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2012-06-05

Das alltägliche Tabu - idowa mediendienste

Das alltägliche Tabu

Demente und ihre Angehörigen werden von Gesellschaft und Politik kaum wahrgenommen

Landshut. Seit einem Vierteljahr trifft sich die Angehörigengruppe der Alzheimer Gesellschaft einmal im Monat zur Frühstücksrunde in der Diakonie. Die rund acht Teilnehmer - alle sind Frauen - tauschen sich aus über den Alltag, den sie mit und für den dementen Partner oder einen erkrankten Elternteil bewältigen müssen. Neben gesellschaftlicher Isolation, Scham und Gewalterfahrungen bereitet ihnen vor allem der bürokratische Wust Sorgen, der mit Demenzerkrankungen einhergeht. Und sie sind wütend auf eine Politik, die sich sonst gern inszeniere, sich aber nach wie vor nicht ernsthaft mit einem wachsenden gesellschaftlichen Problem auseinandersetzen wolle.Das alltägliche Tabu - idowa mediendienste

2012-02-16

HWelt - Inklusion gilt auch für schwer erkrankte Kinder

Inklusion gilt auch für schwer erkrankte Kinder Drucken E-Mail
Dienstag, 14 Februar 2012
Der Tag der Kinderhospizarbeit soll Öffentlichkeit für die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen mit lebensverkürzenden Erkrankungen, ihren Eltern und Geschwistern schaffen. „Das Lebensende von schwer erkrankten Kindern darf kein gesellschaftliches Tabuthema sein. Die Kinder und ihre Angehörigen brauchen offene Unterstützung. Oft begegnen ihnen dagegen immer noch Angst und Verunsicherung, die häufig dazu führen, dass diese Kinder und ihre Familien von der Gesellschaft ausgeschlossen werden. Inklusion gilt auch für schwer erkrankte Kinder am Lebensende. Deshalb ist insbesondere auch eine ambulante Palliativversorgung wichtig“, betonte der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe.

Der Beauftragte erinnerte daran, dass am 10. Februar 1990 der deutsche Kinderhospizverein von sechs betroffenen Familien gegründet wurde und er seitdem für eine bessere Palliativversorgung und Betreuung kämpft. „Einiges konnte schon umgesetzt werden, wie etwa ein gesetzlicher Anspruch auf eine spezialisierte, ambulante Palliativversorgung. Es geht weiter darum, die Unterstützung zu verbessern, ob finanziell oder ideell, etwa durch ehrenamtliches Engagement“, betonte der Beauftragte.

Quelle: Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen

HWelt - Inklusion gilt auch für schwer erkrankte Kinder

2012-02-14

Tausende Missbrauchsfälle in Behindertenheimen -- kobinet

14.02.2012 - 11:45

Tausende Missbrauchsfälle in Behindertenheimen.

Mainz (kobinet) Tausende behinderte Frauen sollen in deutschen Einrichtungen und Heimen sexuell missbraucht worden sein. Das berichtet das ARD-Politikmagazin "Report Mainz" in seiner heutigen Ausgabe.
 
Das Magazin beruft sich auf die neue Studie "Lebenssituation und Belastungen von Frauen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen in Deutschland". Die repräsentative Untersuchung im Auftrag des Bundesfamilienministeriums wurde von der Universität Bielefeld durchgeführt. Sie liegt "Report Mainz" exklusiv vor und soll im April veröffentlicht werden. Aus der Studie geht hervor, dass sechs Prozent der Frauen mit sogenannter geistiger Behinderung in Heimen und Werkstätten sexuelle Gewalt erlitten haben.

Die Sozialwissenschaftlerin Monika Schröttle, die das Untersuchungsprojekt geleitet hat, geht davon aus, dass "auf jeden Fall mehrere tausend Frauen" in deutschen Behindertenheimen und -Einrichtungen sexuell missbraucht wurden. Täter sind der Studie zufolge meist Bewohner, aber auch Personal.

Im Interview erklärte Schröttle: "Das Gravierende ist, dass die Frauen in den Einrichtungen nicht einfach raus können und dass es viel schwerer ist, Zugang zu Hilfe und Unterstützung zu bekommen und dass die Einrichtung eigentlich dafür verantwortlich ist, dass sie keine Übergriffe erleben."

In einer nicht repräsentativen Zusatzbefragung berichteten drei von vier Frauen, die in ihrer Kindheit und Jugend in Einrichtungen untergebracht waren, von "psychischen und/oder körperlich en Übergriffen" in diesen Einrichtungen. Besonders betroffen waren blinde und gehörlose Mädchen.

Georg Ehrmann, Vorsitzender der Deutschen Kinderhilfe erklärte in "Report Mainz": "Der tägliche Missbrauch von Jungen und Mädchen in deutschen Behinderteneinrichtungen ist ein großes Tabu und unter dem Motto, dass nicht sein kann, was nicht sein darf, machen die Verantwortlichen in der Politik, in den Verbänden und in den Kommunen die Augen zu und deswegen sprechen Betroffene auch von dem größten Skandal in der Jugendhilfe seit dem Zweiten Weltkrieg."

Hubert Hüppe, der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, kritisierte in "Report Mainz" die fehlende Meldepflicht in Einrichtungen sowie mangelhafte Kontrollen durch die zuständige Heimaufsicht der Länder: "Es fehlen einfach auch Verfahren, die deutlich machen, wen ich ansprechen kann, wenn etwas passiert. Dann weiß ich auch, das wird weiter gegeben und es wird nicht verschwiegen, weil es vielleicht der Einrichtung schadet."

Viele Bewohnerinnen von Behinderteneinrichtungen leiden unter Gewalt: "Etwa jede dritte bis vierte in einer Einrichtung lebende Frau hat psychisch verletzende Handlungen und psychische Gewalt in Einrichtungen erlebt. Bis zu 20 Prozent gaben körperliche Gewalt in Einrichtungen im Erwachsenenleben an", heißt es in der Studie. Mehr als die Hälfte der psychisch erkrankten Heimbewohnerinnen berichteten, in den letzten 12 Monaten psychischer Gewalt ausgesetzt gewesen zu sein. 16 Prozent gaben an, psychisch so stark belastet worden zu sein, "dass es als Psychoterror oder seelische Grausamkeit empfunden wurde". In Bezug auf alle in der Studie befragten Frauen, also solche, die in Einrichtungen, aber auch in Haushalten leben, heißt es dazu in der Studie: "Der hohe Anteil von Frauen mit Behinderungen, die psychische Übergriffe durch Gesundheitsdienste, Einrichtungen und Ämter/Behörden angaben, muss als bedenklich eingestuft werden." sch

Tausende Missbrauchsfälle in Behindertenheimen -- kobinet



Mehr dazu:

Studie zu MissbrauchsfällenTausende behinderte Frauen in Heimen missbraucht

Dienstag, 14.02.2012, 15:55
...
Studie zu Missbrauchsfällen: Tausende behinderte Frauen in Heimen missbraucht - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/panorama/welt/studie-zu-missbrauchsfaellen-geistig-behinderte-frauen-in-heimen-missbraucht_aid_713986.html
www.focus.de


Misshandlung behinderter Frauen

Psychoterror und Gewalt im Heim

Mehrere Tausend behinderte Frauen sind einer Studie zufolge in Einrichtungen Opfer von sexualisierter Gewalt geworden. Jede fünfte Frau berichtete von körperlicher Misshandlung.
www.taz.de


Tausende Sexopfer in Behindertenheimen

rollingplanet.net

 

Tausende behinderte Frauen missbraucht

Schock-Studie über Situation in Heimen und Einrichtungen

bild.de/

2012-02-10

Tabuthema Kinderhospiz: Betreuung noch immer nicht flächendeckend - Gesellschaft - derStandard.at › Panorama

Palliative Pflege

Tabuthema Kinderhospiz: Betreuung noch immer nicht flächendeckend

10. Februar 2012 11:54
  • Artikelbild
    Foto: privat/sabine reisinger
    In Österreich gibt es keine flächendeckende Kinderhospizbetreuung, sagt Sabine Reisinger.


    • Der 10. Februar ist der Tag für Kinder mit lebensverkürzenden Erkrankungen - Das Thema ist ein gesellschaftliches Tabu - zum Leid der mindestens 2500 betroffenen Familien

      Weitgehend unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit widmet der Verein Kinderhospiz Netz den 10. Februar einem Thema, über das nur selten gesprochen wird: Kindern, die todkrank sind. "Die Tatsache, dass auch Kinder sterben können, ist noch immer ein Tabu. Am meisten leiden darunter die Angehörigen - das Schweigen lässt sie vereinsamen", sagt Sabine Reisinger, Mitgründerin von Kinderhospiz Netz.
      Seit 2005 bemüht sich der Verein um Aufmerksamkeit, Unterstützung und Begleitung von todkranken Kindern und deren Angehörigen. Wo es keine Chance auf Heilung gibt, beginnt die Hospizarbeit. Sie hat die Erleichterung der Umstände für sterbende Patienten und deren Angehörige zum Ziel. Während es in allen österreichischen Bundesländern palliative Pflegeeinrichtungen für Erwachsene gibt, sieht die Betreuung für Kinder schlecht aus.
      Tabuthema Kinderhospiz: Betreuung noch immer nicht flächendeckend - Gesellschaft - derStandard.at › Panorama

      2012-02-01

      Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen (MGEPA NRW) | Pflege: Ministerin Steffens: Wer eine menschliche Pflege will, darf das Problem 'Gewalt in der Pflege' nicht ausblenden | Pressemitteilung | Pressemeld

      Pressemitteilung vom 01.02.2012 | 15:04
      Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen (MGEPA NRW)
      Pflege: Ministerin Steffens: Wer eine menschliche Pflege will, darf das Problem "Gewalt in der Pflege" nicht ausblenden


      Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit:

      Gewalt in der Pflege - das ist immer noch ein weitgehend mit Tabu belegtes Thema. Gewalt in der Pflege hat viele Ursachen - umfassende und nachhaltige Lösungen fehlen. Deshalb haben das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter und der Landespflegeausschuss Nordrhein-Westfalen zu einem zweitägigen Fachkongress "Gewalt in der Pflege" eingeladen, der heute (01. Februar 2012) mit rund 500 Expertinnen und Experten in Düsseldorf begonnen hat.

      "Wir müssen davon ausgehen, dass Gewalt in Pflegesituationen passiert - sowohl zu Hause als auch in Einrichtungen. Deshalb darf Gewalt in der Pflege kein Tabu sein. Wegsehen hilft niemandem, weder den pflegebedürftigen Opfern von Gewalt noch den Pflegenden, die sich oft überfordernden Situationen ausgesetzt sehen", erklärt Pflegeministerin Barbara Steffens. "Über Auslöser und Wirkungsmechanismen wissen wir aber viel zu wenig. Pflegesituationen nur zu kontrollieren, reicht nicht. Der bessere Weg ist, dafür Sorge zu tragen, dass Gewalt fördernde Situationen erst gar nicht entstehen. Mein Ziel ist es, Hilfen und Lösungen hierfür anzubieten. Wie diese aussehen könnten, darüber wollen wir mit Expertinnen und Experten diskutieren."

      Bei der Tagung geht es bewusst nicht darum, einzelne Vorfälle aufzuarbeiten. Beleuchtet werden soll vielmehr, wie in typischen Pflegesituationen zu Hause und in Einrichtungen Ursachen für körperliche aber auch psychische Gewalt entstehen können. Expertinnen und Experten schätzen, dass etwa zehn Prozent der pflegebedürftigen Personen mit körperlicher Gewalt konfrontiert sind - Formen psychischer oder emotionaler Gewalt sind dabei noch nicht berücksichtigt. "Uns geht es vor allem um einen Dialog ohne Vorgaben und Schuldzuweisungen", unterstreicht die Ministerin. "Ziel der Fachtagung ist, alle an der Pflege beteiligten zu sensibilisieren sowie konkrete Hilfe- und Unterstützungsangebote zu entwickeln, um Überforderungs- und Krisensituationen rechtzeitig zu erkennen und zu vermeiden." Steffens betonte, dass die Tagung in Düsseldorf bundesweiten Vorbildcharakter haben dürfte: "Es wird Zeit, dass wir Wissenschaft und Praktiker, Pflegende und Angehörige endlich zusammenbringen und das Thema aus der Tabu-Zone holen."

      Die Fachtagung, zu der sich über 500 Personen angemeldet haben, zeigt ein großes Themenspektrum. Am ersten Tag werden Gewaltanwendungen unter dem Aspekt der Überforderung untersucht, sowie Maßgaben der UN-Konvention an den Schutz vor Gewalt beleuchtet. Die Gewalt in der häuslichen Pflege ist ebenso Thema wie die Möglichkeiten der Prävention - und dies auch im europäischen Kontext. Am zweiten Veranstaltungstag stehen insbesondere die berufliche Pflege sowie die Gewalt zwischen Heimbewohnern im Fokus. Zudem wird ein Monitoring-System vorgestellt, das Gewaltanwendungen vorbeugen soll.


      Ministerium für Gesundheit,
      Emanzipation, Pflege und Alter
      des Landes Nordrhein-Westfalen
      Horionplatz 1, 40213 Düsseldorf
      Tel. 0211 8618-50
      Fax 0211 86185-4444
      Mail info@mgepa.nrw.de

      Düsseldorf - Veröffentlicht von pressrelations

      Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen (MGEPA NRW) | Pflege: Ministerin Steffens: Wer eine menschliche Pflege will, darf das Problem 'Gewalt in der Pflege' nicht ausblenden | Pressemitteilung | Pressemeld

      2011-08-05

      woxx hebdomadaire - Gegen alle Vorurteile

      BEHINDERUNG / SEXUALITÄT
      Gegen alle Vorurteile
      Christiane Walerich
      Behinderte Menschen und Sexualität - nach wie vor ein Tabu. Statt es zu thematisieren und neue Wege, wie die Sexualassistenz, zu beschreiten, ziehen es die Verantwortlichen vor zu schweigen.


      Einmal loslassen - für behinderte Menschen ist das Ausleben ihrer Intimität nicht einfach.
      "Meine Einschränkungen in der Sexualität bestehen darin, daß ich nicht so einfach flirten kann, und dass ich nicht sehe, was mein Partner von mir will", schreibt ein junger Mann, der als Vollblinder geboren wurde in einem Blog. Charlotte dagegen kam mit einer spinaler Muskelatrophie auf die Welt. Wegen des fortschreitenden Muskelschwunds wurde ihr eine Lebenserwartung von nicht mehr als einem halben Dutzend Jahren vorausgesagt. Heute ist sie Mitte 30 und glückliche Mutter einer gesunden, lebhaften Tochter. Sie wollte nie aufgeben. "Für viele Leute sind wir eben keine Frauen, sondern ?die Behinderten'", berichtet Charlotte im Internet. (..)
      Sexualität zwischen Behinderten ist nach wie vor ein Tabu. Zwar schätzt die Gesellschaft zum Teil deren Mut und deren Kraft, von sexuellem Drang und Geschlechtsverkehr will sie jedoch im Zusammhang mit Behinderten nichts wissen. In den Augen vieler werden Behinderte zum Neutrum. Sexualität hat, gerade in einer Zeit, in der Schönheit, Jugend und Fitness groß geschrieben werden, viel mit Ästhetik zu tun. Unkoordinierte Motorik, ein künstlicher Darmausgang liegen so weit außerhalb dieser Normen, dass sich jede Anspielung auf Erotik verbietet. Dabei bedeutet eine körperliche oder geistige Abweichung vom Nichtbehinderten längst nicht, dass generelle menschliche Bedürfnisse nicht mehr vorhanden wären. Behinderte können sie aber nur erfüllen, wenn das "barrierefreie Umfeld", über das auch in Luxemburg viel geredet wird, sich auch auf die Belange von Partnerschaft und Sexualität erstreckt.
      Strukturelle Gewalt
      In Pflegeheimen und Einrichtungen wurden sexuelle Wünsche von Behinderten bis in die jüngste Zeit als Tabu angesehen - auch, weil die "Aufsichtspflicht" falsch ausgelegt wurde. Problematisch kann es werden, wenn durch Hausordnungen, z.B. Besuchsverbot, ständige Aufsicht durch das Pflegepersonal oder Fehlen von Einzelzimmern und Ausweichräumen Grenzen nicht respektiert werden. Behinderte Menschen werden in Institutionen oft gerne mit allen möglichen Alltagsangeboten beschäftigt, die Lebensthemen Liebe, Partnerschaft, Sexualität dabei aber vermieden. Und das obwohl Zuneigung, körperliche Zuwendung und Sex insgesamt und nachweislich Stress abbauen helfen und Depressionen lindern. Auch die Partnersuche, die für viele Behinderte schwierig ist, wird wenig unterstützt. So bleiben oft nur die Kontaktanzeigen, die Singlebörsen im Internet (etwa: www.handicap-love.de) oder die Nutzung der Prostitution.
      Seit Luxemburg vor einem Monat die UN-Behindertenrechtskonvention ratifiziert hat, steht den Betroffenen nun endlich ein neues Rechtsinstrumentarium zur Verfügung: Denn dort wird explizit die sexuelle Selbstbestimmung unterstrichen und das Recht auf Familie und Kinder betont. Papier jedoch ist geduldig - es muss endlich gehandelt werden.
      woxx hebdomadaire - Gegen alle Vorurteile
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