„Wenn Eltern den Mut haben, ein behindertes Kind zur Welt zu bringen, brauchen sie auch die Unterstützung der Kirchen“.
Dieser Satz einer Mutter, die in Schweinfurt eineinhalb Jahre lang vergeblich einen Platz für ihre Tochter mit Down-Syndrom in einem integrativen Kindergarten gesucht hat, bleibt als Schlusswort dieses Abends in der Halle Altes Rathaus in Erinnerung. Und es schien, als ob Dekan Oliver Bruckmann, der auf dem Podium saß, diesen Satz auch mit nach Hause genommen hat.
Eines kann man nach diesen zwei Stunden sagen: der Anspruch des „Forums lebensArt“ – das ist ein gemeinsames Projekt von Diakonie und Lebenshilfe – ein öffentliches Gespräch über das Thema „Inklusion zwischen Vision und Wirklichkeit“ zu führen, wurde erreicht. Die Menschen im Publikum waren höchst aufmerksam, verfolgten jedes Wort, das vorne gesprochen wurde, sie nickten oder schüttelten den Kopf und sie meldeten sich, um über ihre eigene Geschichte oder Erfahrung zu berichten.
Was ist Inklusion überhaupt? Von den 20 Leuten, die Theaterleiter Christian Kreppel im Vorfeld gefragt hat, wusste es nur einer. Es ist das selbstverständliche Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung und es ist geltendes Recht, seit Deutschland vor zwei Jahren die UN-Menschenrechtskonvention für Behinderte anerkannt hat. Kreppel war einer der Gesprächsteilnehmer auf dem Podium und er erzählte, dass er sich seit seinem Studium mit der Frage beschäftigt, wo Besonderheit beim Menschen anfängt.
Fabian sagt: „Behindert ist ein Schimpfwort“ | MAIN-POST Nachrichten für Franken, Bayern und die Welt
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