten-Organisationen und Einrichtungen der Behindertenhilfe für die Belange chronisch kranker oder behinderter Menschen sensibilisieren und Öffnungsprozesse anstoßen. Als Multiplikatoren sollen Moschee-Vereine, Eltern- und Kulturvereine, Ausländerbeauftrage und Ausländervereine gewonnen werden, die Kontakte aufnehmen sollen zu Behindertenwerkstätten, Förderschulen und ähnlichen Einrichtungen. Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn: „Wir wollen rund um die behinderten Mitmenschen ein Netz der Möglichkeiten bilden und ihnen Hilfe zur Selbsthilfe anbieten.“ (hs)
Schwerbehinderung – Barrierefreiheit für Migranten | Migration und Integration in Deutschland | MiGAZIN

Doppelt gebeutelt: Migranten mit Behinderung -- REHACARE Messe

Doppelt gebeutelt: Migranten mit Behinderung

15.01.2007
Kein Job, Schulden und gesundheitliche Probleme: Für viele Migranten mit Behinderung gehören solche Belastungen zum Alltag. Hilfe zu finden ist schwer, denn es gibt nur wenige Anlaufstellen für Menschen, die schlecht Deutsch sprechen und sich im Dschungel der Behindertenangebote nicht auskennen. Das Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen in Mainz (ZsL) kennt sich aber damit aus. Dort werden seit März 2004 Migranten mit Handicap von Ismail Sackan beraten. Der 26-Jährige ist selbst Türke und beinahe vollständig blind. REHACARE.de befragte ihn zu seiner Arbeit. 
REHACARE.de: Warum gibt es so wenige Anlaufstellen für Migranten mit Behinderung?
Ismail Sackan: Bislang wurde diesem augenscheinlich kleinen Personenkreis nicht viel Beachtung geschenkt. Dabei schätzen wir, dass jeder zehnte Migrant eine Behinderung hat. Auch im Bereich der Sozialarbeit wurden die Bedürfnisse von Migranten mit Behinderung erst ganz neu entdeckt. Folglich gibt es auch kaum Informationen dazu. Staatliche Anlaufstellen gibt es keine.
 
 
 
Ismail Sackan steht voll hinter dem
Projekt für behinderte Migranten © ZsL
REHACARE.de: Wie wird die Beratungsstelle finanziert?
Ismail Sackan: Wir haben Mittel der EU, der Stadt Mainz, des Bundes, Fördermittel der Bundesagentur für Arbeit und des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Gesundheit Rheinland-Pfalz.

REHACARE.de: Wer kommt zu Ihrer Beratung?
Ismail Sackan: Die meisten Ratsuchenden, bislang rund 500, stammen aus dem türkisch-arabischen Kulturkreis und kommen aus dem Mainzer Umfeld. Sie sind zum größten Teil Arbeitsmigranten.

REHACARE.de: Welche Behinderungen haben die Leute?
Ismail Sackan: Im Normalfall haben sie körperliche Behinderungen, die sie im Laufe ihres Aufenthalts in Deutschland bekommen haben durch Unfälle, chronische Krankheiten und so weiter. Teilweise haben sie auch psychische Behinderungen, die als Folge von körperlichen Behinderungen dazukommen.

REHACARE.de: Wie werden Betroffene auf Sie aufmerksam?
Ismail Sackan: Die meisten Betroffenen waren vorher schon bei vielen Beratungsstellen. Aber die Angebote sind nur auf die Beratung von Migranten zum Ausländerrecht spezialisiert, aber nicht auf die Bestimmungen im Sozialgesetzbuch. Deshalb vermitteln sie Ratsuchende gerne an uns weiter. Dann bekomme ich zum Beispiel einen Anruf einer Beraterin der Arbeitsagentur, die mir einen Betroffenen vermittelt. Wir bekommen aber auch Anfragen von Migranten selbst. Doppelt gebeutelt: Migranten mit Behinderung -- REHACARE Messe

Stuttgart - Behinderung und Migration

Behinderung und Migration


In Stuttgart haben etwa 56% der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren einen Migrationshintergrund. Bei der Einschulungsuntersuchung weisen Kinder aus Migrantenfamilien häufiger Entwicklungsdefizite auf, ihre Eltern nehmen jedoch notwendige frühe Hilfen bei Behinderung, Entwicklungsverzögerungen und chronischen Erkrankungen weniger in Anspruch. Auch in Sonderschulkindergärten und Sonderschulen nimmt der Anteil von Migrantenkindern zu.

Um Migrantenfamilien zu unterstützen und ihnen den Zugang zu frühen Hilfen und Beratungsangeboten zu erläutern und zu erleichtern, wurden im Jahr 2009 und 2010 in Kooperation mit der gemeinnützigen Elterstiftung Baden-Württemberg e.V. und dem staatlichen Schulamt Stuttgart 13 Eltern aus verschiedenen Herkunftsländern im Rahmen des Projekts "Mentorenschulung für Migranteneltern von Kindern mit Behinderungen" zu Elternmentoren ausgebildet. Diese Mentoren beraten und informieren Migrantenfamilien in der Muttersprache über Frühförder- und Beratungsangebote und begleiten sie zu Sonderschuleinrichtungen. Dieses Projekt wurde mit der freundlichen Unterstützung der Robert Bosch Stiftung gefördert.
Landeshauptstadt Stuttgart - Behinderung und Migration

Familienratgeber: Migration und Behinderung

Migration und Behinderung

Einfach gesagt:

In Deutschland leben viele Menschen aus anderen Ländern. Für diese Menschen ist es oft schwer, etwas über die Hilfen für Menschen mit Behinderung zu wissen. Zum Beispiel, weil sie viele noch nicht so gut die deutsche Sprache verstehen. Und weil es nicht genug Informationen in ihrer Sprache gibt.
Weiter in einfacher Sprache

Migrantinnen und Migranten in Deutschland verfügen oft nur über mangelnde Informationen über die Versorgungsmöglichkeiten und über Hilfsangebote für behinderte Menschen. Dies hängt zum Teil mit fehlenden Sprachkenntnissen, aber auch mit fehlendem Info-Material zusammen. Nicht selten sind Familienangehörige deshalb überfordert.

Welche Beratungsstelle ist zuständig?

In Deutschland gibt es verschiedene Stellen, an die sich Familien mit behinderten Angehörigen wenden können. Da die meisten Einrichtungen zusammen arbeiten, spielt es meist keine Rolle, ob zuerst eine Beratungsstelle für Migranten oder für Menschen mit Behinderung aufgesucht wird. Wenn die Sprachkenntnisse nicht ausreichen, kann der Besuch einer städtischen Einrichtung eine große Hürde darstellen. Bei Beratungsstellen der Lebenshilfe, der Wohlfahrtsverbände oder der Kirchen finden sich dagegen oft Berater, die türkisch oder russisch sprechen. Das Netzwerk Migration und Behinderung bietet sowohl Informationen und Austausch als auch Bildungsangebote. Darüber hinaus gibt es in einigen Städten Selbsthilfegruppen für Migranten mit Behinderung.

Informationen in türkischer Sprache

Auf der Seite des Bundesgesundheitsministeriums finden Sie einen Überblick über das System der sozialen Sicherung in der Bundesrepublik Deutschland und zur Rehabilitation für Menschen mit Behinderung.

Flüchtlinge ohne geregelten Aufenthaltsstatus

Asylbewerber und Migranten ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung haben in der Regel keinen Anspruch auf Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung. Für Familien mit behinderten Angehörigen ist es daher ratsam, zunächst eine Beratungsstelle für Flüchtlinge aufzusuchen. Betroffene sollten bereits beim ersten Gespräch deutlich machen, dass es nicht um Geldleistungen geht, sondern um Hilfsangebote für ein behindertes Kind. Auch wenn kein Anspruch vorliegt, gibt es Ausnahmen für Härtefälle.
In einigen Fällen ist es möglich, dass auch "geduldete" Flüchtlinge eine Werkstatt für Behinderte besuchen. Andererseits kann es vorkommen, dass Menschen nur auf Grund ihrer Behinderung die Einbürgerung verweigert wird. Auch in diesem Fall sollte eine Beratungsstelle aufgesucht und Einspruch eingelegt werden.

Familienratgeber: Migration und Behinderung

Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen/Artikel 18 - Freizügigkeit und Staatsangehörigkeit


(1) Die Vertragsstaaten anerkennen das gleiche Recht von Menschen mit Behinderungen auf Freizügigkeit, auf freie Wahl ihres Aufenthaltsorts und auf eine Staatsangehörigkeit, indem sie unter anderem gewährleisten, dass
a) Menschen mit Behinderungen das Recht haben, eine Staatsangehörigkeit zu erwerben und ihre Staatsangehörigkeit zu wechseln, und dass ihnen diese nicht willkürlich oder aufgrund von Behinderung entzogen wird;
b) Menschen mit Behinderungen nicht aufgrund von Behinderung die Möglichkeit versagt wird, Dokumente zum Nachweis ihrer Staatsangehörigkeit oder andere Identitätsdokumente zu erhalten, zu besitzen und zu verwenden oder einschlägige Verfahren wie Einwanderungsverfahren in Anspruch zu nehmen, die gegebenenfalls erforderlich sind, um die Ausübung des Rechts auf Freizügigkeit zu erleichtern;
c) Menschen mit Behinderungen die Freiheit haben, jedes Land einschließlich ihres eigenen zu verlassen;
d) Menschen mit Behinderungen nicht willkürlich oder aufgrund von Behinderung das Recht entzogen wird, in ihr eigenes Land einzureisen.
(2) Kinder mit Behinderungen sind unverzüglich nach ihrer Geburt in ein Register einzutragen und haben das Recht auf einen Namen von Geburt an, das Recht, eine Staatsangehörigkeit zu erwerben, und soweit möglich das Recht, ihre Eltern zu kennen und von ihnen betreut zu werden.
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2011-06-28

Migration und Behinderung mehr Partizipationschancen im Beruf

Migration und Behinderung mehr Partizipationschancen im Beruf


28.06.2011 - (idw) Universität Hamburg

Forschungsprojekt Netzwerk Partizipation mehrfach diskriminierter Menschen startet An der Universität Hamburg entsteht Hamburgs erste Netzwerk- und Forschungsstelle zur beruflichen Partizipation von behinderten und chronisch erkrankten Menschen mit Migrationshintergrund. Der Europäische Sozialfonds und die Freie und Hansestadt Hamburg fördern das praxisorientierte wissenschaftliche Vorhaben ab dem 1. Juli 2011 mit 250.000 Euro über zwei Jahre.

Ziel des Projekts ist, die Diskriminierung von mehrfach ausgegrenzten Menschen im Arbeitsleben zu bekämpfen. Gerade, wenn es um Personen mit Migrationserfahrung und -geschichten geht, die außerdem noch behindert oder chronisch erkrankt sind, gibt es meist nur kurz- und mittelfristige Aktionen und Projekte, erläutert Projektleiterin Marianne Pieper, Professorin für Soziologie mit Schwerpunkt Kulturen, Geschlechter, Differenzen. Das jetzt startende Projekt soll Betroffene dagegen langfristig unterstützen.

Forschung und Kontakte

Am Anfang stehen Forschungsarbeiten und der Aufbau eines lokalen, nationalen und internationalen Netzwerks im Vordergrund. Zunächst werden Daten über Art und Umfang von Hürden in der Arbeits- und Lebenswelt wissenschaftlich erfasst und ausgewertet. In Befragungen untersuchen Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen u. a. die Effekte anonymer Bewerbungsverfahren und die Partizipationsmöglichkeiten der Betroffenen auf dem freien Arbeitsmarkt. Der Dialog mit Betrieben soll zeigen, welche Unterstützung diese zur Beschäftigung von bislang ausgegrenzten Menschen benötigen.


Für den Aufbau eines Forschungsnetzwerks mit lokalen, nationalen und internationalen Kooperationspartnern sind u. a. soziologische Forschungsstellen der Disability-, Migrations-, Gender- und Queer- Forschung sowie Unternehmen, Hamburger Behörden und Fachstellen im Blick. Das Netzwerk soll zudem eine Schnittstelle zwischen Unternehmen und Forschungsinstitutionen bilden.

Zentrale Hamburger Netzwerkstelle

Auf Basis des gewonnenen Wissens wird eine zentrale Hamburger Netzwerkstelle für mehrfach ausgegrenzte Menschen eingerichtet. Betroffene erhalten dort langfristig Hilfe auf ihrem Weg in den Arbeitsmarkt. Unternehmen sollen dafür gewonnen werden, bislang ausgegrenzte Menschen fair einzubeziehen. Außerdem wird die Netzwerkstelle der Politik deutliche Impulse geben, die UN-Behindertenrechtskonvention und das EU-Antidiskriminierungsgesetz weiter umzusetzen. Falls möglich, soll die Netzwerkstelle über die zweijährige Förderung hinaus zu einer dauerhaften Einrichtung ausgebaut werden.

Nicht zuletzt will die Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften im Rahmen des Projekts die Fachdisziplin Participation Research/(Dis)Ability Research einführen. Bislang existiert diese Disziplin nicht an Hamburger Hochschulen, betont Pieper. Indem wir das ändern, stellen wir uns der gesellschaftlichen und universitären Herausforderung, allen Menschen die Teilhabe an Wissenschaft, Bildung und Arbeit zu ermöglichen.

Für Rückfragen:
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