Inklusive Entwicklungspolitik
Gudrun Kopp zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen: "Barrierefrei auch in den Köpfen"
30.11.2012 -
Berlin – Die Vereinten Nationen haben für den diesjährigen Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen (3. Dezember) das Motto "Barrieren beseitigen, um eine inklusive und zugängliche Gesellschaft für alle zu schaffen" ausgerufen.Gudrun Kopp, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, erklärt dazu:
"Menschen mit Behinderungen kämpfen täglich nicht nur mit physischen Barrieren in ihrer Umwelt, sondern auch mit Barrieren in den Köpfen ihrer Mitmenschen. Die deutsche Entwicklungspolitik tritt ein für eine barrierefreie Welt und 'barrierefreie Köpfe'. Mit unserer inklusiven Entwicklungspolitik setzen wir Impulse, damit Menschen mit Behinderungen in unseren Kooperationsländern ihre Rechte stärker einfordern können."
Weltweit haben eine Milliarde Menschen eine Behinderung. Das entspricht etwa 15 Prozent der Weltbevölkerung. Der Großteil davon lebt in Entwicklungsländern. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat zu diesem Zweck einen eigenen Aktionsplan zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der Entwicklungszusammenarbeit erstellt, der Anfang nächsten Jahres der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll.
Die im Jahr 2009 von Deutschland unterzeichnete Behindertenrechtskonvention hatte den Stein ins Rollen gebracht. Diese ist die bislang einzige Menschenrechtskonvention, die durch einen Artikel explizit auch die Rolle der internationalen Zusammenarbeit definiert. Die Behindertenrechtskonvention steht dabei für ein neues Verständnis von Behinderung, das stärker als zuvor die sozialen und physischen Barrieren in der Umwelt in den Vordergrund stellt.
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung - Gudrun Kopp zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen: "Barrierefrei auch in den Köpfen"
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