Neue Chancen für traumatisierte und behinderte Jugendliche in Palästina
Im Westjordanland und im Gaza-Streifen leben insgesamt ca. 4 Millionen Menschen. Ein bedeutender Anteil davon sind Flüchtlinge, die 1948 nach der Staatsgründung Israels aus dem heutigen israelischen Kernland flüchteten. Die palästinensische Bevölkerung ist ausgesprochen jung, mehr als die Hälfte ist weniger als 18 Jahre alt. Diese Generation hat limitierte Perspektiven und besonders der Einstieg ins Berufsleben ist aufgrund der wirtschaftlichen Situation schwierig. Insbesondere bei Jugendlichen ist die Arbeitslosigkeit deshalb sehr hoch. Dazu kommt, dass vor allem Kinder und Jugendlichen besonders unter der von Gewalt und Unterdrückung geprägten Situation leiden. Die Eskalation des palästinensisch-israelischen Konfliktes führte in den letzten Jahren zudem zu Tausenden von Verletzten, die lernen müssen, mit einer permanenten Behinderung zu leben.Neue Chancen für traumatisierte und behinderte Jugendliche in Palästina - 24. Oltner 2-Stunden Lauf
Palästina: Die jüngste Nation der Welt
Petition unterzeichnenavaaz.org
Seit 1998 unterstützt Handicap International fünf Bezugszentren, die Menschen mit Behinderung helfen (technische Unterstützung, Ausrüstung, Ausbildung). Die Organisation wirkt an der Bewertung von Produktionswerkstätten für Rollstühle mit sowie an einer Umfrage über die Zufriedenheit der Benutzer von Behandlungszentren für Menschen mit Behinderung. Außerdem unterstützt sie mit Hilfe von Defence for Children International ein Minenaufklärungsprogramm.
Im November 2001 stellte die Organisation in Zusammenarbeit mit dem El Wafa Hospital ein Rehabilitationsteam zusammen, das Rehabilitation in den eigenen vier Wänden anbietet, einerseits für Menschen mit Behinderung, andererseits für während der Intifada verletzte Menschen. Das Projekt bedient die Zone südlich des Gazastreifens.
2005 entstand eine Partnerschaft mit dem Orientierungs- und Ausbildungszentrum von Bethlehem, um palästinensischen Kindern die Opfer des Konfliktes wurden psychologische Betreuung zu bieten. Ausbildungskurse für Physiotherapeuten und das medizinische Personal werden in sechs Rehabilitationszentren organisiert.
Nach der Krisensituation im Gazastreifen zum Jahreswechsel 2008/2009 wurde ein Nothilfeprogramm ins Leben gerufen.
handicap-international.ch/
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