"Die Sonderschulen gehören aufgelöst"
Hans Wocken, bis 2008 Professor für Lernbehindertenpädagogik in Hamburg, begleitet das Projekt Inklusion in Deutschland.
Foto: Gh
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Herr Professor Wocken, Sie üben scharfe Kritik an der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland. Kommen Kultusministerien und Schulbehörden zu langsam voran?
Wenn sie nur langsam wären, am Ende aber etwas Gutes dabei herauskäme, würde ich das sehr begrüßen. Aber stattdessen untergräbt und verfälscht ein Großteil der Kultusminister die inklusive Idee.
Ein harter Vorwurf. Schließlich begrüßen alle Kultusminister den gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung. Einige Länder haben ihre Schulgesetze verändert. Das sieht nicht nach Blockade aus.
Niemand ist gegen Inklusion, denn das traut sich keiner. Aber unterhalb der Ebene der öffentlichen Kundgebungen wird mit geschlossenem Visier gegen die inklusive Idee und die damit verbundenen Veränderungen für das gesamte Bildungssystem gekämpft.
Was meinen Sie konkret damit?
„Die Sonderschulen gehören aufgelöst“ | Wissen - Frankfurter Rundschau
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