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2014-02-12

SoVD-Positionspapier zu den Auswirkungen des Fiskalpakts

 SoVD-Positionspapier zu den Auswirkungen des Fiskalpakts 

Berlin, 7. November 2013
Auszug: 

Die Gesamtverschuldung der deutschen Kommunen (inzwischen 130 Mrd. Euro) hat sich seit dem Jahr 2007 eklatant erhöht und die Kluft zwischen armen und reichen Kommunen verstärkt. Mit dem Fiskalpakt werden die kommunalen Finanzen in die Defizitobergrenze einbezogen, so dass der finanzielle Druck auf Bund, Länder und Kommunen gleichermaßen wachsen wird und Handlungsspielräume geringer werden. In den Kommunen könnten Ausgabenbegrenzungen, vor allem durch Einsparungen bei den so genannten freiwilligen Leistungen, z.B. beim kommunalen Wohnungsbau sowie bei sozialen Einrichtungen und Dienstleistungen vor Ort, die Folge sein.
Im Rahmen des Fiskalpakts hat der Bund überdies zugesagt, unter Einbeziehung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen ein neues Bundesleistungsgesetz zu verabschieden, das die rechtlichen Vorschriften zur Eingliederungshilfe für behinderte Menschen in der bisherigen Form ablöst. Die Reform der Eingliederungshilfe muss jedoch – im Interesse der Menschen mit Behinderungen – unter sozialpolitischen und nicht vorrangig unter finanzpolitischen Vorzeichen geführt werden. Eine inhaltliche Reform, einschließlich der Beteiligung des Bundes an den Kosten der Eingliederungshilfe darf im Ergebnis nicht dazu führen, berechtigte Ansprüche und Leistungen für die behinderten Menschen einzuschränken. Vielmehr muss sie Rechte auf Selbstbestimmung und Teilhabe für Menschen mit Behinderungen verbessern und
ausweiten. Hierzu gehören eine größere Einkommens- und Vermögensunabhängigkeit der Eingliederungshilfe, die Stärkung des Wunsch- und Wahlrechts sowie der Grundsatz einer individuell bedarfsdeckenden Leistungsgewährung.
Es erscheint fraglich, ob unter den Vorzeichen des Fiskalpaktes diese Ziele im Interesse der Menschen mit Behinderung umgesetzt werden.

2013-01-06

Sozialministerin Haderthauer: "Pflegende Angehörige noch stärker entlasten!" - 04.01.2013 - Pressemitteilung 006.13


München, 04. Januar 2013 PM 006.13

Pflege

Sozialministerin Haderthauer: "Pflegende Angehörige noch stärker entlasten!"

"Angehörige leisten einen wertvollen und unersetzlichen Beitrag in der Pflege! Die Familie ist Bayerns größter und wichtigster 'Pflegedienst': Zwei Drittel aller pflegebedürftigen Menschen werden zu Hause von ihren Angehörigen gepflegt. Ihnen gebührt unsere Anerkennung und unsere Unterstützung. Um den pflegenden Angehörigen bei ihrem so wichtigen Engagement effektiv unter die Arme zu greifen, müssen wir sie zukünftig noch stärker entlasten. Wir brauchen weitere rentenrechtliche Verbesserungen für pflegende Angehörige: Genauso wie die Kindererziehung gehört die Pflege zur Lebensleistung, die Spiegel der Rentenhöhe werden muss. Eine weitere Baustelle ist die steuerliche Absetzbarkeit von Kosten für Pflege- und Haushaltshilfen. Genauso wie jeder Betrieb seine Aufwendungen, so muss künftig auch die Familie ganz selbstverständlich ihre Pflegeaufwendungen voll steuerlich absetzen können. Und mittelfristig müssen wir die Versicherungsleistungen der häuslichen Pflege an die Leistungen der stationären Pflege angleichen, um so die häusliche Pflege weiter zu stärken", so Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer heute in München.
Die Neuerungen des Pflege-Neuausrichtungsgesetzes, das im Oktober dieses Jahres in Kraft getreten ist, sieht Haderthauer als wichtigen Schritt in die richtige Richtung. "Durch die Leistungsverbesserungen für Demenzkranke und die im Gesetz vorgesehene Förderung alternativer Wohnformen wird die häusliche Pflege maßgeblich gefestigt. Diesen Weg müssen wir konsequent weitergehen! Gleiches gilt für die zum Jahreswechsel eingeführte staatlich geförderte Pflegezusatzversicherung. Die Pflegeversicherung ist und bleibt eine Teilkaskoversicherung und wird niemals alle Kosten für die Pflege abdecken. Wir müssen daher alles daran setzen, die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger zu stärken! Ein aus meiner Sicht notwendiger Schritt ist es hier, die Leistung von Eltern noch mehr zu honorieren. Denn Eltern leisten einen wichtigen generativen Beitrag zum Erhalt der sozialen Sicherungssysteme. Dies muss durch die Einführung einer großzügigen Familienkomponente Berücksichtigung finden", so die Ministerin abschließend.
04.01.2013 - Pressemitteilung 006.13

2012-06-25

LWL-Presse-Info - Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung ist gesamtstaatliche Aufgabe - Mitteilung 22.06.12

LWL-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Mitteilung vom 22.06.12

Foto zur Mitteilung
LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch.
Foto: LWL

Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung ist gesamtstaatliche Aufgabe

Appell anlässlich Fiskalpakt

Münster (lwl). Die kommunalen Spitzenverbände in Nordrhein-Westfalen sowie die Landschaftsverbände Rheinland (LVR) und Westfalen-Lippe (LWL) fordern, die Kommunen bei den Leistungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung zu entlasten. Sie begrüßen die Forderung der Länder bei den laufenden Bund-Länder-Verhandlungen zum Fiskalpakt nach einer maßgeblichen Beteiligung des Bundes an der Eingliederungshilfe.

Die fünf Kommunalverbände wollen vor dem Hintergrund der steigenden Zahl von Menschen mit Behinderung und den damit verbundenen höheren Kosten mit einem gemeinsamen, heute veröffentlichten Positionspapier "Perspektiven der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung" eine Plattform für den Dialog mit den Behindertenverbänden, der Freien Wohlfahrtspflege und der Öffentlichkeit schaffen.

"Menschen mit Behinderung müssen gefördert und unterstützt werden. Die Kommunen und die Landschaftsverbände widmen sich engagiert der Aufgabe der gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Handicap in unserer Gesellschaft. Die Leistungen der Eingliederungshilfe sind hier von zentraler Bedeutung. Sie sind eine gesamtstaatliche Aufgabe. Erforderlich sind deshalb eine Gesetzesreform zur inhaltlichen Weiterentwicklung und eine Beteiligung des Bundes und des Landes an diesen Kosten. Wir brauchen ein gesamtgesellschaftliches Bewusstsein für die Bedeutung und Dimension dieser Leistungen", erklärten heute die Hauptgeschäftsführer von Städtetag NRW, Landkreistag NRW und Städte- und Gemeindebund NRW, Dr. Stephan Articus, Dr. Martin Klein und
Dr. Bernd-Jürgen Schneider, sowie die Direktoren der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe, Ulrike Lubek und Dr. Wolfgang Kirsch.

Städte, Kreise, Gemeinden und die beiden Landschaftsverbände stellen sich seit Jahren ihrer Verantwortung für Menschen mit Behinderung. Allerdings nehme die Zahl der betroffenen Menschen deutlich zu. Beispielsweise werden heute 50 Prozent mehr Kinder mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung und 100 Prozent mehr Kinder im Schwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung schulisch gefördert als noch vor 15 Jahren erwartet. Die Zahl der Menschen mit geistiger Behinderung, die über 60 Jahre alt sein werden, wird sich bis zum Jahr 2030 vervierfachen.

Die Kosten der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung belaufen sich bundesweit für Länder und Kommunen auf jährlich 12,5 Milliarden Euro. In Nordrhein-Westfalen betrugen die Ausgaben im Bereich der Sozialhilfe im Jahre 2008 insgesamt rund 5,4 Milliarden Euro, die Ausgaben der Eingliederungshilfe daran betrugen rund 3,1 Milliarden Euro und somit über 57 Prozent. Die steigenden Ausgaben tragen wesentlich zur prekären Finanzlage der kommunalen Ebene bei. Die Steigerung zeige sich in allen Bereichen der Eingliederungshilfe, wie bei den Leistungen der Frühförderung, den Betreuungsleistungen für Kinder mit Behinderung im Kindergartenalter, den Integrationshelfern zur Sicherung des Schulbesuchs, den Wohnhilfen in ambulanter und stationärer Form sowie den Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Mit Blick auf die laufenden Verhandlungen von Bund und Ländern zum Fiskalpakt betonten die Geschäftsführer und Direktoren die finanziell äußerst angespannte Haushaltslage vieler Kommunen gerade in Nordrhein-Westfalen durch immer weiter steigende Sozialausgaben: "Die Kommunen werden in diesem Jahr bundesweit mit Sozialausgaben in einer Rekordhöhe von etwa 45 Milliarden Euro belastet. Die kommunalen Kassenkredite sind in den vergangenen Jahren auf mehr als 44 Milliarden Euro geradezu explodiert. Über die Hälfte davon entfallen auf NRW", so Dr. Stephan Articus, Dr. Martin Klein, Dr. Bernd-Jürgen Schneider, Ulrike Lubek und Dr. Wolfgang Kirsch.

Deshalb sei zu begrüßen, dass die Landesregierung gemeinsam mit anderen Ländern derzeit versucht, den Bund zu einer maßgeblichen Beteiligung an der Finanzierung der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung zu bewegen. Länder und Kommunen müssten an einer Entlastung bei der Eingliederungshilfe ihrem Anteil entsprechend beteiligt werden.

Die kommunalen Spitzenverbände und Landschaftsverbände NRW stellen in dem Positionspapier weitere Forderungen an Bund und Land auf:

• Ein Konzept des Landes zur Umsetzung der UN-Behindertenkonvention unter besonderer Berücksichtigung eines inklusiven Schulunterrichts von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung, das sich konsequent an die verfassungsrechtlichen Vorgaben des Konnexitätsprinzips hält.
• Die vollen Leistungen der Pflegeversicherung auch für Menschen mit Behinderung - unabhängig von ihrer Wohn- und Betreuungssituation.
• Neben der Übernahme von Ausgaben der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung durch den Bund käme auch die Einführung eines Bundesteilhabegeldes als erster Schritt für ein Bundesleistungsgesetz für Menschen mit Behinderung in Betracht.

Zudem müsse eine Reform der Eingliederungshilfe auf Basis der Beschlüsse der Sozialministerkonferenz aus dem Jahre 2010 die gesetzlichen Rahmenbedingungen verbessern, beispielsweise die Finanzierung von ambulanten und stationären Wohnhilfen vereinheitlichen sowie die Steuerungsverantwortung der Sozialhilfeträger stärken.

Das Papier "Perspektiven der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung" finden Sie in der Anlage zum Download


Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org


Anlagen:
Anlage 1: Eingliederungshilfe-Perspektiven der Eingliederungshilfe für .pdf


Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit 13.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 101 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.
LWL-Presse-Info - Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung ist gesamtstaatliche Aufgabe - Mitteilung 22.06.12

Pressemitteilungen - Diskussion um Fiskalpakt - Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention ausgestalten - Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen

Diskussion um Fiskalpakt - Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention ausgestalten

Ausgabejahr 2012
Erscheinungsdatum 25.06.2012
Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, begrüßt, dass mit der Diskussion um den Fiskalpakt das Thema Eingliederungshilfe wieder aufgegriffen worden ist. „Dabei dürfe aber nicht der Schwerpunkt auf die Frage der Kostenverschiebungen zwischen Bund und Kommunen gelegt werden“, so der Beauftragte.

„Es muss die Frage in den Mittelpunkt gestellt werden, wie die Eingliederungshilfe im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention in ein Bundesleistungsgesetz überführt werden soll. Hierzu müssen auch Aspekte, wie die Einkommens- und Vermögensanrechnung, der Kostenvorbehalt und die Umstellung von einrichtungs- auf personenzentrierte Leistungen wieder auf den Tisch“, so Hubert Hüppe. „Diese Aspekte seien zentral für die wirksame Teilhabe von Menschen mit Behinderungen mitten in der Gesellschaft“, betonte der Beauftragte.
Pressemitteilungen - Diskussion um Fiskalpakt - Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention ausgestalten - Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen


Albig: Eingliederungshilfe bei Kommunen falsch angesiedelt

Ministerpräsident: Eingliederungshilfe hat auf kommunaler Ebene nichts zu suchen
Albig: Eingliederungshilfe bei Kommunen falsch angesiedelt
© DAPD Albig: Eingliederungshilfe bei Kommunen falsch angesiedelt  
Berlin (dapd-nrd). Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig hat die Übernahme der Eingliederungshilfe für Behinderte durch den Bund im Zusammenhang mit den Verhandlungen über den Fiskalpakt verteidigt. Dabei sei es nicht um Geld sondern um die richtige Zuteilung von Lasten gegangen, sagte der SPD-Politiker am Montag im Deutschlandfunk. Die Eingliederungshilfe habe auf kommunaler Ebene nichts zu suchen, da es sich um ein gesamtgesellschaftliches Problem handle.

Schäuble hält an Sparziel für Bundeshaushalt fest

Die Regierung muss einen hohen Preis für das Ja von SPD, Grünen und Ländern zum Fiskalpakt zahlen. Die Linkspartei will den Pakt in Karlsruhe zu Fall bringen. Parteivizin Wagenknecht sieht einen "Putsch gegen das Grundgesetz".
Fiskalpakt, SPD, Grüne, Linkspartei, Schäuble, Putsch 
Das Oppositions-Ja zum Fiskalpakt kostet mehr als eine Milliarde zusätzlich, aber seine Sparziele will Wolfgang Schäuble nicht aufgeben©
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) will trotz der Milliardenzusagen an die Länder im Zuge des europäischen Fiskalpaktes keine Abstriche an seinen Haushaltszielen machen.
www.stern.de 


Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung ist gesamtstaatliche Aufgabe - Appell anlässlich Fiskalpakt

Gemeinsame Pressemeldung der kommunalen Spitzenverbände und Landschaftsverbände NRW



Perspektiven der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung– Gemeinsames Positionspapier der drei kommunalen Spitzenverbände und der beiden Landschaftsverbände in NRW –(Juni 2012) (pdf)

2012-06-24

Europäische Schuldenbremse: Merkel muss Fiskalpakt-Zustimmung teuer bezahlen - Politik | STERN.DE

Merkel muss Fiskalpakt-Zustimmung teuer bezahlen

Tausche Schulden gegen Hilfe für Behinderte und Kitas: Die Länder werden dem Fiskalpakt zustimmen und bekommen dafür einen finanziellen Ausgleich. Durch die Einigung mit dem Bund ist die Zustimmung zur Schuldenbremse nun auch im Bundesrat sicher.
Fiskalpakt, Bund, Länder, Zustimmung, Kita, Kitas, Behinderte, Bundestag, Bundesrat 
Wer den Euro nicht ehrt...: Der Fiskalpakt soll als Schuldenbremse für die Unterzeichnerländer dienen©
Die Bundesregierung hat sich mit den Ländern auf eine Zustimmung zum umstrittenen europäischen Fiskalpakt geeinigt. "Wir haben ein Ergebnis", sagte Sachen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) nach mehrstündigen Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel. Die Bundesländer fürchten massive Sparzwänge durch den Pakt. Sie hatten für eine Zustimmung Gegenleistungen des Bundes gefordert. Mit den Fraktionen von SPD und Grünen im Bundestag war sich die Koalition bereits am Donnerstag einig geworden.
Als Kompromiss wolle der Bund den Ländern bei den Sozialausgaben entgegenkommen, etwa bei den Eingliederungshilfen für Behinderte, sagte Haseloff. Unter anderem gehe es um ein Paket von mehreren Milliarden Euro. Auch der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) sagte, er werde den SPD-regierten Ländern empfehlen. "Wir haben gut gemeinsam verhandelt", sagte Beck. Alle 16 Länder hätten miteinander an einem Strang gezogen.

Länder bekommen Hilfe für Behinderte

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) sagte, die Regierung habe die finanziellen Belastungen der Länder durch den Fiskalpakt verstanden und akzeptiert. Als Kompromiss hatte der Bund bereits im Vorfeld angeboten, Strafzahlungen bei einem Verfehlen der strengen Sparvorgaben zu übernehmen.
Der entscheidenste Durchbruch sei in der Frage der Wiedereingliederungshilfe für Schwerbehinderte erzielt worden. Hier werde der Bund anteilig einsteigen, und zwar in einem Umfang von vier Milliarden Euro. "Wir werden das in der nächsten Legislaturperiode spürbar in den Haushalten sehen", sagte Haseloff.
Europäische Schuldenbremse: Merkel muss Fiskalpakt-Zustimmung teuer bezahlen - Politik | STERN.DE


Länder freuen sich über Entlastung bei SozialausgabenFiskalpakt-Zustimmung kostet Merkel Milliarden

Aktualisiert am Sonntag, 24.06.2012, 18:44
German Chancellor Angela Merkel looks on during a news conference at Villa Madama in Rome
REUTERS Angela Merkel muss für das „Ja“ zum Fiskalpakt tief in die Tasche greifen
Die Bundesregierung hat den Ländern in zähen Debatten die Zustimmung zum umstrittenen europäischen Fiskalpakt abgerungen. Für das „Ja“ zur Ratifizierung musste die Regierung allerdings milliardenschwere Zugeständnisse machen. Doch noch immer sind nicht alle zufrieden.
„Wir haben ein Ergebnis“, sagte Sachen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff nach den Beratungen im Kanzleramt. Bund und Länder haben am Sonntag ihren Streit über die Ratifizierung des EU-Fiskalpaktes für mehr Haushaltsdisziplin beigelegt. Die Länder fürchten massive Sparzwänge durch den Pakt und hatten für eine Zustimmung Gegenleistungen des Bundes gefordert. Bayern verlangte zudem mehr Geld für den Bau von Straßen im Freistaat. Als Kompromiss wolle der Bund den Ländern bei den Sozialausgaben entgegenkommen, so Haseloff. Der CDU-Politiker geht von einer Entlastung in Milliardenhöhe aus.

In der neuen Legislaturperiode solle es ein Bundesleistungsgesetz für die Eingliederungshilfe für Behinderte geben, sagten Haseloff und Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) am Sonntag nach den Gesprächen im Kanzleramt. Hier handele es sich um eine Größenordnung von vier Milliarden Euro jährlich vom Bund, so Haseloff.
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Länder freuen sich über Entlastung bei Sozialausgaben: Fiskalpakt-Zustimmung kostet Merkel Milliarden - weiter lesen auf FOCUS Online:
Länder freuen sich über Entlastung bei Sozialausgaben: Fiskalpakt-Zustimmung kostet Merkel Milliarden - Länder erstreiten Zugeständnisse - FOCUS Online - Nachrichten


bundesregierung.de

rbb muss endlich behindertengerecht senden! | Schulzendorf Kurier

rbb muss endlich behindertengerecht senden!


22. Juni 2012


Zur Wahl der neuen rbb-Intendantin erklärt der behindertenpolitische Sprecher Jürgen Maresch:
Zunächst meinen Glückwunsch – aber gleichzeitig die Forderung nach mehr Programm für die über 400.000 Menschen mit Behinderung. Denn bisher werden sie vom rbb deutlich ausgegrenzt. Damit wird er seinem Auftrag als öffentlich-rechtlicher Sender – auch mit Geld der Steuerzahler – nicht gerecht und entspricht auch nicht der UN – Behindertenrechtskonvention.
Es muss endlich möglich sein, dass auch gehörlose Menschen die Sendungen mit Untertiteln verfolgen können – was bereits viele andere dritte Programme längst realisieren.
Gleichzeitig wünsche ich mir, dass die Belange der 400.000 Menschen mit Behinderung im Rundfunkrat offensiver vertreten werden. Wäre es nicht an der Zeit, darüber nachzudenken, dass sie selbst im Rundfunkrat für ihre Interessen arbeiten, d.h. einen Platz bekommen?
Auf diesem Weg wünsche ich der Intendantin entsprechende Energie!

rbb muss endlich behindertengerecht senden! | Schulzendorf Kurier

2012-06-11

Steuerverschwendung überschreitet Viertelmilliarde -- kobinet

10.06.2012 - 21:28

Steuerverschwendung überschreitet Viertelmilliarde.

Berlin (kobinet) Der Bundesverband Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen ForseA e.V. zählt auf seiner Homepage die Millionen, die unser Staat verschwendet, indem er Einkommen und Vermögen behinderter Menschen mit Assistenzbedarf überprüft. Die Zählung begann am 1. Dezember 2011, der Zähler überschreitet in ungefähr einer Stunde die 250.000.000 Euro. Diese Zahl wird nach wie vor vom Bundesarbeitsministerium vehement bestritten, ohne dass auf die Berechnungsweise eingegangen oder eine eigene Berechnung dagegen gehalten wird. Von mehreren anderen Seiten wurde ForseA signalisiert, dass diese Verschwendung lediglich der Abschreckung potentieller Antragsteller dient. ForseA beklagt, dass durch dieses massive Vorgehen behinderte Menschen und ihre Angehörigen in ihrem Leben wesentlich beeinträchtigt werden. Beziehungen werden zerstört oder kommen erst gar nicht zustande. Berufliche Entwicklungen werden behindert. In einem Schreiben des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen Hubert Hüppe wird ForseA in dieser Ansicht unterstützt. Weitere Unterstützung kommt vom Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge. Dieser hat ein Buch "UN-Behindertenrechtskonvention mit rechtlichen Erläuterungen" veröffentlicht, in dem verschiedene Autoren ihre Ansicht zur Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen darlegen können. Der Autor Dr. Gehrken sieht in der Einkommens- und Vermögensanrechnung eine unzulässige Diskriminierung der behinderten Menschen. Zur Abwendung dieses Verstoßes gegen Artikel 28 Abs. 1 sowie Artikel 5 Abs. 2 der Konvention empfiehlt dieser den Sozialhilfeträgern, auf die Anrechnung dieser "zumutbaren" Eigenanteile vollständig zu verzichten. Dr. Corina Zolle von ForseA fasst zusammen: "Wie lange dauert es wohl noch, bis sich die Bundesregierung von der Annahme löst, sie müsste nichts mehr tun, alles wäre konventionsgerecht. Die Bundesregierung muss endlich aktiv werden. Es geht nicht, dass behinderte Bürgerinnen und Bürger durch diskriminierende Anwendung unangepasster, weil nicht aktualisierter Gesetze permanent um ihre Rechte gebracht werden." gba 
Steuerverschwendung überschreitet Viertelmilliarde -- kobinet

2012-06-05

Private Zusatzversicherungen: Opposition nennt Pflege-Zuschuss "Klientelpolitik" - Nachrichten Politik - Deutschland - WELT ONLINE

11:10

Private Zusatzversicherungen

Opposition nennt Pflege-Zuschuss "Klientelpolitik"

Private Pflegeversicherungen sollen staatlich bezuschusst werden. Die FDP lobt den Koalitionsbeschluss, von Sozialverbänden hagelt es Kritik. Özdemir spricht von "unverhohlener Klientelpolitik".
Bahr wirbt fuer Pflegereform
© DAPD Vorsorgen fürs Alter: Die Koalition will private Pflegeversicherungen staatlich fördern 
 

Der Koalitionsbeschluss zur Förderung von privaten Pflegezusatzversicherungen stößt bei Opposition und Sozialverbänden auf heftige Kritik. "Das ist eine Verschwendung von Steuermitteln. Da wird eine Nullrendite mit hohen Verwaltungskosten bezuschusst", sagte der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach der "Passauer Neuen Presse".
Es handele sich um "klassischen FDP-Lobbyismus zugunsten der Versicherungswirtschaft", sagte Lauterbach.
Private Zusatzversicherungen: Opposition nennt Pflege-Zuschuss "Klientelpolitik" - Nachrichten Politik - Deutschland - WELT ONLINE

2012-01-16

Verloren im Rechtsstaat

Verloren im Rechtsstaat


Sehr geehrte Besucher meiner Homepage,
die Geschichte, die ich erzählen will, ist bislang noch in keiner deutschen Zeitung erschienen. 
Sie beginnt als eine in Deutschland leider normale Behinderten – Story, entwickelt sich dann 
aber in eine ganz andere Richtung. Lesen Sie bitte selbst, wo man hinein geraten kann, wenn 
man nur seine im Grundgesetz festgelegten Rechte wahrnehmen möchte. 
Auch aus heutiger Sicht erscheint mir alles, was geschehen ist, geradezu unwirklich. (..)
Home

2011-10-14

Steuerzahlen leichter gemacht - Politik - Tagesspiegel

14.10.2011 17:22 Uhr

Steuerzahlen leichter gemacht

Finanzminister wollen mehr Pauschalbeträge
Berlin - Vier Finanzminister haben nachdenken lassen, wie man das Steuersystem einfacher machen kann – zum Nutzen der Bürger, aber auch der Finanzämter. Am Freitag haben die Ressortchefs aus Hessen, Rheinland-Pfalz, Schleswig- Holstein und Bremen das Ergebnis in Berlin vorgestellt. Das Ziel ist, Pauschbeträge effizienter zu gestalten, die „Belegflut“ bei den häufig geforderten Einzelnachweisen einzudämmen, komplizierte Regelungen zu vereinfachen und Missbrauch zu verhindern. (...)
Nicht zuletzt sollen Behinderte entlastet werden. Deren Pauschbeträge für außergewöhnliche Belastungen sollen um 30 bis 50 Prozent angehoben werden. Der steuerliche Abzug von Pflegekosten soll einfacher werden, Pflegeleistungen und ärztliche Betreuung künftig einfach aus der Abrechnung des Pflegeheims übernommen werden – die Aufteilung in die Rubriken Pflege, Unterkunft und Verpflegung entfällt. Dagegen sollen nur noch Unterhaltszahlungen an Bedürftige im Inland steuerlich abgezogen werden dürfen. Denn „Auslandssachverhalte“, wie es im Amtsdeutsch heißt, waren für die Finanzämter oft gar nicht oder nur sehr schwer nachprüfbar und luden zum Betrug ein. Die Chancen, dass die Vorschläge Gesetz werden, stehen gut – Politiker der Koalition im Bund begrüßten den Vorstoß. afk

Steuerzahlen leichter gemacht - Politik - Tagesspiegel

2011-08-11

Pflegeversicherung: Seehofer will Pflege mit Steuergeld finanzieren - Nachrichten Wirtschaft - WELT ONLINE

Pflegeversicherung

10.08.2011

Seehofer will Pflege mit Steuergeld finanzieren

Um die Pflegeversicherung zu entlasten, will Seehofer die Leistungen für Behinderte künftig aus dem Haushalt bezahlen.
Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) will die Pflegeversicherung von Leistungen für Behinderte entlasten. In einem neuen Gesetz solle geregelt werden, dass ein Teil der bisherigen Leistungen nicht mehr von der Sozialversicherung, sondern aus dem Bundeshaushalt finanziert werde, berichtete „Die Zeit“.
Pflegebedürftige Menschen

Pflegeversicherung: Seehofer will Pflege mit Steuergeld finanzieren - Nachrichten Wirtschaft - WELT ONLINE

2011-06-09

Deutscher Bundestag: Koalitionsfraktionen lehnen höheren Behindertenpauschbetrag ab

Koalitionsfraktionen lehnen höheren Behindertenpauschbetrag ab


Finanzausschuss - 08.06.2011

Berlin: (hib/HLE) Der Finanzausschuss hat am Mittwoch einen Antrag der SPD-Fraktion auf Anhebung des steuerlichen Behindertenpauschbetrages mit der Mehrheit der Koalitionsfraktionen CDU/CSU und FDP abgelehnt. In dem zur Beratung anstehenden Entwurf eines Steuervereinfachungsgesetzes (17/5125, 17/5196) gehe es zuerst um die Vereinfachung steuerlicher Regelungen, hieß es von der Unionsfraktion dazu.
Deutscher Bundestag: Koalitionsfraktionen lehnen höheren Behindertenpauschbetrag ab
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