Bevor es heißt ich rede von Dingen, von denen ich keine Ahnung habe:
Ich habe seit meinem Examen in insgesamt vier Altenheimen gearbeitet und in allen war die Versorgung schlecht (weshalb ich letzten Endes gegangen bin), das Essen unter aller Sau, die Hygiene einer Müllhalde war besser und die Leute wurden von inkompetenten und unglernten "Schwestern" betreut. Was die Pflegestufen betrifft wurde viel gemauschelt, genauso in der Dokumentation (was ich aber nie mitgemacht habe, ich will ja schließlich nicht in den Knast). Also die Preise sind in keiner Weise nachzuvollziehen und im Endeffekt ist der Bereich der Altenpflege (wenn man den noch so nennen kann) eine einzige Gelddruckmaschine. Kontrollen von Seiten der Behörden fehlen oder werden angekündigt, so dass es kein Wunder ist, wenn an dem Tag der Kontrolle alles in Ordnung ist.
Der Staat sowie die Pflege- und Krankenkassen müssen endlich aufwachen und diesem unmenschlichen Treiben ein Ende machen. Aber sogar auf gezielte Anzeigen wird kaum reagiert. Betroffene Angehörige werden nicht ernst genommen und Pflegekräfte die positive Veränderungen durchsetzen wollen, werden rausgemobbed. Aufklärungen von Mißständen wie die vor etwa anderthalb Jahren in Stuttgart sind zwar ein Erfolg, aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein, denn in tausenden anderen Heimen sind die Zustände genauso schlecht und die Heime müssten geschlossen werden.
Letztendich deshalb bin ich aus der Pflege soweit raus, dass ich nun im Funktiondienst einer großen Klinik tätig bin und mit der Pflege so gut wie nichts mehr zu tun habe. Denn letztendlich werden für die Mißstände und deren Duldung die Pflegenden verantwortlich gemacht, die aber ihren Job verlieren, wenn sie nicht so parrieren, wie der Arbeitgeber das will: Nämlich Geld verdienen, Geld verdienen, Geld verdienen. Menschlichkeit, soziale Verantwortung und dergleichen gehen im heutigen Sozialsystem und in der Pflege total unter. Es gibt Ausnahman, aber nur sehr wenige. | |
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