Die Erbinformationen eines Fötus können jetzt vollständig entschlüsselt werden. Eine Blutprobe der Mutter genügt, es besteht also weder Gefahr für die Mutter noch das Kind. Dies alles soll angeblich eine neue Technik leisten. Bereits 2012 wird ein Test auf den Markt kommen, der viel früher als bisher Ergebnisse für das Down Syndrom liefert.
Einerseits ein großer Fortschritt, denn bisher konnte nur eine Fruchtwasseruntersuchung Sicherheit geben, eine Untersuchung, die ein relativ hohes Risiko auf eine Fehlgeburt in sich birgt. Andererseits warnen kritische Stimmen, dass bereits jetzt neun von zehn Schwangeren abtreiben lassen, wenn diese Behinderung festgestellt wird. Sollte ein Test früher und gefahrloser möglich sein und in naher Zukunft auch Aussagen über Autismus, erbliche Blindheit oder die Anfälligkeit für Krebs oder Alzheimer machen, steige die Gefahr, dass die Zahl der Abtreibungen steigen wird.Wie beurteilen Sie solche frühen, gefahrlosen Tests? Sehen Sie eher die Chance, dass Fehlgeburten vermieden werden können oder die Frauen eine Abtreibung vornehmen lassen können, wenn noch keine Beziehung zu dem Fötus aufgebaut wurde? Oder fürchten Sie, dass Schwangerschaft unter Vorbehalt künftig sozialer Standard werden?
Studiogast: Prof. Peter Propping, Ehem. Direktor des Instituts für Humangenetik an der Universität Bonn
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Redaktion:
Ursula Daalmann
Chance oder Risiko? Neuer vorgeburtlicher Test auf Down Syndrom, 09:20: WDR 5
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