Schienen erinnern an Euthanasie
03.11.2011 Ort: Gremsdorf Von: Johanna Blum 
Enthüllung Am Mittwochabend fand die Einweihung des Mahnmals "Spuren" des Erlanger Künstlers Dieter Erhard bei den Barmherzigen Brüdern in Gremsdorf statt. Alte Gleise wurden mit modernen Elementen zu einem Kunstobjekt zusammengefügt.
Pastoralreferent Peter Jankowetz lädt die Gäste ein, einen Schotterstein auf das Mahnmal zu legen. Foto: Johanna Blum
"Die Idee ist schon alt und mit der Umsetzung hatten wir nur immer wieder gewartet. Als es aber an die Umgestaltung des Geländes hier in Gremsdorf ging und die alten Bahngleise entfernt wurden, wurde es brisant. Wir holten uns ein Stück der Schienen und dann ging es los", erklärte der Künstler Dieter Erhard. "Meine Aufgabe war es, ein Stück Schiene in ein Euthanasie-Denkmal umzusetzen.
Die Schiene ist das Hauptelement, das Mahnmal soll gesehen werden, die vier Tage der Abtransporte leuchten individuell und die Pluszeichen stehen für Tod. Der Name des Denkmals wurde vom ganzen Team entwickelt", erläuterte der Künstler den vielen Besucher und Bewohnern. "Ich bin ein Nachkriegskind, ein Kind einer heilen Welt. Mögen diese "Spuren" dazu beitragen, die heile Welt zu erhalten."
"Wir nehmen hier die Spur der ungefähr 300 Menschen auf, die in vier Tagen des Jahres 1941 aus der Einrichtung der Barmherzigen Brüder in Gremsdorf deportiert wurden. Mit den Gleisen und dem "+" erinnern wir an die Vorgänge von damals. Wir mahnen auch, dass heute und nie wieder Leben als lebensunwert bezeichnet und vernichtet werden darf!"
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