Selbsthilfegruppe
"Doppelt isoliert"
von Markus Geling am 08. September 2011 21:33
RECKLINGHAUSEN. Sie kochen und basteln zusammen, machen Musik oder Gymnastik – und wollen sich als nächstes mit Computern beschäftigen: In der Jüdischen Kultusgemeinde Kreis Recklinghausen hat sich eine Selbsthilfegruppe für russischsprachige Menschen mit geistigen Behinderungen gegründet.„Diese Leute sind doppelt isoliert“, sagt die Sozialarbeiterin Jana Stachevski. „Zum einen wegen ihrer Behinderung – und zum anderen, weil sie es nie geschafft haben, die deutsche Sprache zu erlernen. Das ist ein großes Problem.“
Aktuell treffen sich sieben Betroffene mit ihren Familienangehörigen an zwei Sonntagen im Monat in den Recklinghäuser Räumlichkeiten der Jüdischen Kultusgemeinde. Und sie sind offen für weitere Interessierte – aus dem Kreis Recklinghausen, aus Bochum, Dortmund, Gelsenkirchen oder Essen. „Je mehr Leute kommen, desto interessanter wird es für alle“, sagt Stachevski. Die 49-jährige Recklinghäuserin, die in Russland als Sonderschullehrerin gearbeitet hat und seit 1991 in Deutschland lebt, ist eine Ansprechpartnerin für die Gruppe.
Das nächste Treffen findet an diesem Sonntag, 11. September, statt.
Anmeldung und weitere Infos: Tel. 02361/15131 (vormittags von 9 bis 13 Uhr).
"Doppelt isoliert" | Waltroper Zeitung
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