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2013-07-16

Pannwitz-Blick noch aktuell | kobinet-nachrichten


Pannwitz-Blick noch aktuell

Veröffentlicht am von Franz Schmahl
Der Pannwitzblick - Titel des Taschenbuchs
Der Pannwitzblick - Titel des Taschenbuchs
© Sierck und Danquart
Berlin (kobinet) Ist der Pannwitzblick noch aktuell? Diese Frage will das Gen-ethische Netzwerk am 4. August in Berlin nach einer Vorführung des gleichnamigen Films von Didi Danquart diskutieren. Das Netzwerk gehört zu dem Bündnis, das die erste Berliner Pride Parade am vergangenen Samstag vorbereitet und weitere Veranstaltungen geplant hat. Der Regisseur und Autor des 1991 entstandenen Dokumentarfilms "Der Pannwitzblick" kommt zur Diskussion in das Kreuzberger Kino fsk am Segitzdamm.
Der „Pannwitzblick", so wird die Veranstaltung angekündigt, lag nicht nur der Aussonderung und Selektion im Nationalsozialismus zugrunde lag, sondern prägte auch in der Zeit danach die Sicht auf Behinderung als an eine Normalität anzupassende Abweichung. Angefragt sind Udo Sierck und Theresia Degener, die damals im Film interviewt wurden. Udo Sierck und Didi Danquart haben in einem Taschenbuch beschrieben, wie Gewalt gegen Behinderte entsteht.
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Pannwitz-Blick noch aktuell | kobinet-nachrichten

2011-10-10

Die Botschaft der Abweichung - Lokal - Kultur - Nachrichten - Kreiszeitung

„Eigenartig“: Tanzfestival für Behinderte

Die Botschaft der Abweichung

09.10.11|Lokal|
Bremen - Von Henning BleylDie Krücke locker zwischen zwei Zehen geklemmt spaziert Saliou Diène über die Bühne. Zwei traumhafte Oberarme halten seinen Körper in Schwung, sie lassen die Kraftlosigkeit des rechten Beins komplett vergessen.
Zusammen mit seinen KollegInnen der Kompagnie DIN A13 entfaltet Diène vor einem Geflecht aufgehängter Steine und Felle einen fulminanten Bewegungsfluss – die Eröffnungspremiere von „Eigenartig“, Norddeutschlands einzigem Tanzfestival für Behinderte. Es findet zum zweiten Mal in Bremen statt und dauert noch bis morgen.
Der Tanz behinderter Menschen ist so ziemlich die letzte Bastion traditioneller Ästhetik. Malerei, Literatur, selbst Kino und Theater sind längst mit prominenten behinderten Akteuren und Gruppen gesegnet. Tanz hingegen ist immer noch ein Tabubereich. Denn wenn der Körper selbst das Medium ist, gerät dessen gemeinhin als Deformation wahrgenommene Andersartigkeit – sagen wir lieber: Normabweichung – zwangsläufig zur konstituierenden künstlerischen Botschaft. Und ist damit geeignet, überkommene Ästhetikbegriffe durcheinander zu bringen.

Die Botschaft der Abweichung - Lokal - Kultur - Nachrichten - Kreiszeitung
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