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 | LIFESTYLE | 25.05.2011 |
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| UNO fordert Umdenken bei Behindertenarbeit
Eine Konvention der Vereinten Nationen bedeutet ein radikales Umdenken in der Behindertenarbeit. Am Dienstagabend wurde im Innsbrucker Management Center über neue Wege in der Behindertenarbeit diskutiert. |
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| Keine Separation von normaler Gesellschaft
Wer bislang unter Behindertenarbeit verstanden hat, dass man Menschen mit Handikap betreuen, versorgen und unterbringen muss, kommt beim Lesen der UN-Konvention aus dem Staunen nicht mehr heraus.
Marianne Schulze, die Vorsitzende des Monitoring-Ausschusses zur Umsetzung der Konvention, sieht die Rechte von Behinderten nämlich ganz anders. Selbstständig, selbstbestimmt und vor allem nicht separiert von der sogenannten normalen Gesellschaft. Das sind die Eckpfeiler der Konvention. |
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| Widerspruch zu internationalen Standards
Das bedeutet laut Schulze, dass Beschäftigungstherapien, Sonderschulen, Sachwalterschaft, die Verweigerung des Rechts, Kinder zu adoptieren, kein Zugang zu Berufen wie dem Richteramt und alle diese Dinge den international verbindlichen Standards widersprechen.
Sonderschulen dürfte es nach dieser Sichtweise nicht mehr geben, denn Menschen mit Behinderung sollen nicht mehr unterschiedlich behandelt werden, sondern mit Unterstützung Teil der Gesellschaft sein. Noch ist das Zukunftsmusik, sagt Marianne Schulze und nennt das Beispiel Arbeitsmarkt. Behinderte Menschen seien überwiegend in Werkstätten tätig, sie bekommen ein Taschengeld und sind separiert von einem Arbeitsplatz im ersten Arbeitsmarkt. |
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| Kritik an mangelnder Umsetzung
Am Dienstagabend haben viele Betroffene aber auch Vertreter von Behindertenorganisationen moniert, dass es an der Umsetzung hapert. Wer würde, fragte etwa Hubert Stockner vom Verein "Selbstbestimmt Leben", als Nichtbehinderter freiwillig in der Wohngemeinschaft mit zehn anderen leben. Behinderte haben oft keine andere Chance. |
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| Reheis: Es braucht Illusionen
Mitdiskutiert hat am Dienstag auch Soziallandesrat Gerhard Reheis (SPÖ). Zu den neuen Wegen, die die UN-Konvention vorgibt sagte er, wenn man keine Ideen und Illusionen zulasse, werde man sich auch kaum weiter entwickeln. Das Land Tirol war immer bereit, sich weiterzuentwickeln. Besonders im Bildungsbereich müsse man mit Menschen mit Behinderung entsprechend arbeiten um Integration zu ermöglichen.
Bis zur Umsetzung der UN-Konvention für ein selbstbestimmtes Leben der Behinderten ist es noch ein weiter Weg. Nicht nur in Tirol aber eben auch hier - da waren sich alle einig. |
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