Selbstständig als psychisch kranker?
Montag, September 5th, 2011 at 07:50
Was aber, wenn sie all dem aus dem Weg gehen könnten? Ich plädiere immer offen zu sein … Aber: Wenn das nicht nötig ist, warum sollte man dann ehrlich sein oder überhaupt davon berichten? Wenn Sie zum Beispiel absolut sicher sind, dass Sie keinerlei Einschränkungen mehr haben und aus diesem Grunde Ihre Arbeit zu vollster Zufriedenheit ausführen können, ist es dann wichtig, was früher einmal mit Ihnen los war? Meiner Meinung nach nicht. Dasselbe haben Sie, wenn Sie sich selbstständig machen. Sie sind niemandem Rechenschaft schuldig, können in Ihrem Tempo arbeiten, können bestimmen, wie viel Sie verdienen – sollte Ihr Gesundheitszustand es nicht erlauben, dass Sie 8 Stunden am Tag arbeiten, wie bei einer normalen Arbeitsstelle, arbeiten Sie eben weniger und verdienen etwas weniger. Solange es ausreicht um Ihren Lebensstandard aufrecht zu erhalten, ist das doch vollkommen OK!
Ich habe Bekannte von früher aus meiner Zeit in der Psychiatrie, die Hartz-4 bekommen. Manche sind nicht zufrieden, weil Sie wenig Geld haben, ihr Gesundheitszustand lässt aber auch keine normale Arbeit zu. Wäre ich selbst an dem Punkt, würde ich überlegen: Wenn ich mit einer Selbstständigkeit nur 400 Euro verdienen würde, könnte ich doch anstatt von Hartz-4 vielleicht Wohngeld beantragen und hätte so mehr Geld und was noch wichtiger wäre, eine Aufgabe!
Selbstständig als psychisch kranker? - Psychisch gesund
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