Über Missstände im Sozialen
Mit ihrem ersten Roman "Die Heiligenscheinhändler" hat Ursa Koch buchstäblich ins Schwarze getroffen. Sie stellte kürzlich den Krimi in der Buchhandlung am Markt in Bad Urach vor.
Das Thema ist brisant. Geht es doch der Hauptfigur des Romans, Franka Maas, darum, Missstände in einer sozialen Einrichtung aufzudecken. Das ist alles andere als einfach. Als ihr Informant tot aufgefunden wird, schleust sich die engagierte Journalistin Franka Maas als Mitarbeiterin selbst in die Magdenwalder Heime ein. Nach und nach kommt sie den Vorgängen auf die Spur. Spenden und öffentliche Zuschüsse werden verschwendet, Mitarbeiter ungerecht behandelt und sexuell missbraucht. Sie selbst wird gemobbt.
Dass dieses Heim irgendwo in Deutschland stehen kann, zeigten die vielen Reaktionen per Mail oder in Briefen, die Ursa Koch nach Erscheinen des Buches bekam. "Die meisten Absender dachten, ich hätte über eine soziale Einrichtung in ihrer Nähe geschrieben," erzählte sie bei der Veranstaltung.
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