Heimbewohner und Angehörige dürfen hoffen:
Pflege-Verfassungsbeschwerde auf den Weg gebracht
15.01.2014
· Der Münchner Rechtsanwalt Alexander Frey hat am 9. Januar 2014
Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht eingereicht. Grund
dafür sind die seit Jahren bekannten "Verletzungen von Schutzpflichten
der öffentlichen Gewalt gegenüber den Bewohnern von Pflegeheimen in der
Bundesrepublik Deutschland auf Grund der weitgehenden Untätigkeit".
Frey ist Mitglied der Gruppe "Forum-Pflege-Aktuell", die sich seit vielen
Jahren zusammen mit anderen für die Verbesserung der Situation
pflegebedürftiger Menschen in Heimen einsetzen. Den Anstoß zu der jetzt
eingereichten Verfassungsbeschwerde gab eine Ende letzten Jahres
veröffentlichte Dissertation von Dr. jur. Susanne Moritz mit dem Titel
"Staatliche Schutzpflichten gegenüber pflegebedürftigen Menschen", in
der sie zu dem Schluss kommt: "Eine Beschwerdebefugnis ist dabei nicht
nur für die aktuell betroffenen Heimbewohner anzunehmen, sondern besteht
für alle potentiell künftig Betroffenen."
In seiner 21 Seiten starken Begründung der Verfassungsbeschwerde
führt der Münchner Anwalt viele Fälle von Menschenrechtsverletzungen
auf, die vom "Forum-Pflege-Aktuell" gesammelt bzw. an sie herangetragen
wurden. Er weist auch auf die bereits im August 2001 von ihm und seinen
Mitstreitern vor der UNO vorgebrachten Pflegemängel in Deutschland hin.
Als sie 2011 sich erneut vor der UNO über die Pflegemängel in
Deutschland beklagen, zeigt sich der Ausschuss "tief besorgt" und
"fordert den Vertragsstaat nachdrücklich auf, unverzüglich Schritte zur
Verbesserung der Lage älterer Menschen in Pflegeheimen zu unternehmen"
(vgl. http://www.unesco.de/ua08-2012.html).
Passiert ist - trotz des von der alten Bundesregierung ausgerufenen
"Jahr der Pflege" - nicht besonders viel. Detailliert und Einzelfall
belegt führt Frey viele Missstände in Pflegeheimen auf, die seit Jahren
also auch der Bundesregierung bekannt sind.
Die Bremer
Selbsthilfe-Initiative "Heim-Mitwirkung", die sich ebenfalls seit vielen
Jahren für die Verbesserung der Rechte pflegebedürftiger Menschen und
ihre Angehörigen einsetzt, begrüßt ausdrücklich den aktuellen Vorstoß
aus München. Ihr Sprecher, Reinhard Leopold, ist Mitglied einer
Projektgruppe von Transparency Deutschland, die in einer Schwachstellenanalyse "Transparenzmängel, Betrug und Korruption im Bereich der Pflege und Betreung" im letzten Jahr aufgezeigt hat. Leopold: "Es bleibt keine Zeit mehr zum Überlegen, es braucht keine neuen Studien und Image-Kampagnen, es ist an der Zeit zu handeln!"
Reinhard Leopold c/o SHG Angehörige u.
Ehrenamtliche in der Heimmitwirkung
- Internet- und Öffentlichkeitsarbeit -
Rembertistraße 9
28203 Bremen
Tel.: 0421 / 33 65 91 20
Skype: Heim-Mitwirkung
eMail: presse@heim-mitwirkung.de
Internet: www.heim-mitwirkung.de
"Heim-Mitwirkung.de"
Bremer Selbsthilfe-Initiative von Angehörigen und Ehrenamtlichen, gegründet
Anfang 2006,
engagiert sich generationsübergreifend in der Heim-Mitwirkung. Ziel ist die
Verbesserung der Interessenvertretung insbesondere von Heim-Bewohnern sowie
von pflegenden und begleitenden Angehörigen.
Bundesverfassungsgericht soll sich mit Pflegemängeln in Deutschland befassen
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2014-02-24
Erzbistum Köln: Kirche will Senioren und Behinderte vor Missbrauch schützen | Politik - Berliner Zeitung
Erzbistum Köln: Kirche will Senioren und Behinderte vor Missbrauch schützen
Von Joachim Frank
Im Erbistum Köln – hier der Kölner Dom – leben 2,1 Millionen Katholiken.
Foto: dpa
Foto: dpa
Erzbistum Köln: Kirche will Senioren und Behinderte vor Missbrauch schützen | Politik - Berliner Zeitung
Katholische Kirche: Schutz vor sexuellem Missbrauch | Missbrauch - Frankfurter Rundschau
Katholische Kirche : UN werfen Vatikan Vertuschung von Missbrauch vor - Nachrichten Politik - Ausland - DIE WELT
Studie : Jede zweite behinderte Frau Opfer von Missbrauch - Nachrichten Panorama - Weltgeschehen - DIE WELT
Pfleger sollen Behinderte missbraucht haben / Übersicht / Der Norden / Nachrichten - HAZ - Hannoversche Allgemeine
Missbrauch von geistig Behinderten: Ideale Opfer - taz.de
Was kritisieren wir am Ausdruck „Missbrauch“? | netzwerkB | netzwerkB
Gewalt gegen Frauen und Mädchen mit Behinderung - Weibernetz e.V. - die bundesweite Interessenvertretung für behinderte Frauen
2014-02-21
Nahrung in die Venen: Tödlicher Irrtum im Pflegeheim - Panorama - Home - Westdeutsche Zeitung
Nahrung in die Venen: Tödlicher Irrtum im Pflegeheim
Von Dieter Sieckmeyer
52-Jährigem wurde Nahrung in die Venen geleitet.
(...)
Als die 49-Jährige eine Chance bekam, examinierte Altenpflegerin zu werden, war sie überglücklich. Doch ob die Frau in den Beruf zurückkehren kann, ist ungewiss. Sie soll einem 52-jährigen Patienten irrtümlich eine Spezialnahrung in die Vene statt in die Magensonde gepumpt haben. Der Mann war kurz danach gestorben. Seit Donnerstag muss sich Astrid N. wegen fahrlässiger Tötung vor dem Düsseldorfer Landgericht verantworten.
(...)
Als die 49-Jährige eine Chance bekam, examinierte Altenpflegerin zu werden, war sie überglücklich. Doch ob die Frau in den Beruf zurückkehren kann, ist ungewiss. Sie soll einem 52-jährigen Patienten irrtümlich eine Spezialnahrung in die Vene statt in die Magensonde gepumpt haben. Der Mann war kurz danach gestorben. Seit Donnerstag muss sich Astrid N. wegen fahrlässiger Tötung vor dem Düsseldorfer Landgericht verantworten.
(...)
Heimleitung, aber auch den Verantwortlichen des Pflegedienstes. (...)
Und er fügte hinzu: „Der Fisch stinkt vom Kopf.“
Nahrung in die Venen: Tödlicher Irrtum im Pflegeheim - Panorama - Home - Westdeutsche Zeitung
Angeklagt : Pflegerin pumpt Nahrung in Blutbahn des Patienten - Nachrichten Regionales - Düsseldorf - DIE WELT
Sohn des Toten wirft Monheimer Pflegeheim "Inkompetenz" vor
Monheim: Sohn des Toten wirft Monheimer Pflegeheim 'Inkompetenz' vor
Unsere Residenz in Schulnoten
Gesamtnote: 1,0
MDK-Noten - Alloheim Senioren-Residenzen GmbHZur Alloheim-Gruppe gehören zurzeit 50 stationäre Pflege-Residenzen mit mehr als 6.000 stationären Betten, 18 Häuser für das Betreute Wohnen mit knapp 1.000 Appartements sowie vier ambulante Dienste. Bei Alloheim sind derzeit rund 4.000 Mitarbeiter beschäftigt.
Damit gehören die Alloheim Senioren-Residenzen zu den großen privaten Betreibern von Pflegeeinrichtungen in Deutschland. Firmensitz der Gruppe ist Düsseldorf.(...)
Die Alloheim-Unternehmensgruppe zeigt damit zugleich, dass sich ein Investment in den deutschen Pflegemarkt lohnt.
Zahlen & Fakten - Alloheim Senioren-Residenzen GmbH
2014-02-15
Wenn Pflege zum Streitfall wird - Freie Presse
Wenn Pflege zum Streitfall wird
Angehörige der Bewohnerin eines Meeraner Heims klagen über die Umstände, unter denen ältere Menschen betreut werden. Dort weist man die Schuld zurück.
Meerane.Wenn zwei sich streiten, bleibt manchmal selbst nach intensiver
Recherche unklar, wie die Dinge stehen. So auch in diesem Fall, wo
Angehörige einer Bewohnerin und die Heimleitung uneins sind. In mehreren
Gesprächen bewerteten Menschen aus dem Umfeld des Heims die Lage
unterschiedlich. Schauplatz ist das Kursana-Domizil Haus Ost in Meerane.
Wenn Pflege zum Streitfall wird - Freie Presse
2014-02-07
Im Pflegeheim: Wehrlos ausgeliefert - München - Abendzeitung München
AZ-Serie: Wege zur Pflege
Im Pflegeheim: Wehrlos ausgeliefert
Tina Angerer,07.02.2014 07:00 Uhr
In Deutschland sind mehr als 2,5 Millionen Menschen pflegebedürftig.
Rund ein Drittel ist in Heimen untergebracht – wie diese Seniorin. Foto: dpa
Rund ein Drittel ist in Heimen untergebracht – wie diese Seniorin. Foto: dpa
Fünf Jahre lang hat Sabine B. ihre Mutter täglich in einem mit „sehr gut“
bewerteten Pflegeheim besucht. Sie sagt: „Mit Würde hat der Alltag dort
wenig zu tun“
AZ-Serie: Wege zur Pflege: Im Pflegeheim: Wehrlos ausgeliefert - München - Abendzeitung München
bewerteten Pflegeheim besucht. Sie sagt: „Mit Würde hat der Alltag dort
wenig zu tun“
2014-01-31
Pflege: Vivantes stellt Strafanzeige gegen Ex-Chef Bovelet - Berlin Aktuell - Berliner Morgenpost
31.01.14, 07:05
Joachim Fahrun
Pflege: Vivantes stellt Strafanzeige gegen Ex-Chef Bovelet - Berlin Aktuell - Berliner Morgenpost
Pflege
Vivantes stellt Strafanzeige gegen Ex-Chef Bovelet
Der Berliner Klinikkonzern Vivantes wirft Ex-Chef
Joachim Bovelet Untreue vor. Es geht um 900.000 Euro für die Einrichtung
eines Senioren-Pflegeheims. Wirtschaftsprüfer stießen auf
Ungereimtheiten.
VonJoachim Bovelet Untreue vor. Es geht um 900.000 Euro für die Einrichtung
eines Senioren-Pflegeheims. Wirtschaftsprüfer stießen auf
Ungereimtheiten.
Joachim Fahrun
Pflege: Vivantes stellt Strafanzeige gegen Ex-Chef Bovelet - Berlin Aktuell - Berliner Morgenpost
Bundesgesundheitsministerium korrigiert Pflege-TÜV
30. Januar 2014
.Qualität in der Pflege
Bundesgesundheitsministerium korrigiert Pflege-TÜV
überarbeiteten und damit schärferen Kriterien zu den umstrittenen
Pflege-Noten, mit denen die Qualität von Pflegeheimen bewertet wird,
bereits gelten. Doch das Bundesgesundheitsministerium hat die Einführung
um einen Monat verschoben.
Gesundheitsstadt Berlin - Bundesgesundheitsministerium korrigiert Pflege-TÜV
2014-01-23
17.01.2014 Flashmobs im WDR auf Frau-TV: "Jeder hat das Recht auf die Toilette zu gehen!" - Förderverein Pflegekammer Niedersachsen
17.01.2014 Flashmobs im WDR auf Frau-TV: "Jeder hat das Recht auf die Toilette zu gehen!"
mag nur eine schlaglichtartige Erscheinigung für ganze 10 Minuten sein.
Aber jetzt steht fest: Jeder zweite Samstag im Monat ist Flashmobtag
für die Pflege von Menschen in ganz Deutschland.
Der vierte Flashmob am 11. Januar 2014 hat nun die Aufmerksamkeit des öffentlich-rechtlichen Fernsehens gefunden, die sonst nur Pflegekritikern wie Claus Fussek
zuteil wird, der sich immer wieder verständnislos über das
Stillschweigen der Pflegeberufe gewundert hatte. Nun bekommt er eine
Antwort auf sein sehr berechtigtes Anliegen.
Seit Oktober 2013 haben sich in monatlichen Flashmobs in mittlerweile 75 deutschen Städten
Pflegerinnen und Pfleger für 10 Minuten auf den Boden gelegt, um die
Bevölkerung, die Presse und die Politik symbolisch darauf aufmerksam zu
machen, dass die Pflege buchstäblich am Boden liegt.
Das die Pflege nach wie vor als Frauenberuf gilt mit typischen
Merkmalen wie geringe Bezahlung und hohem Anteil an
Teilzeitbeschäftigten, mag hier den Ausschlag gegeben haben, denn das Magazin Frau-TV des WDR hat den entsprechenden Beitrag ausgestrahlt. Der Protest klingt leise und wenig fordernd. Aber die Worte sind erschütternd.
"Für einen Toilettengang sind beispielsweise drei Minuten eingeplant", informiert die Kommentatorin.
"In drei Minuten schaffen Sie das nicht, mit einem älteren Menschen zur
Toilette zu gehen. Und die Zeit wird einfach eingespart. Das bedeutet,
der Bewohner bekommt eine Vorlage bzw. eine Windel an und wird einfach
nicht mehr zur Toilette geführt. Und das ist unmöglich! Das ist
menschenunwürdig in meinen Augen, weil, jeder hat das Recht auf die
Toilette zu gehen. Und wenn er Hilfe benötigt, dann hat er diese Hilfe
gefälligst auch zu bekommen." So beschreibt die Altenpflegein Daniela Engelmann aus Dortmund die Realität alter Menschen und ihrer Pflegekräfte in Pflegeheimen.
Der Protest "Pflege am Boden" ist leise, aber er greift mehr und mehr
um sich - wie die zunehmende Überforderung der Pflegekräfte und die
gesellschaftlich und politisch unverantwortliche Vernachlässigung pflegebedürftiger Menschen in Deutschland.
Schauen Sie sich hier den wenige Minuten langen Fernsehbericht im WDR an: Frau-TV - Pflege am Boden
Lesen Sie außerdem:
17.01.2014 Flashmobs im WDR auf Frau-TV: "Jeder hat das Recht auf die Toilette zu gehen!" - Förderverein Pflegekammer Niedersachsen
- Veröffentlicht am Freitag, 17. Januar 2014 21:23
mag nur eine schlaglichtartige Erscheinigung für ganze 10 Minuten sein.
Aber jetzt steht fest: Jeder zweite Samstag im Monat ist Flashmobtag
für die Pflege von Menschen in ganz Deutschland.
Der vierte Flashmob am 11. Januar 2014 hat nun die Aufmerksamkeit des öffentlich-rechtlichen Fernsehens gefunden, die sonst nur Pflegekritikern wie Claus Fussek
zuteil wird, der sich immer wieder verständnislos über das
Stillschweigen der Pflegeberufe gewundert hatte. Nun bekommt er eine
Antwort auf sein sehr berechtigtes Anliegen.
Seit Oktober 2013 haben sich in monatlichen Flashmobs in mittlerweile 75 deutschen Städten
Pflegerinnen und Pfleger für 10 Minuten auf den Boden gelegt, um die
Bevölkerung, die Presse und die Politik symbolisch darauf aufmerksam zu
machen, dass die Pflege buchstäblich am Boden liegt.
Das die Pflege nach wie vor als Frauenberuf gilt mit typischen
Merkmalen wie geringe Bezahlung und hohem Anteil an
Teilzeitbeschäftigten, mag hier den Ausschlag gegeben haben, denn das Magazin Frau-TV des WDR hat den entsprechenden Beitrag ausgestrahlt. Der Protest klingt leise und wenig fordernd. Aber die Worte sind erschütternd.
"Für einen Toilettengang sind beispielsweise drei Minuten eingeplant", informiert die Kommentatorin.
"In drei Minuten schaffen Sie das nicht, mit einem älteren Menschen zur
Toilette zu gehen. Und die Zeit wird einfach eingespart. Das bedeutet,
der Bewohner bekommt eine Vorlage bzw. eine Windel an und wird einfach
nicht mehr zur Toilette geführt. Und das ist unmöglich! Das ist
menschenunwürdig in meinen Augen, weil, jeder hat das Recht auf die
Toilette zu gehen. Und wenn er Hilfe benötigt, dann hat er diese Hilfe
gefälligst auch zu bekommen." So beschreibt die Altenpflegein Daniela Engelmann aus Dortmund die Realität alter Menschen und ihrer Pflegekräfte in Pflegeheimen.
Der Protest "Pflege am Boden" ist leise, aber er greift mehr und mehr
um sich - wie die zunehmende Überforderung der Pflegekräfte und die
gesellschaftlich und politisch unverantwortliche Vernachlässigung pflegebedürftiger Menschen in Deutschland.
Schauen Sie sich hier den wenige Minuten langen Fernsehbericht im WDR an: Frau-TV - Pflege am Boden
Lesen Sie außerdem:
17.01.2014 Flashmobs im WDR auf Frau-TV: "Jeder hat das Recht auf die Toilette zu gehen!" - Förderverein Pflegekammer Niedersachsen
2014-01-15
Verfassungsbeschwerde: Neue Hoffnung für Pflege-Opfer | Bayern
- 14.01.14
Auftakt zu einer Revolution?
Neue Hoffnung für Pflege-Opfer
München - Es könnte der Auftakt zu einer Revolution sein: Ein Münchner Anwalt will den Staat zwingen, die Pflegebedürftigen besser zu schützen - und klagt deshalb in Karlsruhe.
© dpa
Fürsorglich: Ein Mitarbeiter eines Alten-und Pflegeheims hält die Hand einer Bewohnerin. Doch vielerorts gibt es in Heimen auch Missstände.
Der Text, den Alexander Frey über die Feiertage formuliert hat, ist 21 Seiten lang. Es ist eine Verfassungsbeschwerde, und an diesem Montag hat er sie in Karlsruhe eingereicht. Wenn es nach Frey geht, wird sie ein Erdbeben im deutschen Pflegesystem auslösen – nicht gleich, aber in naher Zukunft.
Der Münchner Anwalt Frey, 67, will erreichen, dass der Staat die Pflegebedürftigen besser schützt. Er will, dass die Menschenwürde in keinem deutschen Heim mehr mit Füßen getreten wird. „Karlsruhe muss auf den Tisch hauen“, sagt er. „Das Gericht soll dem Gesetzgeber klarmachen, dass er deutlich mehr tun muss.“ Es geht nicht um kleine Schönheitsreparaturen, nicht um Einzelfälle. Es geht ums Pflegesystem als Ganzes.Neue Hoffnung für Pflege-Opfer | Bayern
2013-11-10
Bischof fordert mehr Geld für Pflege zu Hause - sueddeutsche.de
Bischof fordert mehr Geld für Pflege zu Hause
Augsburg - Der evangelische Regionalbischof von Augsburg, Michael Grabow, hat mehr Geld für die Pflege zu Hause gefordert. Es sei ein 'Unding, dass die Sätze für die Pflege durch Angehörige nicht einmal ein Drittel der Sätze in einer Pflegeeinrichtung betragen', sagte Grabow am Freitag. Der Staat 'stiehlt sich so aus der finanziellen Verantwortung'. Wer Angehörige zu Hause pflegt, bekommt nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums zwischen 235 Euro Pflegegeld in Pflegestufe I und 700 Euro in Pflegestufe III. Die Sätze für die vollstationäre Pflege liegen zwischen 1023 und 1510 Euro. Grabow wies daraufhin, dass auch die Sätze für die stationäre Pflege oft nicht ausreichten, um genügend Pflegekräfte einzustellen. In vielen Einrichtungen herrsche daher 'eine strukturelle Unterbesetzung'. Wie schwierig die Situation in der Pflege sei, habe er selbst erlebt. Seine Mutter sei in einer privaten Pflegeeinrichtung untergebracht gewesen. 'Dort gab es ständig wechselndes Pflegepersonal', berichtete Grabow. Viele Mitarbeiter hätten als Pfleger im Rahmen eines Minijobs gearbeitet, den sie neben ihrer eigentlichen Anstellung hatten - etwa im Krankenhaus: 'Entsprechend belastet waren sie.' epd
SZ vom 09.11.2013
SZ vom 09.11.2013
Bischof fordert mehr Geld für Pflege zu Hause - sueddeutsche.de
2013-07-22
Pflege: Staat scheitert mit Zwangsumlage für mehr Ausbildungsplätze - manager magazin
Abgabe für Pflegefirmen
Staat scheitert mit Zahlbefehl für Lehrlings-Verweigerer
Von Sarah Sommer
2013-07-21
Schulterschluss für bessere Pflege - sueddeutsche.de
Schulterschluss für bessere Pflege
BRK-Mitarbeiter stützen die Kritik ihres Geschäftsführers Stärk
München - Nach seiner Kritik an den kritischen Rahmenbedingungen, unter denen derzeit alte Menschen in Bayern gepflegt werden, bekommt Leonhard Stärk, der Landesgeschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), nun Rückendeckung aus den Reihen seiner Mitarbeiter. Der Gesamtbetriebsrat der BRK-Sozialservice-Gesellschaft - er vertritt circa 2500 Beschäftigte - veröffentlichte am Freitag eine Solidaritätsadresse. Darin heißt es: 'Wir bezweifeln ebenfalls, dass unter den jetzigen Bedingungen eine angemessene Pflege unserer Senioren leistbar ist und fordern die Verantwortlichen im bayerischen Landtag und in der Bundesregierung auf, endlich dem bevorstehenden und teilweise schon existierenden Pflegechaos entgegenzuwirken.' Eine fachlich adäquate und menschlich liebevolle Versorgung der Heimbewohnerinnen und -bewohner sei 'nicht länger zu gewährleisten'.
München - Nach seiner Kritik an den kritischen Rahmenbedingungen, unter denen derzeit alte Menschen in Bayern gepflegt werden, bekommt Leonhard Stärk, der Landesgeschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), nun Rückendeckung aus den Reihen seiner Mitarbeiter. Der Gesamtbetriebsrat der BRK-Sozialservice-Gesellschaft - er vertritt circa 2500 Beschäftigte - veröffentlichte am Freitag eine Solidaritätsadresse. Darin heißt es: 'Wir bezweifeln ebenfalls, dass unter den jetzigen Bedingungen eine angemessene Pflege unserer Senioren leistbar ist und fordern die Verantwortlichen im bayerischen Landtag und in der Bundesregierung auf, endlich dem bevorstehenden und teilweise schon existierenden Pflegechaos entgegenzuwirken.' Eine fachlich adäquate und menschlich liebevolle Versorgung der Heimbewohnerinnen und -bewohner sei 'nicht länger zu gewährleisten'.
Schulterschluss für bessere Pflege - sueddeutsche.de
Bonner Verein für Pflege- und Gesundheitsberufe: Diskussion über Krisensymptome in den Seniorenheimen | GA-Bonn
Bonner Verein für Pflege- und Gesundheitsberufe
Diskussion über Krisensymptome in den Seniorenheimen
Von Ebba Hagenberg-Miliu
Bonn. Nein, sagt die Altenpflegerin entnervt, für die weinende Heimbewohnerin hat sie jetzt nicht mehr Zeit als eingeplant. "Ich muss ja noch schnell die Dokumentation machen." Ruckzuck erledigt die Pflegerin das morgendliche Waschen. Und auch die Angehörigen eines alten Herrn drängen sie: "Wir zahlen viel Geld", bekommt die gestresste Pflegerin zu hören.
Kein Geld, kein Personal, keine Zeit: Kursteilnehmer spielen den Besuchern vor, wie es in vielen Heimen läuft. Foto: Barbara Frommann
Bevor sie in dieser Informationsveranstaltung zum Thema "Altenpflege für die Zukunft gestalten" den Stab an GA-Redakteurin Sylvia Binner weiterreicht, die die anschließende Diskussion moderiert.
Auf dem Podium sitzen Vertreter aller Parteien. Ist die Altenpflege in der Krise? Wie sichern wir den Fachkräftebedarf? Wie geht es den Beschäftigten in der Pflege? Das sind die Fragen, die Organisatorin Edith Kühnle vom Bonner Verein für Pflege- und Gesundheitsberufe an die Politiker stellen lassen will. Und die ihr Kurs für künftige Wohnbereichs- und Pflegedienstleiter eben in der Spielszene und danach in Form von Fragenpaketen auf den Punkt gebracht hat.
Die Politiker sind natürlich ob der heftigen Szene sichtbar berührt.
Bonner Verein für Pflege- und Gesundheitsberufe: Diskussion über Krisensymptome in den Seniorenheimen | GA-Bonn
Zum zweiten Mal in fünf Jahren - Tödlicher Treppensturz - Ebersberg - Süddeutsche.de
Zum zweiten Mal in fünf Jahren Tödlicher Treppensturz
Unfall in Markt Schwabener Seniorenheim wirft Frage nach Sicherheitsmängeln auf
Karin Kampwerth
Ein 83 Jahre alter Mann, der unter einer beginnenden Demenz litt, kippte Anfang Juni mit seinem Rollstuhl die Stufen im ersten Stock hinab.
(Foto: Peter Hinz-Rosin)Zum zweiten Mal in fünf Jahren - Tödlicher Treppensturz - Ebersberg - Süddeutsche.de
2013-07-10
Rote Karte für riskante Arzneien
PHARMAZIE
Pharmazeutische Zeitung online: Serie AMTS: Rote Karte für riskante Arzneien
| Serie AMTS Rote Karte für riskante Arzneien Von Iris Hinneburg, Berlin / In Alten- und Pflegeheimen ist eine sichere Arzneimitteltherapie keine Selbstverständlichkeit. Das sogenannte AMPEL-Projekt untersucht, ob eine intensive Zusammenarbeit von Ärzten, Apothekern und Pflegepersonal das Risiko für Nebenwirkungen bei älteren Patienten in der Langzeitpflege verringern kann. | ||
2013-07-09
Techniker-Krankenkasse: Zahl der Fixierungen in Heimen zu hoch - Baden-Württemberg - Schwäbisches Tagblatt Tübingen
09.07.2013
Pflege mit Gitter und GurtTechniker-Krankenkasse:
Zahl der Fixierungen in Heimen zu hoch
Eingesperrt im Gitterbett oder gar mit angelegtem Gurt: Vor allem demente Pflegeheimbewohner sollen so vor Verletzungen bewahrt werden. Zwei Drittel der Südwest-Heime verzichten nicht auf Fixierungen.Techniker-Krankenkasse: Zahl der Fixierungen in Heimen zu hoch - Baden-Württemberg - Schwäbisches Tagblatt Tübingen
2013-07-06
Der Pflegemarkt – Ein lohnendes Investment? | GoingPublic.de – Das Kapitalmarktportal
Der Pflegemarkt – Ein lohnendes Investment?
Von Dr. Astrid Heilmair und Julian Zeyer / 12. April 2013
Der Gesundheitssektor gilt – konjunkturunabhängig – als überdurchschnittlich wachstumsstark und zieht deshalb vermehrt Investoren an, die auf der Suche nach zukunftsträchtigen, nachhaltigen Investitionsmöglichkeiten sind. Auch wenn der Pflegemarkt in der Öffentlichkeit durch Themen wie Fachkräftemangel, Qualitätsdefizite und mangelnde Wirtschaftlichkeit in die Kritik geraten ist, weist er solides Wachstum auf. Nicht zuletzt aufgrund des demographischen Wandels, wird sich dieser Trend weiter fortsetzen. Zudem befindet sich der Pflegemarkt in einer Konsolidierungsphase und es wird an neuen Pflegekonzepten gearbeitet, um den sich wandelnden Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden.
Zahlen und Fakten
Der Pflegemarkt – Ein lohnendes Investment? | GoingPublic.de – Das Kapitalmarktportal
„Pflege ist wie Folter!“: Experten decken skandalöse Zustände auf | Politik & Wirtschaft - Berliner Kurier
Dinslaken: VdK-Weckruf: Thema "Pflege" nicht vergessen
Berlin: Pflegepersonal klagt über hohe Belastung
Altenpflege in Bayern - Arbeiten am Limit - Bayern - Süddeutsche.de
Diskussionsabend über Pflege : „Es besteht Änderungsbedarf"
Boom: Pflegebranche wächst sechsmal schneller als Gesamtwirtschaft - SPIEGEL ONLINE
Pflegebranche : Altenheime betrügen Bewohner und Pflegekassen - Nachrichten Wirtschaft - DIE WELT
Pflegebranche: Fehler im System - Rhein-Main - FAZ
Personalberechnung stationäre Altenpflege - Wie auf dem Rücken der Pflegekräfte und Bewohner Gewinne erwirtschaftet werden | Pflege-SHV
Berufsausstieg bei Pflegepersonal in Deutschland und Europa - Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2005
Pflege lässt die Wohlfahrtsbranche wachsen | Deutschland | DW.DE | 30.06.2013
Der PARITÄTISCHE Sachsen Anhalt - Studie: Stationärer Pflegemarkt im Wandel - Gewinner und Verlierer 2020
Pflegeimmobilien als sichere und stabile Wertanlage
Pflegeimmobilien-Kapitalanlagen
„Pflege ist wie Folter!“: Experten decken skandalöse Zustände auf | Politik & Wirtschaft - Berliner Kurier
Freitag, 5. Juli 2013
„Pflege ist wie Folter!“: Experten decken skandalöse Zustände auf
Köln – Alte Menschen, die ans Bett gefesselt oder mit Psychopharmaka ruhiggestellt werden. Die zu wenig Essen und Trinken bekommen. Die wegen nächtlicher Pflegemaßnahmen unter Schlafentzug leiden – in vielen deutschen Pflegeheimen sind die Tatbestände der Folter erfüllt, so die Pflegeexperten Claus Fussek und Gottlob Schober.Rund 50.000 Zuschriften und Telefonanrufe – meist von verzweifelten und überforderten Pflegern – haben die Autoren („Es ist genug!“, Knaur Taschenbuch) ausgewertet.
„Pflege ist wie Folter!“: Experten decken skandalöse Zustände auf | Politik & Wirtschaft - Berliner Kurier
„Zustände, schlimmer wie im Gefängnis”
Interview: Pflege-Experte beklagt kollektive Verdrängung | tagesschau.de
Im Netz der Pflegemafia: Wie mit menschenunwürdiger Pflege Geschäfte gemacht werden - Claus Fussek, Gottlob Schober - Google Books
Dinslaken: VdK-Weckruf: Thema "Pflege" nicht vergessen
Berlin: Pflegepersonal klagt über hohe Belastung
Altenpflege in Bayern - Arbeiten am Limit - Bayern - Süddeutsche.de
Diskussionsabend über Pflege : „Es besteht Änderungsbedarf"
Boom: Pflegebranche wächst sechsmal schneller als Gesamtwirtschaft - SPIEGEL ONLINE
Pflegebranche : Altenheime betrügen Bewohner und Pflegekassen - Nachrichten Wirtschaft - DIE WELT
Pflegebranche: Fehler im System - Rhein-Main - FAZ
Personalberechnung stationäre Altenpflege - Wie auf dem Rücken der Pflegekräfte und Bewohner Gewinne erwirtschaftet werden | Pflege-SHV
Berufsausstieg bei Pflegepersonal in Deutschland und Europa - Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2005
Pflege lässt die Wohlfahrtsbranche wachsen | Deutschland | DW.DE | 30.06.2013
Der PARITÄTISCHE Sachsen Anhalt - Studie: Stationärer Pflegemarkt im Wandel - Gewinner und Verlierer 2020
Pflegeimmobilien als sichere und stabile Wertanlage
Der Pflegemarkt – Ein lohnendes Investment? | GoingPublic.de – Das Kapitalmarktportal
2013-07-05
Deutscher Mieterbund e.V.: 2,5 Mio. Senioren-Wohnungen fehlen – Pflegekosten-Explosion droht
Pressemeldung
25.06.2013
2,5 Mio. Senioren-Wohnungen fehlen – Pflegekosten-Explosion droht
Studie: Rentnern in Deutschland droht der soziale „Wohn-Abstieg“
Rentnern in Deutschland droht der soziale „Wohn-Abstieg“: Der Wohnungsmarkt ist auf die steigende Zahl älterer Menschen nicht vorbereitet. Es fehlt an barrierearmen Wohnungen. Ebenso an kleinen Wohnflächen. Darüber hinaus bietet ein seniorengerechter Wohnungsmarkt die Chance, die enorm wachsenden Kosten im Bereich der Pflege wirkungsvoll zu reduzieren. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie „Wohnen 65plus“, die das Pestel-Institut heute in Berlin vorgestellt hat.
Die Wissenschaftler aus Hannover geben darin erstmals auf der Grundlage der neuen Zensus-Zahlen eine Prognose für die Bevölkerungsentwicklung. Demnach werden im Jahr 2035 in Deutschland nahezu 24 Millionen Menschen älter als 65 Jahre sein – über 40 Prozent mehr als heute. Damit sei bundesweit ein enorm wachsender Bedarf an Senioren-Wohnungen verbunden.
„Mit der starken Zunahme Älterer wird auch die Zahl der Pflegebedürftigen rasant wachsen“, sagt Pestel-Studienleiter Matthias Günther. Bereits 2035 werde es 3,5 Millionen Pflegebedürftige geben. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung werde damit von derzeit rund 2,9 Prozent auf dann 4,5 Prozent steigen. Für das Jahr 2050 erwarten die Wissenschaftler sogar mehr als vier Millionen Pflegebedürftige. Jeder Achtzehnte, der in Deutschland lebt, wird dann auf Pflege angewiesen sein.
Die Ausgaben im Pflegebereich werden explodieren: 2035 erwartet das Pestel-Institut knapp 33 Milliarden Euro an Kosten bei der Pflegeversicherung – ein Plus von 50 Prozent gegenüber heute. Die Hilfe zur Pflege als staatliche Sozialleitung werde dann sogar um das Fünffache auf 18 Milliarden Euro steigen. Insgesamt wird die Pflege im Jahr 2035 rund 25,4 Milliarden Euro mehr kosten als heute, rechnen die Wissenschaftler vor.
Ein Teil dieser Ausgaben ließe sich vermeiden. Voraussetzung sei allerdings ein seniorengerechter Wohnungsmarkt. Entscheidendes Kriterium dabei: Barrierefreie Wohnungen, die eine ambulante Pflege zu Hause ermöglichen.
„Wer heute als älterer Mensch auf Pflege angewiesen ist und keine altersgerecht ausgestattete Wohnung hat, ist gezwungen, schon allein deshalb ins Pflegeheim zu gehen, weil eine ambulante Betreuung in den eigenen vier Wänden nicht mehr möglich ist. Wenn sich nichts ändert, wird das künftig die Regel sein“, sagt Matthias Günther. Für die Pflegekosten sei dies „fatal“.
Denn für die Mehrkosten der stationären gegenüber der ambulanten Pflege kann, so das Pestel-Institut, von rund 7.200 Euro pro Jahr ausgegangen werden. Dagegen koste der Umbau zur barrierearmen Wohnung durchschnittlich 15.600 Euro. „Rein wirtschaftlich betrachtet, lohnt es sich also, in das altersgerechte Bauen und Sanieren zu investieren“, sagt Matthias Günther. Schon mit den Extrakosten für die Heimpflege lasse sich eine seniorengerechte Wohnungssanierung in gut zwei Jahren finanzieren.
Um wirkungsvoll gegen die „graue Wohnungsnot“ in Deutschland vorzugehen, ist die Schaffung von rund 2,5 Millionen zusätzlichen Senioren-Wohnungen in den kommenden Jahren notwendig, so das Pestel-Institut. Die Gesamtinvestition dafür belaufe sich auf 39 Milliarden Euro. – Zahlen, die auch das Bundesbauministerium in einer Studie vertritt.
Anders als das Fachressort von Bundesminister Peter Ramsauer (CSU) nennt das Pestel-Insitut auch die notwendige Förderhöhe für das altersgerechte Bauen und Sanieren: 540 Millionen Euro jährlich in den kommenden acht Jahren. Studienleiter Matthias Günther erläutert: „Ein Förder-Euro zieht etwa acht Euro an privaten Investitionsmitteln nach sich. Für eine 39-Milliarden-Euro-Investition muss der Staat also eine 4,33-Milliarden-Euro-Förderung schaffen – in diesem Fall verteilt auf acht Jahre.“
Der Wohnungsmarkt für Senioren dürfe nicht länger vernachlässigt werden: „Es wird höchste Zeit, das altersgerechte Bauen und Sanieren stärker zu fördern“, sagt der Leiter der Studie „Wohnen 65plus“, Matthias Günther. Die Politik müsse dabei – neben KfW-Krediten – verstärkt auch auf direkte Bau-Zuschüsse und die steuerliche Abschreibung setzen. „Denn ein Kredit mit zwanzig Jahren Laufzeit stößt bei einem Siebzigjährigen in der Regel nur auf wenig Interesse“, so Günther.
Der Pestel-Studienleiter spricht sich für eine gezielte „Senioren-Wohnungsbau-Förderung“ aus. Ältere Menschen lebten oft in zu großen Wohnungen. Es sei notwendig, ihnen kleinere und damit bezahlbare Wohnungen anzubieten. Dies insbesondere auch vor dem Hintergrund einer zunehmenden Altersarmut. Bereits heute seien rund drei Prozent der Senioren auf Grundsicherung im Alter angewiesen. Ihre Zahl werde in den kommenden zwanzig Jahren auf mehr als 25 Prozent steigen.
Die Studie zum Senioren-Wohnen hat das Verbändebündnis „Wohnen 65plus“ in Auftrag gegeben. Dazu gehören: der Deutsche Mieterbund (DMB), der Sozialverband VdK Deutschland, der Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure (BDB), die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM) und der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB).
Das Verbändebündnis wirft den Parteien vor, das drängende Thema „Wohnen im Alter“ nicht mit der erforderlichen Aufmerksamkeit zu beachten. Das treffe insbesondere auf die gezielte Vermeidung zukünftiger Kostenbelastungen zu. Bereits in den zurückliegenden vier Regierungsjahren der schwarz-gelben Koalition habe es „so gut wie keine Rolle gespielt“. Mehr noch: „Die jetzige Bundesregierung hat sich gewissermaßen vom altersgerechten Bauen und Sanieren verabschiedet und den KfW-Fördertopf von ursprünglich 100 Millionen Euro jährlich auf Null gesetzt. Die neue Bundesregierung wird sich daran messen lassen müssen, ob sie es ernst meint und 540 Millionen Euro für das Senioren-Wohnen bereitstellt“, so das Verbändebündnis „Wohnen 65plus“.
Das Bündnis erwartet von den Parteien „entschlossenes Handeln und weniger Taktieren“. Eine spezifische Motivation für die Zielgruppen fehle völlig: „Um freie Investoren zu gewinnen, sind Abschreibungsmöglichkeiten notwendig. Für betroffene ältere Menschen ist eine Zuschussvariante attraktiv“, so das Verbändebündnis „Wohnen 65plus“. Alles andere sei „Wortklauberei und wird dem Stellenwert nicht gerecht, den das Thema angesichts der Faktenlage haben sollte“.
Deutscher Mieterbund e.V.: 2,5 Mio. Senioren-Wohnungen fehlen – Pflegekosten-Explosion droht
2013-07-02
Viele alte Menschen leiden unter Erinnerungen an sexuelle Gewalt -Wiesbadener Kurier - Wiesbaden
Wiesbaden
02.07.2013 - WIESBADEN
Von Katja Mathes
Maria K. (Name von der Redaktion geändert) war etwa 20 Jahre alt, als sie während des Krieges mit ihrer Mutter und ihrer Schwester von Danzig in Richtung Deutschland fliehen musste. Auf der Flucht sind die drei Frauen polnischen Soldaten begegnet. „Sie können sich vorstellen, was dann passiert ...“ Es sind Sätze wie diese, die Maria K. ihrer Betreuerin im Altenpflegeheim der Caritas anvertraut. Vielleicht hat sie über ihre Erlebnisse im Krieg vorher mit niemandem gesprochen, nicht einmal mit ihren Kindern. Und was genau passiert ist, erzählt sie selbst ihrer Betreuerin nicht. „Konkreter wird sie nie“, sagt Durdica Kukec, Pflegedienstleiterin im Haus St. Hedwig der Caritas. Das Wort Vergewaltigung fällt nicht. Nur: „Sie haben sich zuerst die Jüngste und Schönste ausgesucht.“ Heute, im Heim, leidet Maria K. darunter, dass sie vom Pflegepersonal gewaschen werden muss – auch im Intimbereich. Deshalb müssen ihre Pflegerinnen und Pfleger behutsam mit ihr umgehen, erstmal ihr Vertrauen gewinnen.
Vergewaltigung, Missbrauch, Flucht, Tod – wenn alte Menschen im Heim sind, kommen Erlebnisse wieder hoch, die die meisten von ihnen ihr Leben lang verdrängt haben. Über Vergewaltigung im Krieg wurde nicht gesprochen, erst recht nicht, wenn Männer die Opfer anderer Männer wurden. Jetzt, im Heim, wenn sie pflegebedürftig sind, gewaschen werden müssen, werden Erinnerungen wach. Und das stellt die Pfleger vor große HerausforderungenWiesbadener Kurier - Wiesbaden: Viele alte Menschen leiden unter Erinnerungen an sexuelle Gewalt -...
Wiesbaden: Viele alte Menschen leiden unter Erinnerungen an sexuelle Gewalt - Demenz als Auslöser für Ängste
02.07.2013 - WIESBADEN
Von Katja Mathes
Maria K. (Name von der Redaktion geändert) war etwa 20 Jahre alt, als sie während des Krieges mit ihrer Mutter und ihrer Schwester von Danzig in Richtung Deutschland fliehen musste. Auf der Flucht sind die drei Frauen polnischen Soldaten begegnet. „Sie können sich vorstellen, was dann passiert ...“ Es sind Sätze wie diese, die Maria K. ihrer Betreuerin im Altenpflegeheim der Caritas anvertraut. Vielleicht hat sie über ihre Erlebnisse im Krieg vorher mit niemandem gesprochen, nicht einmal mit ihren Kindern. Und was genau passiert ist, erzählt sie selbst ihrer Betreuerin nicht. „Konkreter wird sie nie“, sagt Durdica Kukec, Pflegedienstleiterin im Haus St. Hedwig der Caritas. Das Wort Vergewaltigung fällt nicht. Nur: „Sie haben sich zuerst die Jüngste und Schönste ausgesucht.“ Heute, im Heim, leidet Maria K. darunter, dass sie vom Pflegepersonal gewaschen werden muss – auch im Intimbereich. Deshalb müssen ihre Pflegerinnen und Pfleger behutsam mit ihr umgehen, erstmal ihr Vertrauen gewinnen.
Vergewaltigung, Missbrauch, Flucht, Tod – wenn alte Menschen im Heim sind, kommen Erlebnisse wieder hoch, die die meisten von ihnen ihr Leben lang verdrängt haben. Über Vergewaltigung im Krieg wurde nicht gesprochen, erst recht nicht, wenn Männer die Opfer anderer Männer wurden. Jetzt, im Heim, wenn sie pflegebedürftig sind, gewaschen werden müssen, werden Erinnerungen wach. Und das stellt die Pfleger vor große HerausforderungenWiesbadener Kurier - Wiesbaden: Viele alte Menschen leiden unter Erinnerungen an sexuelle Gewalt -...
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