2011-05-15

Deutsches Ärzteblatt: Nachrichten "Medikamenten-Check für ältere Patienten soll Pflegequalität verbessern"

Freitag, 13. Mai 2011
Medikamenten-Check für ältere Patienten soll Pflegequalität verbessern
Hannover –Die KKH-Allianz macht sich für eine Verbesserung der Pflegequalität stark. „Durch Qualitätsmängel in der Pflege erfahren Pflegebedürftige nicht nur großes persönliches Leid, den Kassen entstehen dadurch auch hohe vermeidbare Kosten“, erklärte KKH-Allianz-Vorstandsvorsitzender Ingo Kailuweit. Die gestern auf dem14. Berliner Dialog vorgestellte „Pflegeoffensive 2011 – Wegweiser für mehr Qualität“ zeigt dazu mögliche Wege auf.

So fordert die Kasse darin beispielsweise einen Medikamentencheck für ältere Patienten und die Bereitstellung der Priscus-Liste – eine Auflistung potenziell ungeeigneter Präparate für ältere Menschen – als Praxissoftware für alle Ärzte.


Nach Auswertungen der KKH-Allianz nehmen 20 Prozent der Versicherten durchschnittlich fünf oder mehr Arzneimittelwirkstoffe ein. 27 Prozent der älteren Versicherten bekommen sogar Medikamente, die ihnen schaden. „Diese Arzneimittel kosten die Kassen jährlich rund 270 Millionen Euro und können für die Gesundheit schädlich sein“, warnte Kailuweit.

Die Kasse plädiert, pflegende Angehörige enger zu begleiten, die Pflegenoten für Altenheime gezielt weiterzuentwickeln und den Pflegeberuf attraktiver zu gestalten. „Dafür muss der Pflegeberuf gesellschaftlich besser anerkannt werden“, so der Kassenchef. © hil/aerzteblatt.de

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