16.11.2011 - 17:59
Pflege: Eckpunkte der Bundesregierung unzureichend
Bahr © FDP
Die Beschlüsse der Bundesregierung reichen nach Ansicht des Sozialverbands Deutschland bei weitem nicht aus, um die Pflege umfassend zu reformieren. "Offene Baustellen in zentralen Bereichen legen die Vermutung nahe, dass eine durchgreifende Pflegereform für den Erhalt des Koalitionsfriedens geopfert wurde. Durch die 0,1 Prozent-Anhebung des Pflegeversicherungsbeitrags wird weder den demenziell erkrankten Menschen wirksam geholfen noch werden die pflegenden Angehörigen erkennbar entlastet", erklärte Verbandspräsident Adolf Bauer. Zudem lasse die geplante private Pflegezusatzversicherung insbesondere die Menschen außen vor, die ein hohes Pflegerisiko tragen.
Der Paritätische Wohlfahrtsverband kritisierte den Kabinettsbeschluss als vage und mutlos. Konkret werde die Bundesregierung ausschließlich bei der geplanten Beitragserhöhung und der Einführung einer privaten Zusatzvorsorge. Inhaltlich würden jedoch mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet.
"Das einzige, was nun konkret feststeht, ist, dass die Versicherten höhere Beiträge zahlen und künftig auch noch privat vorsorgen sollen. Was die Menschen als Gegenleistung dafür bekommen werden, bleibt nebulös", so Dr. Eberhard Jüttner, Vorsitzender des Paritätischen Gesamtverbandes.
Pflege: Eckpunkte der Bundesregierung unzureichend -- kobinet
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen