Hartz IV: Behindertenbeauftragter fordert mehr Wohngeld
Berlin (epd). Der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Hubert Hüppe (CDU), hat eine Benachteiligung von Behinderten bei Hartz-IV-Zahlungen kritisiert. "Es ist weder nachvollziehbar noch gerecht, dass behinderte Menschen schlechter gestellt werden als über 25-jährige Hartz-IV-Bezieher, die noch bei ihren Eltern wohnen", sagte Hüppe dem Berliner "Tagesspiegel" (Montagsausgabe).Deshalb sei eine schnelle Überprüfung der Hartz-IV-Regelsätze für erwerbsgeminderte behinderte Menschen über 25 Jahren nötig. "Die Prüfung darf nicht eine Ewigkeit dauern. Wir sollten zügig eine Entscheidung treffen, bevor die ersten Kläger vor die Sozialgerichte ziehen", sagte der CDU-Politiker. Es bestehe das Risiko, dass ein Gericht die aktuelle Regelung kippe.
Im Hartz-IV-Vermittlungsverfahren hatten Regierung und Opposition vereinbart, die neue "Regelbedarfsstufe 3" zu überprüfen. Danach sollen Behinderte, die mit anderen in einem gemeinsamen Haushalt leben, 291 Euro als Regelsatz erhalten. Das sind 80 Prozent des vollen Hartz-IV-Regelsatzes von 364 Euro und damit 73 Euro im Monat weniger....
Evangelischer Pressedienst (epd) - Landesdienst Ost
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