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2013-07-23

Flüchtlinge helfen am Bahngleis - Gmünder Tagespost


Flüchtlinge helfen am Bahngleis

Asylbewerber geben Hilfestellung für Passanten an der provisorischen Überführung des Bahnhofs
Vor drei Wochen hat Oberbürgermeister Richard Arnold versprochen, er wolle sich der Probleme am Gmünder Bahnhof annehmen. Denn die provisorische Überführung zu den Gleisen zwei und vier macht Fahrgästen mit Gepäck immer wieder zu schaffen. Jetzt begrüßte er mit Landrat Klaus Pavel neun Flüchtlinge, die Reisenden mit schwerem Gepäck helfen.
Matthias Thome

 Schwäbisch Gmünd. Der Gmünder Bahnhof wird für sieben Millionen Euro saniert. Die Toiletten und das Restaurant werden erneuert. Der Bahnsteig wird angehoben – des leichteren Einstiegs wegen. Vor allem aber werden zwei neue Aufzüge für Barrierefreiheit sorgen. Bis es so weit ist, führt ein Treppengerüst aus Metall von Gleis eins auf zwei und vier – und ist vielen Gmündern ein Dorn im Auge. Denn mit Koffern oder gar Fahrrädern und Kinderwägen stellt dieser Übergang für viele eine Herausforderung dar.
Flüchtlinge helfen am Bahngleis - Gmünder Tagespost

In Schwäbisch Gmünd helfen Asylbewerber Reisenden beim Koffertragen - SPIEGEL ONLINE

Lampedusa: Papst geißelt Gleichgültigkeit gegen Flüchtlingselend | ZEIT ONLINE

Handicap International: Die Situation behinderter Flüchtlinge in den Unterkünften

"Flüchtlinge mit Behinderung bleiben oft chancenlos" | Pressemitteilung Handicap International 

Hamminkeln: Flüchtlingshilfe kämpft gegen die Abschiebung von Emil (9)

Abschiebung einer Mutter mit zwei behinderten Söhnen abzuwenden | The VOICE Refugee Forum Germany - Flüchtlinge und Asyl in Deutschland

 Straßburg stoppt Abschiebung eines schwer Behinderten - Integration - derStandard.at › Panorama

Behinderter Flüchtling aus Somalia kämpft in München um Arbeit - SPIEGEL ONLINE 
 
Chancen trotz Handicap: Der Traum vom selbstbestimmten Leben | Das interkulturelle Magazin | B5 aktuell | BR.de

bezev e.V.   |  Migration, Flucht und Behinderung

Flug in die Ungewissheit - Macht - jetzt.de

Bahn lässt Flüchtlinge in Schwäbisch Gmünd nicht mehr Koffer tragen - SPIEGEL ONLINE

2013-02-15

ISL-Video zu Behinderung und Migrationshintergrund - BIZEPS-INFO

Text: ISL Deutschland · 15. Feber 2013 12:13 Uhr

ISL-Video zu Behinderung und Migrationshintergrund

Mit einem selbst produzierten Videofilm macht die ISL auf die mehrfache Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen und Migrationshintergrund aufmerksam.
Logo ISL Deutschland
Der 17-minütige Film mit dem Titel "Von Respekt, Toleranz und anderen Wünschen" wurde jetzt auf die Videoplattform youtube eingestellt und ist auch über die ISL-Homepage abrufbar: "In diesem Film kommen acht unterschiedliche Menschen zu Wort", so der Autor und Regisseur des Films, H.- Günter Heiden. "Sie leben mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen und haben ihre Wurzeln zum Beispiel in der Türkei, der Ukraine, Russland oder Palästina." Im Untertitel heiße der Film zwar "Behinderung und Migrationshintergrund", so Heiden, eigentlich müsse man aber von einem Zusammenwirken von "Ableismus und Rassismus" sprechen, da es sich nicht um persönliche Eigenschaften der jeweiligen Personen handele, sondern um gesellschaftliche Zuschreibungen.
weiterlesen:

ISL-Video zu Behinderung und Migrationshintergrund - BIZEPS-INFO


2012-06-03

Aktion Mensch: Doppelt ausgeschlossen: Migranten mit Behinderung: Blog

Doppelt ausgeschlossen: Migranten mit Behinderung

Autor: Stefanie Wulff, am 03.06.2012 um 08:17 Uhr
Zwei Mädchen, eines davon im Rollstuhl, sitzen an einem Tisch.
Foto: Verein zur Unterstützung behinderter Migranten Umut e.V.
Letztens las ich einen Bericht über "Stix", einen Akrobaten auf Krücken. Das hat mich beeindruckt. Ein cooler Typ, Kind türkischer Einwanderer, dessen Beine durch Kinderlähmung gehandicapt sind und der es "trotzdem" geschafft hat, sich als Tänzer und Künstler einen Namen zu machen. Unter meinen Kollegen und Mitbloggern auf dieser Seite sind weitere Persönlichkeiten mit Migrationshintergrund und Behinderung, bei deren inspirierenden Leistungen und Kreativität ich nur sagen kann: Hut ab! Solche Geschichten von besonderen Ideen, Begabungen, Lebenswegen höre ich gerne, sie machen Mut und wirken inspirierend.
Was mich nur manchmal nachdenklich stimmt, ist dieses "Trotzdem".(...)
Aktion Mensch: Doppelt ausgeschlossen: Migranten mit Behinderung: Blog

2011-10-27

BMI - Pressemitteilungen -Bundesinnenminister Dr. Friedrich legt Demografiebericht vor

Bundesinnenminister Dr. Friedrich legt Demografiebericht vor

Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich hat heute im Kabinett den Demografiebericht der Bundesregierung vorgelegt. Der Bericht liefert eine umfassende Beschreibung der demografischen Lage in Deutschland und der zu erwartenden Entwicklung. Anhand der Schwerpunktthemen Familie und Gesellschaft, Zuwanderung und Integration, Wirtschaft, Arbeit, Bildung und Forschung, Alterssicherung, Gesundheit und Pflege, Ländliche Räume und Stadtregionen, Infrastruktur und Mobilität sowie Staat und Verwaltung wird dargestellt, was in den vergangenen Jahren in allen relevanten Politikbereichen bereits zur Bewältigung der demografischen Veränderungen geschehen ist.
"Die Gestaltung des demografischen Wandels ist eine der großen Zukunftsaufgaben", sagte Friedrich. Der Gefahr von Versorgungs- und Mobilitätsengpässen müsse rechtzeitig begegnet werden. "Wir sind gefordert, unser gesellschaftliches Fundament umzubauen. Der demografische Wandel ist jedoch auch eine Chance, eine umfassende und nachhaltige Modernisierung unseres Landes zu bewirken."
Aus dem Demografiebericht geht hervor, dass die Bevölkerungszahl in Deutschland auf derzeit 81,7 Millionen gesunken ist. Dieser Trend wird sich weiter fortsetzen. Nach Modellberechnungen des Statistischen Bundesamtes wird die Bevölkerungszahl bis zum Jahr 2060 auf 65 bis 70 Millionen zurückgehen. Zugleich verschiebt sich der Altersaufbau. Bereits in den kommenden beiden Jahrzehnten wird der Anteil der älteren Menschen deutlich steigen. Damit einher geht auch ein Rückgang der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter. Heute besteht die Bevölkerung mit jeweils einem Fünftel noch fast zu gleichen Teilen aus Kindern und jungen Menschen unter 20 Jahren und aus 65-Jährigen und Älteren. Im Jahr 2060 wird jeder Dritte (34 Prozent) mindestens 65 Jahre alt sein.
Die Demografiestrategie der Bundesregierung orientiert sich anhand von zehn Handlungsfeldern an einer generationenübergreifenden Politik, die Entwicklungschancen für Menschen jeden Alters frühzeitig erkennt und fördert. Sie verfolgt dabei vier Leitziele von gesamtstaatlicher Bedeutung:
  1. Chancen eines längeren Lebens erkennen und nutzen
  2. Wachstumsperspektiven stärken und Wohlstand sichern
  3. Soziale Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt erhalten und stärken
  4. Handlungsfähigkeit des Staates bewahren.
Die Demografiestrategie der Bundesregierung wird im Frühjahr 2012 vorgestellt. Sie wird konkrete Gestaltungsvorschläge für den Bund enthalten, um mittel- und langfristig die Chancen eines längeren Lebens zu nutzen und damit einhergehende Risiken abzuwenden.
Erscheinungsdatum
26.10.2011


BMI - Pressemitteilungen -Bundesinnenminister Dr. Friedrich legt Demografiebericht vor

2011-10-05

Berliner Woche der Seelischen Gesundheit

Berliner Woche der Seelischen Gesundheit
Die 5. Berliner Woche der Seelischen Gesundheit vom 10. bis 19. Oktober 2011 bietet ein abwechslungsreiches, informatives und buntes Programm zu den Themen der seelischen Gesundheit. Über 100 Veranstaltungsanmeldungen sind bei uns eingegangen: Informationsveranstaltungen, Kulturevents, Fachtagungen, Beratungsangebote, Filmvorführungen, Ausstellungen, Workshops etc..
Das Motto "Wissen schafft Verständnis: Seelische Gesundheit in kultureller Vielfalt" mit den Schwerpunktthemen "Migration und seelische Gesundheit" und "Forschung für unsere Gesundheit".
Alle Veranstaltungen finden Sie online inunserem Veranstaltungskalender
bzw. zum Download als icon veranstaltungskalender2011-berlin.pdf (0.99 MB)

Berliner Woche der Seelischen Gesundheit

2011-09-15

Berliner Woche der Seelischen Gesundheit

Berliner Woche der Seelischen Gesundheit

Auch in diesem Jahr bietet die 5. Berliner Woche der Seelischen Gesundheit, die diesmal 10 Tage vom 10. bis 19. Oktober 2011 stattfindet, wieder ein abwechslungsreiches, informatives und buntes Programm zu den Themen der seelischen Gesundheit an. Über 100 Veranstaltungsanmeldungen sind bei uns eingegangen: Informationsveranstaltungen, Kulturevents, Fachtagungen, Beratungsangebote, Filmvorführungen, Ausstellungen, Workshops etc..
Hinter dem Motto "Wissen schafft Verständnis: Seelische Gesundheit in kultureller Vielfalt" verbergen sich zwei Themenschwerpunkte: Zum einen liegt ein Fokus auf dem Thema "Migration und seelische Gesundheit", zum anderen greifen wir das Motto des diesjährigen Wissenschaftjahrs "Forschung für unsere Gesundheit" auf und stellen die Forschung für die seelische Gesundheit in den Mittelpunkt.


Alle Veranstaltungen mit Beschreibung der Details finden Sie online in unserem Veranstaltungskalender
bzw. zum Download als icon veranstaltungskalender2011-berlin.pdf (0.99 MB)

Berliner Woche der Seelischen Gesundheit

2011-08-27

Ein Gefühl von Heimat schaffen - Filder-Zeitung - Stuttgarter Zeitung

"Ein Gefühl von Heimat schaffen"

"Filder-Zeitung", vom 27.08.2011 02:45 Uhr
Pflege im Wandel - Teil 5 (Schluss). Am Möhringer Pflegezentrum Bethanien entsteht ein Bereich für orthodoxe Christen. Von Alexandra Kratz
Die meisten von Ihnen kamen in den 60er Jahren als Gastarbeiter nach Deutschland. Eigentlich wollten sie nur wenige Jahre bleiben, um Geld zu verdienen und sich eine wirtschaftliche Basis zu erarbeiten. Dann wollten sie in ihre Heimatländer zurückkehren. Doch viele blieben für immer. Die Rede ist von orthodoxen Christen. In Stuttgart und Umgebung gibt es rund 3000, die fünf verschiedenen Gemeinden angehören.
Die erste Generation, die zu Zeiten des Wirtschaftswunders in die Bundesrepublik kam, ist inzwischen alt geworden - manche sind gebrechlich und hilfsbedürftig. Das weiß auch Bratislav Bozovic, Pfarrer in der Serbischen Orthodoxen Kirchengemeinde in Stuttgart. Für sie soll am Möhringer Pflegezentrum Bethanien, das von der Evangelischen Diakonissenanstalt betrieben wird, nun sukzessive ein Pflegebereich speziell für orthodoxe Christen eingerichtet werden.
"Es geht nicht darum, dass wir uns separieren wollen. Vielmehr wollen wir ein Gefühl von Heimat schaffen", sagt Bozovic. Für Jörg Treiber, den Leiter des Bethaniens, heißt das Stichwort "kultursensible Pflege". Darum sollen die orthodoxen Christen auch von Menschen mit den gleichen Wurzeln betreut werden. Denn diese hätten oft das bessere Verständnis für bestimmte Traditionen und Gewohnheiten, die mit dem orthodoxen Glauben einhergingen, beispielsweise das strenge Fasten.

Ein Gefühl von Heimat schaffen - Filder-Zeitung - Stuttgarter Zeitung

2011-07-24

BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Teilhabe von Menschen mit Behinderung

Teilhabe von Menschen mit Behinderung

Der deutsche Staat fördert die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben von Menschen mit körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung. Schwerbehinderten steht im Arbeits- und Berufsleben besonderer Schutz zu, zum Beispiel bei Kündigung.

Behindertenausweis beantragen

Sollten Sie von einer Behinderung oder Schwerbehinderung betroffen sein, erhalten Sie beim Versorgungsamt auf Antrag einen (Schwer-)Behindertenausweis, der den Grad Ihrer Behinderung belegt. Mit diesem erhalten Sie zum Beispiel in öffentlichen Verkehrsmitteln Vergünstigungen.

Informationen vor Ort

Hier können Sie sich an Ihrem Wohnort weiter informieren:
  • Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer und Jugendmigrationsdienst
  • Hausarzt
  • Krankenkasse
  • Gesundheits- und Sozialamt
  • Rentenversicherung
BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Teilhabe von Menschen mit Behinderung

Behinderte Migrantinnen und Migranten sichtbar machen! - ISL e.V.

Behinderte Migrantinnen und Migranten sichtbar machen!

Mittwoch, den 03. November 2010 um 15:01 Uhr
Ein Porträt von H.- Günter Heiden (c) ISL e.V.„Es ist an der Zeit, endlich auch behinderte Männer und Frauen mit einem Migrationshintergrund sichtbar zu machen!“ hat H.- Günter Heiden von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) anlässlich des heutigen Integrationsgipfels gefordert. In der Regel sei es, so Heiden, weder üblich, dass Menschen mit Behinderung unter dem Aspekt einer Zuwanderungsgeschichte betrachtet werden, noch sei es üblich, dass Menschen mit Migrationshintergrund unter dem Aspekt einer Behinderung oder chronischen Erkrankung betrachtet werden. Im Vordergrund der derzeitigen Integrationsdebatte stünden zunächst Vorurteile, dann Spracherwerb, Einbürgerung, Arbeit, Ausbildung, Wohnen, die Situation von Frauen und Mädchen und - meist zuletzt - Fragen der Gesundheit. Fragen zu „Behinderung“ seien dabei noch kaum Gegenstand der Debatte. Dabei gibt es laut Heiden vielerlei Gemeinsamkeiten: „Zugangsbarrieren, die Inklusion verhindern, sind teilweise gesetzlich verankert; beide Gruppen werden als Problem wahrgenommen; beide Gruppen erfahren Diskriminierung auf individueller, struktureller und institutioneller Ebene“. Als weitere wichtige Parallele sieht Heiden den Kampf beider Gruppen um Rechte und Teilhabe und die Notwendigkeit von Empowerment und der Bildung von unterstützenden Netzwerken. Bei der ISL gibt es derzeit in Berlin, Mainz und Stuttgart Projekte, die Behinderung und Migration zusammen bearbeiten.

Um behinderte Männer und Frauen mit nicht-deutschen Wurzeln wirklich sichtbar zu machen, sei es zunächst wichtig, die statistischen Grundlagen dafür zu schaffen, so Heiden. „Die Zahl der schwerbehinderten Personen mit nicht deutscher Staatszugehörigkeit beträgt nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 294.121 Menschen, davon sind 179.914 Männer und 114.207 Frauen. Legt man jedoch das neue und weiter gefasste Kriterium „Migrationshintergrund“ zugrunde, müssten es mindestens doppelt so viele sein“.

Gerade auch angesichts des morgigen Maßnahmenkongresses zur Umsetzung der UN-Konvention müsse der Bereich „Behinderung und Migration“ ein wichtiges Querschnittsthema sein, fordert die ISL.
Behinderte Migrantinnen und Migranten sichtbar machen! - ISL e.V.

Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen/Artikel 9 - Zugänglichkeit

 

Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen/Artikel 18 - Freizügigkeit und Staatsangehörigkeit

 
(1) Die Vertragsstaaten anerkennen das gleiche Recht von Menschen mit Behinderungen auf Freizügigkeit, auf freie Wahl ihres Aufenthaltsorts und auf eine Staatsangehörigkeit, indem sie unter anderem gewährleisten, dass
a) Menschen mit Behinderungen das Recht haben, eine Staatsangehörigkeit zu erwerben und ihre Staatsangehörigkeit zu wechseln, und dass ihnen diese nicht willkürlich oder aufgrund von Behinderung entzogen wird;
b) Menschen mit Behinderungen nicht aufgrund von Behinderung die Möglichkeit versagt wird, Dokumente zum Nachweis ihrer Staatsangehörigkeit oder andere Identitätsdokumente zu erhalten, zu besitzen und zu verwenden oder einschlägige Verfahren wie Einwanderungsverfahren in Anspruch zu nehmen, die gegebenenfalls erforderlich sind, um die Ausübung des Rechts auf Freizügigkeit zu erleichtern;
c) Menschen mit Behinderungen die Freiheit haben, jedes Land einschließlich ihres eigenen zu verlassen;
d) Menschen mit Behinderungen nicht willkürlich oder aufgrund von Behinderung das Recht entzogen wird, in ihr eigenes Land einzureisen.
(2) Kinder mit Behinderungen sind unverzüglich nach ihrer Geburt in ein Register einzutragen und haben das Recht auf einen Namen von Geburt an, das Recht, eine Staatsangehörigkeit zu erwerben, und soweit möglich das Recht, ihre Eltern zu kennen und von ihnen betreut zu werden.
inclusion.cc

„Migration ist keine Behinderung“ - Lokale Nachrichten, Videos, Bilder und mehr aus und für Melle | noz.de

Doris Horst 29. März 2011 18:32 Uhr 

Warten auf Umsetzung der Inklusion

„Migration ist keine Behinderung“

Melle. Am 26. März 2009 hat die Bundesregierung die UN-Konvention unterschrieben, in der das Recht aller Kinder auf „inklusive Bildung“ verankert ist, wonach Kinder mit besonderem Förderbedarf das Recht auf gezielte Förderung und den Verbleib in der Regelschule haben. Zwei Jahre später werden immer noch unverhältnismäßig viele Migrantenkinder von der Grundschule zu Förderschulen für Lernbehinderte empfohlen. Grund für den Deutsch-Türkischen Arbeitskreis, eine öffentliche Gesprächsrunde zum Thema „Gemeinsamer Unterricht für alle Kinder – wann ist Schluss mit der Zuweisung auf Förderschulen?“ zu veranstalten.



„Migration ist keine Behinderung“, erklärte Poppe. Niedersachsen sei aber noch weit entfernt von der Umsetzung der „Inklusion“. Gesetzesanträge lägen von SPD und Grünen, aber bislang nicht von CDU/FDP vor. Symptomatisch für das deutsche Schulsystem sei, dass es zu sehr auf Separierung ausgerichtet ist als auf individuelle Förderung. „Pisa kontra Inklusion“: Länder, die bei der Umsetzung der Inklusion weiter sind wie etwa Bremen, haben bei der PISA-Studie schlechter abgeschnitten im Ländervergleich.
Angst gehe jetzt auch um, so Poppe, dass bestehende Förderschulen geschlossen werden, wenn die Schülerzuweisungen fehlen. Förderschulen künftig zu Kompetenzzentren zu machen sei ein Antrag der SPD-Landtagsfraktion. Integration sei erst dann gelungen, wenn der Anteil der Migrationskinder an den Schulen dem Bevölkerungsanteil entspreche, meinte Poppe, und je integrativer und inklusiver das Schulsystem desto besser. Sein Wunsch war, dass bei diesem Thema um der Sache Wille kein parteipolitischer Streit entstehe. „Da hat das Kultusministerium bislang seine Hausaufgaben noch nicht gemacht“, resümierte DTAK-Vorsitzender Horst Panchyrz als Gesprächsleiter, und der Landtagsabgeordnete wollte und konnte ihm da nicht widersprechen.

„Migration ist keine Behinderung“ - Lokale Nachrichten, Videos, Bilder und mehr aus und für Melle | noz.de

Schwerbehinderung – Barrierefreiheit für Migranten | Migration und Integration in Deutschland | MiGAZIN

Schwerbehinderung

Barrierefreiheit für Migranten

In Hessen leben etwa 135.000 schwerbehinderte Menschen mit Migrationshintergrund. An ihnen gehen viele Angebote an Behinderte oder an Migranten vorbei. Der Paritätische Wohlfahrtsverband will das ändern, mit: „Migrant/-innen barrierefrei zur Integration“.

Rollstuhl © timparkinson auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
DATUM12. April 2011

Dieses besondere Projekt will gemeinsam mit den Familien und Gemeinschaften der Behinderten Selbsthilfepotentiale herausarbeiten und hessenweit vernetzen. Diesen neuen, konzeptionellen Ansatz lobt der Hessische Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn. Er überreichte dem Bundesverband des Paritätischen Bildungswerks in einer kleinen Feierstunde einen Förderbescheid über 25.000 Euro.
Menschen mit Behinderung werden in der Debatte und in den Angeboten für Einwanderer/innen kaum wahrgenommen. Des Weiteren wird ihren Bedürfnissen in der deutschen Behindertenhilfe noch unzureichend begegnet. „Während andere soziale Sektoren seit Jahren die interkulturelle Öffnung entdeckt haben, wird innerhalb der deutschen Behindertenhilfe die Begrifflichkeit kaum oder sehr wenig thematisiert“, sagt Integrationsminister Hahn: „Die deutsche Behindertenhilfe hat jedoch den Versorgungsauftrag für alle Menschen mit Behinderungen in Deutschland!“ Menschen mit Behinderung und Migrationshintergrund finden sich im System der Behindertenhilfe nur mit großer Mühe zurecht und werden häufig später und/oder schlechter versorgt.
Das Projekt will deshalb Migranten-Organisationen und Einrichtungen der Behindertenhilfe für die Belange chronisch kranker oder behinderter Menschen sensibilisieren und Öffnungsprozesse anstoßen. Als Multiplikatoren sollen Moschee-Vereine, Eltern- und Kulturvereine, Ausländerbeauftrage und Ausländervereine gewonnen werden, die Kontakte aufnehmen sollen zu Behindertenwerkstätten, Förderschulen und ähnlichen Einrichtungen. Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn: „Wir wollen rund um die behinderten Mitmenschen ein Netz der Möglichkeiten bilden und ihnen Hilfe zur Selbsthilfe anbieten.“ (hs)
Schwerbehinderung – Barrierefreiheit für Migranten | Migration und Integration in Deutschland | MiGAZIN

Doppelt gebeutelt: Migranten mit Behinderung -- REHACARE Messe

Doppelt gebeutelt: Migranten mit Behinderung

15.01.2007
Kein Job, Schulden und gesundheitliche Probleme: Für viele Migranten mit Behinderung gehören solche Belastungen zum Alltag. Hilfe zu finden ist schwer, denn es gibt nur wenige Anlaufstellen für Menschen, die schlecht Deutsch sprechen und sich im Dschungel der Behindertenangebote nicht auskennen. Das Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen in Mainz (ZsL) kennt sich aber damit aus. Dort werden seit März 2004 Migranten mit Handicap von Ismail Sackan beraten. Der 26-Jährige ist selbst Türke und beinahe vollständig blind. REHACARE.de befragte ihn zu seiner Arbeit. 
REHACARE.de: Warum gibt es so wenige Anlaufstellen für Migranten mit Behinderung?
Ismail Sackan: Bislang wurde diesem augenscheinlich kleinen Personenkreis nicht viel Beachtung geschenkt. Dabei schätzen wir, dass jeder zehnte Migrant eine Behinderung hat. Auch im Bereich der Sozialarbeit wurden die Bedürfnisse von Migranten mit Behinderung erst ganz neu entdeckt. Folglich gibt es auch kaum Informationen dazu. Staatliche Anlaufstellen gibt es keine.
 
 
 
Ismail Sackan steht voll hinter dem
Projekt für behinderte Migranten © ZsL
REHACARE.de: Wie wird die Beratungsstelle finanziert?
Ismail Sackan: Wir haben Mittel der EU, der Stadt Mainz, des Bundes, Fördermittel der Bundesagentur für Arbeit und des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Gesundheit Rheinland-Pfalz.

REHACARE.de: Wer kommt zu Ihrer Beratung?
Ismail Sackan: Die meisten Ratsuchenden, bislang rund 500, stammen aus dem türkisch-arabischen Kulturkreis und kommen aus dem Mainzer Umfeld. Sie sind zum größten Teil Arbeitsmigranten.

REHACARE.de: Welche Behinderungen haben die Leute?
Ismail Sackan: Im Normalfall haben sie körperliche Behinderungen, die sie im Laufe ihres Aufenthalts in Deutschland bekommen haben durch Unfälle, chronische Krankheiten und so weiter. Teilweise haben sie auch psychische Behinderungen, die als Folge von körperlichen Behinderungen dazukommen.

REHACARE.de: Wie werden Betroffene auf Sie aufmerksam?
Ismail Sackan: Die meisten Betroffenen waren vorher schon bei vielen Beratungsstellen. Aber die Angebote sind nur auf die Beratung von Migranten zum Ausländerrecht spezialisiert, aber nicht auf die Bestimmungen im Sozialgesetzbuch. Deshalb vermitteln sie Ratsuchende gerne an uns weiter. Dann bekomme ich zum Beispiel einen Anruf einer Beraterin der Arbeitsagentur, die mir einen Betroffenen vermittelt. Wir bekommen aber auch Anfragen von Migranten selbst. Doppelt gebeutelt: Migranten mit Behinderung -- REHACARE Messe

Stuttgart - Behinderung und Migration

Behinderung und Migration


In Stuttgart haben etwa 56% der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren einen Migrationshintergrund. Bei der Einschulungsuntersuchung weisen Kinder aus Migrantenfamilien häufiger Entwicklungsdefizite auf, ihre Eltern nehmen jedoch notwendige frühe Hilfen bei Behinderung, Entwicklungsverzögerungen und chronischen Erkrankungen weniger in Anspruch. Auch in Sonderschulkindergärten und Sonderschulen nimmt der Anteil von Migrantenkindern zu.

Um Migrantenfamilien zu unterstützen und ihnen den Zugang zu frühen Hilfen und Beratungsangeboten zu erläutern und zu erleichtern, wurden im Jahr 2009 und 2010 in Kooperation mit der gemeinnützigen Elterstiftung Baden-Württemberg e.V. und dem staatlichen Schulamt Stuttgart 13 Eltern aus verschiedenen Herkunftsländern im Rahmen des Projekts "Mentorenschulung für Migranteneltern von Kindern mit Behinderungen" zu Elternmentoren ausgebildet. Diese Mentoren beraten und informieren Migrantenfamilien in der Muttersprache über Frühförder- und Beratungsangebote und begleiten sie zu Sonderschuleinrichtungen. Dieses Projekt wurde mit der freundlichen Unterstützung der Robert Bosch Stiftung gefördert.
Landeshauptstadt Stuttgart - Behinderung und Migration

Familienratgeber: Migration und Behinderung

Migration und Behinderung

Einfach gesagt:

In Deutschland leben viele Menschen aus anderen Ländern. Für diese Menschen ist es oft schwer, etwas über die Hilfen für Menschen mit Behinderung zu wissen. Zum Beispiel, weil sie viele noch nicht so gut die deutsche Sprache verstehen. Und weil es nicht genug Informationen in ihrer Sprache gibt.
Weiter in einfacher Sprache

Migrantinnen und Migranten in Deutschland verfügen oft nur über mangelnde Informationen über die Versorgungsmöglichkeiten und über Hilfsangebote für behinderte Menschen. Dies hängt zum Teil mit fehlenden Sprachkenntnissen, aber auch mit fehlendem Info-Material zusammen. Nicht selten sind Familienangehörige deshalb überfordert.

Welche Beratungsstelle ist zuständig?

In Deutschland gibt es verschiedene Stellen, an die sich Familien mit behinderten Angehörigen wenden können. Da die meisten Einrichtungen zusammen arbeiten, spielt es meist keine Rolle, ob zuerst eine Beratungsstelle für Migranten oder für Menschen mit Behinderung aufgesucht wird. Wenn die Sprachkenntnisse nicht ausreichen, kann der Besuch einer städtischen Einrichtung eine große Hürde darstellen. Bei Beratungsstellen der Lebenshilfe, der Wohlfahrtsverbände oder der Kirchen finden sich dagegen oft Berater, die türkisch oder russisch sprechen. Das Netzwerk Migration und Behinderung bietet sowohl Informationen und Austausch als auch Bildungsangebote. Darüber hinaus gibt es in einigen Städten Selbsthilfegruppen für Migranten mit Behinderung.

Informationen in türkischer Sprache

Auf der Seite des Bundesgesundheitsministeriums finden Sie einen Überblick über das System der sozialen Sicherung in der Bundesrepublik Deutschland und zur Rehabilitation für Menschen mit Behinderung.

Flüchtlinge ohne geregelten Aufenthaltsstatus

Asylbewerber und Migranten ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung haben in der Regel keinen Anspruch auf Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung. Für Familien mit behinderten Angehörigen ist es daher ratsam, zunächst eine Beratungsstelle für Flüchtlinge aufzusuchen. Betroffene sollten bereits beim ersten Gespräch deutlich machen, dass es nicht um Geldleistungen geht, sondern um Hilfsangebote für ein behindertes Kind. Auch wenn kein Anspruch vorliegt, gibt es Ausnahmen für Härtefälle.
In einigen Fällen ist es möglich, dass auch "geduldete" Flüchtlinge eine Werkstatt für Behinderte besuchen. Andererseits kann es vorkommen, dass Menschen nur auf Grund ihrer Behinderung die Einbürgerung verweigert wird. Auch in diesem Fall sollte eine Beratungsstelle aufgesucht und Einspruch eingelegt werden.

Familienratgeber: Migration und Behinderung

Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen/Artikel 18 - Freizügigkeit und Staatsangehörigkeit


(1) Die Vertragsstaaten anerkennen das gleiche Recht von Menschen mit Behinderungen auf Freizügigkeit, auf freie Wahl ihres Aufenthaltsorts und auf eine Staatsangehörigkeit, indem sie unter anderem gewährleisten, dass
a) Menschen mit Behinderungen das Recht haben, eine Staatsangehörigkeit zu erwerben und ihre Staatsangehörigkeit zu wechseln, und dass ihnen diese nicht willkürlich oder aufgrund von Behinderung entzogen wird;
b) Menschen mit Behinderungen nicht aufgrund von Behinderung die Möglichkeit versagt wird, Dokumente zum Nachweis ihrer Staatsangehörigkeit oder andere Identitätsdokumente zu erhalten, zu besitzen und zu verwenden oder einschlägige Verfahren wie Einwanderungsverfahren in Anspruch zu nehmen, die gegebenenfalls erforderlich sind, um die Ausübung des Rechts auf Freizügigkeit zu erleichtern;
c) Menschen mit Behinderungen die Freiheit haben, jedes Land einschließlich ihres eigenen zu verlassen;
d) Menschen mit Behinderungen nicht willkürlich oder aufgrund von Behinderung das Recht entzogen wird, in ihr eigenes Land einzureisen.
(2) Kinder mit Behinderungen sind unverzüglich nach ihrer Geburt in ein Register einzutragen und haben das Recht auf einen Namen von Geburt an, das Recht, eine Staatsangehörigkeit zu erwerben, und soweit möglich das Recht, ihre Eltern zu kennen und von ihnen betreut zu werden.
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