05.06.2012 - 11:59
Koalitions-Pläne zur Pflegefinanzierung kritisiert.
Rosenbrock © Paritätischer
Berlin (kobinet) Scharfe Kritik übte heute der Paritätische Wohlfahrtsverband an der Ankündigung der Koalition, zur Pflegefinanzierung zukünftig in erster Linie auf die private Zusatz-Vorsorge zu setzen. Anstatt das Pflegeproblem zu lösen, werde der Versicherungswirtschaft eine neue Profitquelle erschlossen. Die Privatisierung des Pflegerisikos bürde Menschen mit geringem Einkommen unzumutbare Lasten auf, verschärfe die gesundheitliche Chancenungleichheit in Deutschland und werde die chronische Unterfinanzierung der Pflegeversicherung nicht beheben, warnt der Verband und plädiert stattdessen für die Einführung einer solidarischen Bürgerversicherung in der Pflege.
Koalitions-Pläne zur Pflegefinanzierung kritisiert -- kobinet
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