Demenzkranke brauchen Zuwendung und keine “chemische Keule”
In der Praxis habe ich immer wieder erlebt, wie sehr sich die Lebensqualität und das körperliche Befinden Demenzkranker bessert, wenn Verständnis, Repekt und Zuwendung die “chemische Keule” ersetzen. Ich denke hier beispielsweise an eine 75jährige Dame, die völlig apathisch aus der Klinik kam und kaum in der Lage war, ihr Umgebung wahrzunehmen. Nach Absetzen einer hochdosierten Multimedikation, bestehend aus Neuroleptikum und Hypnotikum, sitzt diese Frau nun auf ihrem Balkon, beobachtet erfreut brütende Graureiher; sie trägt keine Windeln mehr, weil sie mit Hilfe die Toilette benutzen kann und auch die im Entlasungsbericht der Klinik angegebene Bettlägrigkeit besteht nicht mehr, denn in Begleitung kann sie in der Wohnung mit Hilfe eines Rollators wenigstens kurze Strecken gehen.
Ich beschreibe hier keinen Einzelfall, sondern eine Beobachtung, die ich immer wieder anstellen konnte. Warum werden trotzdem so viele Demenzkranke medikamentös sediert? Die Antwort ist einfach: Demenzkranke brauchen Zuwendung und keine “chemische Keule” | Kostenlose Pressemitteilungen veröffentlichen
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