2011-04-01

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Aktenzeichen 14f13: eine fast vergessene Mordaktion der Nazis

Freitag, 1. April 2011, 8:30 Uhr
 (Bild:  picture-alliance/dpa)
Schon zu Kriegsbeginn 1939 ordnete Hitler die Vernichtung sogenannten lebensunwerten Lebens an. Ab 1940 wurden unter dem Decknamen "Aktion T4" zehntausende Psychiatrie-Patienten und behinderte Menschen von den Nationalsozialisten ermordet.Im April 1941 wurde dieses Euthanasieprogramm auf die Konzentrationslager ausgedehnt, geführt unter dem Aktenzeichen 14f13. Vermutlich auf Weisung von Heinrich Himmler bedienten sich die Täter des Personals der "Aktion T4". Die so genannte "Sonderbehandlung 14f13" war die erste systematische Massentötung im KZ-System: Tausende KZ-Häftlinge starben in den folgenden zwei Jahren in den Gaskammern der Tötungsanstalten Sonnenstein, Bernburg und Hartheim. 70 Jahre nach dem Beginn der organisierten Tötung kranker und damit arbeitsunfähiger KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter ist dieses Verbrechen der Nazis kaum noch bekannt.

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