2012-01-02

Behindertenparkplatz » Was ich mir für 2012 von den Medien wünsche

Was ich mir für 2012 von den Medien wünsche

Ein Wissenschaftler sucht einen Assistenten. Das ist normalerweise keine Nachricht, die es bis in die Medien schaffen würde – wenn der Wissenschaftler nicht Stephen Hawking heißen würde und zwischen Weihnachten und Neujahr nicht sowieso schon journalistisch Saure-Gurken-Zeit wäre.
Nun dauerte es nicht lang bis die Meldung kommentiert wurde. Raul Krauthausen zum Beispiel schrieb mit Hinweis auf Spiegel Online, er hasse es, wenn Journalisten über Rollstuhlfahrer schreiben, sie seien “an den Rollstuhl gefesselt” und “leiden an” etwas.
Bei der Meldung handelt es sich in großen Teilen um eine Meldung der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Wer weiß, wie Nachrichtenagenturen arbeiten, den wundert es nicht, dass die Meldung sofort auf Hunderten Nachrichtenseiten zu lesen war – mit der Formulierung, dass Hawking “an den Rollstuhl gefesselt” ist und “leidet”.
Konkurrent dapd hatte eine kürzere Meldung dazu im Dienst. Auch bei dapd “leidet” Stephen Hawking, ist aber nicht gefesselt, sondern nur “fast vollständig gelähmt”.
Ich könnte noch ein paare andere Beispiele aufzählen, die mir in den vergangen Wochen aufgefallen sind, was den Umgang mit behinderten Menschen in den Medien angeht:

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Blick in den Abgrund | Telepolis

Blick in den Abgrund

Hans Schmid 01.01.2012

Das Dritte Reich im Selbstversuch, Teil 11/I

Heute steht einer der infamsten Propagandafilme des Dritten Reiches auf dem Programm. 1943 verlieh Joseph Goebbels dem Regisseur für seine Verdienste die Professorenwürde, am selben Tag wie Veit Harlan (Jud Süß). Trotzdem blieb Wolfgang Liebeneiner nach dem Krieg relativ unbehelligt. Das mag daran gelegen haben, dass der Antisemitismus von den Nazis ganz offen propagiert, das eigentliche Thema von Liebeneiners Film hingegen sehr vorsichtig angepackt wurde, weil mit Widerstand in der Bevölkerung zu rechnen war. Das machte es hinterher leichter, sich herauszureden. Es ging um die Euthanasie, die Vernichtung von "lebensunwertem" Leben. Der Film heißt Ich klage an.
Blick in den Abgrund | Telepolis

Film: «Ziemlich beste Freunde»: Komödien-Hit aus Frankreich | news.de

Film «Ziemlich beste Freunde»: Komödien-Hit aus Frankreich

Artikel vom 02.01.2012

Wenn sich Dinge schwer erklären lassen, werden sie gern zu einem Phänomen. So wie «Ziemlich beste Freunde». In Frankreich redet keiner mehr von einem Film, sondern von einem «phénomène».

Paris (dpa) - Wenn sich Dinge schwer erklären lassen, werden sie gern zu einem Phänomen. So wie «Ziemlich beste Freunde». In Frankreich redet keiner mehr von einem Film, sondern von einem «phénomène».
Die Geschichte einer Freundschaft zwischen einem querschnittsgelähmten Aristokraten und seinem vorbestraften, frech-dreisten Pfleger ist mit über 15 Millionen Zuschauern Frankreichs erfolgreichster Film 2011 geworden. Ein Erfolg, der ebenso unwahrscheinlich und verrückt ist, wie die Geschichte selbst.

Film: «Ziemlich beste Freunde»: Komödien-Hit aus Frankreich | news.de

 
 






 
INTOUCHABLES



INTOUCHABLES

Film: "Alles Kranke ist Last" - BIZEPS-INFO


Text: Martin Ladstätter · 1. Jänner 2012 18:31 Uhr

Film: "Alles Kranke ist Last"

Sehr bedrückender Film von Ernst Klee und Gunnar Petrich, der den Umgang der Kirchen mit der "Vernichtung lebensunwerten Lebens" in Nazi-Deutschland von 1933 bis 1945 aufzeigt.
Überstellungsantrag Euthanasieanstalt
David Siems hat für die Homepage "CripplePride" den gesamten Film untertitelt und in drei Teilen auf Youtube gestellt.
Auch wenn die Fakten bekannt sind, so ist die filmische Umsetzung mit sehr viel Archivmaterial - manches davon erstmals ausgestrahlt - bedrückend. Der Film zeigt, wie behinderte Menschen zuerst sterilisiert und in der Folge dann getötet wurden.
"Alles Kranke ist Last" - BIZEPS-INFO

Absturz in die Armut Familie in Rheinpfalz verschuldet sich durch Pflegefall. Runder Tisch soll Rettungsschirm spannen

02.01.2012 / Inland /

Absturz in die Armut

Familie in Rheinpfalz verschuldet sich durch Pflegefall. Runder Tisch soll Rettungsschirm spannen

Von Katrin Maja Küfer
Wenn Sozialverbände wie jüngst der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband ihre jährlichen Armutsberichte veröffentlichen, dann springen als »Armenhäuser« der Republik vor allem ost- und nordwestdeutsche Regionen ins Auge. Doch bei näherer Betrachtung wird klar: Auch im Südwesten nimmt das Armutsrisiko zu. Im seit 20 Jahren SPD-regierten Rheinland-Pfalz gelten 14,8 Prozent der Bevölkerung, also jeder siebte Einwohner, als »armutsgefährdet«. Die kritische Schwelle hierfür ist ein monatliches Einkommen von 826 Euro für Alleinstehende bzw. 1735 Euro für eine Familie mit zwei Kindern. Im Vier-Millionen-Land an Rhein und Mosel ist die Quote gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Prozent gestiegen. Besonders stark zugenommen hat die Armutsgefährdung in der südlichen Region Rheinpfalz. Hier stieg die Quote nach Angaben des Paritätischen Wohlfahrtsverbands innerhalb eines Jahres um über zwei Prozentpunkte von zwölf auf 14,1 Prozent.

Hinter den Armutsstatistiken verbergen sich Schicksale von Menschen.
02.01.2012: Absturz in die Armut (Tageszeitung junge Welt)

Bessere Chancen für Behinderte auf hessischem Arbeitsmarkt - FFH.de

Weltweit


Bessere Chancen für Behinderte auf hessischem Arbeitsmarkt

Bessere Chancen für Behinderte auf hessischem Arbeitsmarkt

29.12.2011
Das Land Hessen will die Chancen von Menschen mit Behinderungen auf dem Arbeitsmarkt verbessern. Bei der beruflichen Orientierung sollen zu Beginn des neuen Jahres die ersten Schüler speziell gefördert werden, wie das Sozialministerium in Wiesbaden heute mitteilte. Die «Initiative Inklusion», finanziert durch den Ausgleichsfonds des Bundes, soll Behinderte besser in die Berufswelt integrieren.(..)
Die FFH-Nachrichten zum Anhören:

Bessere Chancen für Behinderte auf hessischem Arbeitsmarkt - FFH.de
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