2011-09-04

Senioren- und Verbraucherverbände fordern den Erhalt des Förderprogramms „Altersgerecht Umbauen“

Senioren- und Verbraucherverbände fordern den Erhalt des Förderprogramms „Altersgerecht Umbauen“

In einem Brief an Bundesbauminister Peter Ramsauer und Bundesfamilienministerin Kristina Schröder fordern die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO) und der Verband Wohneigentum e.V. die Weiterführung des KfW-Förderprogramms „Altersgerecht Umbauen“ ab 2012. Im Vorfeld der Haushaltsberatungen im Deutschen Bundestag appellieren die Verbände und ihre Mitgliedsorganisationen dringend an die Minister, sich für die Bereitstellung der Fördermittel in unveränderter Höhe für eine altersgerechte Modernisierung von Immobilien einzusetzen.
Dass die Bundesregierung im Haushalt 2012 keinerlei KfW-Fördermittel für den altersgerechten Umbau von Bestandsimmobilien vorgesehen habe, sei nicht nur angesichts der steigenden Zahl älterer Menschen in Deutschland unverständlich. Gestützt würden die Forderungen nach einer Weiterführung des KfW-Förderprogramms „Altersgerecht Umbauen“ auch von einer im Mai 2011 veröffentlichten Studie, die das Kuratorium Deutsche Altershilfe im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung erstellt habe. Danach werde im Jahr 2038 ein Drittel der Bevölkerung über 65 Jahre sein. Dementsprechend werde auch der Bedarf an altersgerecht angepassten Wohnungen steigen.
Die Folge unzureichend ausgestatteter Wohnungen sei, dass mehr Menschen in Alten- und Pflegeheime umziehen müssten, anstatt in ihrer gewohnten Umgebung bleiben zu können. Dies koste die Kommunen viel Geld und entspreche auch nicht dem Wunsch der betroffenen Senioren. „Das Programm hilft also nicht nur, Pflegekosten zu sparen und die öffentlichen Kassen zu entlasten, sondern es erhöht vor allem die Lebensqualität unserer älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger“, erinnern die BAGSO-Vorsitzende und ehemalige Bundesfamilienministerin Prof. Dr. Ursula Lehr sowie Hans Rauch, Präsident des Verbands Wohneigentum, in ihrem gemeinsamen Brief.
„Das Problem der nicht alters- und behindertengerechten Wohnungen ist kein Problem der Zukunft und auch nicht nur der Senioren“, mahnt die BAGSO-Vorsitzende Ursula Lehr. Bereits heute besteht bei rund 83 % der aktuell elf Millionen Seniorenhaushalte erheblicher Anpassungsbedarf des Wohnraums. Auch junge Familien freuten sich, wenn sie ihre Umzugskisten in die frisch erworbene und nach Möglichkeit renovierte Bestandsimmobilie nicht über viele Stufen schleppen müssten, heißt es weiter.
Senioren- und Verbraucherverbände fordern den Erhalt des Förderprogramms „Altersgerecht Umbauen“

Pressemitteilung 

BAGSO protestiert gegen die Einstellung des Förderprogramms „Altersgerecht Umbauen“ 

Senioren- und Verbraucherverbände fordern den Erhalt des KfW-Förderprogramms „Altersgerecht Umbauen“

01.09.2011 

In einem Brief an Bundesbauminister Peter Ramsauer und Bundesfamilienministerin Kristina Schröder fordern die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO) und der Verband Wohneigentum e.V. die Weiterführung des KfW-Förderprogramms „Altersgerecht Umbauen“ ab 2012. Im Vorfeld der Haushaltsberatungen im Deutschen Bundestag appellieren die Verbände und ihre Mitgliedsorganisationen dringend an die Minister, sich für die Bereitstellung der Fördermittel in unveränderter Höhe für eine altersgerechte Modernisierung von Immobilien einzusetzen.
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