Samstag, den 23. Juli 2011 um 11:36 Uhr
„Es kann nicht sein, dass Arbeitslose für die Anlaufschwierigkeiten des neuen Bundesfreiwilligendienstes gerade stehen müssen“, kritisiert AWO Vorstandsmitglied Brigitte Döcker den aktuellen Vorstoß einzelner Mitglieder der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, die Hartz-IV-Bezieher zwangsweise für Tätigkeiten in Alten-, Pflegeheimen und Krankenhäusern heranziehen wollen. „Man kann nicht für eine zugewandte qualitätsvolle Pflege sein und gleichzeitig Menschen gegen ihren Willen hier einsetzen“, betont Döcker.
„Es ist Aufgabe der Bundesregierung Arbeitslose gemäß ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen zu unterstützen, damit sie möglichst schnell wieder in sozialversicherte Beschäftigung kommen“, erklärt Döcker. Der Wegfall des Zivildienstes sei „zweifellos eine große Herausforderung“, der aber nicht dadurch begegnet werden dürfe, „dass der neue Freiwilligendienst als Arbeitsmarktinstrument begriffen werde, in das Menschen im Hartz IV-Bezug womöglich auch noch unter der Androhung von Sanktionen hineingezwungen werden“, so Döcker. Eine solche Diskussion gehe einmal mehr zu Lasten der Menschen, die auf Hartz IV-Leistungen angewiesen sind.
Insbesondere vor dem Hintergrund des Fachkraftmangels in der Pflege, müsse darauf geachtet werden, dass „der Pflegebereich ein sehr sensibler Bereich ist und hohe Anforderungen an die Qualifikation und Motivation künftiger Beschäftigter stellt“, so Döcker abschließend.
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Aktualisiert am Donnerstag, 21.07.2011, 16:56 Die CDU will mehr Hartz-IV-Empfänger für den Bundesfreiwilligendienst begeistern. Als Motivation soll eine Erhöhung des Freibetrags auf 175 Euro erreicht werden – so hoch ist der Freibetrag für Ehrenämter. Bislang stehen Hartz-IV-Empfängern aber nur 60 Euro zu. Die Arbeiterwohlfahrt AWO kritisiert den Vorstoß der CDU-Sozialexperten gleich aus mehreren Gründen.
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„Die losgetretene Diskussion, Arbeitslose im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes für Tätigkeiten in Alten-, Pflegeheimen und Krankenhäusern heranzuziehen, ist unerträglich und völlig kontraproduktiv“, kritisiert der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler den aktuellen Vorstoß einzelner Mitglieder der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
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