Kritik an Entschuldigung von Contergan-Hersteller
«Zu wenig, zu spät»
Panorama
50 Jahre hat der Contergan-Hersteller Grünenthal für eine Entschuldigung bei den Opfern gebraucht – zu lange, finden viele Interessenverbände. Der juristische Streit um Entschädigung geht weiter.
Ernsthafte Entschuldigung gefordert
«Zu wenig, zu spät», kommentierten am Samstag Anwälte, die Opfer des Arzneimittelskandals in Australien vertreten. Das britische Contergan-Opfer Nick Dobrik sagte dem Sender BBC: «Wir sind der Meinung, eine ernsthafte Entschuldigung muss die Fehler einräumen, die gemacht wurden. Das hat die Firma nicht getan und damit die Opfer beleidigt.»
Auch Martin Johnson, Direktor der Stiftung Thalidomide, warf Grünenthal vor, das Unternehmen versuche weiter, den Mythos aufrechtzuerhalten, niemand habe wissen können, welche Schäden das Medikament anrichten könne. Das aber sei nicht richtig. «Zu wenig, zu spät» - NZZ.ch, 01.09.2012
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