Text: GRÜNE · erstellt am: 18. September 2012 13:23 Uhr
Jarmer: Opfer von Zwangssterilisation müssen entschädigt werden
UN-Konvention fordert Beibehaltung der Fruchtbarkeit für Menschen mit Behinderungen"Dass bis 2001 ca. 50 Prozent der Frauen mit intellektueller Behinderung ohne Wissen und Einwilligung zwangssterilisiert wurden, ist einer der größten Menschenrechtsverletzungen der 2. Republik", meint die Behindertensprecherin der Grünen, Helene Jarmer. Von Zwangssterilisation waren in erster Linie Frauen betroffen, denen dadurch Selbstbestimmung im Bereich Partnerschaft und Sexualität weitgehend verwehrt wurde. Auch konnte dadurch sexuelle Gewalt an behinderten Mädchen und Frauen erleichtert und vertuscht werden. "Eine angemessene Entschädigung wäre daher hoch an der Zeit", fordert Jarmer.
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